Die wunderschönen und bewaldeten Elbhänge beeindrucken mit einer reizvollen landschaftlichen Schönheit. Wer ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten wie den „Weißen Hirsch“ besichtigen und dabei gleichzeitig eine großartige technische Attraktion kennenlernen möchte, dem bietet sich an den Elbhängen mit der Dresdner Bergbahn eine fantastische Standseilbahn an. Die erstaunliche Standseilbahn überwindet bereits seit über 120 Jahren etwa 547 Höhenmeter. Darüber hinaus verbindet sie den Körnerplatz an der Elbe in der Nähe des „Blauen Wunders“ mit dem historischen Stadtviertel Weißer Hirsch. Hier erfährst du, was die Standseilbahn so reizvoll macht.


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Eine praktische Verkehrsanbindung

Im Dresdner Stadtteil Loschwitz griff man für eine vorteilhaftere Anbindung zum Villenviertel Weißer Hirsch auf eine altbewährte Technik zurück. Die Standseilbahn mit Dampfbetrieb wurde sodann am 26. Oktober im Jahre 1895 eingeweiht. Sie überwindet dabei einen Höhenunterschied von 95 Metern. Diese praktische Konstruktion ist bereits seit mehreren Jahrhunderten bekannt. So ist die Verwendung von Standseilbahnen, deren Wagen mit einem Zugseil bewegt werden, schon seit dem 15. Jahrhundert üblich. Damals fanden sie in erster Linie bei Burgen und Schlösser Anwendung, die sich auf steilen Bergkuppen befunden haben. Material und Personen konnten auf diese Weise schnell befördert werden.

Die Geschichte der Standseilbahn

Der Industrielle Ludwig Kützelmann ließ bereits im Jahr 1873 Pläne für eine Standseilbahn entwickeln, die sich zwischen dem Körnerplatz und dem Stadtteil Weißer Hirsch bewegen sollte. Dies lag in erster Linie deswegen im Interesse des Industriellen, als dass dort zahlreiche Grundstücke zu seinem Besitz gehörten. Aufgrund einer erwarteten geringen Nachfrage wurde dem Unternehmer jedoch keine Konzession für den Betrieb erteilt.

Nachdem der Stadtteil Weißer Hirsch sich 15 Jahre später einen Namen als ausgezeichneten Kurort gemacht und Heinrich Lahmann an diesem Ort ein Sanatorium eröffnete hatte, änderte sich die Lage. Von daher bemühten sich Ferdinand Dörfinger und Alfred Stössel im Jahre 1890 erneut um eine Konzession. Drei Jahre später konnte schließlich eine Baugenehmigung für die Standseilbahn erhalten werden. Nach der Vollendung der Bahn wurde sie im Jahre 1912 von der Stadt Dresden übernommen und durch die Dresdner Verkehrsbetriebe AG betrieben.
Seit dem Jahr 1984 steht die ausgezeichnete Standseilbahn unter Denkmalschutz. Die Standseilbahn wurde, nachdem sie sowohl die Wende als auch den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, grundlegend modernisiert. Neben einer Sanierung des gesamten Streckenverlaufs wurden auch Wagen der neuesten Generation verwendet, die unabhängig von einer Oberleitung fahren können.

Bild: Daniel H Lizenz: CC BY 2.0
Bild: Daniel H. Lizenz: CC BY 2.0

Ein schönes Erlebnis für Groß und Klein

Wer sich bei seinem Kurzurlaub in Dresden dafür entscheidet, mit der Standseilbahn zu fahren, dem erwartet eine gelungene Unternehmung. Auch Familien mit Kindern kommen hier auf ihre Kosten. Neben der ausgehenden technischen Faszination beeindruckt vor allem die reizvolle Aussicht. In den Elbhängen kann man beispielsweise einige reizvolle Dinge entdecken. Dazu zählt unter anderem die Rothe Amsel. Hierbei handelt es sich um eine Mühle, die im Jahre 1880 im altdeutschen Stil erbaut wurde. Die Begegnung mit einer anderen Standseilbahn direkt auf der Mitte der Fahrt auf der sonst eingleisigen Strecke ist ebenso lohnenswert.

Verweile an einem wunderbaren Ort

Oben auf der Bergstation angekommen genießt man ebenfalls einen großartigen Panoramablick über Dresden. Des Weiteren erhält man an diesem Ort einen praktischen Ausgangspunkt für spannende Entdeckungen durch die parkähnlichen Straßen des Weißen Hirsch. Mit seinen zahlreichen Villen und der angrenzenden Dresdner Heide gibt es hier eine Menge zu erblicken. Nutze die Gelegenheit und spaziere gemütlich durch das Stadtviertel. So kommt man etwa an schicken kleinen Läden vorbei, die zum Durchstöbern und Verweilen einladen. Einen Kaffee im gemütlichen Luisenhof zu genießen oder das Flair des einzigartigen Luftkurortes zu verspüren sind ebenso empfehlenswert. Darüber hinaus erholt man sich an diesem Ort in der frischen Natur des malerischen Waldareals der Dresdner Heide.


Obwohl die Fahrt mit der historischen Standseilbahn bereits ein großartiges Erlebnis an sich ist, erwartet interessierten Reisenden auf der Bergstation gleich das nächste Abenteuer. Genieße eine erstaunliche Fahrt mit einzigartigen Eindrücken. Nach einem ausgedehnten Bummel im Stadtteil Weißer Hirsch kann man sodann entweder die Elbhänge zu Fuß hinunter gehen oder eine Rückfahrt mit der Bergbahn zum Körnerplatz antreten. Ganz gleich, für welche Variante du dich entscheidest, diese schönen Erfahrungen werden noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Adresse: Körnerplatz 11 01326 Dresden
Website: www.dresdner-bergbahnen.de bzw. www.dvb.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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