Möchte man die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Berlin entdecken, muss man sich erst einmal entscheiden, welche Art der Attraktion man in Berlin erleben möchte.

Streetart oder doch lieber die großen Klassiker auf der Museumsinsel? Die Geschichte der geteilten Stadt in Museen wissenschaftlich aufbereitet erleben oder doch bei einem Spaziergang über die Friedrichstraße selbst erlaufen? Feiern auf der Oberbaumbrücke oder doch gediegen im Schlosspark Charlottenburg lustwandeln?

Wir sagen dir, wie die Hintergrundgeschichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin sind, was du in der Umgebung entdecken kannst und zeigen dir, dass du während deiner Städtereise in die Hauptstadt oftmals gar keine Kompromisse bei deiner Urlaubsplanung eingehen musst: Viele Attraktionen in Berlin liegen nahe beieinander und sind wie die Stadt selbst bunt durcheinander gewürfelt.

1. Brandenburger Tor

  • Was gibt es zu entdecken? Symbol der Wiedervereinigung von DDR und BRD mit beeindruckender Architektur
  • Eintritt: kostenfrei
  • Attraktionen in der Nähe: Großer Tiergarten, Boulevard Unter den Linden, Friedrichstraße, Potsdamer Platz

Brandenburger Tor Berlin

Sicherlich, die Grande Dame unter den Berliner Wahrzeichen braucht keine Vorstellung. Das fotogene Model ziert nicht nur jede Postkarte von Berlin, sondern auch die Fenster der Berliner U-Bahnen.

Selbst als Anwohner lohnt es sich, die mondäne Sehenswürdigkeit von Berlin ab und an zu besuchen und sich zu vergegenwärtigen, dass das Brandenburger Tor nicht nur ein Symbol der Macht, sondern auch der Freiheit und der Wiedervereinigung von BRD und DDR ist.

Brandenburger Tor Berlin

Das Brandenburger Tor lag verbarrikadiert in der Todeszone zwischen Ost- und West-Berlin. In der Silvesternacht zum Jahr 1990 belagerten Feiernde im Freudentaumel über den Fall der Mauer das Brandenburger Tor und demolierten im Überschwall sogar die Quadriga auf dem Tor.

Dass man in Berlin gern feiert, hat sich bis heute gehalten:

Jährlich findet die größte Silvesterparty der Welt vor dem 26 Meter hohen Tor statt. Das Brandenburger Tor ist zudem das Ziel vom Berlin Marathon.

Das besondere Berliner Bauwerk ist abends beleuchtet und entfaltet gerade in der Dämmerung seine einnehmende Wirkung. Nachtschwärmer finden durch die Lage am Boulevard Unter den Linden und den in wenigen Minuten erreichbaren Potsdamer Platz genügend Bars und Lokale, um den Abend ausklingen zu lassen

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor
Quadriga Brandenburger Tor

Die riesige Statue auf dem Brandenburger Tor stellt wahrscheinlich die Siegesgöttin Viktoria dar.

1806 wurde sie sogar von Napoleon als Zeichens seines Triumphs über Preußen nach Frankreich verschleppt. Mittlerweile blickt die geflügelte Göttin, deren Streitwagen von vier Pferden gezogen wird, wieder auf den Pariser Platz.

Bildhauer Johann Gottfried Schadow erschuf auf Geheiß des Preußenkönigs Wilhelm II. die Quadriga. Einige Forscher sehen in der Göttin sogar die Friedensgöttin Eirene.

Sicher ist jedoch, dass die gute Dame schon immer ihren Blick  stadteinwärts richtete. Bis heute hält sich fälschlicherweise hartnäckig der urbane Mythos, dass die sie einst zur Berliner Siegessäule blickte.

Adresse: Pariser Platz, 10117 Berlin

Mehr Infos zu dem Brandenburger Tor

 


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2. Reichstag

  • Was gibt es zu entdecken? die Plenarsitzung des Bundestags,  Glaskuppel mit Aussichtsplattform in 40 Meter Höhe, wechselnde Ausstellungen
  • Eintritt: kostenfrei (Plenarsaal und Glaskuppel), Führungen 12,00 € (regulär), 9,00 € (Kinder)
  • Was ist in der Nähe? Brandenburger Tor, Großer Tiergarten, Bundeskanzleramt, Hauptbahnhof Berlin

Reichstag in Berlin

Nur ein paar Minuten Fußweg trennen das Brandenburger Tor und den Berliner Reichstag voneinander. Spaziert man vom Pariser Platz zum Platz der Republik, sieht man vor allen Dingen zuerst die riesige Wiese vor dem Reichstagsgebäude.

Die Berliner Sehenswürdigkeit wirkt dann vor allen Dingen wuchtig. Bei einer Höhe von insgesamt 47 Metern ist das allerdings kein Wunder. Wer die imposante Berliner Sehenswürdigkeit besuchen möchte, meldet sich am besten vorab online oder vor Ort in einem kleinen Service-Center an. Dadurch entfällt das stundenlange Warten vor dem Bundestagsgebäude.

Das Aussichtsdach und die Gläserne Kuppel, die einen riesigen Durchmesser von 38 Metern hat, kann man kostenfrei besichtigen.

Berlin Reichstagsgebäude

Neben beeindruckenden Ausblick über Berlin, kann man auch direkt in den Plenarsaal blicken. Wer einmal live miterleben möchte, wie die Bundesregierung tagt, registriert sich vorab und kann dem Bundestag ebenfalls kostenfrei beim Diskutieren zuhören.

Im Gebäude selbst gibt es noch wechselnde Ausstellungen, beispielsweise vom Künstler Christo, der den Reichstag im Jahr 1995 komplett verhüllte.

Ursprünglich tagte hier der Reichstag des Deutschen Kaiserreichs. 1918 rief Philipp Scheidemann am 9. November die Republik aus, nachdem Kaiser Wilhelm nach dem Wahnsinn des Ersten Weltkriegs abdankte.

Seit 1916 prangt der markante Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ über dem Eingang zum Reichstag. Die Metallbuchstaben bestehen aus eingeschmolzenen Kanonen.

Adresse: Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Website: www.bundestag.de

Mehr Infos zum Reichstag

 

3. Fernsehturm

  • Was gibt es zu entdecken? das höchste Bauwerk Deutschlands, beste Aussicht auf Berlin
  • Eintritt: 15,50 € (regulär), 9,50 € (Kinder), Tickets ohne Wartezeiten teurer
  • Was ist in der Nähe? Alexanderplatz, Hackescher Markt, Rotes Rathaus,  Nikolaiviertel

Berlin Fernsehturm

Egal, ob beim Landeanflug nach Berlin oder von weitem von der Autobahn aus: Der Fernsehturm in Berlin-Mitte ist mit seinen 368 Metern Gesamthöhe das höchste Gebäude Deutschlands und wird einfach immer gesehen.

Die Berliner Sehenswürdigkeit kann dir also auch bei der Orientierung helfen, wenn du dich in Berlin verirren solltest.

Oben angekommen kann man sich in der drehenden Kuppel einen atemberaubenden Überblick über die gesamte Stadt verschaffen. Bis zur Wiedervereinigung schien aber nichts weiter weg als West-Berlin.

Wem bei dieser schwindelerregenden Höhe flau im Magen wird, kann sich im Restaurant in der Kuppel des Fernsehturms stärken.

Kuppel Fernsehturm Berlin

Da es beachtlich lange Wartezeiten geben kann, um den Fahrstuhl im Fernsehturm zu betreten, der dich in nur 35 Sekunden Fahrtzeit zur Kuppel des Fernsehturms bringt, lohnt es sich, im Vorfeld seine Eintrittskarten für den Fernsehturm zu kaufen.

Das überragende Bauwerk am Alexanderplatz wurde ab 1965 erbaut und 1969 auf dem damaligen Gebiet der DDR errichtet. Dass man hier wortwörtlich etwas Großes erschaffen hat, wurde nicht nur mit durch stetig wachsenden Besucherzahlen sichtbar. Mittlerweile besichtigen fast eine Millionen Besucher jährlich die höchste Sehenswürdigkeit in Berlin.

Die riesige Metallkuppel zwischen Turmschaft und Antenne wurde nach dem visuellen Vorbild des sowjetischen Satelliten Sputnik erschaffen. Diese Formsprache lässt nicht nur tief, sondern auch weit blicken.

Adresse: Panoramastraße 1A, 10178 Berlin
Website: www.tv-turm.de

Mehr Infos über den Fernsehturm

 

4. Berliner Dom

  • Was gibt es zu entdecken? größte evangelische Kirche in Deutschland, Hohenzollerngruft
  • Eintritt: 7,00 € (regulär), 7,00 € (Familienkarte)
  • Was ist in der Nähe? Museumsinsel, Lustgarten, Humboldt-Box, Boulevard Unter den Linden, Fernsehturm

Berliner Dom

Der Berliner Dom ist mit seiner Höhe von 98 Metern, seinen Türmen und der riesigen Kuppel sowie dem Mausoleum der Adelsfamilie Hohenzollern im Keller des Doms die größte evangelische Kirche in Deutschland.

Die Besichtigung des Berliner Doms kostet Eintritt, da die Kirche sich größtenteils selbst finanzieren muss. Andere Gotteshäuser werden hingegen hauptsächlich durch Steuergelder finanziert.

Ende des 19. Jahrhunderts zeigten sich die Berliner Oberhäupter außerordentlich baufreudig. Kaum war die Fertigstellung des Reichstagsgebäudes 1894 in Sicht, wurde auch schon der Grundstein für den Bau des Berliner Doms gelegt.

Bis zum Jahr 1905 sollte der Bau, der nach Plänen von Julius Raschdorff errichtet wurde, aber fertiggestellt sein.

Dom Berlin

Wie alle Bauwerke in Berlin erlitt auch der Dom in Berlin durch die Angriffe im Zweiten Weltkrieg ein grobes Ausmaß an Zerstörungen. In Folge eines Bombenangriffs im Jahr 1944 brannte die Kuppellaterne lichterloh, bis sie dem Feuer nicht mehr standhielt und auf dem Kirchenboden zerschellte.

Obwohl das DDR-Regime bekanntermaßen geringe Sympathien für christliche Kultur übrig hatte, wurde die Restauration des Berliner Doms 1975 in die Wege geleitet. Dennoch wurden vollkommen intakte Teile der Kirche aus ideologischen Gründen abgerissen.

Die heutige Form scheint dennoch zu gefallen. Der Dom zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Berlin und dient noch immer als Ort für Predigten, Staatsakte und Konzerte.

Man eine äußere Besichtigung herrlich mit einem Spaziergang im benachbarten Lustgarten verbinden.

Adresse: Am Lustgarten, 10178 Berlin
Website: www.berlinerdom.de

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5. Checkpoint Charlie

  • Was gibt es zu entdecken? den ehemaligen Grenzübergang vom sowjetischen in den amerikanischen Sektor von Berlin
  • Eintritt: kostenfrei, im direkt daneben liegenden Mauermuseum zahlen Erwachsene 14,50 € und Schüler 7,50 € Eintritt
  • Was ist in der Nähe? Friedrichstraße, Martin-Gropius-Bau, Topographie des Terrors, Gendarmenmarkt

Checkpoint Charlie

Am 13 . August wurde der Bau des sogenannten Antifaschistischen Schutzwalls begonnen. In erster Linie trennte die Berliner Mauer aber Familien, Freunde und die von ihrer eignen Besatzung eingesperrten Bewohner Ost-Berlins vom Rest der nicht-sowjetischen Außenwelt.

Der Checkpoint Charlie zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg war neben den anderen Grenzübergängen Alpha und Bravo einer der wenigen Durchgänge, durch den Diplomaten und Regierungsfunktionäre die politischen Lager und auch Besatzungszonen wechseln konnten.

Im Jahr 1961 sollten sich auf Befehl von US-General Lucius D. Clay amerikanische Panzer am Grenzübergang positionieren. Die Sowjets reagierten mit gleichem Vorgehen. Beide Lager richteten die schussbereiten Panzerrohre aufeinander. Mehrere Tage harrten die angespannten Soldaten in dieser Position aus. Niemand schoss.

Von der nervenzerreißenden Anspannung ist heutzutage nichts mehr am Checkpoint Charlie vorhanden. Besucher, die eine der aufgeladensten politischen Sehenswürdigkeiten von Berlin  besichtigen, finden wenig mahnend Historisches.

Kostümierte Darsteller lassen sich in den Uniformen von US-Armee und Besatzung gegen einen Obolus fotografieren, Schilder und Bilder von Soldaten wurden historisch nicht sauber nachgebildet platziert. An jeder Ecke kann man angebliche Reste der Berliner Mauer kaufen.

Der einstige Gedenkort ist mittlerweile ein Touristen-Gimmick. Für Besucher, die nicht wussten, wo genau die Berliner Mauer verlief, kann ein Besuch vom Checkpoint Charlie und dem daneben stehenden Mauermuseum aber einen ersten Einblick in die Welt des geteilten Berlins geben.

Adresse: Friedrichstraße 43-45, 10117 Berlin

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6. Museumsinsel

  • Was gibt es zu entdecken? 5 Museen unterschiedlichster Stilrichtungen auf einer Insel
  • Eintritt: 10,00 € bis 12,00 € (regulär), 5,00 € bis 6,00 € (Kinder), 18,00 € / 9,00 € € für alle Museen
  • Was ist in der Nähe? Berliner Dom, Lustgarten, Friedrichstraße, Boulevard Unter den Linden

Altes Museum Berlin

Steht man im Lustgarten neben dem Berliner Dom, sieht man die kolossale Fassade des Alten Museums, in dem vorwiegend Exponate griechischer und römischer Herkunft bestaunt werden können.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das berühmt-berüchtigte Berliner Schloss samt Humboldt-Forum. Vielleicht erkennt man es nicht auf den ersten Blick, weil es von einer anderen Berliner Sehenswürdigkeit umgezingelt ist:

Dem Bauzaun.

Wer mag, fotografiert stattdessen die Fassade des Alten Museums. Die ist auch schön.

Museuminsel Berlin

Während auf der einen Seite der Insel an der Rekonstruktion vergangener Schönheit gearbeitet wird, gibt es auf der anderen Seite eine beachtliche Anhäufung bereits restaurierter Schätze aus aller Welt. Die Museumsinsel beherbergt gleich fünf Museen, die für jeden Geschmack das Passende bereithalten.

Die fünf Museen der Museumsinsel
  • Das Alte Museum: Antikensammmlung, Büsten und Statuen
  • Das Neue Museum: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
  • Die Alte Nationalgalerie: Gemälde (Klassizismus, Romantik, Impressionismus, Biedermeier)
  • Das Pergamonmuseum: Hausmuseum des Pergamonaltars, vorderasiatische Abteilung
  • Das Bode-Museum: Skulpturensammlung, Museum für Byzantinische Kunst, Münzkabinett

Jedes Museum beinhaltet Unikate, die schon alleinig als Berliner Attraktionen verhandelt werden. Die Museumsinsel gehört als Ensemble zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Website: www.museumsinsel-berlin.de

Mehr Infos über die Museumsinsel

Mehr Infos über die Museen in Berlin

 

7. East Side Gallery

  • Was gibt es zu entdecken? größter noch erhaltener Abschnitt der Berliner Mauer, längste Open-Air-Gallery der Welt
  • Eintritt: kostenfrei
  • Was ist in der Nähe? Ostbahnhof, Oberbaumbrücke, Warschauer Straße, Mercedes-Benz Arena

East Side Gallery

Die East Side Gallery verbindet auf einer Strecke von 1,3 Kilometern den Berliner Ostbahnhof mit den bekannten Türmen der Oberbaumbrücke.

Nachdem die Grenzanlagen in den 90er Jahren zwischen West- und Ost-Berlin demontiert wurden, wurde dem Mauerabschnitt, der teilweise ohnehin mit Protest-Street-Art bepinselt wurde, eine besondere Rolle im Berliner Stadtbild zuteil:

Ungefähr 100 Künstler aus aller Welt bemalten separat die Abschnitte der noch stehenden Berliner Mauer und setzten ein Zeichen für Weltoffenheit, Verständnis und Frieden.

Die East Side Gallery ist nicht nur eine der farbenfrohsten Sehenswürdigkeiten von Berlin, sondern gilt auch als die längste Open-Air-Galerie der Welt. Der beliebte Foto-Hotspot kann prima während eines Spaziergangs besichtigt werden.

Immer wieder entflammen Streitigkeiten darum, ob die East Side Gallery als Zeitdokument erhalten wird oder abgerissen werden soll. Private und lukrative Bauprojekte werfen immerhin mehr Geld ab als eine kostenfreie Attraktion in Berlin.

Oberbaum Brücke in Berlin

Die Bilder von David Hasselhoff und seinem Klavier-Schal gingen um die Welt, als er in der Silvesternacht 1989 seinen Hit „Looking for Freedom“ vor der Berliner Mauer in den Nachthimmel schäpperte.

Parallel dazu wurde das Brandenburger Tor samt der Quadriga im Freudentaumel der sich in dem Armen liegenden Feiernden aus Ost und West ramponiert.

Bis heute lacht die Popkultur darüber, dass der Sänger die Mauer zu Fall brachte. Historisch widerlegt und anachronistisch obendrauf.

Ihr Lachen blieb ihr aber im Halse stecken, als The Hoff 2013 nach Berlin zurückkam und seine Popularität dafür einsetzen wollte, für den Erhalt des längsten noch stehenden Abschnitts der Berliner Mauer vor dem Abriss zu sensibilisieren.

Adresse: Mühlenstraße, 10243 Berlin
Website: www.eastsidegallery-berlin.com

Mehr Infos über die East Side Gallery

 

8. Oberbaumbrücke

  • Was gibt es zu entdecken? beliebtes Ausflugsziel für Feiernde und Straßenmusiker, ehemaliger Grenzübergang
  • Eintritt: kostenfrei
  • Was ist in der Nähe? Schlesisches Tor, Warschauer Straße, Treptower Park, Molecule Man

Silvester Oberbaumbrücke

Die Oberbaumbrücke zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Berlin und übt auf ältere Semester eine genauso große Faszination aus wie auf junges Feiervolk.

Der Grund dafür?

Die perfekte Lage. Von der Oberbaumbrücke aus ist es nur ein Katzensprung zum riesigen Treptower Park und dem Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park, das an die gefallenen Rotarmisten erinnert, die bei der Befreiung Berlins im Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen.

Von der Oberbaumbrücke aus kann man die riesige Skulptur Molecule Man sehen, die in der Spree steht. Die drei an den Armen verschmelzenden Figuren symbolisieren Einheit.

Auf der anderen Seite der Oberbaumbrücke züngelt die beliebte Berliner Sehenswürdigkeit East Side Gallery entlang, während in unmittelbarer Nähe die Ausgehviertel Warschauer Straße und Schlesisches Tor auf Feierwütige warten.

Oftmals startet und endet die Kneipen-Tour auf der Oberbaumbrücke selbst. Immer wieder begeistern hochtalentierte Straßenmusiker kurz vor dem Hauptgebäude eines bekannten Musiklabels, was sie können.

Molecule Man Berlin

Während im letzten Jahrzehnt der Fernsehturm, das Reichstagsgebäude oder das Brandenburger Tor als wichtige Gebäude in Berlin und oftmals auch sinnbildlich für die Stadt in medialen Berichten über Berlin gezeigt wurden, schleicht sich immer öfter ein Bild der Oberbaumbrücke mit in die Liste der Symbolbilder.

Die 1894 gebaute Brücke führte anfangs lediglich über die Spree und Verband nach dem Zweiten Weltkrieg gleich zwei Staaten miteinander.

Die Spree unter der Oberbaumbrücke markierte die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. Nach der Wiedervereinigung sollte die Brücke aber immer mehr zu einem Artefakt der Wiedervereinigung werden und avancierte im Jahr 2001 zum Symbolbild für die wieder zusammengewachsene Stadt Berlin.

Durch eine Gebietsreform wurde der ehemalige Ostbezirk Friedrichshain mit dem damaligen West-Bezirk Kreuzberg zusammengefasst. Auf der Oberbaumbrücke ist der Übergang der beiden Bezirke.

Berlin Oberbaumbrücke

Wer könnte bei all der Schönheit nicht weinen?

Aber denk dran: „Du bist schön, so schön, auch wenn du weinst.“ So zumindest heißt es in dem Musical über die U-Bahn-Linie 1, die derweil über die Schienen rattert.

Adresse: Oberbaumbrücke, 10243 Berlin

Mehr Infos zur Oberbaumbrücke

Unser Tipp für den verschlafenen Sonntag: der Trödelmarkt auf dem RAW-Gelände

 

9. Siegessäule

  • Was gibt es zu entdecken? die Goldelse, riesiger Aussichtsturm mit Blick auf den Tiergarten und das Brandenburger Tor
  • Eintritt: 3,00 € (regulär), 2,50 € (ermäßigt)
  • Was ist in der Nähe? Großer Tiergarten, Brandenburger Tor, Schloss Bellevue

Siegessäule in Berlin

Monumente sind immer der Ausdruck des Zeitgeistes der jeweiligen Entstehungszeit. Im Preußen des 19. Jahrhunderts brüstete man sich mit dem Sieg über Dänemark im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864.

Die Siegessäule, auf der die riesige vergoldete Bronze-Statue der Siegesgöttin Viktoria thront, sollte Symbol dafür sein. Das bekannte Wahrzeichen von Berlin ragt heute auf dem Großen Stern weit über die Baumwipfel des umliegenden Tierparks hinaus.

Friedrich Drake, der die Figur konzeptionierte, soll die 35 Tonnen schwere Goldelse nach dem Vorbild von Viktoria von Großbritannien und Irland geschaffen haben. Sie trägt einen Lorbeerkranz,  ein Eisernes Kreuz und einen Adlerhelm. Man mutmaßt, dass die Figur auch Borussia, die Allegorie von Preußen, darstellen kann.

Viktoria Siegessäule

Doch egal, wie man die 8,30 Meter hohe Figur auch bezeichnen möchte, die Siegessäule ist eine der imposantesten und gleichsam angriffslustigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin. Von dem 67 Meter hohen Turm, der sogar mit vergoldeten Kanonen verziert wurde, hat man einen großartigen Ausblick auf die Stadt.

Da während der Entstehungszeit weitere Schlachten gegen Österreich und Frankreich geführt und die Truppen geschlagen wurden, bestand der Turm aus drei Segmenten, die die Schlachten gegen die Nachbarländer symbolisieren sollten.

Die Nationalsozialisten setzten die Siegessäule um, die vorher noch näher am Reichstag stand, erhöhten die Siegessäule größenwahnsinnig und fügten ein viertes Segment hinzu.

Adresse: Großer Stern, 10557 Berlin

Mehr Infos zu der Siegessäule

 

10. Potsdamer Platz

  • Was gibt es zu entdecken? Großstadt-Skyline wie im Film, Kino, Bars, zahlreiche Shoppingmöglichkeiten
  • Was ist in der Nähe? Sony Center, Holocaust-Mahnmal, Großer Tiergarten, Philharmonie Berlin

Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz erfreut sich vor allen Dingen durch seine zahlreichen Shoppingzentren und Veranstaltungsorte an großer Beliebtheit. Kinosäle, Bars und die Berliner Philharmonie in unmittelbarer Nähe ziehen vor allen Dingen Nachtschwärmer zu der Berliner Attraktion.

Noch immer wird durch Stadtgestaltungsmaßnahmen probiert, das ehemalige Ost- mit West-Berlin zu verknüpfen.

Ein Überbleibsel der Berliner Mauer wird zwar fleißig fotografiert, kann aber kaum noch an die Brache erinnern, die die Sehenswürdigkeit von Berlin einst war.

Potsdamer Platz Sehenswürdigkeiten

1734 wurde auf dem Gebiet des heutigen Potsdamer Platzes das Potsdamer Tor errichtet und galt als Patron des heutigen Namens. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Platz mit dem angrenzenden Leipziger Platz zu einem der Hauptverkehrsknoten der Stadt. Die Ampelanlage von war 1924 ein absolutes Novum.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das heute schicke Areal zur No-Go-Area. Die amerikanischen, britischen und sowjetischen Gebiete trafen hier aufeinander. Das Brachland wurde nach dem Fall der Mauer aufwendig neu erschlossen.

Mittlerweile ragen die Hochhäuser der Bahn und des Sony-Centers weit in den Himmel. Die kosmopolitisch urbanen Bauwerke sind erstaunlicherweise eine Besonderheit im Stadtbild von Berlin.

Das Holocaust-Mahnmal
Holocaust Mahnmal Berlin

Folgt man vom Potsdamer Platz aus der Ebertstraße Richtung Brandenburger Tor, spaziert man nicht nur am Tiergarten vorbei, sondern findet sich auch vor den 2711 Beton-Stelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas wieder.

Die grauen Betonklötze wirken karg und wie Särge. Wenn man zwischen den teils meterhohen Stelen hindurchläuft, wird einem nicht nur mulmig, sondern auch ein wenig schwindelig. Der wellige Boden und die leichte Neigung der Stelen erzeugen einen Effekt, der bei einer Besichtigung das Gleichgewicht erschüttert.

Die Berliner Sehenswürdigkeit wurde 2005 eingeweiht und verlangt in seiner Trostlosigkeit und Knappheit an Informationen etwas reflektierte Stille. In den 40er Jahren wurde oftmals auch geschwiegen. Sitzbänke sind die Stelen keinesfalls.

Direkt gegenüber im Tiergarten befindet sich außerdem das ebenfalls schlichte und auch in grauem Beton gestaltete Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Ein kleiner Bildschirm im Denkmal spielt zudem in Endlosschleife tonlos einen Film über die Repressalien in der NS-Zeit.

Adresse: Potsdamer Platz, 10785 Berlin
Website: www.potsdamerplatz.de

Mehr Infos über den Potsdamer Platz

 

11. Ku’damm und die Gedächtniskirche

  • Was gibt es zu entdecken? riesige Shoppingmeile mit Gedächtniskirche und dem KaDeWe
  • Eintritt: kostenfrei
  • Was ist in der Nähe? Zoo Berlin, Bikini Berlin, Zoo Palast, Wittenbergplatz

Berlin City West

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Prachtboulevard konzeptioniert, zählt der Kurfürstendamm zu den besucherstärksten Attraktionen und Wahrzeichen von Berlin. Die riesige Flaniermeile ist mittlerweile vor allen Dingen als Hauptschlagader des Konsums berühmt und unterteilt sich in einige wahrnehmbare Zonen.

Während der Teil des Ku’Damms, der auf die Tauentzienstraße und das weltbekannte Kaufhaus KaDeWe zuläuft, durch Filialen angesagter Trendlabel gekennzeichnet ist, werden die Warenpreise in den Designergeschäften Richtung Grunewald deutlich teurer.

Wer auf den breiten Bürgersteigen, die von Linden überdacht werden, flanieren möchte und Freude am ausgiebigen Schaufensterbummeln hat, wird begeistert sein.

Zwischen Beauty-Kliniken und Goldklunkern gibt es immer wieder in den Seitenstraßen versteckt Currywurstbuden und wie aus der Zeit gefallene Kneipen.

Wer die Muße hat, kann tatsächlich einen ganzen Tag auf dem Ku’Damm verbummeln und abends ins Theater gehen.

Die Schaubühne am Lehniner Platz lockt mit kontroversen Thematiken und aktuellem Zeitgeist vor allen Dingen moderne Kulturfreunde an. Wer lieber Gast-Stars in kurzweiligen und unterhaltsamen Stücken sehen möchte, besucht das Traditionshaus Theater am Kurfürstendamm.

Die Gedächtniskirche

Gedächniskirche am Kudamm in Berlin

Am Breitscheidplatz steht nur noch der Turm der im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerbombten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Ab 1891 erbaut, wurde der neoromanische Bau 1943 bei Bombenangriffen und daraus resultierenden Bränden stark zerstört.

Die Ruine der Kirche lag in den Folgejahren brach. Die Alliierten wussten um die Bedeutung der Kirche für Berlin, aber auch um die Symbolhaftigkeit preußisch-nationaler Identität. Schließlich wurde die Gedächtniskirche Kaiser Wilhelm I. gewidmet.

1961 wurde der Hauptturm mit einem eckigen Glockenturm und einem Kirchenschiff als Kirchenensemble erneut geweiht. Das zerstörte Mauerwerk des Turms wurde gesichert und als Mahnmal für den Frieden beibehalten.

Die Gedenkstelle für die Opfer des Anschlags auf den Breitscheidplatz befindet sich ebenfalls an der Gedächtniskirche.

Mehr Infos über den Ku Damm

 

12. Gendarmenmarkt

  • Was gibt es zu entdecken? Deutschen Dom, Französischen Dom und Konzerthaus auf einem Platz
  • Eintritt: kostenfrei
  • Was ist in der Nähe? Friedrichstraße, Komische Oper, Bebelplatz, Boulevard Unter den Linden

Konzerthaus Gendarmenmarkt Berlin

Ein Grund, warum Berlin so sehenswert ist, sind neben attestierter herzlicher Schnoddrigkeit und weltoffenem Flair auch die vielen schönen Plätze in Berlin, die wie auf einem Silbertablett eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, die Berlin zu bieten hat, präsentieren.

Ein besonders schöner und durch seine Lage an der Friedrichstraße besonders leicht erreichbarer Platz ist der Gendarmenmarkt.

Vor mehr als 330 Jahren lag der Gendarmenmarkt noch gar nicht in Berlin, sondern in der auf dem Reißbrett konzeptionierten Berliner Vorstadt Friedrichstadt. Nur 22 Jahre später, im Jahr 1710, wurde die Stadt eingemeindet.

Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt prägt zusammen mit dem Französischen Dom und dem Deutschen Dom maßgeblich das Bild des beliebten Ausflugsziels. Die beiden prägnanten Kirchen zur jeweils rechten und linken Seite des Schauspielhauses sehen sich zum Verwechseln ähnlich.

Warum sie fast gleich aussehen?

Berlin Gendarmenmarkt

Die Kirchen, die nur wegen ihrer Kuppeln (frz.: dôme) als Dome bezeichnet werden, wurden als Ensemble geplant, um Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen an einem Platz zu versammeln.

Im Französischen Dom fanden nach Preußen abgewanderte Hugenotten einen Ort für ihre Messen. Der Deutsche Dom gegenüber fungierte als Treffpunkt für deutsch-reformierte und lutherische Gemeinden.

Heutzutage gastiert in der Kirche eine Dauerausstellung über die Arbeit des Parlaments, das in der abzweigenden Niederkirchnerstraße im Abgeordnetenhaus tagt.

Nachdem die geistigen Reserven aufgefüllt wurden, traf man sich im damals noch stehenden Schauspielhaus in der Mitte des Gendarmenmarkts und folgte seinen weltlichen Gelüsten nach Unterhaltung und Spaß.

Friedrich Schiller wird oftmals zusammen mit Johann Wolfgang Goethe als Vorzeigeliterat der Aufklärung und des Humanismus verstanden. Bekanntermaßen hielten die Nazis aber wenig von Menschlichkeit und Reflektion und demontierten die Schillerfigur auf dem Gendarmenmarkt, um mehr Platz für ihre Aufmärsche zu haben. Seit 1988 steht Schiller wieder auf seinem Platz vor dem Konzerthaus.

Mittlerweile treffen sich jährlich Besucher und Touristen auf dem beliebten Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt, der zur Weihnachtszeit eines der absoluten Highlights in Berlin ist.

Adresse: Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Mehr Infos über den Gendarmenmarkt

Tipp: Hier findest du auch einen der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland

 

13. Friedrichstraße

  • Was gibt es zu entdecken? facettenreiche Straße von Berlin-Mitte bis nach Kreuzberg mit Berliner Sehenswürdigkeiten und Geschäften
  • Was ist in der Nähe? Tränenpalast, Checkpoint Charlie, Gendarmenmarkt, Mehringplatz

Friedrichstraße

Die Friedrichstraße gilt gemeinhin als Shoppingstraße zwischen dem Bahnhof Friedrichstraße und dem Checkpoint Charlie. Diese Betrachtung ist aber unvollständig.

Tatsächlich verläuft die 3,3 Kilometer lange Straße vom Bezirk Mitte und dem Oranienburger Tor bis nach Kreuzberg zum Mehringplatz und führt dabei an zahlreichen Berliner Attraktionen und Sehenswürdigkeiten vorbei.

Lässt man sich auf einen Spaziergang ein, erlebt man einige echte Berliner Originale vollkommen kostenlos und kann zwischendrin immer wieder bummeln oder sich in gastronomischen Einrichtungen stärken.

Dussmann Friedrichstraße Berlin

Im Norden der Friedrichstraße, am Oranienburger Tor, hat das ehemals aus einer Besetzung entstandene Kunsthaus Tacheles den rauen und offenen Geist von Berlin verbreitet.

Streetart, Performances, Kleinkunst und Musik verschmolzen in dem ramponierten Haus zu einer damals verachteten, zwischendrin gehypten und mittlerweile durch geplante Luxussanierungen verlorene alternative Sehenswürdigkeit von Berlin.

Auf dem Weg zum Mehringdamm wird man die Spree, den Friedrichstadtpalast, die das Kulturkaufhaus Dussmann, die Straße Unter den Linden und zahlreiches anderes Sehenswertes in Berlin streifen.

Am Tagesende kann man herrlich vom Mehringplatz aus durch die Kreuzberger Straßen taumeln und ordentlich in einer der Bars um den Mehringdamm versacken. Am Mehringplatz findet auch das stationäre Fest vom Karneval der Kulturen in Berlin statt.

Die Attraktion lockt jährlich unzählige Menschen auf die Straße. Außerdem ist der Mehringdamm in direkter Nähe zum beliebten Bergmannkiez mit seiner vielfältigen Marheineke Markthalle.

Mehr Infos über die schönsten Einkaufsstraßen in Berlin

 

14. Nikolaiviertel

  • Was gibt es zu entdecken? Kleinstadt mitten in Berlin, ältestes Siedlungsgebiet der Stadt
  • Was ist in der Nähe? Alexanderplatz, Fernsehturm, Rotes Rathaus, Märkisches Museum

Nikolaiviertel Berlin

Kurz hinter dem Roten Rathaus beginnt das Nikolaiviertel, das älteste Siedlungsgebiet Berlins. Ab 1237 bildete das „alte Berlin“ zusammen mit der Nachbarstadt Cölln die Doppelstadt Berlin-Cölln.

Im Laufe der Jahre wuchs die Doppelstadt immer mehr zu einem organisch gleichsam pumpenden Herz heran. Das Nikolaiviertel zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen von Berlin und gibt einen Einblick in das historische Stadtbild von Berlin.

Es wirkt wie eine Kleinstadt im Herzen von Berlin-Mitte. Neben kleinen Häusern, in den vorwiegend Handwerker wohnten, kann man Backsteingebäude und die Nikolaikirche besichtigen, die zusammen mit den immer wieder zwischen die historischen Gebäude gepflanzten Plattenbauten aus DDR-Zeiten eine eigentümliche städtebauliche Melange bilden.

Adresse: Am Nußbaum 3, 10178 Berlin

Mehr Infos zum Nikolaiviertel

 

15. Schloss Charlottenburg

  • Was gibt es zu entdecken? prachtvolles preußisches Lustschloss mit Schloßgarten und Orangerie
  • Eintritt: ab 10,00 € (regulär), ab 7,00 € (ermäßigt)
  • Was ist in der Nähe? Funkturm, Messe Berlin, Deutsche Oper, Museum Berggrün

Schloss Charlottenburg in Berlin

Charlottenburg galt lange Zeit  als außerordentlich schickes Stadtviertel für gut Betuchte. Dass eines der pompösesten Schlösser der Preußen im Bezirk steht, unterstreicht den Ruf noch einmal.

Das Schloss Charlottenburg ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Berlin und Umgebung.

Zwischen 1695 und 1699 wurde das ursprüngliche Schloss Lützenburg erbaut und sollte als Lustschloss für Sophie Charlotte, der Frau von Kurfürst Friedrich III. fungieren.

Nachdem der Kurfürst allerdings zum König von Preußen gekrönt wurde, sollte die für die damaligen royalen Verhältnisse fast schon bescheidene Anlage zum Prachtschloss umgebaut werden.

Schloss Charlottenburg Garten

Da sich die Architektur und die aristokratische Ästhetik nicht vom Vorbild des Versailler Schlosses lösen konnten, wurde die Lützenburg herrschaftlich ausgebaut, bekam neue Seitenflügel und hatte durch seine Orangerie einen exotischen und weltgewandten Touch. Das Berliner Wahrzeichen wurde zu Ehren von Sophie Charlotte zur Charlottenburg.

Heutzutage zählt das Schloss zu den beliebtesten Attraktionen in Berlin und erstrahlt im Dezember durch den Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg in besinnlichem Licht und Glühwein getränktem Odeur. Übrigens: Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg gehört mit zu den schönsten Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Adresse: Spandauer Damm 20-24, 14059 Berlin
Website: www.spsg.de

Mehr Infos über das Schloss Charlottenburg

 

16. Zoologischer Garten Berlin

  • Was gibt es zu entdecken? artenreichsten Zoo der Welt
  • Eintritt (nur Zoo): 15,50 € (regulär), 8,00 € (Kinder)
  • Was ist in der Nähe? Kurfürstendamm, Gedächtniskirche, Bikini Berlin, KaDeWe

Berliner Zoo

Der älteste Zoo Deutschlands gehört zu den beliebtesten Attraktionen von Berlin: Der Zoologische Garten.

Das Habitat der exotischen und teils vom Aussterben bedrohten Tierarten treibt so manchem Luxusanleger die Tränen in die Augen: 33 Hektar groß, prominente Innenstadtlage am Ku’Damm, ausgebaute Infrastruktur.

Zusammen mit dem Tiergarten Berlin in Friedrichsfelde, gibt der Zoo vor allen Dingen Gelegenheit, sich der Schönheit der Artenvielfalt dieser Erde bewusst zu werden.

Ob Raubkatzen, Elefanten, Publikumsliebling Panda oder das separat betretbare Aquarium mit Krokodilen und riesigen Insekten: Der Zoo Berlin gibt es alle Mühe, den Tieren einen möglichst naturnahen Lebensraum zu erschaffen.

Der Zoo gleicht zwischen den mondänen Gebäuden des Kurfürstendamms einer exotischen Parkanlage.

Die zahlreichen Sitzmöglichkeiten, die gastronomischen Einrichtungen und der Schatten unter den großen Bäumen machen den Zoologischen Garten in Berlin zu einer perfekten Sehenswürdigkeit in Berlin, die auch Familien und in ihrer Mobilität eingeschränkten Besuchern Spaß macht.

Adresse: Hardenbergplatz 8, 10787 Berlin
Website: www.zoo-berlin.de

Mehr Infos zum Zoologischen Garten

 

17. Olympiastadion Berlin

  • Was gibt es zu entdecken? imposantes Stadion aus den 30er Jahren, Heimstadion von Hertha BSC
  • Eintritt (Führungen): je nach Thema (Highlights, BSC-Tour) ab 11,00 € (regulär), 8,00 € (Kinder)
  • Was ist in der Nähe? Funkturm, Messe Berlin, Zitadelle Spandau, Altstadt Spandau

Olympiastadion Berlin

Spandau. Gehört das überhaupt zu Berlin? Gibt es da nicht ein Ballett?

Der Bezirk in West-Berlin muss viele Witze mit fragwürdigem Humorcharakter über sich ergehen lassen. Aber spätestens, wenn sich Sportfans mobilisieren und sich aufmachen, die Spannung im Stadium zu erleben, sind sich alle einig:

Das Olympiastadion in Berlin-Spandau gehört auf jeden Fall auf die Liste der Sehenswürdigkeiten von Berlin.

1936 als Prestige-Bau für die Olympischen Spiele in Berlin von Hitler in Auftrag gegeben, spielen heute nicht nur Hertha BSC in dem monumentalen Bau, sondern oftmals auch bekannteste Größen aus Rock- und Pop. Außerdem werden noch immer internationale Sportwettkämpfe ausgetragen.

Olympiastadion Berlin

Während einer geführten Stadiontour kann man die Spielertunnel entdecken und bis an den Spielfeldrand laufen.

Wenn man sich schon einmal ins grüne Spandau verirrt hat, kann man gleich durch die historische Altstadt von Spandau spazieren oder nachgucken, ob nicht zufällig die Lieblingsband in der Zitadelle Spandau spielt. Die Renaissance-Festung kann auch einfach so besichtigt werden und ist eine der unterschätztesten Sehenswürdigkeiten in Berlin.

Adresse: Olympischer Platz 3, 14053 Berlin
Website: www.olympiastadion.berlin

Verknüpfe deinen Ausflug nach Spandau doch mit erstklassiger Erholung. Spaziere zuerst am Pichelssee und entspanne anschließend in den daneben liegenden Thermen am Pichelssee.

 

18. DDR Museum

  • Was gibt es zu entdecken? interaktives Museum mit Szenen aus dem DDR-Alltag, ohne Klischees
  • Eintritt (Führungen): 9,80 € (regulär), 6,00 € (ermäßigt)
  • Was ist in der Nähe? Berliner Dom, Boulevard Unter den Linden, Museumsinsel, Humbold-Box

DDR Museum

Die deutsche Geschichte hat in den letzten 100 Jahren einige harte Schläge in die Magengrube verpasst bekommen. Während das Taumeln nach den Weltkriegen zum Glück gut aufbereitet wird und manche Erkenntnisse erst langsam durch Forschungen nach außen sickern, ist die Geschichte der deutschen Teilung zum Glück zu Ende erzählt.

Dennoch herrschen noch immer eigentümlich harte Verständnislücken für das Leben in der BRD oder der DDR vor. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte gibt ganz ohne Klischees rund um die wilden Märchen von Zonen-Gaby und obendrein wissenschaftlich fundiert einen interaktiven Einblick in das alltägliche Leben der DDR.

Dazu gehörten nicht nur Stasi und Mangelwirtschaft, sondern auch Popkultur und das ganz normale Dating-Leben.

Adresse: Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin
Website: www.ddr-museum.de

Mehr Infos zu dem DDR Museum

 

19. Bebelplatz

  • Was gibt es zu entdecken? Schauplatz der Bücherverbrennung  der Nationalsozialisten 1933
  • Was ist in der Nähe? Staatsoper Unter den Linden, Humboldt-Universität, Brandenburger Tor, Museumsinsel

Bebelplatz Berlin

Der Bebelplatz wird manchmal auch als Opernplatz bezeichnet, weil er direkt an der Staatsoper Unter den Linden liegt. Auf dem Platz selbst gibt es nicht viel zu sehen, aber die wunderschönen Hausfassaden der umliegenden Gebäude geben einen  Einblick auf die Schönheit der Gebäude, die vom Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs verschont geblieben sind.

Wer etwas genauer hinsieht und nicht nur dran vorbeifährt, entdeckt in den Boden eingelassene Bücherregale. Am 10. Mai 1933 fand hier die Bücherverbrennung der Nazis statt, bei der angeblich undeutsche Bücher instrumentalisiert verbrannt wurden.

Direkt gegenüber erstrahlt das Hauptgebäude der Humboldt-Universität, die wie eine Erinnerung und das Privileg des freien Denkens wirkt. Sicherlich keine klassische Berliner Attraktion, aber durchaus sehenswert.

Adresse: Unter den Linden, 10117 Berlin

 

20. Topographie des Terrors

  • Was gibt es zu entdecken? schonungsloser Einblick in die Verbrechen der Gestapo und der SS
  • Eintritt: kostenfrei
  • Was ist in der Nähe? Martin-Gropius-Bau, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie

Topographie des Terrors

Die Polizei: Dein Freund und Helfer. Zu NS-Zeiten wohl eher Instrument der Unterdrückung. Fanatischer Rassenkult und bestialische Verbrechen kosteten Millionen von Leben, nicht nur in Deutschland.

Die Topgraphie des Terrors im ehemaligen Hauptquartier der Gestapo in der Niederkirchnerstraße 8 gewährt einen kleinen Einblick in die schier unermesslich lange Liste der brutalen Morde und Repressionen.

Neben der Dauerausstallung gibt es wechselnde, pointierte Sonderausstellungen, beispielsweise zu den Nürnberger Prozessen. Die Topographie des Terrors sollte nicht nur als internationale Touristenattraktion von Berlin gehandhabt werden, sondern gilt auch für Menschen aus Berlin und Brandenburg als Sehenswürdigkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Adresse: Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Website: www.topographie.de

Mehr Infos zur Topographie des Terrors


Geheimtipp: Berliner Unterwelten

Berliner Unterwelten

Entdecke die Hauptstadt aus einer ganz neuen Perspektive: Plane bei deinem nächsten Berlintrip eine Reise in die Berliner Unterwelten. Die spektakuläre Attraktion der Metropole gehört derzeit noch zu den Geheimtipps unter den Berliner Sehenswürdigkeiten.

Bei einer der unterschiedlichen Führungen in der Berliner Unterwelt erkundest du einen dunklen, verborgenen Teil der Hauptstadt, den du so noch nie erlebt hast: Bei einer Bunkerführung erkundest du schmale Wege und unterirdische Schlafsäle, die im Zweiten Weltkrieg Schutz vor Luftangriffen bieten sollten. Du streifst durch alte U-Bahn-Schächte, Bunker oder Versuchstunnel und entdeckst mit Spezialausrüstungen Mauerdurchbrüche, die bei Fluchtversuchen aus der DDR in den Westen entstanden sind.

Ein abenteuerlicher Ausflug ist dir hier vorprogrammiert: Du entdeckst Sehenswürdigkeiten, die dir sonst verborgen bleiben. Ausstellungen zu vielen verschiedenen Themengebieten und mit vielen seltenen Exponaten entführen dich auf eine Reise in das zweite Berlin.

Top 20 Sehenswürdigkeiten Berlin Karte



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Julian Senft

Das Schreiben und Reisen gehören schon lange Zeit zu meinen Hobbys. Beim Reisemagazin von voucherwonderland kann ich beides bestens vereinen.

2 Kommentare zu “Top 20 Sehenswürdigkeiten in Berlin – 2018

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