Neben zahlreichen barocken Bauwerken und eindrucksvollen Museen bietet die herrliche Hauptstadt von Dresden die ein oder anderen ungewöhnlichen Highlights. Bei dem Panometer handelt es sich um einen ehemaligen Gasometer, einem Gasbehälter, der sich in der sich ebenfalls in Dresden befindet. Seit dem Jahre 2006 können an diesem Ort interessierte Besucher verschiedene Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi bewundern. Nicht nur Kunst- und Kulturliebhaber werden sich an den erstaunlichen Werken des Künstlers erfreuen! Was dich beim herrlichen Panometer erwartet, erfährst du hier.


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Das Werk eines Künstlers

Bei dem Panometer erlebt man als Besucher eine Reise zurück in die Zeit des Barocks. Der Künstler Yadegar Asisi errichtete hier mit einem monumentalen Panoramabild eine Momentaufnahme mit vielen zeitgenössischen Szenen aus Dresden im Jahre 1756. Den Aussichtspunkt dieses fiktiven Gemäldes bildet der Turm der Katholischen Hofkirche.

Foto: T. Schulze © asisi
Foto: T. Schulze © asisi

Die sächsische Landeshauptstadt zu der Zeit des Barocks war in den Jahren 2006 bis 2011 mit dem ursprünglichen Namen „1756 Dresden“ zu sehen. Im Jahre 2012 wurde sodann das Werk „Rom 312“ ausgestellt. Das Kunstwerk konnte bereits zuvor im Panometer Leipzig bestaunt werden. Anlässlich des 70. Jahrestags der Luftangriffe auf Dresden kam es im ersten Halbjahr 2015 zur Präsentation eines Panoramas der zerstörten Stadt. Seit der Mitte des Jahres 2015 werden im Panometer die Panoramen „Dresden im Barock“ sowie „Dresden 1945“ im Wechsel ausgestellt. Übrigens stammt die Bezeichnung „Panometer“ vom Künstler Yadegar Asisi. Hierbei handelt es sich um eine Wortschöpfung und ist ein Kofferwort aus den Worten Panorama und Gasometer.

Der herausragende Künstler Yadegar Asisi

Yadegar Asisi wurde im Jahre 1955 in Wien geboren und ging in der schönen sächsischen Stadt Leipzig zur Schule. An der Technischen Universität Dresden schloss er sein Architekturstudium ab und studierte sodann Malerei an der Berliner Hochschule der Künste. Ihm haben wir heute eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten von Dresden zu verdanken.

Besonders imposante Werke seines Schaffens stellen die monumentalen Panoramen dar, die er in Leipzig und Dresden errichtet hat. Mit dieser Vorgehensweise knüpft er an die Tradition der Panoramabilder des 19. Jahrhunderts an. Seine Panoramabilder wurden in Gasometern, als in Lagertanks für Gas, geschaffen. Von daher gewährleisteten diese erstaunlichen Werke einen kompletten Rundumblick. Während das Dresdner Panometer im Jahre 2006 öffentlich zugänglich wurde für Besucher, schuf er bereits drei Jahre zuvor das Leipziger Panometer.

Das Panoramabild „Rom 312“ basierte auf einer Arbeit von Josef Bühlmann und Alexander von Wagner. Es zeigte dabei Konstantin den Großen, wie er nach der Schlacht an der Milvischen Brücke triumphal nach Rom gekehrt ist. Nicht weniger beeindruckend ist das Werk „1756 Dresden“. Mit einer Höhe von 27 Metern und einer Länge von 105 Metern stellt es ein wahrlich großartiges und überwältigendes Werk dar. Hier werden die gezeigten Personen auch tatsächlich in der Größe dargestellt, in der man sie vom fiktiven Standort auf dem Turm der Katholischen Hofkirche aus sehen würde. Einerseits hält sich der Künstler an die historischen Begebenheiten, andererseits wird das Szenario aber auch zum Teil frei interpretiert.

Des Weiteren findet sich im Rundgang zwischen dem Panoramabild und der Außenmauer des Gasometers eine faszinierende Ausstellung zur Entstehungsgeschichte des Bildes sowie im Hinblick zu dem historischen Dresden. Neben beeindruckenden geschichtsträchtigen Stadtbildern gehört zu den Exponaten unter anderem ebenfalls Fassadenschmuck von Gebäuden, die heutzutage nicht mehr existieren.

Bestaune im Panometer erstaunliche Ausstellungen

Nachdem der Künstler Yadegar Asisi bereits im Panometer Leipzig mit seinen herausragenden Projekten „8848Everest360°“ sowie seit dem Jahr 2005 mit „Rom CCCXII“ erfolgreich war, folgten weitere beeindruckende Werke in der sächsischen Landeshauptstadt. Nach mehreren Jahren der Recherche erschuf er das Panoramabild von Dresden im Jahr 1756, vor dem Beginn des Siebenjährigen Krieges.

Foto: T. Schulze © asisi
Foto: T. Schulze © asisi

Als Grundlage für das Bild dienten oftmals sogenannte Veduten. Hierbei handelt es sich um wirklichkeitsgetreue, historische Darstellungen. Besonders bekannt sind diese von Bernardo Bellotto, der „Canaletto“ genannt wurde. Eröffnet wurde das Panometer schließlich im Jahre 2006. Ein passender Anlass dazu bot 250 Jahre nach dem Ende der barocken Glanzzeit von Dresden die 800-Jahr-Feier. Bereits nach den ersten zwei Jahren des Bestehens verzeichnete das Panometer mehr als 500.000 Besucher.


Freunde von herausragenden Kunstwerken und kulturell interessierte Reisende werden bei einem Besuch des erstaunlichen Panometers sicherlich auf ihre Kosten kommen. Die einzigartigen Werke des Künstlers Yadegar Asisi zeugen von einer unglaublichen Kreativität und einem wundervollen Einfallsreichtum. Selbst wer sich sonst nicht gerne von Kunst beeindrucken lässt, der sollte das fantastische Panometer bei seiner Sightseeingtour in Dresden nicht verpassen! Diese einzigartigen Eindrücke runden den Kurzurlaub in der sächsischen Landeshauptstadt optimal ab.

Adresse: Gasanstaltstraße 8B, 01237 Dresden
Website: www.panometer.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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