Geschichtlich interessierte Reisende finden bei ihrem Kurzurlaub in Dresden das faszinierende Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Das reizvolle Bauwerk gehört zu den bedeutendsten Geschichtsmuseen in ganz Europa. Der besondere Schwerpunkt der Ausstellung liegt dabei auf dem Menschen und der Frage nach den Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt. Bestaune eine erstaunliche Vielzahl an großartigen Exponaten, die von bewegenden Geschichten aus der Zeit von 1300 bis zu unserer Gegenwart erzählen.

An diesem Ort umgibt dich zudem eine einzigartige Architektur, die von dem Stararchitekten Daniel Libeskind errichtet wurde. Sein keilförmiger Neubau durchbricht die Fassade des ursprünglichen Arsenalgebäudes, das aus dem 19. Jahrhundert stammt. Wundervolle Licht- und Schattenstrukturen des Museums verweisen auf die wechselvolle Militärgeschichte in Deutschland. Was dich unter anderem bei deinem Besuch in dem außergewöhnlichen Museum erwartet, erfährst du hier!


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Das größte militärhistorische Museum

Mitten im barocken Dresden betreibt die Bundeswehr mit dem Militärhistorischen Museum eines der größten Museen in ganz Europa, das sich mit ihren Exponaten auf die militärische Geschichte Deutschlands spezialisiert hat. Neben dem Deutschen Historischen Museum in der Hauptstadt Berlin und dem Bonner Haus der Geschichte weiß sich das Museum zu den größten Geschichtsmuseen von Deutschland zu zählen. In erster Linie versteht sich das Museum jedoch nicht als ein technikgeschichtliches, sondern als ein modernes kulturhistorisches Museum. Der Auftrag liegt also darin, die Besucher über die Geschichte zu informieren, zu faszinierenden Fragen anzuregen und verschiedene Antworten anzubieten. Angestrebt wird demnach eine kritische Auseinandersetzung ohne subjektive Eingriffe.

Bild: Clemens Vasters Lizenz: CC BY-SA 2.0
Bild: Clemens Vasters Lizenz: CC BY 2.0

Der facettenreiche Schwerpunkt der Ausstellung

Analog zum Ziel der allgemeinen Geschichtswissenschaft stellt das wundervolle Museum den Menschen in den Mittelpunkt seiner Dauerausstellung. Dies ist in dem Sinne möglich, als dass erst die Natur des Menschen die Ursachen von Krieg den Besuchern verständlich machen kann. Neben der Grundlage einer Kulturgeschichte der Gewalt zeigt das Museum auch deren Wesen und Ursache.

Im Hinblick auf einen militärhistorischen Ansatz wird das Militär nicht nur als Institution verstanden, sondern auch als ein Faktor des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und gesamtöffentlichen Lebens. Das Gesamtbild von einer beeindruckenden Architektur und einer neuen Dauerausstellung symbolisiert das Zusammenspiel von klassischen und neuartigen Sichtweisen sowie Ausdrucksformen. Von daher bilden die Eckpunkte der Konzeption auch Tradition und Innovation. Damit rückt besonders die alte und neue Interpretation von Militärgeschichte in den Vordergrund.

Das Militärhistorische Museum bietet dabei zwei verschiedene Zugänge zu der Militärgeschichte. Beide stellen sich architektonisch sowie durch thematische Querschnitte im Neubau dar. Zusätzlich wird die chronologische Führung im sanierten Altbau abgeschlossen. In dem fantastischen Neubau erwarten dich faszinierende Ausstellungsstücke. Diese werden nach übergeordneten Themen in größere Sinn-, Erfahrungs- und Funktionszusammenhänge gestellt. Können verwandte Phänomene, Prozesse und Erinnerungen nicht nur zu einer Epoche zugeordnet werden, so finden sie sich in diesem Museumsteil wieder. Auf diese Weise wird ihre Vergleichbarkeit und Ähnlichkeit verdeutlicht. Dank dieser reizvollen Ausstellungsgestaltung kann eine kritische Distanz zu den Exponaten geschaffen werden. Damit wird ebenfalls einer technischen Faszination entgegengewirkt.

Bild: Clemens Vasters Lizenz: CC BY-SA 2.0
Bild: Clemens Vasters Lizenz: CC BY 2.0

 

Lasse dich bei einem chronologischen Rundgang von dem Spätmittelalter bis hin zu unserer Gegenwart führen. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Geschichte wird hier den Besuchern das Verhältnis von Militär und der deutschen Gesellschaft dargestellt. Übergreifende Leitfragen prägen den Rundgang und verhelfen den interessierten Gästen zu einem differenzierten Blick auf die alten Gegenstände und Themen. Eine Gegenüberstellung der Ausrüstung der Nationalen Volksarmee und der Bundeswehr aus der Zeit des Kalten Krieges finden sich hingegen im Außenparcours. Darüber hinaus finden sich hier interessante Exponate zu modernen Waffensystemen.

Erblicke ganz besondere Exponate

In der Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums befinden sich mehr als 10.000 Exponate. Darüber hinaus lagern etwa über eine Million Objekte im Depot. Zwar besitzt jedes Exponat einen relevanten Wert, doch einige zeichnen sich als ganz besonders eindrucksvoll aus. Zum Beispiel können Besucher den Brandtaucher bewundern, der aus Fragmenten des ersten deutschen U-Boots rekonstruiert wurde. Ursprünglich wurde er im Jahre 1850 nach den Plänen von Wilhelm Bauer von August Howaldt in Kiel gebaut.

Ebenso reizvoll ist die Landekapsel Sojus 29. Mit dieser Kapsel kam der erste Deutsche im All Sigmund Jähn nach seinem Flug zur Erde zurück. Nach einem mehrjährigen Verleih an das Deutsche Museum in München befindet sich das erstaunliche Objekt wieder im Hause des Militärhistorischen Museums in Dresden. Zu den Sammlungen gehört auch das seit dem Jahre 1968 in Dienst gestellte Binnenminensuchboot „Atlantis“ der Bundesmarine. Dieses liegt seit dem April 2000 als Museumsschiff etwa fünf Kilometer vom Museum entfernt im Alberthafen.


Im großartigen Militärhistorischen Museum wirst du auf eine aufklärende Reise einer wechselvollen deutschen Historie geführt. Entgegen einer primären technischen Faszination verspricht das Museum eine unvergleichliche Erfahrung über eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt. An diesem Ort genießt man eine umfangreiche Ausstellung, dank der man ganz ohne subjektive Eingriffe fabelhafte Eindrücke sammeln kann. Die zahlreichen Exponate regen zum Nachdenken und Reflektieren an. Verpasse bei deinem Aufenthalt in der barocken Landeshauptstadt von Sachsen auf keinen Fall dieses großartige Highlight!

Adresse: Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Website: www.mhmbw.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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