Mit einer Fläche von etwa 3,7 Quadratkilometern präsentiert sich der Englische Garten in der bayerischen Hauptstadt als einer der größten Stadtparks auf der ganzen Welt. Wer in München seinen wohlverdienten Kurzurlaub genießt, der sollte sich diesen reizvollen Treffpunkt nicht entgehen lassen. Mit seinen malerischen Seen, Wiesen, Bächen sowie den vielen gemütlichen Biergärten ist der Englische Garten sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Besuchern sehr beliebt. Hier erfährst du mehr über die interessante Historie und den idyllischen Sehenswürdigkeiten!

Der ursprüngliche Militärgarten

Bis in das Jahr 1788 gestaltete sich der Englische Garten als eine Auenlandschaft. Für die Isar diente er als Überschwemmungsgebiet. Die Bauern nutzten das Gebiet hingegen als Viehweide. In dem dichten und undurchdringlichen Wald begaben sich die bayerischen Fürsten auf die Jagd. Bis heute findet der Name Hirschau Verwendung. Initiiert wurde die Anlage des Parks von dem Amerikaner Benjamin Thompson. In den folgenden Jahren wurde er als Reichsgraf Rumford aus Massachusetts geadelt. Rumford ist es unter anderen zu verdanken, dass die Kartoffel in Bayern eingeführt wurde.

Bei der Grundidee des heute Englischen Gartens handelte es sich damals um einen „Militärgarten“. So sollten sich an diesem Ort die Soldaten in Friedenszeiten weitgehend selbst versorgen. Nur wenige Jahre nach dem Beginn der Bauarbeiten entstand schon bald die Idee, aus der Parkanlage einen Volksgarten im Englischen Landschaftsstil zu errichten. Im Jahre 1790 folgte bereits der Rohbau des Chinesischen Turms.

Impressionen Englischer Garten, Mnchen, Deutschland

Verbringe eine herrliche Auszeit

Heute stellt der Englische Garten einem harmonischen Volksgarten dar. Eine ruhige Zeit genießt man etwa am Kleinhesseloher See. Zwar lädt dieser See nicht zum Schwimmen ein, die angenehmen Bootsfahrten machen einen Besuch dennoch lohnenswert. In den attraktiven Biergärten findet sich zusätzliche Abwechslung. Wer die wunderschöne Landeshauptstadt von Bayern in den winterlichen Monaten aufsucht, der kann die Gelegenheit zum Schlittschuhfahren auf dem See nutzen oder am Monopteros ausgelassen rodeln!

Während die Biergärten und Wiesen zum Entspannen und Genießen einladen, können sich aktivere Reisende ebenfalls die Zeit mit sportlichen Aktivitäten vertreiben. Die ausgedehnten Rasenflächen bieten genügen Platz zum Frisbee oder Volleyball spielen. Bade am Eisbach oder nutze die Bolzplätze zum Fußballspielen. Ebenso reizvoll ist der Eisbach für Surfer, die auf einer Welle direkt an der Brücke der Prinzregentenstraße für ein ganz besonderes Urlaubs-Feeling sorgen. Joggern, Radfahren und Inline-Skatern bietet hingegen ein circa 78 Kilometer langes Wegenetz eine Vielzahl an abwechslungsreichen Möglichkeiten.

Verweile in den atmosphärischen Biergärten

Natürlich darf bei einem Besuch des Englischen Gartens ein Abstecher in den Biergarten direkt am Chinesischen Turm nicht verpasst werden! Mit rund 7000 Sitzplätzen präsentiert er sich als einer der größten Biergärten der gesamten Stadt. Ein Platz ist hier fast immer frei. Echtes bayerisches Flair kommt ab dem Nachmittag mit Blasmusik auf. Aber auch in den Abendstunden empfiehlt es sich im Schatten des Turmes zu Verweilen.

Friends clinking glasses in beer garden

Nicht weniger beliebt ist das Seehaus am Kleinhesseloher See. In diesem erstklassigen Restaurant werden fantastische bayerische Köstlichkeiten serviert. Von dem benachbarten Biergarten aus wird man mit einer herrlichen Aussicht über den See belohnt. Der Biergarten Hirschau befindet sich hingegen an der südlichen Grenze des Nordteils. Im nördlichen Teil wurde ebenfalls der lauschige Biergarten des Mini-Hofbräuhauses errichtet. Der nördlichste Biergarten im Park bildet der Aumeister. Dieser liegt in Freimann und eignet sich auf diese Weise optimal als das Ziel einer kleinen Radtour.

Eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten

Als prachtvoller und größter Stadtpark von München findet sich im Englischen Garten ebenfalls eine Vielzahl an sehenswerten Bauwerken. Das bekannteste Gebäude und Wahrzeichen der malerischen Parkanlage ist natürlich der Chinesische Turm. Nach einem Vorbild des königlichen Kew Gardens im Südwesten von London wurde der 25 Meter hohe Turm im Jahre 1890 erbaut. Die Blaskapelle, die man im Biergarten hören kann, befindet sich dabei meistens im ersten Stock des Turms. Direkt neben der historischen Sehenswürdigkeit liegt ein geschichtsträchtiges Kinderkarussell, das zum ersten Mal im Jahre 1851 eingesetzt wurde.

Das Rumfordschlössl kann hingegen direkt hinter dem Chinesischen Turm besucht werden. Als Offizierskasino wurde es im Jahre 1791 im klassizistischen Stil errichtet. Heute dient das Gebäude als Kulturtreff für Jugendliche. Einen weiteren Blickfang bildet der außergewöhnliche Monopteros, ein Tempel im griechischen Stil. Dieser wurde im Jahr 1836 von Leo von Klenze erbaut. Oben auf dem Monopteros angekommen erhält man einen hervorragenden Ausblick über den Park.


Zu milden Temperaturen lockt es die halbe Stadt in den wunderschönen Englischen Garten. Dank der weitläufigen Wiesen kommt hier jedoch kein Gedränge vor. Ganz gleich, ob man sich mit seinen Freunden zu einem Picknick verabredet, nach verrichteter Arbeit ein Feierabendbier im strahlenden Sonnenschein genießen möchte oder sich sportlich betätigen will – in Münchens größter Parkanlage genießt jeder seine individuelle Auszeit. Paddle selbst gemütlich mit dem Boot über den See oder trinke die ersten Maß in den ausgezeichneten Biergärten!

Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in München

Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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