Unglaubliche Felsformationen, beeindruckende Klippen und eine malerische Landschaft wie vor tausend Jahren. Zu Dänemark gehörend im Nordatlantik zwischen Island und Norwegen findest du die Färöer Inseln mit ihrer atemberaubenden und zum großen Teil noch unberührten Natur.

Auf den 18 verschiedenen Inseln erwartet dich kein typischer Badeurlaub, dafür aber unbeschreibliche Landschaften. Die noch nicht all zu überlaufenden Färöer erreichst du entweder mit der Fähre oder mit dem Flieger. Die größeren Inseln selber sind mit einem Tunnelsystem verbunden, wohingegen die kleineren Inseln nur mit der Fähre oder dem Hubschrauber erreichbar sind.

Wichtige Informationen

 

Wo genau liegen die Färöer Inseln?

Färöer Inseln Karte

Die Färöer Inseln sind hoch oben im Norden, um genau zu sein im Nordatlantik, angesiedelt und gehören zu Dänemark. Nichtsdestotrotz sehen sich die Färöer Einwohner als eigenes Volk mit autonomer Selbstverwaltung.

Wie viele Inseln gibt es?

Insgesamt sind es 18 Inselgruppen, welche sich auf eine Gesamtfläche von 1.399 Quadratkilometern verteilen. Die größte Insel ist Streymoy, auf der du auch die Hauptstadt Tórshavn findest.

Die Färöer sind in sechs Regionen aufgeteilt.

  • Norðoyggjar (Nordinseln)
  • Eysturoy
  • Vágar und Mykines
  • Sandoy, Skúvoy und Stóra Dímun
  • Suðuroy
  • Streymoy, Nólsoy, Hestur und Koltur

 

Jede der Inseln hat ihren eigenen Charakter, welche durch wunderschöne Fjorde und Meerengen geteilt sind. Die kleinste der Inseln ist komplett nicht bewohnt, auf allen anderen Färöer Inseln lebt mindestens eine Person und mehr. Insgesamt leben ca. 50.000 Inselbewohner hier, die meisten jedoch leben auf der Hauptinsel Streymoy.

Vom europäischen Festland erreichst du die Färöer Inseln in knapp 2 Flugstunden oder aber du reist mit der Fähre an.

Ein einmaliges Erlebnis ist der Nationalfeiertag am 29. Juli, welcher immer in großem Rahmen in der Hauptstadt Tórshavn gefeiert wird.

Anreise auf die Färöer Inseln - Fähre oder Flugzeug?

Anreise auf die Färöer Inseln

Man könnte denken, dass die Färöer Inseln wegen ihrer Abgelegenheit nicht all zu gut zu erreichen sind. Stimmt nicht ganz. Tatsächlich sind sie sogar sehr gut an das europäische Festland angebunden.

Du musst dich nur zwischen zwei Wegen entscheiden. Entweder auf dem Seeweg mit der färingischen Fährgesellschaft Smyril Line oder aber mit den Fluggesellschaften Atlantic Airways und SAS.

Auf die Färöer Inseln mit der Fähre

Es gibt eine direkte Fährverbindung mit dem Passagierschiff MS Norröna zwischen Dänemark (Hirtshals) und den Färöer Inseln (Tórshavn), welche auch weiter nach Island fährt. Sie fährt ganzjährig einmal die Woche im Winter und im Sommer zweimal die Woche. Für die Überfahrt musst du zwischen 30 und 38 Stunden einplanen, welche aber wie im Nu vorübergehen. Denn die Kabinen sind mit Schlafsofas, TV und Schreibtisch sowie mit einem eigenen Bad und WC.

Zu beachten ist, dass die Abfahrten immer von den aktuellen Wetterumständen abhängig sind.

Mehr Infos: Hier geht es zu den Fährverbindungen

Auf die Färöer Inseln mit dem Flugzeug

Wer den schnelleren Weg bevorzugt, kann mit dem Flugzeug auf die Inseln fliegen. Denn von Norwegen, Schottland, Dänemark und Island fliegen das ganze Jahr über Direktflüge. Flüge aus Deutschland haben immer einen Zwischenstopp in einem dieser Länder. Von dort aus dauert der Flug mit der Fluggesellschaft Atlantic Airways dann nur noch circa 2 Stunden.

Mehrmals am Tag landen die Maschinen auf der Insel Vágar, denn hier befindet sich der einzige Flughafen der Färöer.

Flüge Färöer Inseln >>

 

Die Hauptstadt Tórshavn

Wenn du mit der Fähre anreist wirst du im Hafen der Hauptstadt Tórshavn auf der Insel Streymoy andocken. Das Besondere daran? Vom Wasser aus hast du den besten Blick auf die wunderschöne Stadt mit ihren charakteristischen Häusern. Ein unvergesslicher Anblick.Tórshavn Panorama

Die größte Stadt der Färöer Insel ist gleichzeitig die kleinste Hauptstadt der Welt mit circa 20.000 Einwohnern.

Generell ist hier alles etwas gemächlicher und trotzdem pulsiert hier das Leben. Neben Restaurants und Cafés findest du auch Theater, Kinos und diverse Museen in der lebendigen und modernen Innenstadt. Auch die öffentlichen Institutionen wie Krankenhäuser, Banken, Bibliotheken und die Universität sind in Tórshavn angesiedelt.

Unten am Hafen hingegen kannst du die historischen Holzhäuser in Rot mit ihren Rasen Dächern bestaunen, in denen heutzutage die Färöer Regierung und der Premierminister sitzen.

Überfüllte Straßen und überlaufene Innenstädte suchst du hier vergebens. Auch findest du hier keine großen Ketten, vielmehr kaufst du den Fisch frisch am Hafen und deine Klamotten in lokale Läden.

Tórshavn ist der Nabel der Färöer Inseln und somit gehen von hier aus auch alle Bus-und Fährlinien ab. Es macht also Sinn sich in der Hauptstadt niederzulassen und von hier die anderen Inseln zu besuchen.

Die Busse in Tórshavn direkt, welche übrigens rot sind, fahren kostenlos. So kannst du ganz entspannt von A nach B fahren, so oft du möchtest. Eine 7 oder 4 Tageskarte, mit der du auch alle anderen Busse und Fähren zu den anderen Inseln nehmen kannst, ist hingegen etwas teurer. Für 60€-90€ für eine Travel Card, kannst du aber in diesem Zeitraum beliebig oft fahren.

Die beliebtesten Ausflugsziele in Tórshavn sind:

  • Tinganes – die Altstadt von Tórshavn mit seinen engen Gassen und charmanten 500 Jahre alten roten Häusern, gebaut aus Holz und mit Rasen Dächern. Hier sitzt heutzutage die Färöer Regierung und der Ministerpräsident.
Färöer Inseln Sehenswürdigkeiten
  • Tórshavner Domkirche – eine der ältesten Kirchen der Färöer Inseln, welche 1788 erbaut wurde.
  •  Viðarlundin í Havn – der Tórshavner Stadtpark mit dem größten Wald auf den Inseln, in dessen Mitte ein Denkmal für die verstorbenen Fischer und Seemänner steht, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
  • Fort Skansin – eine alte Festung mit Leuchtturm
  • Listasavn Føroya – das Kunstmuseum mit der größten Färöischen Kunstsammlung
  • Norðurlandahúsið – ein Highlight der Architektur und gleichzeitig Kultur – und Kongresszentrum der Färöer

 

Wie reise ich am besten auf den Färöer Inseln?

Wenn man ein mal auf den Färöer Inseln angekommen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten sich fortzubewegen. Die Infrastruktur ist tatsächlich ziemlich gut ausgebaut, sodass du ohne Probleme durch die zwei untermeerischen Tunnel, die vielen Brücken und einige andere Tunnel von einer Insel zur anderen kommst. Einzelne Tunnel sind allerdings gebührenpflichtig. Die Inseln Suðuroy und Sandoy können einfach und schnell mit der Fähre erreicht werden. Die kleineren Inseln erreichst du dagegen mit kleinen Transferbooten.

Brücken auf Färöer Inseln

Wenn du also mit deinem eigenen Auto anreist, bist du super flexibel. Aber auch wenn du mit dem Flugzeug anreist, musst du nicht an einem Ort Verweilen. Am einfachsten ist es dir hier einen Mietwagen für den Zeitraum deiner Reise zu mieten. Aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren wunderbar. Mit Bussen kannst du auf den einzelnen Inseln von A nach B fahren oder aber du leihst dir ein Fahrrad und erkundest die Inseln auf zwei Rädern.

Das solltest du beim Autofahren auf den Färöer Inseln beachten

  • Hier gilt Rechtsverkehr
  • Tagsüber muss mit Abblendlicht gefahren werden
  • Innerorts darf man 50 km/h fahren, außerorts 80 km/h
  • Die Tunnel sind nicht beleuchtet, also unbedingt Licht an!
  • Es kann dazu kommen, dass Schafe die Straße kreuzen
  • Überholmanöver werden mit der Lichthupe signalisiert

Neben diesen doch recht üblichen Verkehrsmitteln gibt es auf den Inseln noch die Möglichkeit mit dem Hubschrauber zu fliegen. Diese fliegen bevorzugt zu den kleinen und abgelegenen Inseln. Rundflüge sind allerdings nicht möglich und Einheimische, die einen Platz brauchen, haben immer Vorrang.

 

Die beste Reisezeit für die Färöer Inseln

Das Wetter auf den Färöer Inseln ist oft sehr wechselhaft. Stell dich also darauf ein, dass es am Anfang des Tages regnerisch und windig sein kann, am Nachmittag aber schon wieder die Sonne rauskommt.

Wann ist also die beste Reisezeit für einen Urlaub auf den Färöer Inseln?

So genau kann man das wegen des wechselhaften Wetters gar nicht sagen.

Die Niederschläge sind über das Jahr verteilt recht gleichmäßig. Es gibt also keine längeren Trockenperioden.

Von Oktober bis Dezember musst du allerdings mit den meisten Niederschlägen rechnen. Und auch die dunkelsten Tage sind von November bis Februar, was es schwierig macht den Tag mit verschiedenen Aktivitäten zu gestalten.

Von Mai bis Juli sind dann die längsten und hellsten Tage und auch die Niederschläge sind nicht ganz so hoch. Empfehlenswert sind also die Monate von Mai bis August.

Ausschlaggebend für das Färöer Klima ist der Golfstrom, nicht die nördliche Lage. So kommt das vergleichsweise milde Klima zustande mit recht klarer Luft und immer einem frischen Windchen.

Wenn du verschiedene Inseln besuchst, denke daran, dass das Wetter auf jeder Insel anders sein kann. Am besten du bist generell immer auf Regen und Sturm vorbereitet. Wenn es dann doch strahlender Sonnenschein ist, um so besser.

Durchschnittlich wird es im Sommer 11-13 Grad, also sehr kühl und im Winter milde 2-3 Grad. Schnee bleibt in den niedrigeren Lagen nicht all zu oft liegen und auch die Häfen sind meist eisfrei.

 

Die schönsten Reiseziele und Regionen der Färöer

Norðoyggjar  Eysturoy  Vágar & Mykines 

Skúvoy, Sandoy & Stóra Dímun  Suðuroy  Streymoy, Nólsoy, Hestur & Koltur

1. Die Nordinseln (Norðoyggjar)

Die Nordinseln (Norðoyggjar) bestechen mit ihrer atemberaubend schönen Landschaft. Bestehend aus sechs Inseln, Borðoy, Kunoy, Viðoy, Kalsoy, Fugloy und Svínoy, hat jede Insel ihr eigenes Highlight.

Alle Inseln sind innerhalb eines Tagesausfluges zu erreichen, jedoch bietet es sich an sich etwas mehr Zeit zu nehmen um die Natur und die einzelnen Inseln auf sich wirken zu lassen. Einige Inseln sind mit Straßen und Brücken verbunden, andere erreicht man nur mit der Fähre oder einem Boot.

Bordoy

1. Bordoy

Borðoy ist die größte Insel und besteht aus acht Dörfern. Norðoyri, Klaksvík, Ánirnar, Árnafjørður, Norðtoftir, Depil, Norðdepil und Múli. Hier findest du beeindruckende Natur mit ihren Bergen und wunderschönen Fjorden. Genau deshalb ist die Insel sehr beliebt um verschiedene Wanderungen von Dorf zu Dorf zu machen.

Kunoy

2. Kunoy

Kunoy hingegen ist die höchste aller Färöer Inseln. Sechs Berge ragen hier mit über 800 Metern hoch empor. Die Natur wirkt hart und unfreundlich, dennoch ist die Landschaft faszinierend. Drei Dörfer machen die Insel aus – Haraldsund, Kunoy und Skarð. Das Highlight ist der Wanderweg zwischen Haraldsund und Skarð, auf dem du die raue Natur hautnah erleben kannst.

Vidoy

3. Vidoy

Viðoy ist die nordischste der Nordinseln mit zwei Ortschaften: Viðareiði und HvannasundDie Insel ist vor allem für ihre wunderschönen Sonnenuntergänge bekannt.

Kalsoy

4. Kalsoy

Eine der längsten und schmalsten Inseln im Norden ist Kalsoy.  Mit ihren vier Dörfern Syðradalur, Húsar, Mikladalur und Trøllanes ist sie einfach mit der Fähre zu erreichen. Diese fährt mehrmals täglich von Klaksvík auf der größten Insel ab. Hier kannst du eine wnaderung zum Leuchtturm machen, von dem aus du einen beeindruckenden Blick über die Inseln hast. Außerdem ist Kalsoy beliebt für Sommerhäuser.

Fugloy

5. Fugloy

Fugloy ist bekannt für seine Artenvielfalt an Vögeln, daher auch der Name. Auf der relativ kleinen Insel gibt es zwei Dörfer, Hattarvík und Kirkja.

Svinoy

6. Svinoy

Die beliebteste Insel zum Wandern ist Svínoy. Sie ist flach und besticht mit einer atemberaubenden Aussicht. Diese ist nur mit dem Helikopter oder Boot zu erreichen, aber definitiv einen Ausflug wert.

2. Eysturoy

Eysturoy ist die zweitgrößte Inselgruppe der Färöer Inseln und ist wegen der Lage eine Ostinsel. Hier erwarten dich vor allem beeindruckende Ausblicke und tolle Exkursionen.

Die vielen kleinen Dörfer zeigen noch heute das Leben wie es früher einmal war und die kleinen Wälder drumherum erzeugen eine gar mystische Atmosphäre.Eysturoy InselElduvík, Funningur und Hellur gehören zu den beliebtesten Dörfern auf der Insel, Runavík ist das größte mit 3500 Einwohnern. Die Fischerei ist hier der größte Ernährer und somit findest du hier auch die größte Lachsfarm der Welt.

Ein weiteres Highlight auf Eysturoy ist das G-Festival in Gøta. Ein Musikfestival, welches jedes Jahr stattfindet und zum zweitbesten Musikfestival in Europa gewählt wurde.

Eiði besticht mit seiner Lage in einer dramatischen Landschaft und Gjógv gehört zu einem der beliebtesten Fotomotive wegen seines kleinen natürlichen Hafens.

Einen Besuch wert ist auch die vom vulkanischen Ursprung erzeugte Thermalquelle von Fuglafjørður. Hier triffst du auf beeindruckende Natur pur.

 

3. Vágar und Mykines

Auf der Insel Vágar kommen alle Besucher der Färöer Inseln erst mal an, denn hier befindet sich der einzige Flughafen der Insel. Nichtsdestotrotz hat die Insel aber noch einiges mehr zu bieten.Bøsdalafossur Landschaft

Denn hier findest du auch die zwei größten Seen der Färöer Inseln. Von einem der Seen erreichst du zu Fuß oder mit dem Boot den beeindruckenden Wasserfall Bøsdalafossur. Zwei weitere lohnenswerte Wasserfälle sind der Múlafossur bei Gásadalur und der Reipsáfossur im Norden.

Möchtest du dich etwas sportlicher betätigen empfiehlt sich der alte Postweg von Bøur nach Gásadalur. Dieser führt durch einen schmalen Flussweg und dann über einen Berg. Definitiv ein Highlight und ein besonderes Erlebnis auf den Färöer Inseln. Diese beiden eher kleineren Orte verzaubern vor allem durch den tollen Blick auf den Fjord.

Ein weiteres Highlight ist die Klippe Trælanípa. Der Geschichte nach wurden hier früher die arbeitsunfähigen Sklaven heruntergestürzt. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel und über zwei Wanderwege leicht zu erreichen.

Der Nordteil der Insel ist heutzutage nicht mehr bewohnt, dennoch führen hier einige Wanderwege durch und bieten unberührte Natur pur. Die meisten Bewohner wohnen in den drei größten Orten Sørvágur, Miðvágur und Sandavágur.

Mykines mit Papageinevögeln
Mykines mit Papageinevögeln

Nicht zu unterschätzen ist die Nachbarinsel Mykines, hier kannst du Papageientauchern zu sehen wie sie für ihren Nachwuchs fischen.

Außerdem bietet die Insel hervorragende Klettermöglichkeiten.

Um Mykines von Vágar aus zu erreichen, solltest du dir die aktuelle Wetterkarte vorher genau anschauen, denn hier kommst nur mit dem Helikopter oder dem Boot hin und beide sind stark Wetter abhängig.

 

4. Skúvoy, Sandoy und Stóra Dímun

Atemberaubende Klippen, einzigartige Wanderwege und wunderschöne Seen. Die Insel Sandoy hat einiges zu bieten. Nicht nur ist sie grüner als alle anderen Inseln, sie ist auch wunderbar abwechslungsreich. Denn hier trifft Idylle im Sommer auf tosende Wellen an den Klippen in den Wintermonaten.

So abwechslungsreich wie die Insel selber kommen hier Adrenalin-Junkies sowie Ruhe suchende auf ihre Kosten.

An 300 Meter hohen Klippen kannst du hoch und wieder runterklettern und so die einzigartige Natur um dich herum entdecken. Oder aber du machst eine geführte Wanderung durch die atemberaubende Landschaft der Insel. Für etwas mehr Ruhe und dennoch genügend Abenteuer sorgt eine Fahrt auf dem Fischerboot. Dieses wurde vom Kapitän selbst handgefertigt und du kannst selber die Angel auswerfen.

Skuvoy

Skúvoy – die Insel auf der keine Autos fahren. Hier tauchst du in das Leben der Färöer ein, wie es vor tausenden von Jahren war.

An einem kleinen Bach findest du sogar noch Ruinen einer alten Wassermühle, wie sie früher für den Getreideanbau genutzt wurde.

Eines der Highlights auf Skúvoy ist der Friedhof, denn hier liegt der Wikingerhäuptling Sigmund Brestisson begraben.

Weitaus schwieriger ist es auf die Insel Stóra Dímun zu kommen. Durch die steilen Küsten kann es zu einem wahren Abenteuer werden die Insel zu besteigen. Deshalb fährt auch keine Fähre hier her, einzig mit dem Helikopter ist Stóra Dímun zu erreichen. Wenn es das Wetter aber zulässt, lohnt sich ein Besuch in jedem Fall, auch wenn es nur einen einzigen Bauernhof gibt auf dem die einzige Familie der Insel lebt.

 

Suduroy
Suduroy

5. Suðuroy

In Suðuroy hast du das Gefühl am weitesten entfernt von allen anderen Inseln zu sein, denn auf der südlichsten Färöer sind die Menschen wunderbar direkt und sprechen einen anderen Akzent.

Außerdem findest du hier die wohl dramatischste Landschaft der Inseln.

Offen und freundlich auf der östlichen Seite ist sie auf der westlichen Seite eher rau und unberührt.

 

Die Vogelklippen sind ein besonders beeindruckendes Ereignis, denn hier fährst du bis an die Klippen heran und schaust dann direkt in den Abgrund. Auch hier gibt es eine große Vielfalt an Vögeln-daher auch der Name.

Eher idyllisch, umgeben von hohen Bergen und wunderschönen Fjorden, sind die beiden Fischerorte im Norden der Insel-Sandvík und Hvalba. Von hier aus hast du einen einmaligen Blick auf die kleinste aller Färöer, die Lítla Dímun, welche komplett und als einzige unbewohnt ist. Allein zweimal im Jahr kommen Touristen auf die Insel.

 

6. Streymoy, Nólsoy, Hestur und Koltur

Risin und Kellingin Steymoy

Streymoy ist die größte Insel der Inselgruppen und mit der Hauptstadt Tórshavn auch die Hauptinsel der Färöer Inseln. Um die südlichste Spitze herum sind die Inseln Nólsoy, Hestur und Koltur angesiedelt.

Ob kulinarische Genüsse oder Kunst und Kultur-all das findest du in Tórshavn und ist somit Touristenpunkt Nummer eins. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten hier sind der ehemalige Bischofssitz in Kirkjubøur, der Sandstrand in Saksun sowie ein historischer Bauernhof und der Sandstrand mit wundervollem Ausblick auf das Naturdenkmal „Risin und Kellingin“ in Tjørnuvík. Einen wunderschönen Badestrand für die Sommermonate findest du in Leynar.

Die einzigartige Klippe Stakkur ist auch immer einen Besuch wert, denn hier führt eine kleine Seilbahn hin, um dort Schafe auszusetzen und der Blick ist einfach atemberaubend.

Alle Ortschaften der Hauptinsel sind mit einem Straßenverkehrsnetz verbunden. Zu den anderen dazugehörigen Inseln kommst du mit der Fähre oder teilweise mit dem Auto über Brücken.

Nolsoy
Nolsoy

Charakteristisch für Nólsoy sind die kleinen Bootshäuser. Ein alter Wanderweg im Süden der Insel führt zum Leuchtturm Borðan. Die Leuchttürme der Färöer Inseln gelten allgemein als sehr wichtig für die internationale Seefahrt.

Highlight ist jedoch das weiße Tor aus Walknochen am Hafen neben zahlreichen Ruinen und alten Häusern. Jährlich findet hier im August die Ovastevna statt, ein Volksfest deren Einnahmen an die örtliche Schwimmhalle gespendet werden.

 

Hestur
Hestur

Mit zu den kleinsten Inseln gehört Hestur.

Nichtsdestotrotz sehr beliebt bei den Touristen, denn hier kann man an den schönen Badeseen in der Natur zelten.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier jedoch nicht, dazu muss man mit der Fähre auf die größere Insel Streymoy.

Koltur
Koltur

Auf der Insel Koltur gibt es diverse alte Bauernhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Einige davon sollen in Zukunft restauriert und unter Denkmalschutz gestellt werden. Außerdem gehören sie zu den kulturhistorischen Schätzen der nordischen Länder. Das Besondere an der zweitkleinsten Insel Koltur ist, dass hier zurzeit nur ein einziger Mensch lebt.

Auch für Touristen gibt es lediglich in den Sommermonaten die Möglichkeit mit einer Fähre rüber zu fahren, ansonsten gibt es keinen regelmäßigen Fährplan.

 

Die Färöer Inseln und seine Sehenswürdigkeiten

Unter Sehenswürdigkeiten auf den Färöern versteht man nicht unbedingt nur eine Kirche oder ein Denkmal. Hier sind einzelne Inseln an sich mit ihrer atemberaubenden Natur und ihrem Charme schon absolut sehenswert.

Am besten du entdeckst deine eigenen Highlights beim wandern durch die unberührte Natur.

Klippe Gjov

1. Gjógv

Gjógv heißt übersetzt Felsspalte und ist bei den meisten Touristen ganz oben auf der Liste, was kein Wunder ist. Denn hier hast du einen unglaublichen Blick auf die Felsspalte mit einer natürlich entstandenen Bucht. Der Geschichte nach sollen damals die Wikinger schon diese Bucht als Hafen genutzt haben.
Mulafossur Wasserfall

2. Múlafossur Wasserfall

Gásadalur ist ein kleines idyllisches Dorf auf der Insel Vágar, welches allein schon wegen seiner malerischen Schönheit eine Sehenswürdigkeit ist. Highlight ist hier jedoch der Blick auf den Wasserfall Múlafossur, ein Meisterwerk der Natur. Gleichzeitig führt hier auch einer der beliebtesten Wanderwege von Bøur nach Gásadalur her und ist so ideal für einen Tagesausflug.

3. Saksun

Ein wunderschöner kleiner Ort, einsam gelegen in einem kleinen Tal umringt von Bergen. Hier findest du kleine Häuschen mit Grasdächern, die dich in eine Zeit von vor einigen Jahren zurückbringt. Hier tauchst du garantiert in eine andere Welt ein, in der es sehr ruhig ist und du kaum Menschen siehst. Auch hier ist die Anreise spektakulär. Nur eine einspurige Straße mit 10 Kilometern Länge führt in das Tal. Für den Fall, dass doch mal Gegenverkehr kommt, gibt es alle 200 Meter eine kleine Bucht.

4. Risin und Kellingin

Übersetzt heißt das der Riese und das Weib. Es ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler der Färöer Inseln und ist auf der Insel Eysturoys zu finden. Zwei Steinsäulen ragen an der Küste aus dem Wasser, welche erst mal nicht beeindruckend groß aussehen. Dennoch ist Risin der Riese ganze 71 Meter hoch und Kellingin die Trollfrau 69 Meter. Um die Basaltsäulen zu sehen gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal von Tjørnuvík auf der Insel Streymoy aus oder aber vom höchsten Berg Slættaratindur auf der Insel Eysturoy. Von hier aus hast du aber einen komplett anderen Blickwinkel.

5. Trøllkonufingur

Auf der Insel Vágar findest du einen natürlich entstandener Gesteinsbrocken in Form eines Trollweibfingers/Hexenfinges, der aus einer Klippe heraus ragt, daher auch der Name. Angeblich wurde er erst einmal erklommen, selber kann man aber nicht hinauf, da es viel zu gefährlich wäre. Aber alleine der atemberaubende Ausblick ist einen Zwischenstopp wert.

6. Mykines

Die westlichste Insel der Färöer ist als Vogelparadies diverser Vögel bekannt. Die Stars für jeden sind allerdings die Papageienvögel, auch Puffins genannt. Zwischen Mai und August müssen Touristen 100 Dänische Kronen zahlen, vor allem für den Wanderweg zum Leuchtturm zwischen den Vogel Kolonien hindurch.
Thorshavn Kirche

7. Tórshavner Dom

Es ist die zweitälteste erhaltene Kirche in der Altstadt von Tórshavn, welche 1788 errichtet wurde. Das Besondere an der Kirche ist die Glocke, welche eine Schiffsglocke aus dem Wrack Norske Løve ist.

8. Tinganes


Ebenfalls in Tórshavn findest du den ältesten Teil der Stadt, genannt Tinganes. Seine engen Gassen, die roten Häuser aus Holz und die Rasendächer sind charakteristisch für diesen 500 Jahre alten Teil. Der zu den „sieben färöischen Wundern“ zählende Stadtteil ist mit das erste, was du siehst, wenn du mit der Fähre anreist.
Drangarnir

9. Drangarnir

Die zwei Seestapel vor der Insel Vágar sind ein absolut beliebtes Fotomotiv. Um dort hinzugelangen läufst du entlang von Flussläufen und keinen Wasserfällen, die es zu einem absoluten Highlight machen. Außerdem wirst du neben all der beeindruckenden Natur auch vielen Schafen begegnen.
Eggjarnar

10. Eggjarnar

Zu Eggjarnar gibt es gar nicht viel zu sagen. Es ist einer der schönsten Aussichtspunkte auf die südlichen Klippen von Suðuroy. Hier erlebst du einen einmaligen malerischen Blick und genießt einfach die Ruhe um dich herum.

 

6 Gründe warum du unbedingt eine Rundreise auf den Färöer Inseln machen solltest

Eigentlich muss man gar nicht mehr viel sagen und doch gibt es Gründe genug, warum du deinen nächsten Urlaub auf den Färöer Inseln planen solltest.

Lass dich inspirieren!

1. Die spektakuläre Landschaft

Mit ihren Fjorden und Meeren ist sie einfach beeindruckend. Auf jeder Insel wartet ein anderes Highlight auf dich, welches du bestimmt so schnell nicht mehr vergessen wirst. Ob kleine Dörfer einsam gelegen im Tal, spannende Felsformationen oder einzigartige Klippen. Hier findest du alles was die Natur zu bieten. Beim Wandern entlang der unzähligen Wanderwege entdeckst du immer wieder neues und hast bei gutem Wetter einen beeindruckenden Blick bis hin zu den benachbarten Inseln.

2. Die beeindruckenden Wasserfälle

Die Wasserfälle auf den Färöer Inseln sind beeindruckend. Nicht nur sind sie hoch und imposant, die umliegende malerische Landschaft macht sie zu etwas ganz besonderem. Hier spürst du die ganze Kraft der Natur, wenn das Wasser auf die Felsen donnert. Der größte Wasserfall geht rund 140 Meter in die tiefe und der bekannteste ist der Múlafossur.

3. Die vielseitigen Abenteuer

In jeder Ecke der 18 Inseln kannst du ein Abenteuer erleben. Ob auf den unzähligen Wanderwegen oder Mountainbike Strecken, beim Klettern oder beim Kanu fahren. Hier gibt es eine Menge zu erleben, wozu du in der Heimat nicht die Chance hast. Highlight ist auf jeden Fall das Rappelling. Hier kletterst du die steilen Felsen hinunter und schwimmst danach an Land.

4. Die herzlichen Menschen

Das Inselleben ist meist rau und genau deshalb halten hier alle zusammen. Auf den Färöer Inseln wirst du keine abgeschlossene Haustür finden. Die Inselbewohner sind authentisch und gastfreundlich, deshalb ist es ein besonderes Erlebnis eben solche kennenzulernen. Am besten du verbringst einen Tag mit ihnen und lernst ihre Kultur hautnah kennen. Du wirst begeistert sein von der Offenherzigkeit der Menschen.

5. Die verschiedenen Festivals

Neben Natur und Abenteuer haben die Färöer auch einiges an Musik, Kunst und Kultur zu bieten. Eines der bekanntesten Festivals ist das G!-Festival, zu dem sogar namhafte Künstler wie Rag´n`Bone Man und andere kommen. Aber auch sonst findest du hier den ganzen Sommer lang verschiedene Festivals, denn die Färöer Inselbewohner lieben Musik.

Ein Highlight sind auf jeden Fall die Höhlenkonzerte, bei dem dich ein Segelschiff in die Grotten unterhalb der Inseln bringt. Eine einmalige Akustik!

6. Die vielfältigen Vögel

Die Färöer Inseln sind bekannt für ihre Vogelvielfalt. Über 300 verschiedene Arten leben hier auf den Inseln. Besonders bekannt ist der Papageientaucher, den du wegen seiner Zutraulichkeit super vor die Linse bekommst. Den Papageientaucher findest du besonders häufig auf Mykines, wo du nur mit dem Boot oder dem Hubschrauber hinkommst.

 

Urlaub auf den Färöer Inseln

Du weißt noch nicht so genau  wie das mit der Übernachtung und Unterkunft auf den Färöer Inseln abläuft?

Eigentlich ist es ganz einfach. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten während deines Urlaubs auf den Inseln zu übernachten. Zum einen kannst du natürlich zelten oder in deinem Camper schlafen. Im Winter wie im Sommer kann das jedoch wegen des launischen Wetters ziemlich kalt und ungemütlich werden.

Eine Alternative dazu sind die zahlreichen charmanten Unterkünfte auf den einzelnen Inseln. Ob Bed and Breakfast oder doch lieber Hotel-überall findest du die typisch skandinavische Atmosphäre und Gastfreundlichkeit.

Meistens sind die Unterkünfte recht klein und überschaubar. Du findest also keine Hotels mit 100 Zimmern. Das Besondere am Übernachten in einem Bed and Breakfast ist, dass du die Chance hast einheimische Inselbewohner kennenzulernen und deren typisch färöisches Essen zu essen.

Günstige Hotels auf den Färöer Inseln



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Wohin willst du als nächstes?

Karen Blömer

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2 Kommentare zu “Die Färöer Inseln: Der ultimative Reiseführer für die Färöer (Tipps für 2019)

  1. Von England finden schon einigen Jahren keine Direktflüge mehr statt. Aber Edinburgh (Schottland) ist möglich, Zudem fliegt auch SAS nach Vagar

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