Erlebe einen abwechslungsreichen Kurzurlaub in der wundervollen Metropole Potsdam und genieße ein malerisches Stadtbild. Schlendere durch die engen Gassen und hübsch eingerahmten Straßen und besichtige einige faszinierende Highlights. Eine der reizvolleren Gegenden ist etwa das Holländische Viertel. Betritt man diesen Stadtteil südlich der Kurfürstenstraße, fühlt man sich direkt im Herzen der brandenburgischen Landeshauptstadt in das herrliche Holland versetzt. Auch scherzhaft als „Klein-Amsterdam“ bekannt umfasst das Holländische Viertel vier Karrees mit etwa 134 zweistöckigen Häusern. Im historischen Zentrum von Potsdam gelegen erwarten dich hier ein einzigartiger Charme, kleine Läden und gemütliche Lokale. Was du an diesem schönen Ort antreffen wirst, der einst von holländischen Einwanderern bewohnt wurde, erfährst du hier!

Willkommen in einem der beliebtesten Viertel von Potsdam

Die vier Karrees mit ungefähr 134 Häusern wurden bis in das Jahr 1742 für holländische Siedler errichtet. Zu dieser Zeit wurden die Gastarbeiter noch mit mehr Zuvorkommenheit behandelt. Dies war auch nicht zuletzt deswegen nötig, weil die Niederlande zum Ende des 17. Jahrhunderts zum bestentwickelten Land in Europa geworden sind. So waren die Baukunst, die Hofkultur, die Künste sowie der Wasserbau und das Armeewesen auf dem neusten Stand. Kein Holländer wollte freiwillig in das vergleichsweise arme und leere Gebiet im Osten der Elbe ziehen.

In diesem errichteten Viertel sollte man sich wie zu Hause fühlen. Von daher fiel der Entschluss, den wilden Osten mit westlicher Kultur zum Blühen zu bringen. Wer heute durch das idyllische Viertel spaziert, der wird von einer Vielzahl reizender Cafés und herrlichen Läden empfangen. Lege zum Beispiel eine Pause im „La Maison du Cocolat“ in der Benkerstraße ein und genieße fantastische Köstlichkeiten!

Historische Bauwerke im Holländischen Viertel

Im grandiosen Stadtteil angekommen kannst du deine umfangreiche Sightseeing-Tour problemlos fortsetzen! An der Friedrich-Ebert-Straße weiß zum Beispiel das Nauener Tor mit seinem Anblick zu beeindrucken. Hierbei handelt es sich um den ersten neugotischen Bau von Preußen, der im Jahre 1755 erbaut wurde. Auch an diesem Ort laden einige hübsche Cafés zum Verweilen und Entspannen ein. Vom geschichtsträchtigen Nauener Tor aus geht es links in die Hegelallee, die an der Trasse der ehemaligen Potsdamer Zollmauer entlang verläuft.

So wie auch die Berliner diente die Potsdamer Zollmauer ebenfalls im 18. Jahrhundert zur Kontrolle eines Wirtschaftsgebietes. Gleichzeitig wurden Menschen vom Austritt aus der Stadt zurückgehalten. Die Soldaten, die meistens nicht freiwillig gedient haben, sollten auf diese Weise an der Desertation gehindert werden. Hier wandelt man definitiv auf historischem Boden!
Ebenso sehenswert ist das Brandenburger Tor, das im Jahre 1777 erschaffen wurde und am Ende der Brandenburger Straße liegt. In der Schopenhauer Straße 33 fasziniert in erster Linie ein uriges Gasthaus, das für einige Zeit den Potsdamer Stadtwächtern als Zentrale gedient hat. Bis heute sind hier Reste der alten Stadtmauer eingebaut.

Potsdams Aufstieg zur Residenzstadt

In der brandenburgischen Landeshauptstadt sind mehrere Tore der Zollmauer bis heute erhalten geblieben. Darunter befindet sich auch das Jägertor, das älteste Tor. Im Jahre 1733 errichtet findet es sich heute an der Hegelallee Ecke Jägerallee. Was die Familie Hohenzollern dazu bewogen hat, Potsdam zu einer malerischen Residenzstadt zu machen, wird in dem Schmuck und dem Namen des Tores ersichtlich. Den in der Umgebung der heutigen Landeshauptstadt von Brandenburg befand sich die fischreiche Havel. Dank der dichten Wälder gestaltete sich die Umgebung als idealer Jagdgrund. Für eine kleine Auszeit locken in der Lindenstraße gemütliche und atmosphärische Restaurants, die dich sowohl mit einer regionalen als auch großartigen internationalen Küche verwöhnen werden.

Unternehme einen Abstecher zur Gedenkstätte Lindenstraße

Nicht weniger lohnenswert gestaltet sich ein Ausflug zu der Gedenkstätte Lindenstraße, die ihre Besucher mit einer ergreifenden Ausstellung zu beeindrucken weiß. An diesem Ort befand sich schon zur Zeit des Nationalsozialismus ein Gefängnis. Das Bauwerk wurde von der russischen Besatzung und später auch vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR als Untersuchungsgefängnis weitergeführt. Nutze die Gelegenheit und begebe dich am Originalschauplatz in den Hof des barocken Baus, wo bis heute an die Leiden der Häftlinge erinnert wird. Es erwarten dich unverwechselbare Eindrücke, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Gönne dir einen Einkaufsbummel in historischer Atmosphäre

Ein Abstecher zum Holländischen Viertel bietet sich darüber hinaus ebenfalls optimal für eine kleine Shopping-Tour an! Wer etwa bei seinem Rundgang beim Brandenburger Tor angekommen ist, der findet hier zwischen diesem und der Katholischen Kirche an der anderen Seite der Straße die Haupteinkaufsmeile der Potsdamer Innenstadt. Zahlreiche große Marken und exklusive Geschäfte locken mit einem umfangreichen Angebot. Dank der geschichtsträchtigen Kulisse der faszinierenden Bauwerke genießt man hier ein einzigartiges Flair.


Für holländische Gastarbeiter im 18. Jahrhundert errichtet präsentiert sich das Holländische Viertel heute als ein facettenreicher Stadtteil mitten in Potsdam, der für eine Menge Abwechslung sorgt. Gerade noch in der brandenburgischen Landeshauptstadt unterwegs fühlt man sich in „Klein-Amsterdam“ direkt in die herrliche Region Holland versetzt. Erlebe bei deiner Städtereise in Potsdam die wunderbaren Highlights dieses reizenden Stadtteils.

Adresse: Potsdam, Mittelstrasse, 14467 Potsdam
Website: www.hollaendisches-viertel.net

Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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