Bei den Loschwitzer Elbhängen handelt es sich um eine der bevorzugten Wohnlagen der sächsischen Landeshauptstadt. In erster Linie beeindruckt dieses Objekt wegen seiner landschaftlichen Schönheit sowie dem fantastischen Ausblick weit in das Elbtal hinein. In den Jahren 1891 bis 1893 galt die Brücke seinerzeit als ein technisches Wunderwerk. Die Stahlfachwerkkonstruktion zwischen Loschwitz und Blasewitz hat ihren Namen „Blaues Wunder“ ihrem hellblauen Anstrich zu verdanken. Offiziell heißt die Konstruktion jedoch Loschwitzer Brücke. Zwar wird die Zukunft des Bauwerks seit Jahren von Fachleuten diskutiert, doch ihr Anblick fügt sich harmonisch in das malerische Stadtbild von Dresden ein. Das Blaue Wunder gehört einfach bei einer umfangreichen Sightseeingtour in der barocken Stadt dazu! Was es alles Wissenswertes zur Loschwitzer Brücke gibt und was dich hier in der Zukunft eventuell erwarten wird, erfährst du hier!

Blaues Wunder – Wahrzeichen der Stadt Dresden

Die Loschwitzer Brücke, so ihr offizieller Name, wurde im Jahre 1893 nach einer Bauzeit von zwei Jahren fertiggestellt. Hierbei handelt es sich um eine erstaunliche Hängebrücke, die trotz einer Spannweite von mehr als 100 Metern keinen einzigen Brückenpfeiler aufweist. Von daher stellte sie zu dem damaligen Zeitpunkt ihrer Errichtung ein technisches Wunder dar. Dieser reizvollen Tatsache und ihrer leuchtenden blauen Farbe verdankt die Loschwitzer Brücke den volkstümlichen Beinamen „Blaues Wunder“. Bis heute verbindet die Brücke die beiden Ortsteile Blasewitz und Loschwitz. Sie präsentiert sich als ein Wahrzeichen der Stadt Dresden. Ihr Bestehen ist jedoch gefährdet. Fachleute gehen nämlich davon aus, dass die Brücke nur noch bis zum Jahre 2030 genutzt werden kann.

Bild: Max Patzig Lizenz: CC BY 2.0
Bild: Max Patzig Lizenz: CC BY 2.0

Warum wurde die Loschwitzer Brücke errichtet?

Die Loschwitzer Elbhänge galten wegen ihrer unvergleichlichen Landschaft und dem weiten Panoramablick bis hinaus ins Elbtal schon seit jeher zu einer beliebten Wohngegend im malerischen Dresden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hegten neben den Villenbesitzern auch die Gewerbetreibenden sowie die Nachbargemeinden, die sich auf der rechten Seite der Elbe befinden, den Wunsch, besser an die Landeshauptstadt von Sachsen angebunden zu werden. So versuchten bereits im Jahre 1874 Privatleute, die Errichtung einer eigenen Brücke durchzuführen. Dieses Projekt scheiterte jedoch, da nicht genügen finanzielle Mittel verfügbar waren. Ungefähr ein Jahrzehnt später wurde dieses Projekt glücklicherweise von dem Staat übernommen.
Nachdem die ersten beiden Entwürfe verworfen wurden, rückte der neue Vorschlag von der Firma Felten & Guilleaume in den Vordergrund. In erster Linie entschied man sich für diesen Entwurf, da die Schiffverbände forderten, dass keine Pfeiler im Flussbett stehen sollen. Dank diesem maßgeblichen Grund wurde schließlich eine versteife Hängebrücke als fünfter Übergang über die Elbe geplant. Dieses Vorgehen wurde ebenfalls den staatlichen Vorgaben gerecht. Auf diese Weise konnte die Loschwitzer Brücke letztendlich am 15. Juli im Jahre 1893 eingeweiht werden.

Wie sieht die Zukunft des Blauen Wunders in Dresden aus?

Das Bestehen eines der einzigartigen Wahrzeichen der Stadt Dresden ist ungewiss. Bereits im Zweiten Weltkrieg ist es nur der Zivilcourage mehrerer Bürger zu verdanken, dass die Loschwitzer Brücke nicht zerstört wurde. Der Plan der SS sah bei einem Rückzug der Wehrmacht nämlich vor, die Brücke zu sprengen. Des Weiteren ist der dauerhafte Erhalt des Blauen Wunders fraglich, da seit dem Bestehen der Brücke keine umfangreichen Umbauten oder Sanierungen durchgeführt wurden. Neben dem hohen Alter bedroht auch die hohe Zahl an Verkehrsteilnehmern, die jeden Tag diese Brücke verwenden, den weiteren Erhalt der Brücke. Damit das Blaue Wunder den Bewohnern und den Besuchern Dresdens noch über dem Jahr 2030 hinaus behalten bleibt, werden aktuell verschiedene Alternativen zugunsten der Brücke diskutiert.


Als eines der eindrucksvollen Wahrzeichen der barocken Stadt Dresden gehört das Blaue Wunder einfach zu einer interessanten Sightseeingtour dazu. Dank der malerischen Landschaft und der hervorragenden Aussicht ist das Gebiet nicht umsonst sowohl bei den Anwohnern als auch bei den Reisenden beliebt. Da aussagekräftige Alternativen für den weiteren Bestand der Brücke noch gefunden werden müssen, sollte man diesen fantastischen Anblick bei einem Aufenthalt in Dresden auf jeden Fall nicht verpassen!

Adresse: Loschwitzer Brücke, 01326 Dresden

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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