Kefalonia – die größte der Ionischen Inseln Griechenlands und ein Wunder der Natur mit ihren traumhaften Stränden, spannenden Höhlen und einzigartigen Lagunen. Die Insel ist das ideale Reiseziel für alle Strand- und Naturliebhaber, die einen entspannten Kefalonia Urlaub genießen möchten.

Aber die griechische Insel Kefalonia hat noch einiges mehr zu bieten, so zum Beispiel einige Sehenswürdigkeiten. Viele wurden 1953 nach einem Erdbeben zerstört, einige wenige sind jedoch erhalten geblieben oder gar erst dadurch entdeckt worden.

Wir zeigen dir also, welche Kefalonia Sehenswürdigkeiten es neben den traumhaften Stränden und Buchten gibt und warum sie einen Besuch wert sind.

1. Myrtos Beach

Myrtos Beach

Eine der berühmtesten Kefalonia Sehenswürdigkeiten ist der Myrtos Beach. Dieser ist sogar bis über die Grenzen von Griechenland hinaus bekannt, denn er gilt als einer der schönsten Strände des Landes, ja sogar weltweit. Mit seinem glasklaren Wasser, dem traumhaften Sand- und Kieselstrand und der wunderschönen Umgebung direkt unterhalb einer Steilwand erinnert er fast schon an die Karibik. Nicht umsonst findet man diesen Strand auf zahlreichen Postkarten und Postern.

Zahlreiche Besucher kommen oft nur, um diesen Kefalonia Strand zu fotografieren. Dabei lohnt es sich wirklich auch etwas länger zu bleiben und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Um den Strand zu schützen, sind Baumaßnahmen strengstens verboten. So wirst du in direkter Strandnähe auch keine Unterkünfte finden. Dennoch ist der Myrtos Beach ein ideales Ziel für einen Tagesausflug, den du mit dem Auto bestens erreichst. Parkplätze findest du unweit des Myrtos Beach.

Am Strand selber kannst du Liegen und Sonnenschirme ausleihen, ideal zum Entspannen und Sonne genießen. Wenn du auf der Suche nach Action bist, muss ich dich leider enttäuschen, denn Wassersport ist hier nicht erlaubt. Oft wird allerdings Beachvolleyball gespielt, was für Abwechslung sorgt. Der Myrtos Beach eignet sich auch ideal für Familien mit Kindern, da der Strand sehr flach ins Wasser fällt.

Da der Strand so bekannt ist und auch schon einmal international ausgezeichnet wurde, findet immer im August zum Vollmond ein Musikkonzert am Strand statt, welches immer wieder ein Highlight ist.

Aber wo liegt dieser unglaublich schöne Strand eigentlich? Du findest ihn in Paralia, knappe 30 Kilometer südlich von Assos.


Unser Tipp: Du solltest unbedingt zur Mittagszeit an den Myrtos Beach, denn dann sorgt die hochstehende Sonne für ein ganz spezielles Farbenspiel des Wassers.


2. Drogarati Tropfsteinhöhle

Drogarati Tropfsteinhöhle

Vor über 300 Jahren wurde diese Kefalonia Sehenswürdigkeit eher durch einen Zufall nach einem Erdbeben entdeckt und zieht heutzutage zahlreiche Besucher an. Und so gehört neben dem Myrtos Beach auch die Drogarati Tropfsteinhöhle, vier Kilometer von Sami entfernt, zu den beliebtesten Kefalonia Sehenswürdigkeiten.

Über eine etwas rutschige Treppe erreichst du die imposante Höhle mit ihren von der Decke hängenden orangen und gelben Stalagmiten und Stalaktiten. Ganze 60 Meter ist die Tropfsteinhöhle tief und grenzt an ein circa zwei Kilometer langes Labyrinth. Du kannst dich in diesem Labyrinth und auch in der Höhle völlig frei bewegen und auf Erkundungstour gehen.

Vor allem mit Kindern ist die Höhle ein absolutes Abenteuer, aber auch für alle Erwachsenen ist sie unglaublich interessant. Geöffnet ist die Höhle immer von März bis Oktober in der Zeit zwischen 09.00 und 19.00 Uhr. In der Winterzeit ist sie geschlossen.


Übrigens: Die Tropfsteinhöhle hat eine ganz besondere Akustik, weshalb hier schon einige Male Konzerte stattgefunden haben. Vielleicht hast du ja bei deinem Kefalonia Urlaub die Möglichkeit, bei einem solchen Konzert dabei zu sein.


3. Burg von Assos

Burg von Assos

Eine der größten Burgen oder Festungen in ganz Griechenland und somit auch eine der beliebtesten Kefalonia Sehenswürdigkeiten findest du in dem malerischen Dorf Assos am Rande der Halbinsel Erisos. Sie liegt auf einem bewaldeten Hügel und bietet nach einer knapp 800 Meter langen Wanderung einen atemberaubenden Ausblick über den Myrtos Beach.

Im Jahre 1593 fingen die Venezianer an, die Burg zu einer Zitadelle auszubauen, was vor allem an der guten Lage lag. Wegen der nicht ausreichenden Wasserzufuhr wurde die Festung jedoch nicht ganz fertiggestellt. Heute ist die Burg Teil des Europäischen Weltkulturerbe und bietet Antike zum Anfassen, gepaart mit einem traumhaften Ausblick.

In Assos selber ist es recht ruhig, besonders in den Wintermonaten, denn hier leben nur wenige Menschen. Nichtsdestotrotz ist Assos sehr charakteristisch mit seinen typischen Häusern und lohnt sich definitiv besucht zu werden. In den kleinen Tavernen kannst du tolle griechische Spezialitäten genießen. Dazu gehören neben Fisch und Schafskäse zum Beispiel auch der kefalonische Honig und der Robala Wein.

Noch nicht genug von Burgen?

Agios Georgios

Auch die Burgruine Agios Georgios ist einen Besuch wert. Diese liegt auf einem Hügelgipfel knapp fünf Kilometer von der Hauptstadt Argostoli entfernt und verspricht eine wunderschöne Aussicht über das kleine Dorf Peratata.

Von 1500 bis 1757 war die Burg die Hauptstadt der Insel, bis sie 1636 von einem Erdbeben großflächig zerstört wurde. Danach wurde Argostoli die Hauptstadt der Insel. Das Besondere der Burg ist die unglaublich große Befestigungsmauer aus dem 12. Jahrhundert. Besuchen kannst du die Burg immer von 8.30 bis 15.00 Uhr, außer montags.

Unser Tipp: Du kannst den Besuch der Burg bestens mit einem kurzen Aufenthalt in dem kleinen Dorf Peratata verbinden und das ursprüngliche Inselleben erleben. Kleine schmale Gassen und einige farbenfrohe Häuser laden zum hindurch Schlendern ein. In den kleinen Tavernen kannst du leckere griechische Spezialitäten genießen.

4. Melissani See mit Tropfsteinhöhle

Melissani See

Zu den schönsten und vor allem spektakulärsten Kefalonia Sehenswürdigkeiten gehört auch der Melissani See, ganz in der Nähe von Sami. Das Besondere an diesem See ist, dass es ein unterirdischer Höhlensee inmitten einer Tropfsteinhöhle ist. Gefunden wurde er nach einem Erdbeben, welches das Dach der Höhle einstürzen ließ. Heute entsteht durch diese Öffnung ein einmaliges Naturschauspiel, bei dem die eintreffenden Sonnenstrahlen das Wasser ganz besonders schimmern lassen.

Wenn du in der Höhle und auf dem See bist, fühlst du dich wie von der Welt abgeschottet. Du solltest dich allerdings darauf einstellen, dass du nicht alleine auf dem See bist, denn der Melissani See gehört zu den beliebtesten Kefalonia Sehenswürdigkeiten.

Der ideale Zeitpunkt die Höhle zu besuchen ist die Mittgaszeit, denn dann strahlen die meisten Sonnenstrahlen auf das Wasser und du kannst das besondere Naturspektakel hautnah miterleben.

Von Frühling bis Herbst werden Touren mit dem Boot angeboten und für knapp sieben Euro kannst du dich durch die Höhle schippern lassen.


Wichtig: Es ist nicht möglich die Höhle und den See alleine zu erkunden.


5. Kloster Agiou Gerasimou

Kloster Agiou Gerasimou

Der Christlich-Orthodoxe Glaube ist in ganz Griechenland weit verbreitet und so auch auf Kefalonia. So findest du auf der Insel mehrere Klöster. Einige noch in Benutzung, andere sind nur noch Ruinen.

Das wichtigste und größte Kloster ist das Agiou Gerasimou, denn hier befindet sich das Grab des auf der Insel sehr verehrten Gerasimou, weshalb es auch zu den bekanntesten Kefalonia Sehenswürdigkeiten gehört. Es liegt unterhalb des Berges Ainos und ist ein beliebter Wallfahrtsort. Besonders am 15. und 16. August und am 20. Oktober kommen Pilger aus allen Teilen der Insel und auch vom Festland hier her, um ihren heiligen Gerasimou zu ehren. Dann verwandelt sich das Kloster in ein großes Festzelt.

Heilige Stätten auf Kefalonia

Kloster Sissia

Wegen des verbreiteten christlich-orthodoxen Glaubens findest du einige verschiedene Klöster auf der Insel. Darunter auch die Ruinen des Kloster Sissia im Süden der Insel, welches im 13. Jahrhundert von Franz von Assisi erbaut und bei dem Erdbeben wieder zerstört wurde. Inmitten einer harmonischen Umgebung mit großen Bäumen ist es trotz der Ruinen ein fast magischer Ort. Von hier aus kannst du, wenn das Wetter mitspielt, bis nach Zakynthos blicken.

Vom Kloster Agrillon in der Stadt Sami hast du einen unvergesslichen Blick auf die traumhafte Bucht von Sami und die Insel Ithaka. Das älteste Kloster der Insel, Iperagias Theotokou Atrou, hingegen liegt am Berg Atros und kann ideal mit einer wunderschönen Wanderung verbunden werden.

6. Berg Enos

Berg Enos

Spannend und sportlich wird es auf dem Enos. Er ist mit 1.628 Metern die höchste Erhebung auf der Insel und gehört alleine deswegen schon zu den Kefalonia Sehenswürdigkeiten. Außerdem eignet er sich ideal für eine ausgiebige Wanderung.

Der zu großen Teilen unbewaldete Gipfel ist heute ein Nationalpark, was auch an den wenigen seltenen und dunklen Kefalonia-Tannen liegt. Diese stehen deshalb unter besonderem Naturschutz.

Eine Wanderung bis zum Gipfel und wieder zurück, dauert circa vier Stunden. Von hier aus kannst du bei gutem Wetter bist zu den Nachbarinseln Zakynthos, Ithaka und Lefkas schauen. Und auch wenn der Aufstieg etwas anstrengend ist, der Ausblick macht alle Mühen wieder wett.

Auf deinem Weg nach oben wirst du auch auf eine nicht mehr genutzte militärische Anlage stoßen. Und auch wenn die teilweise schon verfallenen Radarschirme zum Fotografieren einladen, solltest du das Gelände nicht betreten.

Und wie kommst du hin? Es gibt zahlreiche Wanderwege. Der beliebteste beginnt jedoch am Eingang des Nationalparks. Da die Beschilderung auf dem Enos nicht ganz so gut ist, ist es ratsam einen Wanderführer mitzunehmen, damit du dich nicht verläufst


Wichtig: Bei der Besteigung des Berges kann das Wetter schnell umschlagen. Geeignete Kleidung für jede Temperatur und Wetterlage ist also von Vorteil. Im Winter liegt hier außerdem Schnee.


7. Aghii Theodori Leuchtturm

Aghii Theodori

Nach einem etwa einstündigen Spaziergang von Argostoli aus entlang der Küste in Richtung Lassi wirst du eine weitere Kefalonia Sehenswürdigkeit entdecken. Auf einer Landzunge, sehr idyllisch gelegen, steht der klassizistische Leuchtturm Aghii Theodori.

Der Leuchtturm bei Argostoli ist vor allem ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern, besonders im Abendlicht ist er ein Hingucker. Viel mehr gibt es hier jedoch nicht zu sehen und dennoch lohnt sich ein Ausflug hier her.


Unser Tipp: Am besten du verbindest den Leuchtturm mit einem Ausflug in die belebte Stadt Lassi. Neben zahlreichen Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften im Ortskern findest du auch wunderschöne Strände entlang der Küste.


8. Römische Villa in Skala

Römische Villa

Einmal in vergangene Zeiten abtauchen. Das kannst du bei dieser Kefalonia Sehenswürdigkeit, denn die Ruinen dieser Villa stammen aus den Zeiten der Römer.

Es war einst ein Wohnhaus eines reichen Römers, welches 1956 ausgegraben wurde. Heute siehst du einige erhaltene Grundrisse und Teile gut erhaltener Mosaike in drei Wohnräumen, welche eine Opferszene darstellen.

Da die Ruinen recht klein und somit nur kurze Zeit benötigt wird, um die Ruinen zu erkunden, lohnt sich ein angeschlossener Besuch am Hauptstrand von Skala. Du kannst die Villa immer von Mittwoch bis Montag bis circa 16 Uhr besichtigen.

9. Museen

Kefalonia Museum

Trotz, dass die Insel so klein ist, gibt es auch kulturelle Highlights auf Kefalonia. So gehört auch das größte Museum der Insel in Argostoli zu den wichtigsten Kefalonia Sehenswürdigkeiten. Hier findest du zahlreiche historische Funde aus verschiedenen Zeitaltern wie zum Beispiel ein Mosaik des Poseidons oder antike Gebrauchsgegenstände und Waffen.

Möchtest du mehr über den typischen Lebensstil der Griechen erfahren, lohnt sich ein Besuch im Museum Iakovatos auf der Halbinsel Paliki. Durch seine spezielle Konstruktion hat das klassizistische Gebäude das Erdbeben überstanden und kann somit heute mit seinen beeindruckenden Wandmalereien und prächtigen Dekorationen besichtigt werden.

Das historische Museum in Argostoli ist ebenfalls lohnenswert, denn hier erfährst du unter anderem alles zum großen Erdbeben 1953, welches große Teile der Insel zerstörte.

Eine andere Art von Museum

Öl Museum

Eines der traditionellsten Museen auf Kefalonia ist das Oliven-Museum in Makriotika. Es wurde wegen der Wichtigkeit des Olivenöls für die Insulaner eröffnet, um die Herstellung zu zeigen.

Noch vor dem 18. Jahrhundert war das auf der Insel hergestellte Öl nur für die Inselbewohner bestimmt. Mit mehr als 200 Ölpressen wurde das Öl damals hergestellt. Seit dem Erdbeben gibt es nur noch 13 dieser Ölpressen und das Öl ist bis über die Inselgrenzen bekannt.

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