Sardinien ist, nach Sizilien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Unter den europäischen Inseln stellt sie eine gute Alternative zu Mallorca, die Lieblingsinsel der Deutschen, dar. Auf der italienischen Insel geht es jedoch wesentlich ruhiger zu. Einsame Buchten, die echtes Karibikfeeling vermitteln, laden ein die Seele baumeln zu lassen. Im Naturreservat gibt es tausende von seltenen Tieren und Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Dort sind Erholung und Kräfte tanken garantiert. Sardinien bietet aber ebenso viele Möglichkeiten um sportlich aktiv zu sein, geschichtlich hat sie Insel auch einiges zu bieten.

Traumhafte Strände und Buchten

Sardinien ist bekannt für seine traumhaften Strände und ruhigen Buchten, die von den Felswänden der Küsten eingerahmt werden. Das klare Meerwasser schimmert in allen Blau- und Grüntönen, von smaragdgrün, über türkis, bis tiefblau. Zusammen mit den weißen, feinen Sandstränden kommt mitten in Europa echtes Karibikfeeling auf.

Im Norden der Insel befindet sich die Costa Smeralda (Smaragdküste). Rund um die Insel „La Madalena“ breiten sich viele kleine Inselchen aus. Wenn du möchtest, kannst du dort ein Boot mieten. Im Süden der Insel liegt der Strand von Pula, ein 10 Kilometer langer Sandstrand. Die Besonderheit: an windstillen Tagen kannst du unter dem türkisgrünen Wasser alte Ruinenreliefs erkennen. In unmittelbarer Nähe kannst du auch ein gut erhaltenes, antikes Amphietheater, sowie die Ruinen von Thermen und Tempeln mit wunderschönen Mosaikböden besichtigen. Die „Cala di Luna“ (Mondbucht) befindet sich an der Ostküste. Sie ist über einen zweieinhalb stündigen Wanderweg entlang der Steilküste erreichbar. Die Anstrengung wird mit atemberaubenden Ausblicken auf die Küstenlandschaft entlohnt. Am 700 Meter langen Strand gibt es zahlreiche Grotten und eine 30 Meter tiefe Höhle zu entdecken. Wenn du nicht wandern möchtest, kannst du die Bucht auch mit dem Boot erreichen.

Grotten und Höhlen

Bild:Flickr.com/fedewild
Bild:Flickr.com/fedewild

Entlang der Küste Sardiniens gibt es unzählige Grotten, in denen das Wasser im Laufe der Jahre die schroffen Felsen ausgehöhlt hat. Bei Dorgali findest du die „Grotta di Ispinigoli“, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle. Dort befindet sich der größte Tropfstein Europas und zugleich zweitgrößter der Welt, er reicht vom Boden bis zur Decke der Höhle. Eine weitere Tropfsteinhöhle, die „Grotta di Neptuno“, kannst du in der Nähe von Alghero bestaunen. Das vier Kilometer lange Höhlensystem kann per Boot oder, bei niedrigem Wasserstand, auch über einen Abstieg von insgesamt 654 Stufen erreicht werden. Die“ Grotta Bue Marino“ ist nur auf dem Wasserweg von Cala Canone aus mit dem Boot zu erreichen. Die Besonderheit dieser Grotte sind die Felsritzzeichnungen. Sie stammen aus dem Neolithikum und stellen tanzende Menschen dar.

Auf den Spuren unserer Vorfahren

Su Nuraxi

„Su Nuraxi“, bei der Ortschaft Barumini gelegen, ist eine komplett erhaltene, über 3500 Jahre alte, Nuraghesiedlung. Sie wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Ausgrabungen stammen aus der Bronzezeit. Überall auf der Insel sind Überreste von Nuraghesiedlungen und Gebäuden zu finden, keine ist jedoch so vollständig erhalten wie jene von Barumini.

Der Elefantenfelsen (Roccia dell’elefante)

Dieser von Mutter Natur geformte Felsen ist fünf Meter hoch. Die Verwitterung gab ihm die Form eines Elefanten, aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet. Der Vulkansteinbrocken ist ein beliebtes Fotomotiv bei allen Sardinien Urlaubern. Du kannst ihn fünf Kilometer südlich von Castelsardo besichtigen, direkt an der Straße. Schon zu Zeiten der Nuragher (ca 1800 – 750 v. Chr.) diente dieser Felsen als Kultstätte der Menschen. Die Nuragher gruben kleine Nischen in den Stein, in denen sie die Ascheurnen der Verstorbenen beisetzten.

Sportliche Aktivitäten

Bild:Flickr.com/ bertknot
Bild:Flickr.com/bertknot

Auch für Sportler hat die Insel einiges zu bieten. Die schroffen Berge und Küstenstraßen mit Panoramablick laden zum Motorradfahren, Mountainbiking und Trekking ein. Das Gennargenta Gebirge, im Osten der Insel, zwischen den Provinzen Nuoro und Ogliastra bietet nicht nur den höchsten Punkt der Insel „La Marmora“, mit 1834 Metern, sondern zugleich eine einmalige Küstenlandschaft mit schroffen Felsen und zahlreichen Grotten. An einigen der zahlreichen Strände kannst du reiten. Im türkisblauen Wasser kannst du Segeln, Surfen und Tauchen. Da das Wasser bei gutem Wetter glasklar ist, kannst du beim Schnorcheln Fische und weitere Meeresbewohner beobachten. Die Strände im Norden der Insel sind als eines der besten Kite Surf Gebiete bekannt. Hier weht stets eine frische Brise, die die Surfer über die Wellen gleiten lässt.

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Feste auf Sardinien

Im Frühjahr und Sommer finden mehrere Feste auf Sardinien statt, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Im April findet in Muravera das Zitrusfrüchte Fest statt. Es handelt sich um eine drei tägige Parade der lokalen Bauern rund um das Thema Zitrusfrüchte. Wenn du Ostern auf der Insel verbringst, kannst du dir die traditionellen Mysterienprozessionen anschauen, die den Tod und die Auferstehung Christi darstellen. Die bekannteste religiöse Veranstaltung, die sogenannte „Sagra di Sant Efisio“ wird am ersten Mai in Cagliari, der größten Stadt der Insel, gefeiert. Während einer beeindruckenden Prozession begleiten tausende Menschen das Standbild des heiligen Efisio durch die Stadt nach Pulo.

 Bild:Flickr.com/lackystrike


Reiseinspiration:

 

Julian Senft

Das Schreiben und Reisen gehören schon lange Zeit zu meinen Hobbys. Beim Reisemagazin von voucherwonderland kann ich beides bestens vereinen.

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