Eine Städtereise nach Berlin lädt mit zahlreichen Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum Kulturgenuss ein. Viele Bildungszentren und Ausstellungen laden Besucher aus aller Welt dazu ein, sich mit der Geschichte Deutschlands und Europa auseinanderzusetzen. Der Erste und Zweite Weltkrieg, die Teilung einer Nation und die Wiedervereinigung werden in Berlin aus allen Perspektiven beleuchtet – auch die tragischen Schicksale, die sich in der Vergangenheit ereigneten. Ein besonderer Ort ist das Holocaust-Mahnmal in Berlin.

Holocaust Mahnmal Berlin – Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, auch Holocaust-Mahnmal genannt, erinnert an eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte. Das Denkmal unweit des Brandenburger Tores und dem Bundestag erinnert noch heute Besucher aus aller Welt an die jüdische Bevölkerung, die zur Zeit des Nationalsozialismus in ganz Europa verfolgt und getötet wurden. Das Mahnmal regt zum Nachdenken an, erinnert an die grausame Geschichte und wird jährlich von Millionen Menschen bewundert.

Das Holocaust-Mahnmal besteht aus einem wellenförmigen Feld mit 2711 dunkelgrauen Stelen. Bereits Ende der 1980er Jahre wurde gefordert, eine Gedenkstätte mit dem Schwerpunkt zu erbauen. Fast ein Jahrzehnt dauerte die Diskussion darüber an, welche Botschaft das Denkmal tragen soll, an welchem Ort und in welcher Form es errichtet werden muss. 1995 schrieb der Berliner Senat einen ersten künstlerischen Wettbewerb aus, 1997 einen weiteren, bei dem schließlich der passende Entwurf angenommen und mehrmals verändert wurde. Der deutsche Bundestag beschloss 1999, dass das Denkmal für die ermordeten Juden Europas einen zentralen Platz in der Hauptstadt bekommen soll – es sollte nur wenige Meter vom Brandenburger Tor errichtet. Am 10. Mai 2005 wurde das Mahnmal nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet.

Ein 19.000 Quadratmeter großes Feld aus über 2500 unterschiedlich hohen Stelen wurde installiert, das Besucher von allen Seiten begehen können. Zwischen den monumentalen dunkelgrauen Steinen bekommen die Besucher ein bedrückendes Gefühl. Vor allem im Zentrum des Mahnmals ragen die Stelen in die Luft, sodass man nur noch im Schatten der Betonblöcke in schmalen Gängen geht, die es nicht ermöglichen zu zweit nebeneinander durch das Mahnmal zu laufen. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas sollte die zentrale Holocaustgedenkstätte in Deutschland werden.

Ort der Information

Unter dem Holocaust-Mahnmal befindet sich ein “Ort der Information”, in dem die systematische Verfolgung und Tötung der europäischen Juden thematisiert wird. Die Informationsstelle befindet sich in der südöstlichen Ecke des Stelenfeldes. Über zwei Treppen und einen Fahrstuhl erreicht man das Gebäude mit seiner beeindruckenden Architektur. Auf circa 800 Quadratmetern Präsentationsfläche erfahren die Besucher viele Einzelheiten über die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der Juden Europas, die zu ehrenden Opfer und die authentischen Stätten ihrer Ermordung. Eine Funktion des Ortes ist, die Form, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zu den Opfern zu ergänzen.

Im Foyer der Ausstellung bekommen Besucher Grundinformationen zum historischen Kontext. Von hieraus öffnen sich vier Themenräume. Hier werden die Opfer namentlich genannt – die Personalisierung erzählt ganze Lebens- und Familiengeschichten der über sechs Millionen Menschen. Gleichzeitig ist der Ort der Information ein Portal der vielfältigen Gedenkstättenlandschaft in ganz Europa. Am Ort der Information befinden sich außerdem Vortragsräume, ein Buchladen und eine Datenbank, in der rund vier Millionen Namen jüdischer Holocaustopfer einsehbar sind.

Adresse:
Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Telefonische Auskunft:
030 2639430

Öffnungszeiten: jederzeit zugänglich

Ort der Information:

April bis September: Dienstag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr, Oktober bis März: Dienstag bis Sonntag 10 bis 19 Uhr, vom 24. bis 26. Dezember geschlossen, 31. Dezember ab 16 Uhr geschlossen. An allen anderen Feiertagen ist geöffnet.

Holocaust-Mahnmal Berlin in der Karte

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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