Das AlliiertenMuseum in Berlin dokumentiert das politische und militärische Leben der Westmächte für Berlin und Deutschland und deren Beitrag zur Freiheit der Metropole. Eine Geschichte voller Spannung, die mit dem Einmarsch der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungstruppen 1945 beginnt und mit einem feierlichen Abschied der Alliierten 1994 endet.

Ausstellung zur Berliner Luftbrücke

Schwerpunkt der Ausstellung ist die Berliner Luftbrücke, der Kalte Krieg und auch das Alltagsleben der Militärgemeinde in den Nachkriegsjahren. Das Museum ist an einem besonders historischen Ort untergebracht: Die Ausstellungsgebäude waren früher ein Kino und eine Bibliothek der amerikanischen Truppen in Berlin. Hinter dem Bau befand sich einer der größten Wohnsiedlungen für US-Soldaten und deren Familien in der Hauptstadt. Gegenüber von dem heutigen Museum hatte die US-Militärregierung und das Oberkommando der Brigade ihren Hauptsitz. 1998 wurde das AlliiertenMuseum im Beisein vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet.

Heute befinden sich in dem denkmalgeschützten Outpost Theater Teile der Dauerausstellung zur Nachkriegs- und Besatzungszeit des AlliiertenMuseums. Ein Highlight der Ausstellung ist das letzte Wachhäuschen vom Checkpoint Charlie. Auch das britische Luftbrückenflugzeug vom Typ Hastings oder der Berliner Spionagetunnel locken zahlreiche Besucher. In den wärmeren Jahreszeiten, meist von April bis Oktober, kann das Flugzeug sonntags auch von innen besichtigt werden. Die restaurierten Segmente des bekannten Spionagetunnels wurden Anfang der 50er Jahre von den amerikanischen und britischen Nachrichtendiensten zwischen West- und Ost Berlin gebaut, um die Kommunikationslinie der Sowjets anzuzapfen.

Der Themenschwerpunkt des Museums liegt auf der Geschichte der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948 und 1949 und wie die Bevölkerung Westberlins mit Lebensmitteln, Medikamenten und Brennstoff versorgt wurde. Gezeigt werden den Besuchern unter anderem Landkarten von Berlin mit der geplanten Sektorenaufteilung. Auch Bilder des Einmarsches in Berlin, alte Uniformen, Schilder, Berlin Tageszeitungen, die bekannten CARE-Pakete und Unterlagen zur Entnazifizierung sind hier ausgestellt.

Der erste Teil des Museums, der sich mit den Jahren 1945 bis 1950 beschäftigt, zeigt den Sieg der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkrieges und die ersten Jahre der Besatzung. Schwerpunkt ist die demokratische Erneuerung Deutschlands. Im zweiten Teil der Dauerausstellung, in der Nicholson-Gedenkbibliothek, ist unter anderem das erste Satellitenbild Berlin zu sehen, das 1965 von dem US-Geheimdienst CIA aufgenommen wurde.

Der Mauerfall und die Beurteilung der politischen Lage durch die westlichen Alliierten wird ebenfalls im AlliiertenMuseum thematisiert. Ein Freigelände des Museums beherbergt größere Objekte, wie zum Beispiel ein Transportflugzeug, der Eisenbahnwaggon eines französischen Militärzuges und das bekannte letzte Wachhäuschen von Kontrollpunkt Checkpoint Charlie, ein Grenzkontrollturm der DDR sowie Überreste der Berliner Mauer. Insbesondere die Großobjekte sind bedeutende Zeugnisse für die Insellage Westberlin inmitten der sowjetischen Besatzungszone. Die Nicholson-Gedenkbibliothek enthält weitere Teile der spannenden Dauerausstellung und auch aktuelle Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen.

Wer einen Besuch im AlliiertenMuseum Berlin plant, sollte vorab den Veranstaltungskalender des Hauses checken – spannende Geschichten werden in den Sonderausstellungen und anderen Veranstaltungen erzählt. In dem ehemaligen Soldaten-Kino werden regelmäßig Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen organisiert. Nach einem Besuch im AlliiertenMuseum Berlin sollten Besucher einen Spaziergang durch die Clayallee machen – die Skulptur The Day the Wall Came Down der Amerikanerin Veryl Goodnight erinnert an den Fall der Mauer: Fünf Pferde springen über die am Boden liegenden Mauerreste.

Adresse:
Clayallee 135, 14195 Berlin

Telefon:
030 8181990

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen, Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Das AlliiertenMuseum in der Karte

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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