Als Kathedrale der Superlative präsentiert sich der Kölner Dom als der unmittelbare Mittelpunkt der Rheinmetropole. Durch die Beherbergung der Reliquien der Heiligen Drei Könige verwandelte sich der Dom zu einer der bedeutendsten Pilgerstätten von ganz Europa. Mit einer Höhe von 157,38 Metern ist der Nordturm etwa sieben Zentimeter höher als der Südturm. Das mächtige Turmpaar prägt seit der Vollendung im Jahre 1880 das Stadtbild von Köln. Eine unglaubliche Vielzahl an Besuchern aus allen Ecken der Erde wird jeden Tag von der erstaunlichen gotischen Architektur beeindruckt. Darüber hinaus begeistert das zweithöchste Bauwerk der Metropole mit seinem einzigartigen Schrein der Heiligen Drei Könige, den herausragenden Glasmalereien sowie mit vielen weiteren bedeutenden Kunstwerken. Was genau dich in diesem Bauwerk erwartet, das im Jahre 1996 auf die Liste der UNESCO Weltkulturerben aufgenommen wurde, erfährst du hier!

Eine wechselhafte Historie

Die Wurzeln des Kölner Doms reichen bereits bis in das vierte Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit befand sich an der Stelle des heutigen Bauwerks ein christlicher Sakralbau. Im Jahre 870 wurde mit dem karolingischen Dom der erste Kirchenbau vollendet, dessen Aussehen bekannt war. Die primäre Funktion des Doms als Amtskirche des Erzbischofs von Köln änderte sich schlagartig, als durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahre 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln gebracht wurden.

Cologne Cathedral and Hohenzollern Bridge, Cologne, Germany

Plötzlich wurde der Kölner Dom zu eine der wichtigsten Wallfahrtskirchen Europas. Um diesem Zwecke gerecht zu werden, war eine andere architektonische Form notwendig. Von daher entschied sich die Bevölkerung für einen monumentalen Neubau, der im Stil der französischen Gotik errichtet werden sollte. Wenig später erfreute sich dieser Baustil eine enorme Beliebtheit in ganz Europa. Der Grundstein des heutigen Kölner Doms wurde von dem Erzbischof Konrad von Hochstaden im Jahre 1248 gelegt.

Weitere Baumaßnahmen wurden im Jahre 1560 vom Domkapitel eingestellt. So prägte mehrere Jahrhunderte ein Baukran auf dem Südturm das Stadtbild von Köln. Von den napoleonischen Truppen wurde der Dom hingegen im Jahre 1794 als Pferdestall und Lagerhalle missbraucht. Mit Hilfe moderner Technik konnte die Kathedrale jedoch im Jahre 1880 endlich fertiggestellt werden.

Ein atemberaubender Ausblick über Köln

Wer dem bekannten Kölner Wahrzeichen einen Besuch abstattet, der sollte auf jeden Fall das Dach des Doms besteigen. Mit dem Fahrstuhl begibt man sich bequem in schwindelerregende Höhe. Auf einer 45 Meter hohen Plattform angekommen wird man mit einer spektakulären Aussicht belohnt. In alle vier Himmelsrichtungen reichen die Panoramen über Köln in die endlose Weite. Noch eindrucksvoller ist jedoch das Gefühl, dort oben direkt im Meer jener Bögen und Streben und Zinnen zu verweilen, die vom Erdboden aus völlig unerreichbar schienen.

Des Weiteren erhält man einen einzigartigen Blick auf die fantastischen Details des erstaunlichen Bauwerks, wie etwa die abgebrochene Spitze des Türmchens oder der Wasserspeier, der gerade erst erneuert wurde. Schlendere die extrem engen Pfade am Langhaus vorbei und um die Querhäuser herum. Immer an der Brüstung entlang ist der Blick in den Abgrund unumgänglich. Im Inneren der Kathedrale wird hingegen ersichtlich, dass das Bauwerk in zwei komplett verschiedenen Bauphasen errichtet wurde. Zum einen die mittelalterliche Phase, in der die Bauarbeiten im 16. Jahrhundert abgebrochen wurden, sowie die des 19. Jahrhunderts, die schließlich 1880 zur Fertigstellung des Kölner Doms führte.

Kln Panorama bei Sonnenuntergang

Inzwischen besteht der Dachstuhl nicht aus Holz, wie das vor etwa fünfhundert Jahren noch der Fall gewesen wäre, sondern aus Blei und Stahl. Der letzte Höhepunkt bei einer Führung des Doms bildet die Besteigung des Vierungsturms mit seinen modernen Engelsfiguren, der aus den sechziger Jahren stammt. Oben auf dem Balkon erreicht man das Ende und den höchsten Punkt des Ausflugs. Dort befindet man sich nur wenige Meter unterhalb der Aussichtsplattform im Südturm, die direkt gegenüber liegt.

Die eindrucksvolle Gestalt des Richter-Fensters

Jedes Jahr wird der beeindruckende Kölner Dom von etwas mehr als sechs Millionen Touristen aus der ganzen Welt besichtigt. Ein großer Teil dieser Besucher reist dabei allein für die Richter-Arbeit an. Eine Vielzahl an Reisenden erkundigt sich speziell nach dem Richter-Fenster. Hierbei handelt es sich um ein Südquerhausfenster des Doms, das von dem Kölner Künstler Gerhard Richter entworfen wurde.

Auf einer Fensterfläche von etwas mehr als 100 Quadratmetern wurden 11.263 Farbquadrate in 72 Farben nach dem Zufallsprinzip angeordnet. Eingeweiht wurde das Fenster im Jahre 2007 im Rahmen einer Messfeier. Zu Beginn erntete die abstrakte Ausführung zum Teil massive Kritik. Doch die anfängliche Skepsis ist mit den Jahren zurück gegangen. Selbst zu unterschiedlichen Zeiten lohnt sich ein Blick auf das Fenster. Auf diese Weise erlebt man einen unvergesslichen Anblick in verschiedenen Lichtsituationen.


Als bedeutendes Bauwerk und einzigartiges Wahrzeichen der Metropole am Rhein begeistert der Kölner Dom jedes Jahr Millionen von Besuchern. Als Heimat der Reliquien der Heiligen Drei Könige besitzt das imposante Bauwerk bis heute eine enorme Bedeutung. Bei einem Kurzurlaub in der wundervollen Stadt Köln darf ein Abstecher zum weltberühmten Wahrzeichen natürlich auf keinen Fall fehlen! Lass dich von den fantastischen Eindrücken begeistern und genieße den großartigen Panoramablick von der vorteilhaften Aussichtsplattform.

Adresse: Domkloster 4, 50667 Köln
Website: www.koelner-dom.de

Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in Köln

Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Name *