Wer bei seiner umfangreichen Sightseeing-Tour durch Berlin über den Potsdamer Platz schlendert, der findet nicht weit des Platzes ein weiteres faszinierendes Highlight der Hauptstadt. Direkt neben dem Martin-Gropius-Bau auf dem Gelände der „Topographie des Terrors“ befanden sich in den Jahren 1933 bis 1945 die Zentralen des nationalsozialistischen Terrors. Dabei handelte es sich um die Geheime Staatspolizei, die ebenfalls ihr eigenes Gefängnis besaß, die SS-Führung, der Sicherheitsdienst der SS (SD) sowie das Reichssicherheitshauptamt.

Von diesem Ort aus wurde damals die Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner des Nationalsozialismus in und über die Grenzen von Deutschland hinaus gelenkt. Darüber hinaus wurde ebenfalls der Völkermord an den europäischen Juden sowie auch an den Sinti und Roma organisiert. Welche eindrucksvollen Geschichten dich hier erwarten, erfährst du hier.

Der Schwerpunkt der Dauerausstellung

Das gesamte Jahr über beschäftigt sich die Ausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“ mit den zentralen Institutionen von der Polizei sowie der SS im „Dritten Reich“. Die von ihnen verübten Verbrechen in ganz Europa nehmen dabei ebenfalls eine relevante Rolle ein. Lass dich mit faszinierenden Fotomaterial und thematisch zugeordneten Pulten mit Dokumenten bequem durch die Themen der fünf Hauptkapitel führen.


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Das erste Kapitel umfasst die nationalsozialistische Machtübernahme. Während das zweite Kapitel mit der SS und der Polizei die Institutionen des Terrors behandelt, beschäftigt sich das dritte Kapitel vor allem mit der Verfolgung und Vernichtung im Reichsgebiet. Reichssicherheitshauptamt und die SS in den besetzten Gebieten stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit des vierten Kapitels. Abgeschlossen wird die gesamte Dauerausstellung mit dem fünften Kapitel, das das Kriegsende und die Nachkriegszeit beleuchtet. Verschiedene EDV-Stationen und Lesemappen versorgen die Besucher mit interessanten Informationen, die thematisch teilweise sogar über die Ausstellung hinausgehen.

Abgerundet wird die Ausstellung mit einigen Ton- und Filmdokumenten. Des Weiteren findet man an den Medienstationen die Möglichkeit, mithilfe von Überblendungen einzelne historische Entwicklungsphasen sowohl zeitlich als auch räumlich deutlich zu machen. Die Karten zeigen dabei unter anderem Standorte von Leitstellen der SS und Polizei sowie ausgewählte Verbrechensorte und eine Darstellung des nationalsozialistischen Konzentrationslagersystems als relevantes Element des Terrorsystems des „Dritten Reiches“.

Topographie des Terrors
Bild: Bernt Rostad Lizenz: CC BY 2.0

Berlin in den Jahren des Zweiten Weltkriegs

Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich im Frühjahr bis zum Herbst mit der Hauptstadt in den Jahren von 1933 bis 1945. Unter der Überschrift „Zwischen Propaganda und Terror“ werden die nationalsozialistische Politik in Berlin sowie die daraus resultierenden Folgen für die Stadt und ihre Bevölkerung thematisiert. Sammle Informationen darüber, wie die Nationalsozialisten es damals geschafft haben, sich in Berlin zu etablieren und die Stadt zu dem politischen Zentrum ihrer Herrschaft auszubauen.

Im Ausstellungsgraben findet man hingegen entlang der freigelegten Kellermauerreste farblich unterschiedlich gestaltete Hauptkapitel, die thematisch mit dem Berlin als Weimarer Republik beginnen. Präsentierte Fotos, Zeitungsartikel und verschiedene Dokumente ermöglichen eine umfangreiche Vertiefung in den ausgewählten Medienstationen.

Ein Rundgang über das gesamte Gelände

Komplementär zur Dauerausstellung „Topographie des Terrors“ haben Besucher die Möglichkeit, an einem reizvollen Geländerundgang teilzunehmen, der 15 Stationen umfasst. Am unmittelbaren Ort sollen die Gäste in die Historie des Areals eingeführt werden. Mit der Reichsführung-SS, dem Geheimen Staatspolizeiamt und dem Reichssicherheitshauptamt haben sich in den Jahren von 1933 bis 1945 die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparats auf dem Areal befunden.

Mithilfe von Informationspulten mit Fotos, Dokumenten und 3D-Grafiken erhält man einen guten Überblick über die Geschichte des Areals. Eine Audioführung bietet dabei zusätzliche Informationen zu jeder Station. Im Geländerundgang begegnet man ebenfalls den unter Denkmalschutz stehenden Überresten der Berliner Mauer.


Mit vielseitigen Medien wird die dunkle Zeit des Nationalsozialismus in Berlin anschaulich und interessant dargestellt. Als geschichtsträchtiger Ort bietet die „Topographie des Terrors“ einen umfangreichen und authentischen Einblick in die verschiedenen Entwicklungsphasen, die zum Zweiten Weltkrieg geführt haben oder danach resultiert sind. Der professionelle Überblick über die grauenhaften Taten der Nationalsozialisten regt sicherlich zum Nachdenken an.

Beitragsbild: Marie-Lise van Wassenhove Lizenz: CC BY-ND 2.0

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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