Ein Urlaub in Spanien bedeutet für die meisten immer noch Sonne, Meer und Strand. Doch eine Reise nach Spanien kann auch etwas ganz anderes sein:

Eine Pilgerreise.

Wandern auf dem Jakobsweg Spanien ist etwas ganz Besonderes:

Du verlässt nur mit dem Nötigsten Dein Zuhause, deine Komfortzone. Mal bist Du ganz allein mit Dir selbst, findest zu Deinem Innersten, mal triffst Du andere Pilger, gehst mit ihnen ein Stück.

Die Erfahrung und Herausforderung in einem unbekannten Land zu pilgern, stundenlang einfach nur zu laufen – manchmal mit Blasen an den Füßen – und in rustikalen Schlafsälen mit Fremden zu übernachten, gleichen einem Abenteuer.

Was der Jakobsweg Spanien ist, auf welches Abenteuer Du Dich genau einlässt, was Dich erwartet und was Du alles für den Jakobsweg Spanien brauchst, verraten wir Dir hier.

Außerdem haben wir ein paar wertvolle Tipps zum Jakobsweg für Dich zusammengestellt und eine Jakobsweg Spanien Karte mit den Etappen zur ersten Übersicht.

Was ist der Jakobsweg Spanien?

was ist der jakobsweg

Der Jakobsweg in Spanien ist einer der berühmtesten und beliebtesten Pilger- und Wanderwege der Welt.

Er führt auf rund 800 Kilometern und in 32 Etappen von den Pyrenäen im Süden Frankreichs/Norden Spaniens bis nach Santiago des Compostela im Westen Spaniens.

Der Jakobsweg geht auf den Heiligen, Apostel und Märtyrer Jakobus den Älteren zurück, dessen Leichnam an der spanischen Küste angeschwemmt worden sein soll und in Santiago de Compostela begraben sein soll.

Der Heilige Jakobus ist der Schutzheilige Spaniens und wird hier als Santiago bezeichnet.

Der Jakobsweg ist auch unter den Namen Camino Francés und Camino de Santiago bekannt.

Seit den späten Achtzigern wurde das Jakobswegenetz in ganz Europa ausgedehnt, sodass Du beinahe überall auf einem Jakobsweg gehen kannst.

Das Original ist und bleibt allerdings der Jakobsweg Spanien.


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Eine kurze Geschichte des Jakobswegs Spanien

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Die Geschichte des Jakobswegs Spanien ist über 1.000 Jahre alt und beginnt im 9. Jahrhundert n.Chr..

Nachdem der Apostel Jakobus der Ältere nach der Himmelfahrt Jesu auf der iberischen Halbinsel gepredigt und missioniert haben soll, wurde er nach seiner Rückkehr nach Palästina auf Befehl von König Herodes getötet.

Sein Leichnam soll auf ein unbemanntes Schiff gebracht, dann auf wundersame Weise an der Küste von Galizien gelandet und dort begraben worden sein. Soweit die Jakobuslegende.

Anfang bis Mitte des 9. Jahrhunderts soll das angebliche Grab des Apostels und Märtyrers Jakobus des Älteren, spanisch:

Santiago, wiederentdeckt worden sein.

An dieser Stelle befindet sich nun Santiago de Compostela.

pilgerwege, pilgern historisch

Bereits Anfang des 10. Jahrhunderts sind Pilgerreisen nach Santiago de Compostela nachgewiesen und der Ort entwickelte sich nach Jerusalem und Rom schnell zum drittwichtigsten Pilgerziel der Christenheit.

Laut Cordula Rabe wohl auch, weil die Pilgerreise nach Jerusalem wegen der Kreuzzüge zu gefährlich erschien.

Da viele Pilger über die Pyrenäen aus Frankreich kamen, etablierte sich schnell der Name Camino Francés für den Jakobsweg Spanien.

Seine Blütezeit erlebte der Jakobsweg Spanien vom 11. bis zum 13. Jahrhundert bis ab dem späten 15. Jahrhundert zahlreiche Faktoren wie Pestepidemien, die Reformation 1517 und Glaubenskriege die Pilgerbewegung weitgehend zum Erliegen brachten.

Den größten Rückschlag erlebte Santiago de Compostela als der englische Pirat und Entdecker Sir Francis Drake die Reliquien des Heiligen Jakobus 1589 versteckte.

Erst im Jahre 1879 fand man die angeblichen Überreste Jakobus‘ wieder und die spanische Kirche sah eine Möglichkeit, die stark angeschlagene Jakobusbewegung wiederzubeleben.

europäischer kulturweg

So richtig gelang dies allerdings erst nach dem Tod Francos und seiner faschistischen Diktatur ab 1975.

1987 wurde der Jakobsweg schließlich zum Europäischen Kulturweg ernannt und die Zahl der Pilger stieg wieder.

Spätestens seit der Jakobsweg 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, ist er einer der beliebtesten und meistfrequentierten Fernwanderwege weltweit.

2018 registrierten sich 327.378 Pilger für den Jakobsweg.

In Deutschland hat der Komiker Hape Kerkeling maßgeblich zur Bekanntheit des Jakobswegs beigetragen.

Welche Möglichkeiten habe ich, den Jakobsweg zu wandern?

möglichkeiten jakobsweg collage

Der klassische Jakobsweg Spanien startet in Frankreich in den Pyrenäen, genauer in dem kleinen Bergdorf Saint-Jean-Pied-de-Port und führt Dich auf 32 Etappen, jede ca. 20 bis 30 Kilometer lang, quer durch Nordspanien bis nach Santiago de Compostela.

Du kannst aber auch den sogenannten Camino Aragonés als Startpunkt wählen.

Dieser hat seinen Beginn am Romportpass in Spanien und läuft in Puente La Reina mit dem Camino Francés zusammen.

Der Camino Aragonés hat den Vorteil, dass er zum einen nicht zu überlaufen ist, zum anderen kannst Du so die Stadt Pamplona umgehen, die gerade im Juni zur Fiesta der Stadt etwas anstrengend sein kann.

Andererseits ist die Infrastruktur hier nicht ganz so gut ausgebaut und er stellt eine nicht unwesentliche Verlängerung des Jakobsweges dar, was Dich aber keinesfalls von diesem schönen Jakobsweg Spanien abbringen sollte.

teilwandern jakobsweg spanien

Der Jakobsweg Spanien ist mit rund 800 Kilometern Länge nicht zu unterschätzen, weswegen einige sich entschließen, lediglich einen Teil des Weges zu gehen.

Das ist natürlich ohne weiteres möglich und durchaus legitim.

Vor allem für diejenigen, die über wenig Urlaubstage verfügen oder körperlich eingeschränkt sind.

Oft werden inzwischen auch organisierte Pilgerreisen angeboten, bei denen Dir dein Gepäck bis zur nächsten Etappe gebracht wird und die Hotels schon im Vorfeld gebucht sind.

So pilgerst Du zwar recht bequem, allerdings kann darunter mitunter das Pilgererlebnis leiden.

Wusstest Du, dass Du den Camino de Santiago sowohl zu Fuß, als auch auf dem, Fahrrad und sogar zu Pferde pilgern darfst?


Hinweis:

Um die Compostela bzw. das Zertifikat für die erfolgreiche Wanderung des Jakobsweges zu bekommen, musst du allerdings mindestens die letzten 100 Kilometer bis nach Santiago de Compostela zu Fuß zurückgelegt haben.


stempel im pilgerpass

Als Beweis verlangt das Pilgerbüro in Santiago de Compostela, dass Du pro Tag zwei Stempel von Herbergen, Kirchen oder Touristenämtern in Deinem Pilgerausweis hast.

Fahrradfahrer müssen die letzten 200 Kilometer zurückgelegt haben und auch dies mit Stempeln belegen.

Für den Fall, dass Du dennoch nur einen kleinen Teil des Jakobsweges in Spanien gehen willst, einfach nur mal für einen Tag das Leben eines Pilgers ausprobieren willst oder Santiago de Compostela besichtigen willst, haben wir für Dich diese organisierten Touren herausgesucht:

Der Jakobsweg in Deutschland

jakobswege deutschland

Es gibt unzählige Möglichkeiten den Jakobsweg zu wandern. Nicht zuletzt, da es inzwischen nicht mehr nur den klassischen Jakobsweg Spanien mit seinen 32 Etappen gibt, sondern ein sich über ganz Europa erstreckendes Jakobswegenetz.

Grundlage für die europäischen Jakobswege sind die historisch belegten Pilgerrouten, die dem Jakobskult zuzuordnen sind.

So kannst Du zum Beispiel den Jakobsweg von Deutschland aus nach Spanien gehen.

Dabei erstreckt sich das Wegenetz über ganz Deutschland.

Egal ob Du ganz im Norden in Flensburg starten willst oder ganz im Süden in Konstanz Deinen Camino de Santiago beginnen möchtest, es gibt einen Jakobsweg in der Nähe.

Nicht umsonst heißt es: „El camino comineza en su casa“, deutsch: Der Weg beginnt in Ihrem Haus.

Besonders beliebt sind diese Jakobswege in Deutschland:


Tipp: Eine Übersicht der deutschen Jakobswege findest Du hier.



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Der Jakobsweg in Frankreich

jakobsweg frankreich

Besonders beliebt ist auch der Jakobsweg von Frankreich nach Spanien, stellt er schließlich die klassische Jakobsweg Spanien Route dar.

Alle großen vier Jakobswege in Frankreich führen Dich in die Pyrenäen und münden in den Camino Francés.

Vorher nehmen sie Dich allerdings mit durch die mitunter schönsten Landschaften Frankreichs.

So geht die „Via Tolosana“ etwa durch die Camargue mit ihren berühmten Wildpferden, über aufregende Städte wie Montpellier und Toulouse bis in die Pyrenäen wo sie zum Schluss auf den Aragonesischen Jakobsweg trifft.


Tipp:

Die Via Tolosana ist der am wenigsten bewanderte Weg der vier großen Jakobswege in Frankreich.

Sie gilt als recht wild und ungezähmt und ist deswegen ganz besonders schön.


bordeaux via turonensis

Der längste Jakobsweg in Frankreich – die Via Turonensis – geleitet Dich von Paris aus durch den Nordwesten und Westen Frankreichs bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port, dem Startpunkt des Camino Francés in Frankreich und den Pyrenäen.

Auf dem Weg kommst Du an spannenden Städten wie Orléans und Bordeaux vorbei.

Die beliebtesten Jakobswege in Frankreich sind allerdings die Via Lemovicensis und die Via Podiensis.

Sie führen von der nördlichen Mitte bzw. der östlichen Mitte Frankreichs bis in die Pyrenäen auf den klassischen Jakobsweg Spanien.

Dabei geht es auf der Via Lemovicensis durch das vom Weinanbau dominierte Burgund, das dörflich-rustikale geprägte Limousin bis hinein in das wild-romantische Aquitanien und das Baskenland.

Eine ganz besonders vielseitige Strecke.

Die Via Podiensis startet in der Auvergne und führt Dich hier durch eine ausgesprochen schöne Landschaft mit Tälern, Schluchten, vulkanische Hochebenen und entlang schöner Flüsse.

Im von Weinbergen geprägten Languedoc geht es dann durch pittoreske Dörfer.

Am Wegesrand wirst Du dabei die eine oder andere kulinarische Leckerei entdecken.

Genauso wie im Südwesten Frankreichs im Departement Midi-Pyrénées.

Hier locken Bauernmärkte, süße Dörfer und gutes Essen.

In Aquitanien geht es dann langsam in die Pyrenäen über und Dein Weg führt Dich zum Startpunkt des Camino Francés.


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Der Jakobsweg in Portugal

camino portugues

Als beliebte Alternative zum klassischen Spanien Jakobsweg hat sich der portugiesische Jakobsweg, der Camino Português, etabliert.

Er gilt als eine Art „Anfängervariante“ und ist landschaftlich mindestens genauso schön wie der Camino Francés.

Im Gegensatz zu diesem führt der Jakobsweg von Portugal nach Spanien nämlich zum Teil an der Atlantikküste Portugals entlang und bietet so ganz andere Eindrücke als der ländliche Jakobsweg in Nordspanien.

Zudem hat er kaum Steigungen oder schwierige Passagen, sodass er in der Tat perfekt für Erstpilger geeignet ist.

Auf rund 250 Kilometern wanderst Du von Porto nach Santiago de Compostela.

Vor allem wegen seiner vergleichsweise kurzen Distanz ist er der zweitbeliebteste Jakobsweg in Europa und in zwei Wochen auch für Anfänger gut zu schaffen.


Tipp:

Wer mag, kann den Jakobsweg von Portugal nach Spanien auch ab Lissabon wandern.

Der „große“ Camino Português ist dann rund 620 Kilometer lang.

Allerdings ist er recht anspruchsvoll und noch wenig touristisch ausgebaut.



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Der Weg ist das Ziel – Die schönsten Etappen des Jakobswegs Spanien

jakobsweg etappen

Vorweg: Jede der 32 Camino Francés Etappen hat ihre ganz eigenen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten.

Auf einigen gibt es allerdings ganz besonders viel oder Schönes zu sehen.

Seien es historische Bauwerke oder landschaftliche Besonderheiten.

Etappe 4 von Pamplona nach Puente de la Reina

jakobsweg etappen 4

Recht zu Beginn des Jakobsweges Spanien gilt die vierte Etappe als eine der Schönsten.

Dein Weg führt Dich von Pamplona aus durch kleine, urige Dörfer mit verfallen Klöstern und Kirchen.

Dabei gilt das beinahe verlassene „Geisterdorf“ Guendulaín als sehr eigentümliches Highlight.

Der Weg zum Örtchen Muruzábal führt Euch über den Bergzug Sierra de Perdón, deutsch:

Berg der Läuterung, und vorbei an seiner oft fotografierten Skulptur eines Pilgerzuges sowie durch weitläufige Wohnfelder.

Im Ort selber findest Du eine Figur des Heiligen Jakobus.

Zum Ende der 23 Kilometer langen Etappe gelangst Du nach Puente de la Reina.

Hier treffen der Camino Francés und der Aragonesische Jakobsweg zusammen.

Die gleichnamige Puente de la Reina, deutsch: Brücke der Königin, aus dem 11. Jahrhundert ist der Treffpunkt und zugleich der Eingang in die pittoreske Stadt.

Etappe 12 von San Juan de Ortega nach Burgos

burgos

Für Freunde von Archäologie, Geschichte und Architektur ist die zwölfte Etappe des Jakobswegs in Nordspanien eine der besten.

In der spanischen Meseta, der kastilischen Hochebene, ist der Jakobsweg nicht nur besonders flach und leicht zu gehen, sondern hier wartet unweit des Ortes Atapuerca auch eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt.

In den Höhlen bei Atapuerca wurden menschliche Überreste und Fossilien gefunden, die darauf schließen lassen, dass diese Gegend bereits vor 800.000 Jahren bewohnt war, also lange vor dem Neandertaler.

Ein Besuch in den Höhlen solltest Du Dir nicht entgehen lassen.

Anschließend geht es durch einige süße Dörfer in die Provinzhauptstadt Burgos.

Die Stadt wurde einst als Bollwerk gegen die Mauren im Jahre 850 gebaut und bietet Sehenswürdigkeiten wie die gotische Kathedrale, UNESCO Welterbe übrigens, das alte Stadttor und das Kloster Las Huelgas.


Wer’s mag:

Die kulinarische Spezialität ist die Morcilla de Burgos, eine Blutwurst.



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Etappe 19 von Reliegos nach León

leon

Die rund 26 Kilometer lange Etappe nach León ist landschaftlich zwar recht unspektakulär, führt aber an einigen Überresten mittelalterlicher Architektur vorbei, so zum Beispiel an der alten Stadtmauer des Ortes Mansilla de las Mulas oder der Brücke über den Rio Esla.

Das Highlight ist allerdings die Stadt León, die als eine der schönsten Städte Spaniens gilt.

Hier warten Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale von León, die romanische Basilika San Isidoro, das Pantheon Real (Königsgruft) sowie das von Antoni Gaudí entworfene Geschäftshaus Casa de Botines.

Zudem kannst Du in León ganz hervorragend essen.

Unzählige erstklassige Tapas-Bars warten auf Gäste.

Nach dem Essen empfehlen wir einen ruhigen Stadtspaziergang.

Gerade abends hat León ein ganz besonderes Flair.


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Etappe 24 von Ponferrada nach Villafranca del Bierzo

ponferrada

Der erste Ort, den Du auf dieser Jakobsweg Spanien Etappe ansteuerst ist einer der ältesten der Region:

Columbrianos.

Hier kannst Du zwei wunderschöne Kirchen und zwei prächtige Herrenhäuser bewundern.

Der Weg ins nächste Dorf führt Dich über idyllische Feldwege und durch eines der größten Weinanbaugebiete Spaniens.

Gerade im Herbst vor der Ernte ist es hier ganz besonders schön.

Am Jakobsweg wartet mit Camponaraya ein weiteres Dorf mit außerordentlich schönen Guthäusern und Relikten aus römischer Zeit auf Dich.

Ein kurzer Zwischenstopp hier lohnt sich. Genauso wie in Cacabelos.

In den Terrassen des Ortes wurden Fossilien gefunden und im Stadtmuseum kannst Du Fundstücke aus keltischer und römischer Zeit besichtigen.

Auch sehenswert sind die beiden kleinen Kirchen des Dorfes.

Am Ende der Etappe kannst Du dich im ruhigen Villafranca del Bierzo ausruhen.

Etappe 32 von O Emplame nach Santiago de Compostela

santiago de compostela

Die letzte Etappe des Jakobswegs Spanien ist erfahrungsgemäß die schönste und schwerste zugleich.

Zum einen erfährst Du Erleichterung und Freude, dass Du es endlich geschafft hast, zum anderen weißt du, dass diese einmalige Erfahrung nun vorbei ist.

Wehmut mischt sich mit Glück. Doch bis Du am rund 22 Kilometer entfernten Ziel, Santiago de Compostela, angekommen bist, geht es für Dich erstmal durch einige Dörfer.

Das letzte vor Santiago de Compostela ist San Marcos.

Von hier aus kannst Du bereits die Kathedrale von Santiago sehen.

Einst gingen die Pilger ab hier barfuß.

pilgern barfuß

Heute ist das zwar nicht mehr so, aber verboten ist es auch nicht. Also Schuhe aus und weiter geht’s.

So kannst Du auch gut Abschied nehmen und bist Dir deiner letzten Schritte auf dem Jakobsweg Spanien so richtig bewusst.

Auf den letzten Kilometern nach Santiago de Compostela wird Dir noch das Denkmal am Monte de Gozo, das an den Besuch Papst Johannes Pauls II. 1982 erinnert – der neuen Initialzündung für die Pilgerbewegung.

In Santiago de Compostela angekommen hast Du es endlich geschafft.

Du kannst Deine Füße ausruhen, mit anderen Pilgern feiern und dir Deine Compostela abholen. Ein Wahnsinns-Gefühl!


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Eine Alternative zum Jakobsweg Spanien: Der Küstenweg

küstenweg jakobsweg

Zurzeit noch ein Geheimtipp unter Pilgern, die den Jakobsweg Spanien gehen wollen, ist der Küstenweg; der sogenannte Camino de la Costa, auch Camino del Norte genannt. Dieser Jakobsweg in Nordspanien führt, wie der Name verspricht, an der Küste Spaniens entlang.

Anders als sein berühmter Bruder ist er mit rund 835 Kilometern nicht nur etwas länger, sondern auch wesentlich anspruchsvoller und schwerer zu gehen.

Auf 35 bis 41 Etappen, je nach körperlicher Konstitution, gilt es auf dem Jakobsweg in Spanien an der Küste etliche Höhenmeter zu bewältigen, durch gebirgiges und steiniges Gelände zu wandern, auch mal schlechtes Wetter zu ertragen oder auf etwas unansehnlichen Asphaltstraßen zu laufen.

Zudem gibt es auf diesem Jakobsweg kein so dichtes Herbergsnetz, was es vor allem im Sommer etwas schwierig machen kann, eine Herberge zu finden.

jakobsweg spanien küste

Entschädigt wirst Du allerdings mit traumhaften Ausblicken auf den Atlantik, wunderschönen Stränden, Ruhe und wenig anderen Pilgern sowie tollen Städten wie Bilbao, Gijon oder Santander.

Alles in allem solltest Du für den Küstenweg ca. fünf bis sechs Wochen, ohne An- und Abreise, einplanen.


Exkurs:

Für den Jakobsweg Küstenweg werden die Namen Camino del Norte und Camino de la Costa synonym gebraucht.

Allerdings ist das nicht ganz richtig, wenn auch nicht schlimm.

Der Camino de la Costa ist der Jakobsweg, der von Frankreich an der Atlantikküste Nordspaniens entlangführt.

Der Camino del Norte beginnt erst ab der Ortschaft Ribadeo und führt durch das Landesinnere nach Santiago de Compostela.

Der Camino del Norte gilt laut Jakobsweg.de übrigens als der historisch älteste und „echte“ Jakobsweg, da an der Atlantikküste das Schiff mit dem Leichnam Jakobus des Älteren angeschwemmt worden sein soll.


Vorbereitung auf den Jakobsweg Spanien

vorbereitung jakobsweg

Auf eine Fernwanderung wie den Jakobsweg Spanien mit seiner Länge von rund 800 Kilometern solltest Du dich nicht gänzlich unvorbereitet begeben.

Du musst zwar kein wochenlanges Fitnesstraining durchziehen, aber es ist durchaus sinnvoll sich körperlich etwas fit zu machen.

Darüber hinaus gibt es einige Dinge, die für eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien unerlässlich sind.

So musst Du Dir unbedingt einen offiziellen Pilgerausweis besorgen.

Achte dabei darauf, dass Du ihn bei einer vom Domkapitel von Santiago autorisierten Jakobswegvereinigung bestellst.

Nur mit einem offiziellen Pilgerausweis, darfst Du in den Pilgerherbergen übernachten und bekommst am Ende des Jakobsweges die Bescheinigung über Deine Pilgerreise.

pilgerpass jakobsweg

Tipp: Bei der Deutschen St.-Jakobus-Gesellschaft Aachen beispielsweise kannst Du ihn sogar online bestellen.

Außerdem ist es sinnvoll, sich im Vorfeld mit der gängigen Jakobsweg-Literatur zum einen auf den Camino einzustimmen und zum anderen mit einem Reiseführer zu informieren.

In den meisten Jakobsweg-Reiseführern findest du neben Jakobsweg Spanien Karten auch alle Jakobsweg Spanien Etappen mit Höhenprofil und viele nützliche Infos wie Adressen, Notrufnummern, Restauranttipps oder Tipps für Sehenswürdigkeiten.

Am Ende dieses Beitrages findest Du eine kleine Auswahl an Jakobsweg-Literaturtipps.

Selbstverständlich gehört zur Reisevorbereitung auf den Jakobsweg auch der Kauf der richtigen Ausrüstung.

Besonders wichtig ist dabei die Auswahl des richtigen Wanderrucksacks und der richtigen Wanderschuhe.

Dein Rücken und Deine Füße werden es Dir danken.

wanderschuhe kaufen

Am besten lässt Du dich in Fachgeschäften beraten.

Bei Wanderschuhen solltest Du dich informieren, ob es möglich ist die Schuhe umzutauschen, falls sie doch drücken oder scheuern.

Grundsätzlich empfehlen wir, die Wanderschuhe vorher gründlich einzulaufen.


Tipp:

Auch bei den Wandersocken darf es gerne gute Qualität sein. Achte auf Trekkingsocken, die Deine Füße trocken halten. So vermeidest Du Reibung und Blasen.


Eine Liste, was Du alles im Gepäck haben solltest, findest Du etwas weiter unten.

Wir empfehlen Dir zudem, zumindest ein bisschen Spanisch für Deinen Jakobsweg zu lernen.

Auch wenn inzwischen viel Englisch gesprochen wird, kommst Du in den kleinen Dörfern mit ein paar Brocken Spanisch wesentlich weiter als mit Englisch.

Konditionelle Anforderungen

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Der Jakobsweg Spanien ist auch für ungeübte Wanderer machbar und birgt nur wenige Herausforderungen.

Ausnahmen bilden lediglich die Gebirgsetappen und ihre mitunter großen Höhenunterschiede.

Außerdem sollten die im Sommer hohen Temperaturen und die brennende Sonne nicht unterschätzt werden.

Starker Flüssigkeitsverlust und Überhitzung können zu Herz-Kreislauf-Problemen führen und begünstigen Blasenbildung und Sehnen- sowie Gelenkprobleme.

Als Vorbereitung raten wir Dir, im Vorfeld Deiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg Spanien so oft es geht lange Spaziergänge oder sogar Wanderungen zu unternehmen.

Am besten tust Du dies mit Deinem kompletten Gepäck auf dem Rücken – das, was in Deinem Rucksack ist, benötigst Du im Alltag nicht, sodass Du schon mal zur Übung packen kannst – und mit Deinen Wanderschuhen an den Füßen.

Gesundheitscheck

So kannst Du dich gleich an das Gewicht gewöhnen, die Schuhe einlaufen oder feststellen, ob die Schuhe eventuell doch nicht so gut zum Wandern geeignet sind.

Außerdem ist es immer gut, vor einer solch langen Fernwanderung, Deinen Hausarzt um einen Gesundheits-Check zu bitten.

Neben den körperlichen Herausforderungen, die der Jakobsweg Spanien stellt, solltest Du die psychischen Anstrengungen nicht außer Acht lassen.

Es kann durchaus Tage geben, an denen Dir das tägliche Wandern, die Einsamkeit oder die vielen anderen Pilger, das Schlafen mit völlig fremden Leuten in einem großen Schlafsaal und die sprachlichen Herausforderungen die Laune verhageln.

Zum Glück gehen Heimweh und traurige Phasen schnell wieder vorbei und Du wirst das Wandern umso mehr genießen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Jakobsweg Spanien?

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Die meisten Pilger begeben sich in der Zeit von März bzw. Ostern bis Ende Oktober auf den Jakobsweg.

Zu dieser Zeit sind dann auch die Pilgerherbergen und die Ortschaften entlang des Weges auf Pilger eingestellt und das Angebot an Unterkünften ist groß.


Hinweis:

Wenn Du in der Karwoche oder im Juli und August auf dem Jakobsweg Spanien wandern möchtest, kann es mitunter doch etwas schwer werden eine Unterkunft zu finden.

Dann sind besonders viele Pilger unterwegs.


Ab Frühling ist das Wetter in Nordspanien schon recht stabil und Du kannst bei angenehmen Temperaturen wandern.

Das gleiche gilt im Herbst.

Die Tage sind dann auch schon bzw. noch lang genug, um die Camino Francés Etappen zu schaffen.

regenponcho für den jakobsweg spanien

Tipp:

In Nordspanien, vor allem in den Pyrenäen und in Galicien, kann es das ganze Jahr über regnen.

Ein Regenponcho gehört also in jedem Fall in Deinen Wanderrucksack.

Wenn Du den Jakobsweg Spanien im Frühjahr wandern willst, solltest Du zudem in den Pyrenäen mit Schnee rechnen.

Im Hochsommer kann es auch in Nordspanien heiß werden. Für wen hohe Temperaturen problematisch sind, sollte vom Pilgern im Sommer absehen.

Für alle anderen gilt:

Passende Kleidung und viel Sonnencreme sind Pflicht.

Wir möchten davon abraten, den Jakobsweg im Winter zu wandern.

Es ist zwar durchaus möglich, jedoch ist der Jakobsweg Spanien im Winter auch für geübte Wanderer eine Herausforderung.

Die Gefahren durch schlechtes Wetter, Nebel, Schneeverwehungen, unpassierbare Wege und nicht zuletzt die Gefahr, sich zu verirren, sollte nicht unterschätzt werden.

Zudem sind die Tage kurz und die Etappen dementsprechend auch.

Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten ist überschaubar und vergleichsweise teuer.

Allgemeine Hinweise und praktische Tipps zum Jakobsweg Spanien:

jakobsweg spanien tipps

Wanderer wissen: Vorbereitung ist alles.

Und auch auf einer Fernwanderung wie dem Jakobsweg in Spanien bei dem es ja eigentlich ums Loslassen, die Abkehr von weltlichen Dingen und eine spirituelle Erfahrung geht, gibt es einige Dinge, die im Vorfeld dennoch geplant und bedacht werden wollen.

Übernachtung:

jakobsweg übernachten

Die gute Nachricht vorweg:

Es ist nicht schwer auf dem Jakobsweg Spanien eine Unterkunft zu finden.

Das Netz an Unterkünften und Übernachtungsmöglichkeiten ist sehr gut ausgebaut.

Besonders begehrt, weil günstig, sind die Pilgerherbergen, die sogenannten Refugios.

Es gibt auf dem Jakobsweg Spanien kirchliche, städtische sowie private oder von Jakobsweg-Vereinen geführte Pilgerherbergen.

Hier ist die Übernachtung oft besonders günstig, allerdings auch recht rustikal.

Einzelzimmer sind selten. Du solltest Dich eher auf ein Bett in einem großen, oft gemischtgeschlechtlichen Schlafsaal einstellen.

Die Übernachtung ist hier auf eine Nacht begrenzt.

Eine Übernachtung in einer einfachen Herberge schlägt in der Regel mit 5 bis 15 Euro, selten mit bis zu 20 Euro, zu Buche.

pilgerherberge

In den Herbergen gibt es inzwischen oft Waschmaschinen, Wäschetrockner und eine Gemeinschaftsküche.

So kannst Du nicht nur bei der Übernachtung sparen, sondern auch bei der Verpflegung.

Du kannst oft auch in Hostals, Pensionen und Jugendherbergen als Pilger vergünstigt übernachten.

Allerdings solltest Du auch hier nicht mit Luxus rechnen.

In den Sommermonaten und in der Karwoche kann es etwas schwieriger werden, eine Unterkunft zu finden, da dann besonders viele Pilger unterwegs sind.

Rechtzeitig eintreffen lohnt sich also, da es nicht möglich ist Pilgerherbergen zu reservieren.

Hostals und Pensionen hingegen kannst Du im Vorfeld buchen.


Tipp:

Nur wer einen Pilgerausweis hat, ist berechtigt in den ausgewiesenen kirchlichen, städtischen und von Vereinen geführten Pilgerherbergen zu übernachten.

Einige finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

Es gehört sich, das als „Donativo“ zu geben, was man normalerweise an eine Herberge bezahlen müsste.


Dauer und Kosten:

jakobsweg kosten

Der Jakobsweg dauert so lange wie er eben dauert. Das ist zwar eine zutreffende Aussage, jedoch für die Reiseplanung nicht gerade hilfreich.

Allerdings ist es auch nicht ganz einfach eine Zeit für den Jakobsweg festzulegen, zumal es neben dem klassischen Camino Francés und seinen Etappen auch noch andere Jakobswege wie den Küstenweg, Camino del Norte genannt, oder den Camino Português durch Portugal gibt.

Außerdem gibt es viele, die den Jakobsweg nur zu einem Teil laufen.

Der Camino Francés, der klassische Jakobsweg Spanien, hat eine Länge von rund 800 Kilometern.

Jakobsweg dauer

Natürlich spielen auch die Kondition, Laufgeschwindigkeit, die Tagesform, das Wetter, landschaftliche Gegebenheiten und viele weitere Faktoren für die Dauer der Wanderung eine wichtige Rolle.

Generell gilt, dass ein Wanderer mit guter körperlicher Kondition für den klassischen Jakobsweg Spanien in etwa vier bis fünf Wochen braucht.

Auch die Kosten für eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg Nordspanien lassen sich nicht pauschal beziffern, da es auch hier auf individuelle Faktoren wie Saison, Anspruch an die Unterkunft und die Verpflegung sowie die Dauer der Reise ankommt.

Oft wird ein durchschnittliches Tagesbudget von 30 bis 35 Euro veranschlagt bzw. für eine vierwöchige Pilgerfahrt mit ca. 1.000 Euro gerechnet.

Die An- und Abreise ist dabei noch nicht inbegriffen.

Verpflegung, Proviant und Wasser:

jakobsweg essen

Der Jakobsweg in Spanien ist kein leichtes Unterfangen und in erster Linie immer noch eines:

Eine körperliche Anstrengung. Daher ist es unerlässlich, auf die körperliche Gesundheit zu achten und gut und gesund zu essen wie auch ausreichend Wasser zu trinken.

Wir raten daher dazu, immer eine gut gefüllte Wasserflasche mit einem Füllvermögen von mindestens zwei Litern dabei zu haben.

Es gilt: So oft wie möglich nachfüllen.

Es kann immer mal vorkommen, dass die nächste Trinkwasserquelle versiegt oder die Bar am Weg geschlossen ist.

Auf einigen Etappen gibt es beispielsweise über eine sehr lange Distanz weder einen Brunnen noch ein Dorf.

Informationen zu den einzelnen Etappen und der Trinkwasserversorgung entnimmst Du am besten Deinem (aktuellen!) Jakobsweg Reiseführer.


Tipp:

Auch nach dem Wandern der Tagesetappe solltest Du viel Wasser trinken.


Wir empfehlen Dir außerdem, immer etwas zu Essen mitzunehmen.

Am besten Brot, Obst oder Müsliriegel.

Ein Insidertipp sind zudem Magnesiumtabletten gegen Muskelkrämpfe.

Pilgermenüs
pilgermenü jakobswegIn Spanien am Jakobsweg werden Dir in beinahe jeder Ortschaft dreigängige Pilgermenüs, spanisch: Menú de Peregrino, angeboten.

Mit einem durchschnittlichen Preis von zehn bis zwölf Euro sind sie zwar mehr als erschwinglich, sind dafür aber auch immer ein kleines Glücksspiel.

Gerade Vegetarier haben oft Pech und müssen sich mit Beilagen oder Vorspeisen begnügen.

Pilger-Knigge:

pilger knigge jakobsweg

Für den Jakobsweg in Spanien gibt es keinen offiziellen Verhaltenskodex, jedoch gibt es eine Art Pilgerknigge bzw. offizielle Regeln für die Übernachtung in den Pilgerherbergen bzw. den Refugios.

So dürfen in kirchlichen, staatlichen und von Vereinen getragenen Herbergen ausschließlich Pilger mit einem Pilgerausweis für eine Nacht übernachten.

Dabei gilt zudem, dass zu Fuß pilgernde Einzelpersonen Vorrang vor Fahrrad-Pilgern und Gruppen haben.

Wer mit dem Auto „pilgert“ oder sein Gepäck von einem Begleitfahrzeug transportieren lässt, wird oft abgewiesen und sollte sich eine andere Unterkunft suchen.


Tipp:

Auch wenn es nicht immer so gehandhabt wird, gilt unter Pilgern, dass man die Betten in den Pilgerherbergen den älteren Pilgern überlässt und als junger Mensch auf dem Boden oder in einem Feldbett bzw. auf der Isomatte schläft.


rucksackpacken Jakobsweg

Der Rücksichtnahme halber empfehlen wir Dir, bei der Übernachtung in einem Schlafsaal sowohl beim eventuellen späten Betreten und auch beim frühen Verlassen des Schlafsaales leise zu sein und schon vorher Dein Gepäck so zu präparieren, dass Du es nicht ewig aus- oder einpacken musst.

Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe in den Herbergen. An diese solltest Du dich halten.


Tipp:

Oftmals wird dazu aufgefordert, keine knisternden Plastiktüten im Gepäck mitzuführen, sondern besser Stoffbeutel für die Schmutzwäsche oder sensible Gegenstände zu benutzen.


Zeichen und Hinweisschilder:

zeichen Hinweisschilder jakobsweg

Die Orientierung auf dem Jakobsweg in Spanien ist recht einfach, sodass ein GPS-Gerät nicht zwingend notwendig ist.

Der Weg ist immer mit einem gelben Pfeil und der stilisierten Jakobsmuschel gekennzeichnet.

Die Abstände der Markierungen sind recht kurz, sodass Du Dich kaum verlaufen kannst. Einheimische helfen Dir auch gerne weiter, falls Du dir einmal unsicher sein solltest.

Frag einfach nach dem Camino de Santiago.


Hinweis:

Der Jakobsweg Frankreich und der Camino Aragonés sind zuweilen auch mit rot-weißen Pfeilen markiert.


Oft bringen Bar- oder Hotelbesitzer irreführende gelbe Pfeile an, um die Pilger in ihre Etablissements zu locken.

Um Irrwege zu vermeiden, solltest Du immer mal wieder einen Blick auf die Spanien Jakobsweg Karte in Deinem Reiseführer werfen.

Ausrüstung:

ausrüstung jakobsweg spanien

Diese Dinge solltest Du in Deinem Rucksack für eine Wanderung des Jakobswegs Spanien haben:

Wichtige Dokumente (am besten in wasserdichter Hülle):

  • Pilgerausweis
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Europäische Krankenversicherungskarte
  • für Allergiker oder chronisch Kranke eine Liste mit international verständlichen Begriffen für Notfallmaßnahmen und Medikamente

Reiseapotheke:

  • Schmerztabletten
  • Pflaster, Leukoplast und spezielle Blasenpflaster
  • Desinfektionsspray
  • Wunddesinfektion
  • kühlende Fußsalbe
  • Autan oder Vergleichbares
  • Wundsalbe
  • Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor
  • Magnesiumtabletten
  • Traubenzucker
  • für chronisch Kranke und Allergiker persönliche Medikamente in größerer Menge (in Spanien gibt es viele Medikamente und auch Antihistaminika nur gegen Rezept)

gewicht rucksack jakobsweg

Praktische Dinge:

  • Wanderstöcke
  • Nähzeug und Sicherheitsnadeln
  • Taschenmesser
  • Stirnlampe
  • Ohrstöpsel
  • ca. drei Meter Schnur als Wäscheleine
  • Handwaschmittel (am besten in der Tube)
  • Isomatte
  • leichter, dennoch wärmender Schlafsack
  • Stoffbeutel für Schmutzwäsche o.Ä.
  • ggf. ein kleines Zelt, am besten ein Wurfzelt

Persönliche Gegenstände:

  • jahreszeitlich passende, leichte Kleidung – Tipp: Hosen mit abnehmbaren Beinen
  • leichter Regenponcho mit Rucksackerweiterung
  • leichte Schuhe für normale Stadtspaziergänge
  • Badeschlappen, z.B. Flip-Flops, für sanitäre Anlagen
  • Sonnenbrille und Kopfbedeckung
  • ggf. Badekleidung

Alles in allem wiegt ein gut gepackter Wanderrucksack zwischen zehn und zwölf Kilogramm.


Tipp:

Als Erkennungszeichen unter Pilgern dient die Jakobsmuschel.

Es ist Tradition, eine auf den Jakobsweg mitzunehmen.

Sie sollte in Deinem Gepäck also keinesfalls fehlen.


Literaturtipps zum Jakobsweg Spanien

jakobsweg bücher

Nicht erst seit Hape Kerkeling gibt es Bücher über den Jakobsweg, wenngleich sein „Ich bin dann mal weg“ inzwischen zu einem Standardwerk zum Thema Jakobsweg Spanien in Deutschland geworden ist.

Wir möchten Dir hier weitere Bücher zum Jakobsweg vorstellen, die Dich sowohl einstimmen, also auch informieren.

Prosa:

Hape Kerkeling (2006): Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg. Malik Verlag

Shirley MacLaine (2001): Der Jakobsweg. Eine spirituelle Reise. Edition Lebensweg

Paulo Coelho (1987): Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Diogenes Verlag

Reiseführer:

Raimund Joos: Spanien. Jakobsweg Camino Francés. Outdoor Pilgerführer

Cordula Rabe: Spanischer Jakobsweg. Von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela. 42 Etappen. Rother Wanderführer


Tipp:

Bei Reiseführern solltest Du nach Möglichkeit immer die neueste Ausgabe wählen.

Außerdem empfehlen wir Dir für Deine Reiseliteratur einen E-Book-Reader.

So kannst Du viele Bücher aber nicht deren Gewicht mitnehmen.


Bleibt nur noch eines zu sagen: Buen Camino!

Jakobsweg Spanien Karte

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