Auf einer Fläche von circa 3,25 Hektar werden dir im Botanischen Garten etwa 10.000 Pflanzenarten aus der ganzen Welt präsentiert. Direkt im Nordwesten des Großen Gartens lässt sich diese idyllische Sehenswürdigkeit finden. Am heutigen Standort eröffnete der Botanische Garten von Dresden erstmalig im Jahre 1893. Sein genaues Alter liegt aber eigentlich um weitere 70 Jahre zurück. An diesem Ort erlebst du eine prächtige Fauna- und Floravielfalt, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. Was dich im herrlichen Botanischen Garten bei deinem Kurzurlaub in Dresden alles erwartet, erfährst du hier!

Die Gründung des Botanischen Gartens

Bereits im Jahre 1822 legte der Naturwissenschaftler, Botaniker und Zoologe Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach den Grundstein für den Botanischen Garten. Zu dieser Zeit wachte er nämlich als Leiter der Anlage über einen Bestand von 7.800 Pflanzenarten. Damals lag der Botanische Garten noch in den alten Wallanlagen an der Moritzallee. Für Reichenbach diente der Ort in erster Linie dazu, um systematische Studien durchzuführen.

Großartige Eindrücke der Anlage

Beim betreten des Botanischen Gartens findet man bereits links vom Eingangsbereich das Freilandquartier der asiatischen Pflanzen. Je nach Jahreszeit prägen Gehölze wie die Zaubernuss, blühende Magnolien, Wildrosen oder Rhododendren das malerische Bild. Darüber hinaus finden sich hier zwei männliche Exemplare von Ginkgo biloba. Sie bilden die ältesten Freilandgehölze des Gartens.

Im Frühjahr blühen die Kaiserkronen und Wildtulpen der asiatischen Steppe. Zu dieser Jahreszeit überzieht der Sibirische Lerchensporn den Boden mit seinen bezaubernden Blütentrauben und bläulich grünem Laub. Farbliche Akzente werden auch wenig später in Weiß, Rosa und Gelb von den Pfingstrosen gesetzt. Rechts zum Hauptweg schließt sich an einige Schmuckbeete eine wunderschöne Fläche mit winterharten Pflanzen der Südhalbkugel an. Zu den größeren Pflanzen zählen die Südbuche Nothofagus antarctica und die Gunnera-Staude. Letztere erinnert mit ihren riesigen Blättern an Rhabarber.

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Das faszinierende Sukkulentenhaus

Die wundervolle Sukkulenten-Freianlage ist im Winter zum Teil überdacht. Gemeinsam beherbergen diese Anlage und das Sukkulentenhaus eindrucksvolle Wüstenpflanzen. Dank einem dickfleischigen Wasserspeichergewebe können die Pflanzen auch unter extremen Bedingungen leben. Auf diese Weise können einige Arten jahrelange Trockenzeiten überstehen. Kakteen und Agaven prägen das Bild von amerikanischen Wüsten. Die sukkulenten Euphorbien und Aloen bestimmten hingegen die Landschaft in Afrika und Madagaskar. Eine Auswahl an fleischfressenden Pflanzen und blühenden Orchideen sind in einer Vitrine im Vorraum des Sukkulentenhauses ausgestellt.

Ein Blick in das Tropenhaus

Den Kontinenten Afrika und Asien gewidmet beherbergt das Tropenhaus eine Menge an erstaunlichen Pflanzen. Bestaune Zuckerrohr, Bananenstaude, Kaffeestrauch, Pfeffer, Zimt, Baumwolle und auch das aus Afrika stammende Usambaraveilchen. Des Weiteren können Besucher großartige Pflanzenarten bewundern, die einem sonst eher unbekannt sind. Ausladende Geweihfarne in den Baumkronen, eine mächtige Schraubenpalme oder der heilige indische Pepulbaum wissen mit einer unvergleichlichen Schönheit die Besucher zu begeistern.

Eine umfangreiche Sammlung und die Lapageria rosea

Neben vielen fantastischen Pflanzen stellt eine reichhaltige Sammlung an einjährig gezogenen Pflanzen eine Besonderheit des Botanischen Gartens in Dresden dar. Hierbei handelt es sich um etwa 800 Arten, die im Frühjahr gesät werden und sich entwickeln. Im Frühsommer bis Herbst blühen sie dann. Kurz nach der Blüte reifen die Samen und liefern damit den Grundstein für die Anzucht im folgenden Jahr. Die Bepflanzung folgt dabei systematischen Kriterien. Auf diese Weise stehen Verwandte Gruppen in Nachbarschaft zueinander. Einige der hier gezüchteten Arten werden sogar als dekorative Sommerblumen in den Garten einbezogen.

Vor dem Großen Tropenhaus beziehe ab Mitte Mai die Kübelpflanzen ihr Sommerquartier. Je nach Herkunftsgebiet werden die verschiedenen Pflanzen ausgerichtet. Aus dem Mittelmeerraum stammen beispielsweise Lorbeer, Myrte und Granatapfel. Die Arten aus weiter entfernten Regionen der Erde weisen ähnliche Wachstumsansprüche auf. Darunter befindet sich etwa die Nationalblume von Chile, die Lapageria rosea. Diese besitzt eine einzigartige Schönheit. Aber auch asiatische Zitruspflanzen und australische Eukalyptus-Arten finden sich an diesem Ort.

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Die Blütenstände von Fothergilla major

Zu den wohl bemerkenswerten Bäumen im Gartenbereich der nordamerikanischen Freilandpflanzen gehört wohl die Weidenblättrige Eiche. Die Verwandtschaft ist nur anhand der Frucht zu erkennen, ihr Laub erinnert nicht einmal ansatzweise an ein Eichenblatt. Ebenso reizvoll und im Detail nicht weniger schön sind die Blüten des Federbuschstrauchs, der Fothergilla major. Im Herbst färben sich die Blätter dieser eindrucksvollen Pflanze feuerrot. Des Weiteren finden sich auf den Hügeln zwischen den Gehölzen unter anderem die Götterblume, der Bartfaden und die Himmelsleiter.

Herrliche Frühlingsblüher im Südeuropa-Revier

Im Zentrum des Freilandquartiers von Südeuropa und dem Orient stehen winterharte Arten aus dem Mittelmeerraum. Bereits im zeitigen Frühjahr erscheinen hier die Blüten der Christrosen und Wild-Krokusse. Später im Jahr locken zahlreiche andere Frühlingsblüher, wie etwa die sagenumwobene Alraune, Narzisse und Tulpen. Stauden und Sträucher locken hingegen viele bestäubende Insekten an. Darunter finden sich etwa Lippenblütler wie Salbei, Thymian und Brandkraut. Blüten der Herbstzeitlose zeigen sich schließlich gegen Ende der Vegetationszeit, im September.


Der Botanische Garten lockt mit einer unglaublichen Anzahl an fantastischen und vielseitigen Pflanzenarten zu einem facettenreichen Ausflug. Nicht nur Naturliebhaber werden hier auf ihre Kosten kommen. Die zahlreichen Pflanzen und Blumen werden dich mit einem unglaublich prachtvollen Anblick verzaubern. Genieße den Anblick und lerne viele neue Informationen über exotische Pflanzen aus der ganzen Welt kennen!

Adresse: Stübelallee 2, 01307 Dresden
Website: tu-dresden.de/bg

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Bilder: Maja Dumat; Lizenz: CC BY 2.0


Dresden

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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