Die Neue Nationalgalerie ist Teil der Berliner Nationalgalerie, die aus mehreren Standorten – der Alte Nationalgalerie, der Friedrichswerder Kirche, dem Museum Bergruhe, der Sammlung Scharf-Gerstenberg und dem Hamburger Bahnhof, das Museum für Gegenwart – besteht. Gezeigt werden in der Neuen Nationalgalerie Kunstwerke des 20. Jahrhunderts.

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Inhaltsverzeichnis

Die Neue Nationalgalerie wird saniert

Seit 2015 wird das Gebäude nach 50-jährigen Nutzung saniert und deshalb geschlossen. Das Gebäude der Neuen Nationalgalerie wurde von Ludwig Mies van der Rohe erbaut. Ein offenes Raumkonzept und die gläserne Halle bringen ausgestellten Werke noch besser zum Ausdruck und verschaffen den Besuchern an ein unvergessliches Museumserlebnis. Der Bau gilt noch heute als Ikone der Moderne und als Vermächtnis des Baumeisters, der kurz nach der Eröffnung verstarb. Die Geschichte der Neuen Nationalgalerie ist eng verzweigt mit der Teilung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg. Teile der Sammlung, die noch heute bewundert werden können und die bereits vor dem Bau der Neuen Nationalgalerie existiert haben, zerstreuten sich in Westberlin und Westdeutschland.

Die Sammlung der neuen Nationalgalierie

In der Sammlung der Neuen Nationalgalerie befinden sich Meisterwerke der Kunst des 20. Jahrhunderts aus Europa und Nordamerika. Darunter auch Werke von Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Otto Dix, Paul Klee, Salvador Dalí, Francis Bacon, Gerhard Richter und Andy Warhol. Zu den bekanntesten Werken der Galerie zählen „Potsdamer Platz“ von Ernst Ludwig Kirchner, „Die Skatspieler“ von Otto Dix oder „Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue IV“ von Barnett Newman. Damit einige Meisterwerke auch während der Sanierungsarbeiten von Besuchern besichtigt werden können, eröffnete im November 2015 ein Ausstellungsraum im Hamburger Bahnhof, die Museum für Gegenwart in Berlin, die Neue Galerie. In einem halbjährlichen Rhythmus werden hier Kunstwerke der Moderne wechselnd präsentiert.

Viele Werke wurden beschlagnahmt

Wer sich bei einer Reise in Berlin mit moderner Kunst des 20. Jahrhunderts beschäftigen möchte, sollte sich vorab die Sonderausstellungen und Veranstaltungen der Neuen Galerie im Hamburger Bahnhof in Berlin ansehen. Bereits an der Sammlungsgeschichte der Neuen Nationalgalerie erkennt man die politische Spannung Deutschlands, die vor dem Bau des heutigen Museums bestand: Viele der Werke sind in der Zeit des Nationalsozialismus verloren gegangen. Zwischen 1937 und 1945 wurden über 500 Werke der Sammlung beschlagnahmt oder gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. Nach der Teilung Deutschlands wurden einige Meisterwerke vom Magistrat von Berlin im Westen gekauft, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden waren. Einige Schenkungen und Käufe bereicherten den Bestand der Neuen Nationalgalerie nach 1968. Insbesondere die Schenkung des Münchner Galeristen Otto van de Loo bereicherte das Haus 1992 mit Werken der wild-expressiven Malerei der Künstlergruppen Cobra und Spur.

Nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands kam es zu einer Neuordnung der Nationalgalerie. Einige Werke wurden in die Alte Nationalgalerie, auf die Museumsinsel in Berlin gebracht, wieder andere wurden im Hamburger Bahnhof ausgestellt. Die Neue Nationalgalerie erhielt die Sammlungen aus der zuvor zu Ost-Berlin gehörigen Nationalgalerie – darunter zahlreiche Hauptwerke der klassischen Moderne. Neben Malerei des Expressionismus spiegelt die Sammlung der Neuen Nationalgalerie also vor allem die vielschichtige Moderne Deutschlands und die damit verbundenen politischen und sozialen Umbrüche. Auch Kunstproduktion in der DDR wurden bei der Umstrukturierung nach der Wiedervereinigung stark berücksichtigt. Zu dieser Sammlung zählen Werke ihrer bekanntesten Vertreter wie Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer.

Adresse:
Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin

Telefonische Auskunft:
030 266424242

Öffnungszeiten und Tickets:
Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten ist die Neue Nationalgalerie seit 1. Januar 2015 für mehrere Jahre geschlossen.

Die Neue Nationalgalerie in Berlin

 

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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