Römische Bauten, die fast 2000 Jahre alt sind, erwarten euch in Trier. Die Stadt an der Mosel ist die älteste Stadt Deutschlands und trägt in ihrem Stadtbild die unverkennbare Handschrift der Römer. Entdeckt in eurem nächsten Kurzurlaub noch weitere Trier Sehenswürdigkeiten.

Die schönsten Attraktionen haben wir für euch zusammengestellt.

1. Porta Nigra

Porta Nigra

Das Porta Nigra ist die bekannteste Trier Sehenswürdigkeit und darf natürlich auf dieser Liste nicht fehlen. Das schwarze Tor, wie das Bauwerk auf Deutsch heißt, ist ein ehemaliges Stadttor der Römer. Man geht davon aus, dass das Bauwerk etwa 180 nach Christus errichtet wurde. Ihr solltet das Porta Nigra als erste der Trier Sehenswürdigkeiten besuchen. Von hier aus habt ihr nicht nur einen guten Ausgangspunkt zu den anderen Highlights von Trier, sondern beginnt euren Rundgang auch mit dem ältesten Gebäude der Stadt.

Der Name „schwarzes Tor“ stammt wahrscheinlich aus dem Mittelalter. Die Steine verfärbten sich aufgrund von Witterung und Umwelteinflüssen im Laufe der Jahrhunderte dunkel.

Dass das Porta Nigra niemals dem Abrisshammer zum Opfer fiel oder die Steine anderweitig verwertet wurden, verdankt das Bauwerk dem sizilianischen Mönch Simeon. Er ließ sich 1028 als Einsiedler in dem Gebäude nieder. Nach seinem Tod 1035 wurde er im Erdgeschoss bestattet und  heiliggesprochen. Ihm zu Ehren wurde das Simeonstift errichtet und das Tor zu einer Kirche umgebaut.

Ab 1804 verfügte Napoleon den Rückbau der Kirche. Die Preußen vollendeten seine Arbeit und ab 1815 war wieder das römische Tor zu sehen.

Unser Trier Insidertipp: besucht den historischen Brunnenhof und genießt umgeben von Mauern aus dem 11. Jahrhundert das einzigartige Ambiente. Im Café Brunnenhof könnt ihr euch herrlich entspannen.

Adresse: Porta-Nigra-Platz, Trier

Öffnungszeiten: Von April bis September täglich von 9 bis 18 Uhr, von Oktober bis März täglich von 9 bis 17 Uhr, von November bis Februar täglich von 9 bis 16 Uhr

Eintritt: Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren zahlen 2,50 Euro, Renter, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende zahlen 3 Euro

Homepage: www.trier-info.de/portanigra-info

 


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2. St. Peter Dom

Dom Trier

Mitten im Stadtzentrum von Trier könnt ihr diese Sehenswürdigkeit gar nicht übersehen. Das beeindruckende Gotteshaus geht auf Ursprünge im Jahr um 340 zurück und gilt als älteste Kirche und ältestes Bauwerk Deutschlands.

Grund genug also, dass ihr euch dieses Highlight von Trier unbedingt anschauen solltet. Neben den beeindruckenden Ausmaßen des Bauwerks, sind es vor allem die Reliquien, die den Dom einmalig machen. Besonders beliebt bei den Gläubigen und seit 1512 ein Grund für Wallfahrten nach Trier ist der Heilige Rock. Dieser soll der Überlieferung nach von Helena, der Mutter von Konstantin dem Großen, nach Trier gebracht worden sein. Wie alt der Rock ist und woher er kommt, kann niemand genau sagen.

Neben dem Rock wird in dem Dom einer der Heiligen Nägel vom Kreuz Christi verwahrt. Auch diesen soll Helena, die Mutter von Konstantin dem großen nach Trier gebracht haben.

Neben den Reliquien sind es aber auch Ausstattungsgegenstände, die den Dom auszeichnen. So wurde die Domkanzel vom Trierer Künstler Hans Ruprecht Hoffmann geschaffen. Der große Aufbau im Ostchor mit Pilgertreppen und Durchblicksöffnung zur Heiltumskapelle wurde von Johann Wolfgang Frölicher geschaffen. Ebenso das Taufbecken, welches sich im Westchor des St. Peter Doms befindet. Ein weiteres besonderes Kunstwerk, das ihr hier bestaunen könnt, ist der Andreas-Tragaltar. Er gilt als  eines der bedeutendsten Werke der ottonischen Goldschmiedekunst.

Unser Tipp: Besucht auch die Dom-Schatzkammer. Hier werden verschiedene Stücke des Kirchenschatzes gezeigt, von der Spätantike bis in das 20. Jahrhunderts. Außerdem mehrere historische Handschriften des Mittelalters und liturgische Gewänder.

Adresse: Liebfrauenstraße 12, Trier

Öffnungszeiten des Doms: Von November bis März täglich von 6.30 bis 17.30 Uhr, von April bis Oktober täglich von 6.30 bis 18 Uhr

Die Öffnungszeiten der Dom-Schatzkammer findet ihr hier

Homepage: www.dominformation.de

3. Kaiserthermen

Kaiserthermen

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten von Trier zählen zweifellos auch die Kaiserthermen. Sie sind die jüngsten der drei Badeanlagen von Trier. Die Kaisertherme ist heute nur noch eine Ruine und liegt in einer Parkanlage, in der ihr herrlich spazieren gehen könnt. Die geplante Therme wurde nie fertiggestellt, um 316 wurden die Bauarbeiten eingestellt. Der Thermenbetrieb wurde vermutlich nie, und wenn nur in sehr kleinem Umfang aufgenommen. Danach wurde der Bau als Kaserne genutzt.

Wie groß die Therme einmal war, erlebt ihr, wenn ihr den Warmbadesaal, bzw. was davon übrig ist, betretet. Er bietet heute Platz für Theateraufführungen mit bis zu 650 Zuschauern.

Adresse: Weberbach 41, Trier

Öffnungszeiten: Von April bis September täglich von 9 bis 18 Uhr, von Oktober bis März täglich von 9 bis 17 Uhr, von November bis Februar täglich von 9 bis 16 Uhr

Eintritt: Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren zahlen 2,50 Euro, Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende zahlen 3 Euro

Unser Tipp: Schaut euch auch die Barbarathermen und die Thermen am Viehmarkt an. Diese sind die ältesten der römischen Thermen in Trier. Als diese für die wachsende Stadtbevölkerung zu klein wurden, errichteten die Römer ab 149 n. Chr. die Barbarathermen. Sie sind die Thermen mit der größten Grundfläche nördlich der Alpen. Die Barbarathermen könnt ihr auf einem Besuchersteg durchqueren und habt so von oben auf die Ruinen einen perfekten Blick. Die Grundrisse der einzelnen Thermen sind so besonders gut zu erkennen.

Öffnungszeiten Barbarathermen: Von April bis September täglich von 9 bis 18 Uhr, von Oktober bis März täglich von 9 bis 17 Uhr, von November bis Februar täglich von 9 bis 16 Uhr

Öffnungszeiten Thermen am Viehmarkt: Das ganze Jahr über täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr.

Eintritt: Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren zahlen 2,50 Euro, Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende zahlen 3 Euro

4. Konstantinbasilika

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Ein weiteres römisches Bauwerk, das das Stadtbild von Trier prägt, ist die Konstantinbasilika. Heute wird sie von der evangelischen Gemeinde von Trier genutzt. Gebaut wurde sie als Audienzhalle der römischen Kaiser erbaut. Das Innere der Kirche ist seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht gehalten und erinnert entfernt an eine Industriehalle. Das liegt an den hohen roten Backsteinwänden, die in Doppelreihen mit Bogenfenstern ausgestattet sind. Die Holzdecke ist rund 36 Meter hoch.

Lasst das Gebäude auf euch wirken, das gerade durch seine Schlichtheit eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.

Adresse: Konstantinplatz 10, Trier

Öffnungszeiten: Im November und Januar bis März von dienstags bis samstags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, sonntags und feiertags von 13 bis 15 Uhr, im Dezember von montags bis samstags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, sonntags und feiertags von 13 bis 15 Uhr, von April bis Oktober von montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr

Homepage: http://ekkt.ekir.de/index.php?id=2490

5. Rheinisches Landesmuseum


Ein Besuch solltet ihr bei eurem Kurzurlaub in Trier dem Rheinischen Landesmuseum abstatten. Diese Trier Sehenswürdigkeit beeindruckt mit einer umfassenden Sammlung rund um 200.000 Jahre Geschichte der Stadt Trier und der Region.

In der Dauerausstellung des Rheinischen Landesmuseums werdet ihr auf einen Rundgang von der Steinzeit, über die Römerzeit, den Franken bis zu den letzten Trierer Kurfürsten geführt. In der Ausstellung erwarten euch spannende Exponate: das „Schulrelief“, der „Trierer Goldschatz“ oder Steinwerkzeuge und Funde aus der Bronzezeit. Ebenso umfasst die Ausstellung eine große Sammlung an fast vollständig erhaltenen Mosaiken.

Unser Tipp: Direkt neben dem Museum befindet sich der Palastgarten von Trier. Hier steht auch das Kurfürstliche Palais, dass heute als Verwaltungsgebäude und Tagungsstätte genutzt wird. Im Gegensatz zum Palais ist der Palastgarten immer für die Öffentlichkeit zugänglich. Nutzt den barocken Garten für einen kleinen Spaziergang oder macht es euch auf einer der Bänke oder Grünflächen bequem

Adresse: Weimarer Allee 1, Trier

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr

Eintritt: Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro, der ermäßigte Eintritt kostet 6 Euro und gilt für Schüler über 18 Jahre, Studenten, Auszubildende, FSJ-Leistende, Rentner, Arbeitslose und Schwerbehinderte, Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahre zahlen 4 Euro Eintritt

Homepage: www.landesmuseum-trier.de

6. St. Paulin Kirche


Eine außergewöhnlich schöne Kirche ist die St. Paulin Kirche. Die heutige Kirche wurde ab 1734 vom damaligen Kurfürsten Franz Georg von Schönborn aufgebaut. An der Stelle der St. Paulin Kirche standen aber bereits seit dem 4. Jahrhundert Kirchbauten.

Besonders hervorzuheben und absolut sehenswert ist der Innenraum der spätbarocken Kirche. Dieser wurde gestaltet von Balthasar Neumann, einem bekannten Baumeister dieser Zeit. Die Innenansicht der Kirche erwartet euch mit hellen Säulen und prunkvollen und farbenfrohen Fresken an der Decke der Kirche. Diese wurden von Christoph Thomas Scheffler gestaltet. Sie zeigen die Geschichte des heiligen Paulinus und das Martyrium der Thebäischen Legion.

Weitere sehenswerte Details sind der Hochaltar und die Kanzel, die aus dem Zisterzienserkloster Himmerod stammt. Außerdem könnt ihr in die Gruft unter der Kirche schauen. In dieser liegen die sterblichen Überreste der römischen Soldaten, die der Thebäischen Legion angehörten. Einmal im Jahr zu den „Märtyrertagen“ wird die Gruft ganz geöffnet.

Adresse: Thebäerstraße, Trier

Öffnungszeiten: montags, mittwochs und samstags von 9 bis 17 Uhr, dienstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr

7. Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier


Dieses Museum in der Stadtbibliothek gehört zu den neusten Sehenswürdigkeiten Triers. Es beheimatet wertvolle und einzigartige Handschriften und Drucke aus dem Mittelalter und früher Neuzeit. Die Handschriften und Drucke sind reich verziert und zählen zu den künstlerischen Höhepunkt der ottonischen und karolingischen Epoche, bzw. späterer Zeiten. Besonders beeindruckend ist die „Gutenbergbibel“, das Mainzer „Catholicon“ oder ein weltweit nur ein einziges Mal nachgewiesener „Fischkalender“ aus der Zeit um 1493.

Adresse: Weberbach 25, Trier

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

Eintritt: Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt; der ermäßigte Eintrittspreis von 3 Euro gilt für Studenten, Schüler, Senioren ab 65 Jahre, Kinder von 10 bis 18 Jahren und Menschen mit Behinderung

Homepage: http://www.stadtbibliothek-weberbach.de/schatzkammer/

8. Naturparkzentrum Teufelsschlucht

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Eine knappe halbe Stunde fahrt ihr mit dem Auto von Trier, dann erreicht ihr die Teufelsschlucht. Diese Landschaft mit ihren bizarren Felsformationen und engen Schluchten ist ein perfektes Ausflugsziel für Wanderungen. Ihr könnt euch per GPS-Koordinaten durch die vielfältige Landschaft bewegen und entdeckt so immer neue Pfade und Wege.

In der Teufelsschlucht geht es aber nicht nur tief nach unten, sondern auch hoch hinaus. Das Teufelsloch bietet eine herrliche Aussicht über die Region. Ein weiteres Highlight der Teufelsschlucht ist das Gräberfeld von Holsthum oder der Felsenweiher, ein künstlich angelegter Teich zwischen grün bewachsenen Felsen. Am Felsenweiher lässt es sich wunderbar rasten. Auf Ruhebänken könnt ihr euch entspannen. Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz zum Austoben.

Unser Tipp: Besucht mit der ganzen Familie den Dinosaurier-Park Teufelsschlucht. Auf einem zwei Kilometer langen Rundweg erwarten euch die urzeitlichen Tiere – ein Spaziergang durch 620 Millionen Jahre. 150 lebensechte Modelle in originaler Größe lassen die Urzeit lebendig werden.

Adresse: Naturparkzentrum Teufelsschlucht, Ferschweilerstraße 50, Ernzen

Öffnungszeiten für den Dinosaurier-Park Teufelsschlucht: Vom 24. März bis 4. November täglich von 10 bis 18 Uhr

Eintritt in den Dinosaurier-Park Teufelsschlucht: Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren zahlen 11,50 Euro, Kinder von 4 bis 12 Jahren 9,50 Euro

Homepage: www.teufelsschlucht.de

9. Amphitheater und Petrisberg

Amphitheater Trier

Das Amphitheater ist eine bekannte Sehenswürdigkeit Triers, die viele Besucher anlockt. Nur wenige hundert Meter von den Kaiserthermen entfernt findet ihr die Überreste des römischen Bauwerks aus dem 2. Jahrhundert. Seit 1986 gehört das Amphitheater, wie alle römischen Baudenkmäler Triers, zum UNESCO-Welterbe Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier.

Unter dem Amphitheater befindet sich ein Keller, der zu römischen Zeiten wohl über einen Aufzug, bzw. Hebebühne verfügte, um Menschen und Tiere in die Arena zu befördern. Diese wurde für Gladiatoren- und Tierkämpfe genutzt, für Hinrichtungen und für Verkündigungen der Kaiser oder hoher Beamter.

Oberhalb des Amphitheaters von Trier findet ihr den Aussichtspunkt Petrisberg. Von dort habt ihr eine perfekte Aussicht auf die Stadt Trier und das umliegende Moseltal mit seinen Weinbergen.

Unser Tipp: das Amphitheater ist auch Ausgangspunkt für den rund 1600 Meter langen Weinkulturpfad. Dieser führt euch durch die Weinberge und veranschaulicht euch auf Informationstafeln die Arbeit eines Winzers und die nötige Pflege der Rebstöcke. Das Ende des Pfades liegt im Trierer Weinort Oelwig. Dort könnt ihr gleich noch in einen der vielen Weinkeller einkehren und den Wein verkosten.

Adresse: Bergstraße 45, Trier

Öffnungszeiten: Von April bis September täglich von 9 bis 18 Uhr, von Oktober bis März täglich von 9 bis 17 Uhr, von November bis Februar täglich von 9 bis 16 Uhr

Eintritt: Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren zahlen 2,50 Euro, Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende zahlen 3 Euro

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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