Die Hansestadt Bremen lockt mit einer Vielzahl an interessanten und geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Was du bei deinem Städteausflug nach Bremen gesehen haben solltest, erfährst du hier.

Die Bremer Stadtmusikanten
1951 von Bildhauer Gerhard Marcks errichtet, haben sich die Bremer Stadtmusikanten zu einem der Must-Sees in der Stadt entwickelt. Ihren Ursprung haben die vier Tiere – Esel, Hund, Katze und Hahn – in einem Märchen der Gebrüder Grimm, in dem sie notgedrungen nach Bremen aufbrechen, um dort zu musizieren. Zu finden ist die Bronzestatue an der Westseite des Bremer Rathauses. Doch seid vorgewarnt: Auch wenn es eins der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt ist, ist es nicht sonderlich groß.
Adresse: Am Markt, 28195 Bremen

Bronzefigur der Bremer Stadtmusikanten vor dem Bremer Rathaus mit Aussicht auf den Rathausplatz.

Das Bremer Rathaus
Gleich nebenan findet man das Bremer Rathaus, welches seit 2004 ein UNESCO-Welterbe ist. Von 1405 bis 1409 gebaut, wurde es Anfang des 17. Jahrhunderts noch einmal mit einer neuen Fassade versehen. Anfang des 20. Jahrhunderts war aus Platzgründen noch ein Anbau nötig. Der Hauptteil steht aber heute da wie bereits vor 400 Jahren: Im Krieg wurde das Rathaus nämlich nie zerstört. Wer möchte, kann sich dieses historische Gebäude bei einer Führung auch von Innen ansehen. Zu bestaunen gibt es unter anderem die acht Meter hohe obere Rathaushalle oder die imposante Güldenkammer.
Website: rathaus.bremen.de
Adresse: Am Markt 21, 28195 Bremen

Der Bremer Roland
Das rund zehn Meter hohe Monument steht auf dem Marktplatz direkt vor dem Rathaus. Genauso wie das Rathaus ist auch der Roland seit 2004 ein UNESCO-Welterbe. In Deutschland verteilt gibt es neben diesem noch weitere Statuen des Ritters, Experten der UNESCO halten diesen aber für den Schönsten. Symbolisch steht die Statue für die Garantie der Marktrechte und der Freiheit.
Adresse: Am Markt, 28195 Bremen

Die Schlachte
Bei der Schlachte handelt es sich um die Uferpromenade Altstadtseite der Weser. Ihren Ursprung hat sie bereits im Mittelalter, wo dieses Gebiet erstmals besiedelt wurde. Lange Zeit war hier ein Umschlagplatz für den Seehandel. Doch die immer größer werdenden Schiffe und der Bau des Weserbahnhofs machten die Schlachte für diese Zwecke immer unwichtiger. Als dann am Stadtrand ein neues, tieferes Hafenbecken gebaut wurde, war sie endgültig obsolet. Heute hat sich die Schlachte allerdings zu einem der zentralen Orte für Restaurants und Biergärten entwickelt – im Sommer kann man hier bei einem Eis die Sonne genießen oder im Winter herzhaft schlemmen. Und wer nicht nur neben, sondern direkt auf dem Wasser Essen möchte, kann sich auf dem Pannekoekschip einen Pfannkuchen bestellen.

Der Schnoor
Der Schnoor ist das älteste noch stehende Stadtviertel in Bremen. Es zeichnet sich aus durch seine schmalen Straßen und kleinen Häuser, die sich wie eine Schnur schlängeln. Daher hat das Viertel auch seinen Namen, denn auf Plattdeutsch bedeutet Schnur „Snoor“. Ursprüngliche Bewohner waren hauptsächlich Fischer und andere Berufsgruppen, die sich die damals noch fließende Balge, einen Nebenfluss der Weser, zunutze machten. Die ältesten noch erhaltenen Gebäude sind das Packhaus Schnoor 2, gebaut 1401, und das Haus Schnoor 15, gebaut 1402. Weitere Häuser stammen entweder aus dem 18. und 19. Jahrhundert oder wurden nachgebaut.
Neben dem Viertel an sich befinden sich im Schnoor einige Sehenswürdigkeiten: Etwa die Statue des Heini Holtenbeen, der durch seine Sprüche und seinen Witz zu einem Bremer Original wurde.
Auch kann man sich hier einen Teil der ehemaligen Bremer Stadtmauer anschauen: Dazu muss man ins Haus Marterburg 45, in dem sich heute ein Weihnachtsgeschäft befindet – in einem Nebenraum des Geschäfts findet man dann dieses Stück Bremer Geschichte.
Nebenbei kann man sich im Schnoor auch durch die verschiedenen Läden stöbern oder etwas essen.

Das Glockenspiel
Unweit des Schnoors findet man das Glockenspiel in der Böttcherstraße hoch oben am Haus des Glockenspiels. 1934 wurde dieses zum ersten Mal eingeweiht. 20 Jahre später – also nach dem Zweiten Weltkrieg – musste es Zwangserneuert werden, da nicht mal ein Viertel der originalen 30 Glocken überlebte. 1990 wurde erneut ein neues Glockenspiel eingebaut, seit 2009 ist es komplett fernbedienbar.
Von April bis Dezember spielt es von 12-18 Uhr stündlich verschiedene Volks- und Seemannslieder. Entgehen lassen sollte man sich das nicht.
Adresse: Böttcherstraße 6-10, 28195 Bremen

Rathaus und Dom von Bremen

Der Bremer Dom
Die Geschichte des Bremer Doms begann bereits vor über 1200 Jahren. Damals wurde an der Stelle des heutigen Baus eine hölzerne Kirche errichtet, die kurz danach durch die Sachsen zerstört wurde. Neugebaut wurde dann eine Kirche aus Stein. Diese stand dort für etwa 200 Jahre, bis auch sie zerstört wurde. Schuld war in dem Fall ein Brand.
Es dauerte nur kurz bis der Dom zum dritten Mal wieder aufgebaut wurde. Über die Jahre folgten zahlreiche bauliche Veränderungen und Restaurierungen. Nach Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg wurden die Türme wieder repariert – die letzte Restaurierung erfolgte von 1972 bis 1981.
Der Dom kann von innen selbstverständlich besichtigt werden. Ebenso ist von April bis Oktober eine Turmbesteigung möglich: Aus knapp 98 Metern Höhe hat man hier einen tollen Ausblick über Bremen.
Nicht versäumen sollte man auch den Bleikeller. Hier findet man jahrhundertealte, mumifizierte Leichen. Auch wenn sich das bizarr anhört, ist es eine echte Attraktion, die zum Nachdenken anregt.
Adresse: Sandstraße 10-12, 28195 Bremen

Übersichtskarte Sehenswürdigkeiten

Julian Senft

Das Schreiben und Reisen gehören schon lange Zeit zu meinen Hobbys. Beim Reisemagazin von voucherwonderland kann ich beides bestens vereinen.

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