Bei deinem Weg durch die Innere Neustadt der wunderschönen Landeshauptstadt von Sachsen führt es dich sicherlich an dem reizvollen Japanischen Palais vorbei. Dieses historische Bauwerk befindet sich direkt zwischen dem Palaisplatz und dem Neustädter Elbufer. Heute dient das eindrucksvolle Japanische Palais als Museumsgebäude. Interessierte Besucher finden im Inneren das Museum für Völkerkunde sowie die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen. Welche faszinierenden Eindrücke dich bei diesem Bauwerk erwarten, das erfährst du hier!

Die Pläne des Kurfürsten und der heutige Nutzen des Japanischen Palais

Das Japanische Palais wurde im Jahre 1717 von dem sächsischen Kurfürsten August den Starken erworben. Ursprünglich verfolgte August der Starke den Traum, das Bauwerk in ein Schloss aus Porzellan zu verwandeln. Dieses Vorhaben konnte jedoch niemals vollendet werden. Von daher zogen an diesem Ort ab dem Jahre 1721 verschiedene Kunstsammlungen ein. Heute beherbergt das Japanische Palais nun neben dem Museum für Völkerkunde auch die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen. Darüber hinaus wird seit dem Jahre 2009 von der Kunstsammlung Dresden regelmäßig Sonderausstellungen veranstaltet.

In den Jahren von 1951 bis 2012 diente das Japanische Palais als Gebäude für das Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden. Seit dem Jahre 1954 findet sich hier ebenfalls die eindrucksvolle Ausstellung des Museums für Völkerkunde Dresden, zu dem die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens zählen. Darüber hinaus wird an diesem Ort auch die Ausstellung des Museums für Mineralogie und Geologie Dresden präsentiert. Hierbei handelt es sich um reizvolle Exponate aus der Senckenberg Naturhistorischen Sammlung von Dresden.

Bild: Martina Roell Lizenz: CC BY-SA 2.0
Bild: Martina Roell Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der Grundstein des Bauwerks

Erste Pläne des Gebäudes gehen bereits auf Rudolph Faesch aus dem Jahre 1715 zurück. Nach seiner Errichtung wurde das Bauwerk zunächst als holländisches Palais bezeichnet. Zu Beginn residierte hier nämlich der holländische Gesandte Harsolde von Craneburg. In den folgenden Jahren erwarb schließlich der sächsische Kurfürst das Bauwerk.

Nach einer Vielzahl umfangreicher Umbauarbeiten in den Jahren von 1727 bis 1733 erhielt das Gebäude seinen heutigen Namen als das Japanische Palais. Aus dem einstigen Landhaus wurde eine große Vierflügelanlage im spätbarocken und klassizistischen Stil errichtet. Auf diese Weise bekam das Dach eine fernöstliche Form. Dieser fernöstliche Charme wurde des Weiteren mit asiatischen Figuren an der Außenmauer sowie im Innenhof verstärkt.

Der Japanische Palais als Museum

Um das Gebäude schließlich als ein Museum nutzen zu können, wurde der Japanische Palais unter der Leitung von Christian Friedrich Exner und Gottlob August Hölzer wieder umgebaut. Vorgeschlagen wurde diese Verwendung von Graf Marolini. Aus dieser Zeit stammt ebenfalls die Inschrift „Musem usui publico patens“. Auf Deutsch bedeutet diese Inschrift etwa „Museum zum öffentlichen Gebrauch“.

Ab dem Jahre 1786 wurde in dem Gebäude des Japanischen Palais die kurfürstliche Bibliothek untergebracht. Diese eindrucksvolle Bibliothek bildete den Grundstein für die Sächsische Landesbibliothek. Damit präsentiert sie sich als eine der ältesten Bibliotheken in ganz Deutschland. Zwischen den Jahren 1760 und 1887 wurden im Japanischen Palais darüber hinaus auch die Antikensammlung beherbergt. Aus diesem Grund verstärkte Gottfried Semper in der Mitte der 1830er Jahre die antiken Elemente im Erdgeschoss für einen dementsprechenden Charme.

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden unglücklicherweise nicht nur der Japanische Palais erheblich beschädigt, sondern auch die Bestände der Landesbibliothek. Dank dieser Geschehnisse dauerte es noch weitere 46 Jahre, bis man das Japanische Palais wieder komplett wiederherstellen konnte. Auf diese Weise konnte auch gegen Mitte der 1980er Jahre der zerstörte Garten rekonstruiert werden. Wer durch diese malerische Gartenanlage spaziert, der wird mit einem traumhaften Blick auf die Brühlsche Terrasse sowie die Neue Terrasse belohnt.


Bei dem Japanischen Palais handelt es sich um eines der ältesten erhaltenen Museumsgebäude in ganz Deutschland. Neben den fantastischen Ausstellungen weiß das Bauwerk mit seiner reizvollen Architektur zu beeindrucken. Dieses erstaunliche historische Gebäude hebt sich markant von den restlichen barocken Bauwerken der wunderschönen sächsischen Landeshauptstadt ab. Bestaune großartige Exponate in den Ausstellungen oder genieße eine idyllische Auszeit in dem schönen Garten. Das Japanische Palais darf sicherlich bei keinem Kurzurlaub in Dresden verpasst werden!

Adresse: Palaisplatz 11, 01097 Dresden
Website: www.skd.museum

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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