Ein Muss für Kunstliebhaber in Berlin ist der Besuch in der Alten Nationalgalerie. Das schöne Gebäude, das zwischen 1867 und 1876 erbaut wurde, gehört zum Ensemble der Museumsinsel. Die Bauten wurden sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Liebhaber alter Gemälde dürfen sich in der Alten Nationalgalerie über eine tolle Auswahl im Stil des Klassizismus, der Romantik, des Biedermeier, des Impressionismus und der beginnenden Moderne freuen.

Alten Nationalgalerie Gemälde

Grund für den Bau der Nationalgalerie war eine Schenkung des Bankiers und Konsul Joachim Heinrich Wilhelm Wagner. Er hatte seine umfassende Sammlung mit Werken von Künstlern die Caspar David Friedrich, Karl Friedrich Schinkel und vielen weiteren dem preußischen Staat testamentarisch vermacht. Wagner wünschte nach seinem Tod, dass die Sammlung in einem geeigneten Lokal der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten. Daraufhin begann die Planung einer Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel. Die Nationalgalerie war das dritte Gebäude des Ensembles. Nachdem Wagner seine 262 Gemälde vererbt, hatte, war der Grundstock der Nationalgalerie gesichert.

Insbesondere Werke der Romantik, des Realismus und des Impressionismus befanden sich in der Sammlung. Bis die Galerie eröffnet wurde, hatte man weitere wertvolle Gemälde, Grafiken und Skulpturen zum Bestand gekauft. Die Nationalgalerie in Berlin war im 19. Jahrhundert das erste europäische Museum, das impressionistische Kunst kaufte und ausstellte. Zur Zeit der Revolution wurden Kunstwerke des Impressionismus ergänzt. Derzeit gibt es in der Alten Nationalgalerie rund 400 Gemälde und 100 Skulpturen auf drei Ausstellungsflächen zu bewundern. Die Sammlung der Alte Nationalgalerie ist heute eine der umfangreichsten Epochen Sammlung für Kunst zwischen der Französischen Revolution und dem Ersten Weltkrieg – zwischen dem Klassizismus und Sezession.

Alte Nationalgalerie aktuelle Ausstellung

Ein Rundgang erfolgt chronologisch in drei Ausstellungsetagen: Auf der dritten Etage dürfen Besucher Kunstwerke der Goethezeit bewundern. Einige bekannte Werke stammen von Künstlern wie Jakob Philipp Hackert, Anton Graff und weiteren Zeitgenossen. In einem gesonderten Raum kann man die einzigartigen Fresken zu alttestamentarischen Josephslegende bewundern. In einem weiteren Saal war Gemälde von Caspar David Friedrich. Auch Karl Friedrich Schinkel Architektur Landschaften gibt es hier zu sehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung sind die Bilder und Ölstudien von Carl Belchens und Kunstwerke von Philipp Otto Runge, Christian Gottlieb Schick, Car Rottman und weiteren. Das Biedermeier wird präsentiert von Eduard Gaertner, Johann Erdmann Hummel und Ferdinand Georg Waldmüller.

Impressionistische Malerei von Edouard Manet, Claude Monet, August Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Auguste Rodin warten im zweiten Ausstellungsgeschoss. Neben Werken, wie der berühmten “Toteninsel” von Arnold Böcklins, befinden sich hier auch Skulpturen und Werke von Max Liebermann. Eine wundervolle Skulpturenhalle, der ist auch die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow und Werke von Christian Daniel Rauch befinden, dürfen Besucher im ersten Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie sehen. Hier folgen des weiteren Werke des Realismus, repräsentiert durch Johann Constable, Gustave Courbet und der Schule von Barbizon. In einer separaten Halle werden bekannte Werke, wie das “Flötenkonzert” oder das “Balkonzimmer” Adolph Menzel ausgestellt.

Den Abschluss des Rundgangs bildet ein Raum mit Kunstwerken der Gründerzeit, der Sezession und des Symbolismus. Bereits das Gebäude, in dem sich die zahlreichen Kunstwerke befinden, ist ein echter Hingucker im Stadtbild. Die Alte Nationalgalerie wurde im Stil des Klassizismus und zu Beginn der Neorenaissance erbaut. Mit seinen umlaufenden Halbsäulen vermutet man in der Galerie einen alten Tempel. Weitere Elemente erinnern an ein Schloss oder auch an ein Theater. Ein Reiterstandbild aus Bronze von Friedrich Wilhelm IV. befindet sich vor dem Eingang. Auch die Nationalgalerie stand, wie die anderen Gebäude der Berliner Museumsinsel, im Zweiten Weltkrieg unter Bombenbeschuss. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude geschlossen.

Bis heute konnte nicht restlos geklärt werden, welche Kunstwerke zerstört wurden und welche als Beutekunst in die Sowjetunion gelangten. Unmittelbar nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Alten Nationalgalerie, die 1966 abgeschlossen werden konnten. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Werke, die zuvor zwischen Ost und West aufgeteilt wurden, wieder zusammengeführt. Die Nationalgalerie, die zuvor auf der Berliner Museumsinsel erbaut wurde, wo die jetzt Alte Nationalgalerie genannt, während die Galerie, die im Westen Berlins entstand, nun Neue Nationalgalerie genannt wurde. Nach einigen Umbauarbeiten um 1998 konnte die Alte Nationalgalerie 2001 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Adresse:
Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen, Dienstag, Mittwoch und Freitag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Donnerstag von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Telefonische Auskunft:
030 266424242

Tickets:
www.smb.museum/besuch-planen/preise-tickets.html

Die Alte Nationalgalerie in der Karte

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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