In den Kriegszeiten blieb Krakau in seiner Bausubstanz größtenteils vor Zerstörungen verschont, weshalb das Stadtbild der südpolnischen Metropole bis heute noch in seiner Renaissance- und  Gotik-, aber auch Jugendstil-Pracht erstrahlt.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die Marienkirche, das Krakauer Salzbergwerk, die Tuchhallen, der Krakau-Wawel, das Jüdische Viertel und der mittelalterliche Marktplatz (Hauptmarkt) im Zentrum der mittelalterlichen Altstadt.

Welche Krakau Sehenswürdigkeiten ihr euch unbedingt anschauen solltet, haben wir für euch zusammengestellt.


1. Marienkirche

Marienkirche in Krakau

Die Krakauer Marienkirche ist das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es sind ihre Architektur und Geschichte, die das Gotteshaus aus dem 13.-15. Jahrhundert – so lange dauerte der Bau der römisch-katholischen Basilika – so besonders machen. Das klassisches Beispiel polnischer gotischer Architektur befindet sich an der nordöstlichen Ecke des Hauptmarktes, mitten in der Innenstadt – übersehen kann man diese Sehenswürdigkeit auf keinen Fall. Ein Highlight im Inneren der Marienkirche ist der Marienaltar mit seinen realistisch gestalteten, rund 2 Meter großen Figuren.

Unser Tipp: Wenn Du über ein günstiges Hotel hinaus bei Deiner Städtereise noch mehr Geld sparen willst, empfehlen wir Dir die Krakauer Touristenkarte. Mit diesem City Pass, der entweder zwei oder drei Tage gültig ist, darfst Du die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen und erhältst außerdem kostenlosen Eintritt in mehr als 30 Krakauer Museen.

Adresse: plac Mariacki 5, 31-042 Kraków, Polen

Web: http://mariacki.com/

2. Salzbergwerk


Das berühmte Salzbergwerk in Krakau liegt gar nicht in Krakau selbst, sondern in der Stadt Wieliczka, die aber nur etwa 10 Kilometer von Krakau entfernt ist. Es ist nicht nur eine lokale Sehenswürdigkeit, sondern eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke weltweit; so bekannt, dass die UNESCO es im Jahre 1978 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat. Nachweisbar ist die Salzsiederei in dieser Gegend bis sage und schreibe 3.500 vor Christus. Der erste große Schacht des Bergwerks wurde im Jahre 1280 erschlossen, nachdem die Salzquellen über Tage nichts mehr hergaben. Heute wird nicht mehr nur Salz im Bergwerk abgebaut, sondern Besuchern zudem die Möglichkeit gegeben, eine Touristenroute bis in 130 Meter Tiefe zu nehmen. Die Luft ist ideal, um Beschwerden bei Atemwegserkrankungen zu lindern; außerdem befinden sich interessante Skulpturen in den Sälen unter Tage.

Adresse: Daniłowicza 10, 32-020 Wieliczka, Polen

Öffnungszeiten: tägl. von 8 bis 17 Uhr

Web: https://www.kopalnia.pl/

3. Tuchhallen

Krakauer Tuchhallen

Mitten auf dem zentralen Hauptmarkt befinden sich die Krakauer Tuchhallen. Die Paradebeispiele mitteleuropäischer Renaissance-Architektur in Mitteleuropa dienten einst als überdachter Handelsplatz für englische und flämische Tücher. Heute befinden sich zahlreiche Läden in den Tuchhallen, in denen Du sicher das ein oder andere Souvenir findest. Das Angebot reicht von Trachtenpuppen, über Geschenkartikel bis hin zu Bernsteinschmuck aus der Region. Im ersten Stock der Tuchhallen kannst Du außerdem die Gemäldegalerie des Nationalmuseums besuchen.

Unser Tipp: Gleich neben den Tuchhallen hat die Stadtverwaltung Krakau im Jahr 2010 ein neues, unterirdisches Museum eröffnet, in dem Du archäologische Ausgrabungen unter dem Marktplatz besichtigen kannst. Entdeckt hat man die Ruinen bei Bauarbeiten zwischen 2004 und 2006.

Adresse: Rynek Główny 1-3, 30-001 Kraków, Polen

Öffnungszeiten: Di – So von 10 bis 18 Uhr

4. Wawel-Kathedrale

Wawel-Kathedrale in Krakau

Die Wawel-Kathedrale (Königliche Basilika und Erzkathedrale der Heiligen Stanislaus und Wenzeslaus) kann auf eine rund tausendjährige Geschichte zurückblicken und gilt als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Krakau. Und mehr noch: Die Kathedrale, der um das Jahr 1000 entstandenen Diözese, ist ein bedeutendes polnisches Nationalheiligtum. Die Könige von Polen wurden hier gekrönt, gingen dort den Bund der Ehe ein und sind an gleicher Stelle auch begraben – ebenso wie viele Nationalhelden, Bischöfe und Künstler.

Unser Tipp: Gleich neben der Kathedrale auf dem Wawel befindet sich mit dem Königsschloss ein weiteres must-see. In der ehemaligen Residenz der polnischen Könige ist heutzutage ein Museum untergebracht. Seit mehr als 60 Jahren dokumentiert die staatliche Kunstsammlung im Schlossmuseum die Geschichte und das Kulturerbe Polens.

Adresse: Wawel 3, 31-001 Kraków, Polen

Öffnungszeiten Kathedrale & Krypta: Mo – Sa von 9 bis 16 Uhr, So von 12:30 bis 16 Uhr

Öffnungszeiten Museum: Mo – Sa von 9 bis 16 Uhr, So geschlossen

Web: http://www.katedra-wawelska.pl/

5. Jüdisches Viertel

Der Krakauer Stadtteil Kazimierz befindet sich südöstlich der Altstadt gelegen, ebenfalls am  linken Weichselufer. Bis ins Jahr 1800 war Kazimierz eigenständig und von Krakau unabhängig. Das als jüdisches Viertel bekannte Areal besitzt zahlreiche Synagogen und ist ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen. Tipp: Wenn Du mal koschere Küche probieren willst, lohnt sich ein Besuch des “Ariel”, dem ältesten jüdischen Restaurant Krakaus. Es befindet sich direkt am historischen Marktplatz in Kazimierz.

Adresse: Kazimierz, Krakau


6. Hauptmarkt

Krakauer Hauptmarkt

Zentrum der Krakauer Altstadt ist der Hauptmarkt (Rynek Glówny), der mit einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern zu den größten mittelalterlichen Plätzen Europas zählt. Umrahmt wird der quadratisch angelegte Marktplatz von Palästen und Kirchen. Sehenswürdigkeiten auf dem Hauptmarkt, die Du bereits kennengelernt hast, sind die Tuchhallen im Zentrum der Fläche sowie die Marienkirche, dessen zwei gotischen Türme die Optik des Platzes maßgeblich prägen. Weitere Attraktionen sind die romanische St. Adalbert Kirche, das Adam-Mickiewicz-Denkmal und der Rathausturm.

Adresse: 30-062 Krakau, Polen

7. KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Ein sehenswertes Ausflugsziel in der Umgebung von Krakau ist die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Oświęcim, etwa 50 Kilometer von Krakau entfernt. Hier wird an die Morde und Gräueltaten zur Zeit der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg erinnert. Doch nicht nur der Holocaust an den Juden wird hier thematisiert, auch der Völkermord an den Sinti und Roma in Europa kommt zur Sprache. Die UNESCO hat dem Museum unter dem Namen „Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)“ den Status des Weltkulturerbes erteilt. Auch wenn die Gedenkstätte nicht gerade ums Eck ist, lohnt sich der Tagesausflug.

Adresse: Więźniów Oświęcimia 20, 32-603 Oświęcim, Polen

Öffnungszeiten: tägl. von 8 bis 15 Uhr

Web: http://www.auschwitz.org/


8. Nationalpark Ojców

Auch der Nationalpark Ojców ist ein schönes Ausflugsziel im Rahmen einer Städtereise nach Krakau. Etwa 16 Kilometer nördlich der Metropole gelegen, bietet das Areal auf nur 21,46 km² (der kleinste Nationalpark in Polen) eine abwechslungsreiche Landschaft in den Tälern der Flüsse Prądnik und Sąspówka sowie dem angrenzenden Bereich in der Hochebene des Krakau-Tschenstochauer Jura. Wenn Du ein wenig Bewegung inmitten einer wunderschönen, durch Jura-Kalkstein geformten Berglandschaft suchst, ist ein Ausflug in den Nationalpark genau das richtige für Dich. Tipp: Wanderschuhe einpacken!

Adresse: Ojców 9, 32-045 Sułoszowa, Polen

Web: http://www.ojcowskiparknarodowy.pl/


9. Barbakan

Der Barbakan (eine Art Bastei) in Krakau ist der größte noch erhaltene seiner Art in ganz Europa und damit ein echtes Must-see. Das der alten Stadtmauer vorgelagerte Verteidigungswerk stammt aus dem Jahre 1498/99 und wurde unter Johann I. Albrecht aus Backstein errichtet. Während der Bau damals vornehmlich als Kanonenbastion diente, ist er momentan eine Abteilung des Historischen Museums der Stadt. Ein kleiner Ausflug in die damalige Zeit: Neben 130 Schießscharten im umlaufenden Schützengang, befinden sich auch Öffnungen im Fußboden. Diese wurden früher dazu genutzt, um siedend heißes Wasser auf die Belagerer zu schütten.

Adresse: Basztowa, 30-547 Kraków, Polen

Öffnungszeiten: tägl. von 10 bis 18 Uhr

Webseite des Historischen Museums: http://www.mhk.pl/

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10. Nationalmuseum


Unserer letzte Sehenswürdigkeiten, die wir Dir nicht vorenthalten wollen, ist das Krakauer Nationalmuseum. Ursprünglich befand sich die Ausstellung, die bereits 1879 gegründet wurde, ausschließlich in zwei Räumen im Obergeschoss der Tuchhallen. Später kamen jedoch weitere Ausstellungsräume in anderen historischen Gebäuden der Stadt hinzu. 1934 begann man schließlich mit dem Bau des heutigen Hauptgebäudes, das erst 1990 komplett fertiggestellt wurde. Die Sammlung umfasst unzählige Kunstwerke bedeutender Künstler unterschiedlicher Epochen, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafiken, aber auch seltene Münzen. Momentanes Highlight ist Da Vincis Werk “Dame mit dem Hermelin”. Aufgrund eines Umbaus des Czartoryski-Museums (Zweigstelle des Nationalmuseums) kann man es noch bis 2020 im Hauptgebäude bewundern.

Alle Zweigstellen des Nationalmuseums mit Adresse:

  • Die Galerie der polnischen Kunst in den Tuchhallen, Adresse: Sukiennice
  • Das Emmerich-Hutten-Czapski-Museum, Adresse: ul. Piłsudskiego 10–12
  • Das Jan-Matejko-Haus, Adresse: ul. Floriańska 41
  • Das Stanisław-Wyspiański-Museum, Adresse: ul. Szczepańska 11
  • Das Czartoryski-Museum, Adresse: ul. św. Jana 19
  • Die Czartoryski-Bibliothek, Adresse: ul. św. Marka 17
  • Das Karol-Szymanowski-Museum in Zakopane
  • Das Józef-Mehoffer-Haus, Adresse: ul. Krupnicza 26
  • Der Erasmus-Ciołek-Bischofspalast, Adresse: ul. Kanonicza 17
  • Europäisches Kulturzentrum „Europeum“, Adresse: pl. Sikorskiego 6

Adresse Hauptgebäude: Al. 3 Maja 1, 30-062 Kraków, Polen

Öffnungszeiten: Di – So von 10 bis 18 Uhr

Web: http://mnk.pl/

Unser Extra-Tipp: Polen ist zwar Mitglied der EU (seit 2004), jedoch kein Teil der Währungsunion. Den günstigsten Euro-Zloty Wechselkurs (schwankt täglich nur geringfügig) bekommst Du mit Deiner EC-Karte am Geldautomaten. In Hotels, Restaurants und in den Geschäften kannst Du ohne Probleme mit Deiner EC- oder Kreditkarte bezahlen; ein Umtausch von Euro in Zloty als Bargeld ist also nicht zwingend notwendig. Auch eine etwaige Autobahn-Maut kannst Du bei der Anreise mit dem PKW in Euro begleichen und erhältst Zloty als Rückgeld.

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