Thai-Massage: Geschichte, Wirkungsweise & mehr

Die Thai-Massage gehört zu den beliebtesten Massagen überhaupt. Nicht nur in Thai-Massage-Salons, auch in den Spa-Bereichen guter Wellnesshotels wird die traditionelle thailändische Art der Massage angeboten. Zudem kannst Du die Thai-Massage in vielen Thermen in Deutschland bei einem Besuch hinzubuchen. Bei uns erfährst Du mehr zur Technik, der Geschichte und der Wirkungsweise der Thai-Massage.

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Was ist eine Thai-Massage?

Die traditionelle Thai-Massage lässt sich am besten als Kombination verschiedener Massagetechniken verstehen. Diese Form der Massage besteht aus Dehnbewegungen und Streckpositionen, die mit Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen kombiniert werden. Somit fasst die Thai-Massage Elemente des indischen Yogas sowie der westlichen Akupressur. 

Ursprünge & Geschichte der traditionellen Thai-Massage

Durch verschiedene Yoga-Elemente wie Fisch, Pflug, Brücke, Zange und weitere, hat die Thai-Massage ihren Ursprung nicht in Thailand, sondern in Indien. Als Urheber der heute bekannten Thai-Massage gilt der indische Arzt Jivakar  Kumar  Bhaccha, der bis zum heutigen Tag in Thailand als “Vater der Medizin” verehrt wird. In der klassischen Thai-Massage beginnt die Behandlung mit einer Andacht des Arztes, indem die Masseurin die Worte “Om  Namo  Jivago” spricht. Die Geschichte besagt, dass Jivakar Kumar Bhaccha, ein Zeitgenosse Buddhas und Leibarzt des indischen Maghada-Königs Bimbisara, diese Form der Körperarbeit und Therapie in buddhistischen Tempeln lehrte. Teilweise gibt es auch die Auffassung, dass die buddhistischen Mönche selbst die Thai-Massage entwickelt hätten, um die körperlichen Beschwerden nach langen Meditationsstellungen zu behandeln.

Zusammen mit dem Buddhismus hat auch die Thai-Massage den indischen Kontinent verlassen und ist heute verbreiteten Massagetechniken wie der Yoga- und Ayurveda-Massage gewichen. Im Laufe der Jahrhunderte nahm zudem die traditionelle chinesische Medizin Einfluss auf die Massagemethoden. Bis heute ist die traditionelle Thai-Massage dem Buddhismus eng verbunden. Für die oder den Massierenden ist es wichtig, sich während der Massage in einem Zustand der Achtsamkeit, des Gleichmuts, des Mitgefühls und der anteilnehmenden Freude zu befinden.

Wirkunsgweise der Thai-Massage auf den Menschen

Die Basis der Thai-Massage bildet das sogenannte ayurvedische  System. Dieses teilt dem Körper 72.000 Energielinien zu - zehn davon werden in der klassischen Thai-Massage behandelt. Über die Energielinien, die bestimmte Energiepunkte besitzen, soll der Patient bei der Massage mit neuer Lebensenergie versorgt werden. Im japanischen Shiatsu kennt man diese Energiepunktes als Akupressurpunkte. Mittels verschiedener Dehnpositionen wird die Sauerstoffaufnahme der Muskulatur, sowie die Atmung des Patienten angeregt. Die Druckmassage bewirkt ebenfalls eine intensivere Atmung, die sich positiv auf die Regeneration sowie die Entspannung der behandelten Person auswirkt.

Wissenschaftlich betrachtet regt die Druckpunktmassage die Blutzirkulation an. Die Dehnung der Muskeln löst Verspannungen. Verschiedene Yogapostionen wirken sich zudem erwiesenermaßen positiv auf die Körperhaltung aus, was neuen Verspannungen und Rückenleiden vorbeugt. In den Positionen, in denen die Beine angehoben werden, wird der Lymphfluss wie bei einer Lymphdrainage angeregt. Die achtsamen Bewegungen der Thai-Masseurin sorgen für tiefe Entspannung, die wiederum den Parasympathikus - einen Teil des vegetativen Nervensystems - aktiviert. Dies sorgt für ein Gefühl der Geborgenheit, das auf den Patienten bzw. die Patientin stresslösend und stimmungsaufhellend wirkt. 

Gibt es verschiedene Arten von Thai-Massagen und wie laufen diese ab?

Die klassische Thaimassage besteht aus den zuvor genannten Dehnbewegungen und Druckmassagen. Dazu gehören auch eine Fußreflexzonenmassage, eine wohltuende Gesichts- und Kopfmassage sowie die Massage des Rückenbereiches. Manche Massagesalons, Thermen und Wellnesshotels bieten diese Massagen auch einzeln an. Abwandlungen der klassischen Thai-Massage sind zudem die Kräuterstempelmassage und die Thai-Sport Massage.

Bei der Kräuterstempelmassage wird der ganze Körper mit warmen Ölen eingesalbt und Stempelsäckchen massiert. Bei dieser Massage finden diverse Kräuter, Gewürze und Pflegestoffe Anwendung, die in die etwa handgroßen Baumwollsäckchen gefüllt werden. In einem ersten Schritt wird der Körper mit zwei dieser Kräuterstempel abgeklopft. Dem folgen kurze, schnelle Streichbewegungen. Sobald sich die Temperatur des Stempels der Haut angeglichen hat, massiert die Masseurin den Körper entlang der Energiebahnen.

Eine weitere Abwandlung der traditionellen Thai-Massage ist die Thai-Sport-Massage. Vor dem Sport soll die Massage diverse Muskelbereiche lockern, nach der sportlichen Betätigung beugt sie einem Muskelkater vor. Bei dieser Form der Thai-Massage liegt der Fokus auf der Akupressur. Verspannte Muskeln werden mit noch mehr Druck behandelt, wie man es aus anderen Massagearten kennt.

Wer bietet Thai-Massagen an?

Sowohl Thai-Massage-Salons, als auch auch Thermalbäder und Wellnesshotels bieten die Behandlungsform der Thai-Massage an. Bis in die Physiotherapie-Praxen hat es die thailändische Massageform noch nicht geschafft, weshalb diese auch leider nicht von den Krankenkassen bezahlt wird. Dennoch ist die Thai-Massage eine wissenschaftlich erprobte und medizinisch wirksame Form der Behandlung. In Deutschland wird sie leider nur als “Wellnessmassage” angeboten. 

Wie lange dauert eine Thai-Massage?

Weile die klassische Thai-Massage aus mehr als 77 einzelnen Behandlungsschritten besteht, braucht es mindestens 60, besser 90 Minuten pro Behandlung. Eine sehr umfangreiche und intensive Behandlung kann bis zu drei Stunden dauern.

Kosten für eine Thai-Massage

Der Preis für eine Ganzkörpermassage nach thailändischer Art variiert je nach Dauer. Eine 60-minütige Thai-Massage ist günstiger als eine 90-minütige, oder sogar 3-stündige Massage. Zudem locken einige Thai-Massage-Salons mit sehr niedrigen Preisen. Hier ist Vorsicht geboten, da mitunter auch unprofessionelle Scharlatane Thai-Massagen anbieten. Ist der Preis etwas höher, kann man sicher sein, dass es sich um geschultes Personal handelt. Keine Angst haben braucht man in deutschen Thermen und Wellnesshotels. Dort arbeiten ausschließlich medizinisch geschulte Menschen mit fachbezogener Ausbildung.

 

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