Neben einer Vielzahl an außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten lockt die Hauptstadt mit einer der herausragenden Museumskomplexe von ganz Europa. Direkt auf der Nordseite der Spreeinsel in der Stadtmitte von Berlin findet sich mit der Museumsinsel ein wunderbares Highlight, das im Jahre 1999 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen wurde. An diesem Ort entstanden im Laufe von 100 Jahren bis in das Jahr 1930 ein Ensemble, an dem nicht weniger als fünf Architekten beteiligt waren. Hier erfährst du, was dich bei einem Besuch des wichtigsten Museumskomplexes auf der ganzen Welt alles erwartet!

Das erste öffentliche Museum von Preußen

Als heutiger Standort einer Reihe faszinierender Museen präsentiert sich die Spreeinsel als ein geschichtsträchtiger Schauplatz. Bereits im Jahre 1822 plante der preußische Baumeister und Architekt Karl Friedrich Schinkel die Spitze der Insel mit Museen zu bebauen. Das erste errichtete Haus stellte das Alte Museum dar, welches gleichzeitig auch das erste öffentliche Museum von Preußen bildete. Die Stadt Berlin hatte den Anspruch, mit den bekannten Museumsstandorten in London und Paris gleichzuziehen.

Unglücklicherweise wurde das Ensemble im Zuge des Zweiten Weltkriegs stark zerstört. So dauert der komplette Wiederaufbau noch immer bis heute an. Aufmerksame Besucher finden an vielen Stellen der Museumsinsel eine Menge an Einschusslöchern, die noch aus dem Krieg stammen. Als Resultat wurde zu Beginn der neunziger Jahre ein Masterplan für die Museumsinsel entworfen. Seitdem werden alle Bauwerke saniert und die Gebäudetechnik saniert. Elegante Neubauten füllen dabei die Lücken zwischen den Bauwerken. Des Weiteren wurden die unterschiedlichen Häuser zu einem großen Museumskomplex zusammengefasst. Dank einer weitläufigen Promenade kann jedes Haus bequem zu Fuß erreicht werden.

Das Werk von Karl Friedrich Schinkel

Seit dem Jahre 2017 bildet die James-Simon-Galerie den zentralen Eingang für die Museumsinsel. Hier finden sich verschiedene Veranstaltungsräume, den Museumsshop sowie herrliche gastronomische Angebote. Darüber hinaus bildet der historische Mittelpunkt des Museumskomplexes das Alte Museum. In den Jahren von 1825 bis 1830 von Karl Friedrich Schinkel erbaut stellt es bis heute ein Meisterwerk der klassizistischen Architektur dar. In diesem ersten Bau der Museumsinsel ist die Rotunde dem Pantheon in Rom nachempfunden, was für einen idealen Auftakt zur ausgestellten Antikensammlung sorgt.

Im Alten Museum können Besucher Antike Stücke mit Skulpturen, Waffen sowie Schätze und Schmuck aus Gold und Silber der griechischen Geschichte, der Römer und Etrusker. Für einige Zeit war an diesem Ort ebenfalls vorübergehend das Ägyptische Museum beherbergt, das zuvor im Bezirk Charlottenburg beheimatet war.

Museumsinsel Berlin Sehenswürdigkeit
Bild: Kai Wegner Lizenz: CC BY 2.0

Fantastische Ausstellungsstücke im Neuen Museum

Das Ägyptische Museum befindet sich heute im Neuen Museum. Eines der wohl eindrucksvollsten Exponate bildet dabei die berühmte Büste der Königin Nofretete. Darüber hinaus finden sich faszinierende Ausstellungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Ursprünglich in den Jahren von 1843 bis 1846 von Friedrich August Stüler erbaut stellt das Bauwerk nach dem beendeten Wiederaufbau im Jahre 2009 eine außergewöhnliche Kombination aus Alt und Neu dar.

Reise in eine andere Welt im beliebten Pergamonmuseum

Von dem deutschen Architekten Alfred Messel in den Jahren von 1907 bis 1930 errichtet präsentiert sich das Pergamonmuseum als eines der meistbesuchten Museen in ganz Berlin. Dieses imposante Gebäude beherbergt erstaunliche archäologische Funde aus der Antike, das Ischtar-Tor aus Babylon sowie den beeindruckenden Pergamonaltar. Hierbei bilden das Ischtar-Tor samt Prozessionsstraße und der Pergamonaltar ganz besondere Highlights. Sie sind sogar im Original erhalten und aufgebaut. Die Sammlung umfasst zudem verschiedene Architekturaufbauten der Antike. Ebenso interessant gestaltet sich ein Besuch des Vorderasiatischen Museums sowie des Museums für Islamische Kunst.

In diesem Zusammenhang sollte man jedoch beachten, dass wegen Renovierungen und Bauarbeiten das Herzstück des Museums mit dem Großen Fries zurzeit nicht zugänglich ist. Bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, voraussichtlich im Jahre 2019, bleibt dieser Abschnitt für Besucher geschlossen.

Ein Einblick in die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum

Direkt neben dem Neuen Museum liegt das zweite Werk von Friedrich August Stüler. Hierbei handelt es sich um die Alte Nationalgalerie, dass als Haus für Skulpturen und Malerei aus dem 19. Jahrhundert mehr einem antiken Tempel auf einem hohen Sockel ähnelt. Der deutsche Architekt der Schinkelschule Johann Heinrich Strack vollendete in den Jahren von 1867 bis 1876 den Entwurf von Stüler.

Auf der Freitreppe befindet sich das Reiterstandbild, das Friedrich Wilhelm IV. darstellt. Von ihm stammt die Idee zur Museumsinsel. Künstlerisch interessierte Besucher können in der Alten Nationalgalerie fabelhafte Werke französischer Impressionisten, wie etwa Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Édouard Manet, bewundern. Aber auch Gemälde aus der Epoche der Romantik von Karl Friedrich Schinkel und Caspar David Friedrich bieten einen erstaunlichen Anblick.

Die Nordspitze der Museumsinsel wird von dem Bode-Museum abgeschlossen. Dieses Bauwerk wurde von dem Architekten und Königlich-preußischen Hofarchitekten Ernst von Ihne erbaut. Als typischer Vertreter des wilhelminischen Neobarocks bietet sein errichtetes Gebäude ein wunderschönes Bild. In dem Museum stehen in erster Linie sakrale Kunstwerke aus Byzanz und europäische Skulpturen von der Renaissance bis zum Barock im Zentrum der Aufmerksamkeit.


Von archäologischen Funden über antiken Skulpturen bis hin zu künstlerischen Meisterwerken werden in den architektonisch bedeutsamen Bauwerken für jeden Geschmack großartige Exponate präsentiert. Besuche selbst den herausragenden Museumskomplex und sammle einzigartige Eindrücke, die noch lange in guter Erinnerung bleiben werden!

Website: www.museumsinsel-berlin.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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