Das Pergamonmuseum in Berlin ist Teil der Berliner Museumsinsel und lockt viele Besucher aus aller Welt wegen der vielversprechenden Dauer- und Sonderausstellungen. Erbaut wurde das Museum zwischen 1910 und 1930 – es gehört damit zu den jüngeren Häusern der Berliner Museumsinsel. Das renommierte Haus beherbergt Teile der Antiksammlung, das Vorderasiatisches Museum und das Museum für Islamische Kunst.

Das meistbesuchteste Museum von Berlin

Seit 1999 (mit Ausnahme von 2004) war es das meistbesuchte Museum in der Hauptstadt und eines der meistbesuchte Kunstmuseum in Deutschland. Die Antikensammlung des Pergamonmuseums gehört international zu den bedeutendsten Sammlungen für griechische und römische Kunst. Weitere Teile der Sammlung befinden sich im Alten Museum und im Neuen Museum, die sich ebenfalls auf der Berliner Museumsinsel befinden. Das Pergamonmuseum beherbergt dabei vor allem größere Fragmente der Architektur – eines der berühmtesten Exponate ist wohl der Pergamonaltar, der zwischen 180 und 160 vor Christus erbaut wurde. Besucher des Museums sollten sich das Skulpturenfires im Altar genauer ansehen, denn es gehört zu den bekanntesten Meisterwerken der hellenistischen Kunst. Zu sehen ist der Kampf zwischen den olympischen Göttern und den Giganten. Ebenfalls sehenswert in der Ausstellung ist das Markttor von Milet, das aus der Zeit um 100 nach Christus stammt.

Vorderasien und Islamische Kunst

Der zweite Teil des Pergamonmuseums ist das Vorderasiatische Museum, in dem es Zeugnisse einer 6.000 Jahre alten Kulturgeschichte zu bewunder gibt. Die Sammlung aus rund 270.000 Objekte stammt zu großen Teilen aus Mesopotamien, Syrien und Anatolien – die meisten von ihnen wurden während Ausgrabungen in Babylon, Assur, Uruk und Habuba Kabira gefunden. Eines der Highlights der vielseitigen Ausstellung, ist die Architekturrekonstruktion der Prozessionsstraße von Babylon und des bunten Ischtar-Tores. Aus dem 4. Jahrtausend vor Christus stammen die frühesten Schriftzeugnisse in Keilschrift auf Tontafeln aus Uruk. Ausgestellt werden auch kleinere Kult-, Schmuck- und Gebrauchsgegenstände.

Museum für Islamische Kunst

Ein weiterer Teil des Pergamonmuseums ist das Museum für Islamische Kunst, die zu den herausragendsten Sammlungen ihrer Art weltweit gehört. Gezeigt werden Meisterwerke der angewandten Kunst, aber auch archäologische Zeitzeugnisse muslimischer Völker, die vom 8. bis 19. Jahrhundert gemeinsam mit christlichen und jüdischen Gruppen lebten. Zu den Höhepunkten der Sammlung gehört eine verzierte Steinfassade des Kalifenschlosses Mschatta oder auch das farbenprächtige Aleppo-Zimmer.

Bevor das heutige Pergamonmuseum errichtet werden konnte, musste der Altbau weichen: 1908 wurde das erste Pergamonmuseum abgerissen. Fundstücke von Ausgrabungen in Ägypten, Babylon, Uruk und Assur konnten im alten Bau nicht gezeigt werden. Außerdem war das Fundament etwas abgesagt, sodass die Planung eines Neubaus vorgesehen war. Der Bau des zweiten, heutigen, Pergamonmuseums zog sich durch den Ersten Weltkrieg, die Novemberrevolution und die Inflation in den 20er Jahren hin, weshalb das Haus erst 1930 fertiggestellt werden konnte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Pergamonmuseum stark beschädigt. Wertvolle Exponate mussten in dieser Zeit eingemauert oder an sichere Orte verlagert werden. Viele Ausstellungsstücke wurde nach dem Ende des Krieges von der Roten Armee nach Moskau und Leningrad abtransportiert. Erst Ende der 50er Jahre gab die Sowjetunion einen Großteil der Bestände an die DDR zurück. Das Deutsche Museum, was bis zum Krieg Teil des Pergamonmuseums war, wurde nicht wieder eingerichtet. Die Sammlung wurde später im Museumszentrum Dahlem ausgestellt, wieder andere wurden verbrannt oder blieben in Russland zurück.
Bis voraussichtlich 2023 bleiben einige Teile des Museums wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

  • Adresse:
    Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
  • Öffnungszeiten:
    Montag bis Mittwoch und Freitag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag von 10:00 bis 20:00 Uhr
  • Telefonische Auskunft:
    030 266424242
  • Tickets: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/pergamonmuseum/besuch-planen/preise-tickets.html

Pergamonmuseum Karte

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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