Bei einem Aufenthalt in der wundervollen Elbmetropole darf man sich die Besichtigung des größten keramischen Wandbilds auf der ganzen Welt nicht entgehen lassen! Das bedeutende Werk an der Fassade des Langen Ganges in der Augustusstraße stellt ein wichtiges Bauwerk in dem baukünstlerischen Erbe der sächsischen Landeshauptstadt dar. Welche interessanten Fakten man über den Fürstenzug wissen muss, erfährst du hier!


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Ein reizvolles Kunstwerk in der Augustusstraße

Bei dem Fürstenzug in Dresden handelt es sich um ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges. Seit dem Jahr 1876 ziert der erstaunliche Fürstenzug die Außenfassade des Langen Ganges in der Augustusstraße. Über die Jahrhunderte wurde die Wand jedoch mit verschiedenen Abbildungen geschmückt. So betrachtete man hier einst Sgraffitomalerei aus der Renaissance. Wahrscheinlich stammte die in Kalkfarbenmalerei ausgeführte Kavalkade aus dem Jahre 1589 von dem Maler Zacharias Wehme. Jedoch verwitterte das Kunstwerk unglücklicherweise relativ schnell und in den folgenden Jahrzehnten blieb die Wandfläche sodann ohne wesentlichen Schmuck.

Dresden Fürstenzug - Dresden Procession of Princes 01

Der historische Stallhof

Das monumentale Werk befindet sich an der Fassade des Langen Ganges, der zum Stallhof gehört. Bei dem Stallhof handelt es sich um den ältesten Turnierplatz der Welt, der noch bis heute erhalten geblieben ist. Er befindet sich direkt neben dem imposanten Residenzschloss und wurde im Jahre 1591 unter der Herrschaft des Kurfürsten Christian I. errichtet. Zur Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts fanden dort Ritterturniere statt. Heute finden sich hier viele verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die nicht nur die einheimische Bevölkerung erfreuen. Besonders lohnenswert für Reisende aus der ganzen Welt gestaltet sich beispielsweise ein Besuch des Stallhof im Dezember. Zu dieser Zeit findet dort nämlich der mittelalterliche Weihnachtsmarkt statt.

Stallhof, Schloss Dresden

Die verschiedenen Teile des Stallhofs

Der Architekt Hans Irmisch übernahm die Leitung des Baus des Stallhofs in den 1580er Jahren. Dies geschah vermutlich nach den Entwürfen des schweizerischen Bildhauers Giovanni Maria Nosseni. Ein Teil des herrlichen Bauwerks umfasst den Langen Gang. Dieser stellt die Verbindung zwischen dem Georgenbau und dem einstigen Stallgebäude, in welchem sich heute das Johanneum befindet, dar. Früher kamen die Bürgen in dem Langen Gang zusammen, um ihn als Zuschauerraum bei den höfischen Veranstaltungen zu nutzen.

Bestehen tut der eindrucksvolle Lange Gang aus einer offenen Bogenhalle mit Arkaden aus zwanzig toskanischen Säulen. Wer hier hindurch schlendert, dem werden über den Säulen die Wappen der Länder auffallen, die unter wettinischer Herrschaft stammen. Mehrere übereinander liegende Schichten von Putz im Stil der Sgraffito-Malerei verzieren die herrliche Außenseite. In der Mitte zeugt bis heute eine Sonnenuhr aus dem Jahre 1568 von einem historischen Charakter. Im Obergeschoss befindet sich der „Lange Saal“. Hier hin wird es sicherlich bereits Besucher gezogen haben, die sich für die Schifffahrt interessieren. Während im Langem Saal einst die Ahnengalerie der Wettiner untergebracht war, so beherbergt heute hier das Verkehrsmuseum seine Schifffahrtsausstellung. Der malerische Innenhof wird hingegen von zwei mehr als sechs Meter hohen Ringstechsäulen und der Pferdeschwemme geschmückt.

Der Fürstenzug als Teil des Stallhofs

Der monumentale Fürstenzug findet sich an der Außenwand. Das 102 Meter lange Wandbild aus etwa 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan stellt einen eindrucksvollen Anblick dar. Das weltweit größte Porzellanbild ist sicherlich ein ganz besonderes Highlight bei deinem Aufenthalt in der sächsischen Landeshauptstadt. Wilhelm Walter fertigte zum Ende des 19. Jahrhunderts einen Festzug der sächsischen Herrscher an. Dies geschah in einer damals beliebten Putzkratztechnik. Da diese jedoch rasch wieder verwitterte, wurde dieses Wandbild in den Jahren 1904 bis 1907 durch Keramikfliesen aus Meißen ersetzt.

Die Herstellung des Fürstenzugs zeichnete sich durch eine neue Technik aus. Bei dieser Technik wurden die Kacheln nach dem ersten rennen mit Farbe überzogen und dann anschließend erneut gebrannt. Erst nach diesem Prozess wurde das Bild von dem Porzellanmaler angefertigt, bevor die Kacheln sodann ein drittes Mal gebrannt wurden. Da man den historischen Charakter des Kunstwerks erhalten wollte, fehlt der letzte Sachsenherrscher, König Friedrich August III. im Fürstenzug. Abgeschlossen wird der Zug von daher von seinem Vater Georg.

Die imposante Wandgestaltung und der Stallhof präsentieren sich als wundervolle Orte zum Verweilen und Staunen. Künstlerisch begeisterte Reisende und Besucher, die an Fliesenkeramik interessiert sind, werden sich sicherlich an dem wundervollen Kunstwerk erfreuen. Der Fürstenzug stellt neben dem von Villeroy & Boch in Dresden ausgeführten Wandbild am Finanzministerium und den Fliesenbekleidungen in „Pfunds Milchladen“ einen weiteren eindrucksvollen Höhepunkt dar. Auf diese Weise ist der Fürstenzug bei deinem Aufenthalt in Dresden besonders künstlerisch eine wertvolle Sehenswürdigkeit, die sicherlich auf dein Pflichtprogramm stehen sollte!

Adresse: Augustusstraße, 01067 Dresden
Website: www.dresden.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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