Während der Alexanderplatz mit einigen imposanten Sehenswürdigkeiten in seiner Umgebung angeben kann, wirken einige Bauwerke architektonisch doch eher etwas trist. Wer gemütlich über den Alex schlendert und die weitergehenden Straßen etwas genauer erkundet, der wird auch schon auf das idyllische Nikolaiviertel treffen. Als Berlins erstes und damit ältestes Wohngebiet fühlt man sich, als ob man eine andere Welt betritt.

Direkt neben der charmanten Nikolaikirche bietet das Viertel mit seinen historischen Häusern, schicken Restaurants und atmosphärischen Kaffeestuben einen gelungenen Kontrast. An der Spreeinsel gelegen präsentiert sich das Nikolaiviertel darüber hinaus als eine Art Freilichtmuseum des zerstören Alt-Berlin. Zur 750-Jahr-Feier Berlins entstand das Viertel im Jahre 1987 in seiner heutigen Gestalt.

Welche reizvollen Sehenswürdigkeiten dich an diesem interessanten Ort alles erwarten, erfährst du hier!


Hier findest du günstig Tickets für Berlin


Die geschichtsträchtige Nikolaikirche

Das kleine wunderschöne Quartier befindet sich westlich vom Alexanderplatz und wird mit einer Vielzahl an hübschen Cafés und Restaurants geschmückt. Markantester Blickfang stellt dabei die imposante Nikolaikirche dar. Ursprünglich erbaut um das Jahr 1230 herum erhielt das eindrucksvolle Gotteshaus im 15. Jahrhundert durch Umbauarbeiten seine aktuelle Gestalt. In dem ältesten Bauwerk der Hauptstadt, das noch bis heute erhalten geblieben ist, können interessierte Besucher ein Museum für sakrale Plastiken besichtigen.

Nikolaiviertel Nikolaikirche Berlin

Das Nikolaiviertel als Ursprung einer Großstadt

Vor vielen Jahrhunderten wurde das heutige historische Viertel lediglich von einer Handelsstraße durchzogen. Kaufleute und Handwerker ließen sich an diesem Ort an Straße und Fluss nieder. Im Laufe der Jahre entstanden die zwei Siedlungen Berlin und Cölln. Während sich zu Beginn Berlin am östlichen Spreeufer und Cölln am westlichen Ufer der Spree befanden, so wuchsen die beiden Städte bald zusammen. Das Jahr 1237 bildete sodann das Entstehungsjahr von Berlin. Da der Wohlstand langsam wuchs, war die Bürgerschaft in der Lage, an der Kirche St. Nikolai verschiedene Ausbauarbeiten vorzunehmen. Den erstaunlichen Doppelturm erhielt die Kirche erst in den 1870er Jahren. Dieser ragt noch bis heute im Herzen des Nikolaiviertels über die Stadt.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte das Nikolaiviertel erfolgreich wiederaufgebaut werden. Unglücklicherweise wurden einige Häuser nicht originalgetreu Restauriert und sodann in Plattenbauweise erbaut. Bei der Errichtung dieser Plattenbauten wurde jedoch auf eine Form geachtet, die besonders historisch wirkt. Die Fassade und Giebel wurden in diesem Sinne historisierend gestuft.

Nikolaiviertel Quarter in Berlin Germany

Weitere sehenswerte Bauwerke im historischen Nikolaiviertel

Neben der Nikolaikirche, die seit fast 800 Jahren im Nikolaiviertel besteht, befinden sich hier noch eine Reihe weiterer erstaunlicher Bauwerke. Seit dem Jahre 1939 wird sie jedoch nicht mehr als Kirche genutzt. So werden hier heute regelmäßig Konzerte veranstaltet. Eine Vielzahl der historischen Häuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert, die rekonstruiert wurden, beeindrucken bis heute zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt. Darunter befindet sich etwa das reizvolle Ephraim-Palais, das sich als eines der schönsten erhaltenen Bürgerhäuser im Rokoko-Stil präsentiert. Heute gehört das Bauwerk zu der Stiftung des Stadtmuseum Berlin.

Interessierte Besucher können hier wechselnde Ausstellungen bewundern. Bummel gemütlich durch das sehenswerte Viertel und verweile einige Zeit am idyllischen Gründungsbrunnen. Errichtet im Jahre 1928 erinnert der Brunnen an die Gründung der Stadt Berlin. Direkt vor der Nikolaikirche befindet sich hier auf einer Säule ein Bär, der ein Wappen mit Adler in seinen Tatzen hält. Die Bronzestatue des Heiligen Georg zeigt hingegen, wie er von seinem Pferd aus den Drachen tötet und auf diese Weise die Prinzessin sowie eine ganze Stadt befreit.

Nicht weniger anschaulich ist das Knoblauchhaus. Hierbei handelt es sich um ein erhaltenes Bürgerhaus, das in den Jahren 1759 bis 1761 erbaut wurde. Im Inneren befindet sich ein Museum, das mit einer Ausstellung über das Berliner Leben in der Epoche des Biedermeier sowie über die einflussreiche Familie Knoblauch informiert. Genieße eine kurze Pause in der Gaststätte zum Nussbaum, einer alten Berliner Kneipe, die nach dem Nussbaum benannt wurde, der früher an dieser Stelle gestanden hat.

Ebenso großartig gestaltet sich der Anblick des Kurfürstenhauses. Mit seiner reich verzierten Fassade präsentiert sich das Gebäude als ein Renaissancebau der später im Stil des Barocks umgebaut wurde. Zeugnisse der Vergangenheit finden sich ebenfalls in der nahen Klosterstraße. Dort können die Ruine der Klosterkirche, die barocke Parochialkirche und das Palais Podewils bestaunt werden.


Im herrlichen Nikolaiviertel findet sich ein letztes Stück des alten Berlins und damit auch der Wiege der Stadt. Rund um die Kirche St. Nikolai entstand die heutige Hauptstadt. Schlendere durch die Gassen und genieße die einzigartige geschichtsträchtige Atmosphäre. In den vielen charmanten Restaurants werden dir gutbürgerliche Speisen serviert und die kleinen Läden laden zum Stöbern und Shoppen ein. Unweit vom pulsierenden Alexanderplatz weiß das Nikolaiviertel mit einem idyllischen und historischen Flair sicherlich zu beeindrucken!

Adresse: Am Nußbaum 3, 10178 Berlin

Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in Berlin


Lust auf Berlin?

Berlin Städtereise >>

 


Weitere Berlin Tipps

Berlin Tipps
Weihnachtsmarkt Berlin
Museum Berlin
Berlin Food Guide

 

Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Name *