Wer sich für die Kunst bedeutender Maler wie Picasso, Klee und Matisse interessiert, der kommt am Museum Berggruen nicht vorbei. Die Sammlung zählt zu den bedeutendsten der Welt und befindet sich sowohl in einem Stülerbau im Berliner Ortsteil Charlottenburg vis-à-vis dem Schloss Charlottenburg, sowie im am Spandauer Damm benachbarten Kommandantenhaus. Verbunden sind die beiden historischen Bauten durch einen gläsernen Gang.

Die Geschichte des Museums

Der Name des Museums geht auf den Kunstsammler Heinz Berggruen zurück. Berggruen galt und gilt bis heute nach seinem Tod als einer der bedeutendsten deutschen Kunstsammler des 20. Jahrhunderts. Zudem machte der gebürtige Berliner sich als Journalist und Autor einen Namen. Während der Zeit des Nationalsozialismus musste Berggruen Deutschland, und damit auch Berlin, verlassen, da er ein Abkömmling einer Familie jüdischen Glaubens war.

Im Jahre 1996 verkaufte Berggruen seine gigantische, über 30 Jahre lang aufgebaute Sammlung von Werken der bedeutendsten Maler der klassischen Moderne an die Stadt Berlin; nicht jedoch zum eigentlichen Wert, der damals auf rund 1,5 Milliarden DM geschätzt wurde. Würde man die heutige Inflation mit einberechnen und aus den DM Euro machen, käme man auf einen Gesamtwert von fast einer Milliarde Euro. Damit die Sammlung von Paris, wo Berggruen nach seiner Flucht lebte, in seine Heimatstadt zurückkehren konnte, verlangte er lediglich 253 Millionen Mark von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Berggruen bezeichnete dies als eine “Geste der Versöhnung” mit der Stadt.

Doch damit nicht genug: Seit der Eröffnung des Museums kaufte Berggruen weitere Werke an, die ebenfalls an die Stiftung übergeben wurden; darunter das Picasso-Gemälde Häuser auf einem Hügel (Horta de Ebro) aus dem Jahr 1909 sowie Picassos Nu Jaune aus dem Jahre 1907, für das er bei Sotheby’s in New York 13,7 Millionen US-Dollar hinblätterte. Der 2004 in einem Festakt zum Ehrenbürger Berlins ernannte Berggruen starb im Februar 2007 in Paris.

Highlights im Museum Berggruen

Der Fokus im Berggruen Museum liegt eindeutig auf dem umfassenden Werk Pablo Picassos. Mehr als 100 Exponate zeigen einige seiner bedeutendsten Gemälde. Im Stülerbau ist Picasso sogar der “alleinige Hausherr”. Zum Werk Picassos gesellen sich mehr als 60 Bilder von Paul Klee, dessen Schaffen sowohl dem Expressionismus, Konstruktivismus, Kubismus und Primitivismus, als auch dem Surrealismus zugeordnet wird. Auch der weltberühmte französische KÜnstler Henri Matisse ist mit über 20 Werken in der Sammlung Berggruen vertreten.

Infos für Besucher

Wer ein Ticket für 10 Euro kauft, erhält nicht nur Eintritt zum Museum Berggruen, sondern auch zur Sammlung Scharf-Gerstenberg im östlichen Stülerbau, gegenüber der Sammlung Berggruen im westlichen Stülerbau (und dem Kommandantenhaus). Wer Anrecht auf Ermäßigung besitzt, zahlt für das Kombiticket lediglich 5 Euro. Tipp: Für Einheimische und kunstinteressierte Besucher, die häufig in Berlin weilen, lohnt sich eine Jahreskarte für die Staatlichen Museen zu Berlin. Diese gibt es bereits ab 25 Euro. Neben der Dauerausstellung, gibt es in den Berliner Museen regelmäßige Sonderausstellungen.

Adresse:
Schloßstraße 1, 14059 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr

Preise:
regulär 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Jahreskarte für die Staatlichen Museen zu Berlin:
ab 25 Euro

Mehr Informationen:
http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/museum-berggruen

Telefonische Auskunft:
030 – 266 42 42 42 (Mo – Fr, 9 – 16 Uhr)

Das Museum Berggruen in der Karte

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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