Müsste man die Dichte an Sehenswürdigkeiten in Regensburg mit einem Alltagsgegenstand vergleichen, dann wäre sie in etwa so wie bei einem Amboss. Passt nicht so ganz? Da stimmen wir vollkommen zu.

Denn obwohl die Altstadt von Regensburg als Sehenswürdigkeit an sich zählt, befinden sich in ihr unfassbar viele Attraktionen und Wahrzeichen auf engstem Raum. Ein passender Vergleich ist da schwer zu finden.

Die Stadt mit der fast 2000-jährigen Geschichte bietet römische Überreste, einen imposanten Dom und eine hippe Studentenatmosphäre. Das Beste daran: Die Wahrzeichen von Regensburg kannst du bei einem Rundgang bequem per Fuß erkunden.

Wir geben dir einen kurzen Überblick über die prägnantesten Sehenswürdigkeiten in Regensburg und Umgebung. Aber sei dir bewusst, dass du an jeder Ecke der UNESCO-Weltkulturerbestadt auf Attraktionen treffen wirst.

Karte Sehenswürdigkeiten Regensburg

1. Dom St. Peter

Ganz gleich, ob dein Herz für sakralen Kunstbau schlägt oder du nur an Kirchen vorbeigehst, schnell ein Foto für das digitale Bilderalbum knipst und dann weiterziehst: Vor dem Dom St. Peter in der Regensburger Altstadt wirst du stehenbleiben, deinen Kopf nach oben strecken und bitte auch hineingehen.

Sehenswürdigkeiten Regensburg Dom

Der Regensburger Dom zählt zu den auffälligsten Sehenswürdigkeiten in Regensburg und gehört zum Rundgang durch die Altstadt einfach dazu. Das 1250 bis 1525 errichtete Gotteshaus gilt als wichtigsten Stil-Vertreter der süddeutschen Gotik und ist zeitgleich die einzige gotische Kathedrale in Bayern.

Wie bitte? Das reicht dir schon an Information über eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Regensburg?

Schade, denn wenn du nicht hineingehst, werden dir die filigranen Buntglasfenster, den silbernen Hochaltar und detailverliebte Statuen von Dämonen entgehen.

Dom St. Peter Regensburg

Auch wenn du nur zu Hochfesten alle sechs Glocken des Doms erklingen hören wirst, muss der Musikliebhaber in dir nicht traurig sein. Jeden Sonntag singen die Regensburger Domspatzen in der Kirche. Nur nicht in den Schulferien. Irgendwann brauchen die Mitglieder des Knabenchors mit der 1000-jährigen Tradition schließlich auch mal Ferien.


>> Verschenke einen: Kurzurlaub in Regensburg <<


2. Steinerne Brücke

Hast du noch nicht genug von den fast schon possierlichen Dämonenfigürchen im Regensburger Dom bekommen, kannst du gleich zur nächsten teuflisch schönen Sehenswürdigkeit von Regensburg flanieren. Die Steinerne Brücke führt seit 1146 über die Donau und verbindet die Altstadt mit dem heutigen Stadtteil Stadtamhof.

Steinerne Brücke Regensburg

Die wahrscheinlich 11-jährige Bauzeit des Monuments wurde einer Sage nach durch die Hilfe des Teufels beschleunigt. Manchmal kann ein wenig Ehrgeiz ein ziemlich produktiver Motor sein. So soll der Baumeister der Brücke eine Wette mit dem Dombaumeister abgeschlossen haben und ging felsenfest davon aus, dass seine Brücke zuerst fertig sein würde.

Kurzum schloss er einen Pakt mit dem Teufel ab, um etwas Hilfe zu erlangen. Doch anders als bei Goethes Faust, verscherbelte der Brückenbaumeister nicht seine eigene Seele an den Teufel, sondern die ersten drei, die die Brücke überqueren sollten.

Dass der Brückenbaumeister nach der Fertigstellung zuerst einen Hund, eine Henne und einen Hahn über die Brücke schickte, verärgerte den Teufel so sehr, dass er die Brücke in der Mitte anhob.

Regensburg Steinerne Brücke

Während man den Buckel der Brücke charmant finden kann, ist die Zerstörung von zwei der ehemals drei Türme auf der berühmten Regensburg Sehenswürdigkeiten im Laufe der Jahrhunderte einfach jammerschade.

  • Die Steinerne Brücke kommt dir bekannt vor? 1 mit Sternchen. Die Brücke diente als Vorbild für die Karlsbrücke in Prag. Mehr über die Sehenswürdigkeiten in Prag

3. Schloss von Thurn und Taxis

„Was ist denn schon dran an St. Emmeran? Ist da noch was los in diesem großen Schloss?“ Einer Sache kann man sich gewiss sein: Solange die rappende Fürstin Gloria von Thurn und Taxis über die Nutzung des Residenzschlosses entscheiden kann, ist ordentlich Schwung in den altehrwürdigen Hallen.

Schloss Thurn und Taxis Regensburg

Ohne Frage: Das Schloss von Thurn und Taxis ist die prunkvollste Sehenswürdigkeit in Regensburg. Die Führungen durch die Residenz beginnen im opulenten Marmortreppenhaus. Spätestens im Ballsaal im Rokokostil steht dir aber beim Anblick des goldenen Kronleuchters der Mund offen. Im ehemaligen Marstall befindet sich die Schatzkammer des Schlosses.

Du würdest dich am liebsten selbst einmal in royalem Pomp sehen? Kein Problem. Einige Räumlichkeiten des Schlosses St. Emmeran können auch für private Zwecke gemietet werden. Doch selbst, wenn du aristokratischer Innenausstattung wenig abgewinnen kannst, lohnt sich ein Besuch des Schlossparks.

Basilia St. Emmeram Regensburg

Im Sommer finden diverse Veranstaltungen statt. Im Winter zählt der Weihnachtsmarkt im Schlosspark selbst zu einer der Sehenswürdigkeiten von Regensburg.

Unweit des Schlossparks befindet sich zudem das um 739 entstandene Kloster Sankt Emmeran, das sich im Besitz der Familie Thurn und Taxis befindet. Die Innenausstattung der Basilika ist eine Augenweide.

4. Walhalla

Die klassizistisch gestaltete Walhalla erinnert durch ihre Säulen und die monumentale Erscheinung an einen antiken Tempel. Die Sehenswürdigkeit bei Regensburg erreichst du nach einer 30-minütigen Autofahrt.

Walhalla bei Regensburg

Warum lohnt sich ein Ausflug zu der 1842 eröffneten Sehenswürdigkeit? Im Inneren der Walhalla befinden sich Büsten von Künstlern, Schriftstellern, Denkern und auch Feldherren, um die Erinnerung an ihre Leistungen und Denkanstöße zu wahren. Die Walhalla ist gleichsam ein ruhiger, besinnlicher Ort.

Ursprünglich wurde die Sehenswürdigkeit in der Umgebung von Regensburg als Erinnerungsort und Mahnmal konzipiert. König Ludwig I. wollte einen Ort erschaffen, an dem den Opfern der Napoleon-Kriegszüge gedacht werden kann.

Walhalla Regensburg Innenraum

Mittlerweile herrscht vor allen Dingen im Sommer eine friedliche und harmonische Atmosphäre auf den wuchtigen Stufen der Walhalla. Du hast eine unfassbar schöne Aussicht auf die Donau im Tal und kannst nebenbei prima picknicken und ein Bierchen mit deinen Freunden trinken.

Befreiungshalle Kelheim
Befreiungshalle Kehlheim

König Ludwig der I. von Bayern gab nicht nur die Walhalla in Auftrag, sondern auch die Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kehlheim. Das ebenfalls klassizistisch konzeptionierte Monument wurde als Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon errichtet.

Im Inneren können historisch interessierte Besucher unter anderem Statuen von Siegesgöttinnen und eine opulente Kuppel bestaunen. Die Befreiungshalle Kelheim wurde am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, errichtet.

5. Goldener Turm

Wenn Studenten in einem ehemals als Statussymbol errichteten Turm in ihrer Gemeinschaftsküche sitzen und ein bisschen Gemüse schnippeln, kann es sich entweder um eine Besetzung, Protest oder um eine städtebaulich höchst interessante Nutzung von Sehenswürdigkeiten in Regensburg handeln. Letzteres ist der Fall. Nun aber von vorn:

Goldener Turm Regensburg

Der 50 Meter hohe Turm überragt die Dächer der bunten Häuschen in der Wahlenstraße um einiges. Und genau diesen Effekt wollten die Bauherren auch erreichen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts galt auch schon die Devise „höher, schneller, weiter“.

Hohe Türme fungierten im Mittelalter als Statussymbol. Und die Patrizierfamilie, die den Goldenen Turm in Regensburg erbauen ließ, hat sich nicht lumpen lassen. Mit ganzen neun Stockwerken, die allesamt ausgebaut wurden, ist die Sehenswürdigkeit Regensburgs höchster Wohnturm.

In den folgenden Jahrhunderten wurde der Goldene Turm auch als Wachturm genutzt. Seinen Namen verdankt er übrigens einer Gaststätte, die sich im 17. Jahrhundert im Turm befand. Sie muss wohl äußerst gut gewesen sein.

6. Historische Wurstkuchl

Ach wie herrlich euphemistisch die wohl älteste Bratwurstbude der Welt ihre Bratwürste als Wurstkuchl bezeichnet. Man mag es kaum für möglich halten, aber das über 500 Jahre alte Restaurant an der Steinernen Brücke zählt tatsächlich zu den Sehenswürdigkeiten in Regensburg, die bei einem Rundgang durch die Altstadt zumindest angesehen werden sollten.

Wurstkuchl Regensburg

Schon die Hafenarbeiter im Mittelalter liebten die Bratwürste, die über dem noch heute existierenden offenen Holzkohlegrill zubereitet wurden. Möchtest du die Würste probieren, bestelle dir unbedingt Sauerkraut dazu.

Heutzutage ist das Restaurant eine liebevolle und detailverliebte Mixtur aus Historie und Moderne. Denn obwohl die Damen am Holzkohlegrill als Hommage an vergangene Zeiten weiße Hauben tragen, ist das Ambiente rustikal modern.

7. Goliathhaus

Schlenderst du von der Steinernen Brücke in die Altstadt von Regensburg, wirst du schon von weitem das riesige Gemälde an der Hausfassade des Goliathhauses erblicken. Es ist unmöglich zu übersehen, welchen Stellenwert die Patrizierfamilien im 13. Jahrhundert auf die Gestaltung der Altstadt hatten. Denn auch diese Sehenswürdigkeit in Regensburg geht auf die einflussreichen Patrizier zurück.

Goliathhaus Regensburg

Ursprünglich war die Hausburg mit Zinnen und kleinen Türmchen nicht mit dem biblischen Gemälde über den Kampf von David gegen Goliath verziert. Erst um 1573 wurde das Fresko auf Wunsch des Hausbesitzers angebracht. Wer genau hinsieht, wird einen kleinen Frosch entdecken, der als Karikatur eines hochnäsigen Beamten im 19. Jahrhundert hinzugefügt wurde.

Auch heute noch wird in der Regensburger Sehenswürdigkeit in der Altstadt gewohnt. Möchtest du dir das Goliathhaus trotzdem von innen ansehen, besuche einfach das beliebte Turmtheater im Gebäude oder schlendere ein wenig durch die Geschäfte im Haus.

8. Porta Praetoria

Läufst du durch die Altstadt von Regensburg, bekommst du so viele historische Bauten und Geschichten präsentiert, dass die wohl älteste Sehenswürdigkeit in Regensburg vollkommen entgehen könnte: Die Porta Praetoria.

Porta Praetoria Regensburg

Der römische Kaiser Marc Aurel ließ im Zuge seiner Streitzüge eine römische Legion auf dem Gebiet des heutigen Regensburgs stationieren. Die Porta Praetoria ist ein Überbleibsel eines römischen Militärlagers, das im Jahr 179 fertiggestellt wurde.

Das Haupttor der einstigen Anlage ist direkt auf die Donau ausgerichtet. Den römischen Einfluss auf Regensburg erkennt man auch noch an der Römermauer, die um den Altstadtkern von Regensburg führt.

Da man im Mittelalter in Regensburg außerordentlich tüchtig baute und Steine benötigte, wurde die Anlage nach und nach abgetragen. Die Reste der Porta Praetoria wurden dennoch erhalten und in das bischhöfliche Brauhaus eingebunden. Den Bischhofshof sowie einen Teil der wohl unscheinbarsten Sehenswürdigkeiten in Regensburg kann man besichtigen.

Mittlerweile gibt es lediglich eine weitere erhaltene Toranlage römischer Bauart in Deutschland: die Porta Nigra in Trier.

9. Studentenflair in der Altstadt

Asbach uralt. So kann man guten Gewissens die Sehenswürdigkeiten der Altstadt von Regensburg bezeichnen. Man kann den Kräuterschnaps aber auch einfach in einer der Bars in der Innenstadt von Regensburg bestellen. Man darf bei all der Ehrwürdigkeit vor den historischen Gassen eines nicht vergessen: Regensburg ist tatsächlich eine Studentenstadt.

Studentenstadt Regensburg

Während Clubs, alternative Bars und Straßenkultur in anderen touristisch beliebten Städten gern mal aus dem Stadtkern gefegt werden, zelebriert man in Regensburg Kreidemalereien auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Café mit dem Namen Sofa und bunte Wimpel zwischen den Gassen.

Im Sommer legst du dich am besten einfach ans Donauufer oder grillst auf der Jahninsel. Magst du die paar Schritte aus der Altstadt nicht hinausgehen, setz dich einfach mit allen anderen auf den Bismarckplatz, kühle deine Hand ab und zu im Brunnen ab und versacke einfach bis in die Nacht mit vollkommen fremden bei einem guten Gespräch direkt vor dem wunderschönen Theater von Regensburg.

Kopfschmerzen am nächsten Tag? Geh doch einfach in die Apotheke. In der alternativen Bar mit dem wohlklingenden Namen trinkst du einfach ein Schluck von deinem Konterbier. Vielleicht hilft auch einfach ein Spaziergang um den Guggenberger See. Verzeihung, wir sind ja in der italienischsten Stadt nördlich der Alpen. Wir meinten natürlich den Lago di Guggi.

10. Donau

Es kann so einfach sein, in Regensburg zu entspannen. Sitzt du an der Uferpromenade der Donau und blickst auf Regensburg Sehenswürdigkeiten wie den Dom oder die Steinerne Brücke, kannst du perfekt abschalten.

Donauschifffahrt Regensburg

Genauso schön ist es aber, wenn du mit einem der zahlreichen Ausflugsschiffe über die Donau schipperst und du nicht nur die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Regensburg an dir vorbeiziehen lässt. Das breit gefächerte Portfolio der Donauschifffahrt bietet die thematisch passende Fahrt für jeden Geschmack. Bei der historischen Strudelfahrt bekommst du einen Crashkurs über die Historie der schönen Donaustadt.

Möchtest du zur Walhalla am Donaustauf, erledigst du das idyllisch und gleichzeitig mondän ebenfalls mit dem Schiff. Eine Schifffahrt auf der Donau ist auch die perfekte Möglichkeit, um Regensburg bei schlechtem Wetter zu entdecken.

Radtour entlang der Donau
Donaudurchbruch Kelheim

Gar nicht altbacken, sondern zu Recht unfassbar beliebt sind Radtouren entlang der Donau. Schaffst du es bis zum Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg in Kelheim, hast du eine atemberaubende Aussicht auf die schroffen Gebirgsklippen des Naturschutzgebiets.

Die markanteste Ausformung trägt den Namen „Bayerischer Löwe“. Müssen es für den Anfang nicht gleich 35 Kilometer Radweg pro Strecke sein, kannst du auch einfach in den Donaupark radeln und es dir in einem Biergarten gemütlich machen.


>> Verschenke einen: Kurzurlaub in Regensburg <<


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Name *