Die portugiesische Hauptstadt gehört ohne Zweifel zu den schönsten Städten Europas und sollte auf eurer Liste für die nächsten Städtetrips ganz oben stehen. Die „Schöne am Tejo“ schmiegt sich entlang des Flusses an den Hügeln hinauf. Wunderschöne Kirchen, historische Plätze und ein pulsierendes Nachtleben erwarten euch in der quirligen Metropole. Besonders schön sind in Lissabon die vielen kleinen Gassen der Stadtviertel Alfama oder Baixa. Ebenfalls echte Lissabon Sehenswürdigkeiten sind die vielen Aussichtspunkte, die ihr überall in der Stadt findet.

Wenn ihr nicht nur einen Städtetrip machen wollt, sondern euren Besuch auch mit einem oder zwei Strandtagen kombinieren wollt, dann seid ihr in Lissabon genau richtig. Überall in der Umgebung rund um Lissabon findet ihr schöne Strände zum Ausspannen. Wir zeigen euch die besten Lissabon Sehenswürdigkeiten.

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1. Castelo de São Jorge

Castelo de São Jorge

Sie ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten von Lissabon und lockt jedes Jahr eine Vielzahl von Touristen an. Die Burg von Lissabon, das Castelo de São Jorge wurde eins von den Mauren gebaut und dann ab 1147 Jahrhunderte lang als Königsburg genutzt. Beim Erdbeben von Lissabon 1755 wurde ein großer Teil der Burganlage zerstört. Heute könnt ihr auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal die Ruinen der Burg und das Spitzbogenhaus besichtigen. Auch einige archäologische Überbleibsel und Ausgrabungen könnt ihr sehen. Außerdem habt ihr vom Castelo de São Jorge einen atemberaubenden Blick über Lissabon und den Tejo.

Unser Tipp: Besonders schön ist die Aussicht gegen Abend, wenn die Sonne beginnt unterzugehen.

Öffnungszeiten: vom 1. November bis 28. Februar von 9 bis 18 Uhr, vom 1. März bis 31. Oktober von 9 bis 21 Uhr

Eintritt: 8,50 Euro, Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt

2. Alfama und Castelo

Alfama

Auf dem Weg zum Castelo de São Jorge lauft ihr, je nachdem aus welcher Richtung ihr kommt durch die wunderschönen Stadtviertel Alfama und Castelo. Die Sehenswürdigkeiten in diesen Vierteln, sind die Viertel selbst. Die vielen kleinen Gassen und Straßen schlängeln sich zwischen den Häusern hindurch. Die Gegend ist besonders hügelig und eine Entdeckungstour durch Alfama oder Castelo wird so zu einem abenteuerlichen Tagesausflug.

Besonders schön und einzigartig sind die vielen bunten Fliesen und Mosaike, die ihr überall an den Häusern findet. Dem gemeinen Mitteleuropäer wird es in den Stadtteilen etwas „unaufgeräumt“ vorkommen. Hier spannen sich Wäscheleinen zwischen den Häusern und viele bunte Graffiti prangen auf den Hauswänden.  Aber genau das macht den Charme von Alfama und Castelo aus.

Bereits seit dem 13. Jahrhundert gibt es Alfama. Damals lag das Stadtviertel noch außerhalb der Stadtmauern und hatte keinen besonders guten Ruf. Das hat sich glücklicherweise im Laufe der Jahrhunderte geändert.

Übrigens: Auch wenn euer Urlaubsbudget nicht allzu groß ist. Ein Wochenende in Lissabon geht immer. Sie gehört nämlich zu den günstigsten Städten in Europa. Welche die günstigsten Reiseziele für 2018 sind, lest ihr hier >>

3. Torre de Belém

Torre de Belém

Er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Lissabon und seit 1983 auch teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Der Torre de Belém liegt an der Mündung des Tejo im Stadtteil Belém. Er ist eines der wenigen Bauwerke der maurischen Architektur, die das Erdbeben von 1755 unbeschadet überstanden haben. Ursprünglich gab es auf dem gegenüberliegenden Ufer noch einen zweiten Turm, dieser wurde aber beim Erdbeben zerstört.

Der Torre de Belém steht für die Glanzzeit des portugiesischen See- und Handelsimperiums und diente früher als Leuchtturm. So geleitete er die ankommenden Schiffe sicher in den Hafen von Lissabon.

Heute ist die obere, 35 Meter hohe Etage des Turms eine Aussichtsplattform, die ihr erklimmen könnt. Im 19. Jahrhundert wurde der Turm übrigens als Gefängnis und Waffenlager genutzt.

Öffnungszeiten: von Oktober bis Mai dienstags bis sonntags von 10 bis 17. 30 Uhr, von Mai bis September dienstags bis sonntags von 10 bis 18.30 Uhr

Eintritt: 6 Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt, Studenten und Besucher ab 65 Jahr zahlen nur die Hälfte

4. Aussichtspunkte von Lissabon

Miradouro de Santa Luzia

Ausblick vom Miradouro de Santa Luzia
Miradouro da Graça

Ausblick vom Miradouro da Graça
Die Miradouros, wie die Aussichtspunkte auf Portugiesisch heißen, sind beliebte Sehenswürdigkeiten von Lissabon und das Beste: viele von ihnen sind völlig kostenlos. Ihr findet sie überall in der Stadt und solltet euch unbedingt ein paar Minuten Zeit nehmen, um die herrliche Aussicht zu genießen. Ein besonders schöner Aussichtspunkt ist der Miradouro de Santa Luzia in der Nähe der gleichnamigen Kirche. Von hier habt ihr einen weiten Blick über die Stadt und über die endlose Mündung des Tejo. Diesen Aussichtspunkt findet ihr im historischen Stadtviertel Alfama.  Auch der Aussichtspunkt selbst ist eine kleine Sehenswürdigkeit. Die Geländer sind mit Kacheln verziert. Sie beschreiben die Geschichte Portugals vor dem großen Erdbeben im 18. Jahrhundert.

Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist der Miradouro da Graça. Vielleicht kennt ihr ihn auch unter dem Namen Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen. Hier könnt ihr besonders gut den Sonnenuntergang genießen und habt dabei einen atemberaubenden Blick auf das unter euch liegende Lissabon, das Castelo de São Jorge und das Viertel Braixa. Einige Bäume spenden Schatten und Sitzgelegenheiten laden euch zu einer kleinen Pause ein.

Einen fantastischen Blick über den Tejo habt ihr vom Miradouro de Santa Catarina. Im gleichnamigen Stadtviertel gelegen habt ihr von diesem Aussichtspunkt einen unverbauten Blick auf die Mündung des Flusses und könnt die ein- und ausfahrenden Schiffe und Fähren beobachten.

In Lissabon gibt es natürlich noch viele weitere Aussichtspunkte, frei zugängliche und solche, die ihr auf Gebäuden findet. Macht euch auf die Suche durch die kleinen Gassen und Straßen und entdeckt die vielen herrlichen Aussichtspunkte.

Auch in Deutschland gibt es viele schöne Aussichtspunkte. Die Besten zeigen wir euch hier >>

5. Catedral Sé Partriarcal

Sie ist die älteste und bedeutendste Kirche in ganz Lissabon und darf auf unserer Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten der portugiesischen Hauptstadt natürlich nicht fehlen. Erbaut wurde die Kirche bereits ab 1147 und steht an einer Stelle, an der zuvor eine Moschee existierte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden an ihr einige bauliche Änderungen vorgenommen. Das lag zum einen an Erdbebenschäden aus dem 12. und 18. Jahrhundert und zum anderen am Geschmack der wechselnden Könige.

Heute könnt ihr die Westfassade im Stil der Romantik bewundern, die ab 1380 errichtet wurde. Im Inneren des Gotteshauses mischen sich Elemete der Romantik und Gotik. Die Decke der Kirche wurde im Barock bemalt. Aus dieser Zeit stammt auch eine der beiden Orgeln. Im Inneren der Catedral Sé Partriarcal findet ihr außerdem eine archäologische Ausstellung und antike Gebäudereste.

6. Mosteiro dos Jerónimos

Im Stadtteil Belém gelegen solltet ihr euch dieses Highlight von Lissabon nicht entgehen lassen. Das Mosteiro dos Jerónimos, zu Deutsch Hieronymitenkloster, ist eines der beeindruckendsten Gebäude in ganz Lissabon. Die rund 300 Meter lange Parkanlage vor dem Kloster lässt dieses und seine detailreich verzierte Fassade noch gigantischer aussehen. Der Baustil wird der Manelinik zugeordnet, einer portugiesischen Variante der Spätgotik.

Der Bau am Kloster beginnt kurz nach der Rückkehr von Vasco da Gamas aus Indien. Zu großen Teilen wird der Bau aus den unvorstellbaren Reichtümern finanziert, die Portugal nun mit dem Gewürzhandel aus Indien macht. Das Kloster diente lange als Grabstätte für Könige und andere wichtige Würdenträger und Bürger. So wurden hier unter anderem Vasco da Gama, Fernando Pessoa oder Luís de Camões beigesetzt.

Der Glanz des Klosters lässt auch im Inneren nicht nach. Prachtvoll verzierte Andachtsstätten, der Kreuzgang oder weitere Säle zeugen vom Reichtum des Klosters. In den Seitenflügeln des Klosters befinden sich heute das Marinemuseum und das Archäologische Museum. Historisch wurde es hier auch im Jahr 2007. Damals unterschrieben hier die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten den Vertrag von Lissabon.

Öffnungszeiten: von Oktober bis Mai dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr, von Mai bis September von dienstags bis sonntags von 10 bis 18.30 Uhr

Eintritt: 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt, Studenten und Personen ab 65 Jahren zahlen nur 5 Euro

7. Elevador de Santa Justa

Mitten in der Stadt steht ihr plötzlich vor dem Elevador de Santa Justa. Die 45 Meter hohe Stahlkonstruktion ist nicht etwa ein Denkmal oder eine künstlerisch wertvolle Skulptur. Nein, sie ist ein Fahrstuhl, der den unteren Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado verbindet. Seinen Dienst tut er bereits seit 1902 bis heute. Ihr habt natürlich auch die Möglichkeit eine Fahrt mit dem Aufzug zu wagen. Die Kabinen sind noch in der Original-Ausstattung erhalten und verströmen ein besonderes historisches Flair. Oben angekommen könnt ihr entweder direkt weiter nach Chiado schlendern oder ihr nutzt den Besuch für einen Abstecher auf die Aussichtsplattform und genießt den schönen Rundumblick über Lissabon.

Übrigens: Wenn ihr euch das Geld für den Aufzug sparen wollt – einmal rauf und runter kostet rund 5 Euro – könnt ihr auch von Chiado kommend über den Platz Chafariz do Carmo zum Aufzug gelangen und dort für etwa 1,50 Euro auf die Aussichtsplattform stiegen.

Öffnungszeiten: von März bis Oktober täglich von 7 bis 23 Uhr, von November bis Februar täglich von 7 bis 21 Uhr

8. Eléctrico 28

Die gelben Straßenbahnen hat wohl fast jeder im Kopf, wenn er an Lissabon denkt. Auch wenn oft von der Linie 28 gesprochen wird, ist es doch genauer gesagt die Linie 28E, die sich die teils sehr steilen und engen Wege durch die Lissabonner Innenstadt hinauf und hinunte windet. Für Touristen in Lissabon ist die Fahrt mit der Linie 28 längst ein absolutes Muss. Die Straßenbahnlinie verbindet die bekannten Viertel Alfama, Baixa und Lapa mit dem Stadtteil Prazeres. Damit habt ihr nicht nur ein bequemes Mittel, um in Lissabon voran zu kommen, sondern erlebt so nebenbei auch noch eine Stadtrundfahrt. Denn die Elétrico 28 hält an vielen bekannten Lissabon Sehenswürdigkeiten, beziehungsweise in deren Nähe. So zum Beispiel an der Catedral Sé Patriarcal, dem Castelo de São Jorge, dem Aussichtspunkt Santa Luzia.

Seit 1928 ist die Straßenbahn im Betrieb und bringt seit dem unerlässlich Touristen und Einheimische von A nach B. Auf einem Teil der Strecke wird sie von der Straßenbahnlinie 12E verstärkt. Wenn es euch in der Linie 28E mal zu voll sein sollte, könnt ihr also, wenigstens für einen Teil der Strecke auf die 12E zurückgreifen. Die gesamte Strecke zwischen den beiden Endhaltestellen dauert etwa 40 Minuten.

9. Ponte 25 de Abril

Sie ist wohl eines der bedeutendsten Wahrzeichen von Lissabon und überspannt auf 2278 Meter den Tejo. Die Brücke des 35. April, die entfernt an die Golden Gate Bridge von San Franscisco erinnert ist nach der Yavuz-Sultan-Selim-Brücke und der Tsing-Ma-Brücke die drittlängste Hängebrücke der Welt, auf der sowohl eine Straße als auch Eisenbahnschienen verlaufen. Die Brücke verbindet den Lissabonner Stadtteil Alcântara mit der Stadt Almada.

Bereits im späten 19. Jahrhundert gab es die Überlegung eine Brücke über den Tejo zu bauen. Aber erst 1962 wurde mit dem Bau der Ponte 25 de Abril begonnen. Fertiggestellt wurde sie 1966 als Salazar Brücke. Nach der Nelkenrevolution, als Portugal sich aus den Fängen der Diktatur des Estado Novo befreien konnte, wurde die Brücke umbenannt.

Von vielen der Aussichtspunkte habt ihr einen guten Blick auf die Brücke. Nutzt die Gelegenheit und mietet euch für einen Tag ein Auto und erkundet die Umgebung Portugals und weitere Sehenswürdigkeiten, die ihr dort findet.

Unser Tipp: Gleich neben der Ponte 25 de Abril wartet das nächste touristische Highlight von Lissabon auf euch. Die Cristo Rei Statue steht zwar nicht mehr in Lissabon, sondern in der Stadt Almada. Dennoch wollen wir sie euch bei den Sehenswürdigkeiten Lissabons nicht vorenthalten. 113 Meter über dem Tejo auf einem 75 Meter hohen Sockel steht die Christus-Statue mit ausgebreiteten Armen. Sie ist nicht nur ein beliebter Aussichtspunkt, sondern auch einer der wichtigsten Wallfahrtsorte auf der Iberischen Halbinsel.

10. Strände von Lissabon

Ganz klar, wer seinen Urlaub in Lissabon verbringt, der will nicht nur historische Stätten und schöne Aussichten, sondern auch Strand und Meer. Um die Strände zu erreichen, könnt ihr teilweise die öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzen oder ihr greift auf einen Mietwagen zurück. Lissabon ist das perfekte Reiseziel am Meer.

20 Minuten mit dem Zug trennen euch vom Strand von Carcavelos. Die Kleinstadt mit etwa 25.000 Einwohnern liegt zwischen Lissabon und Cascais. Der Strand von Carcavelos ist der erste große Strand außerhalb von Lissabon und deswegen häufig gut besucht. Nicht nur Badegäste tummeln sich am Sandstrand, auch Surfer werden hier glücklich.

Der 20 Kilometer lange Sandstrand von Caparica ist ein wahres Paradies für  Badegäste und Surfer. Je weiter ihr am Strand nach Süden kommt, desto ruhiger wird es. Der strandnahe, nördliche teil ist oft sehr gut besucht. Ihr könnt entweder mit dem öffentlichen Nahverkehr dorthin gelangen oder ihr fahrt mit dem Rad.

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