Die tschechische Hauptstadt Prag gehört, und das finden nicht nur wir persönlich, zu den schönsten Städten Europas. Die Nähe zu Deutschland lässt einen Städtetrip in die Goldene Stadt übrigens zum absolut unkomplizierten Ausflug werden.

Im Vergleich:

Eine Kurzreise nach London gestaltet sich weitaus komplizierter, da Du entweder den Flieger oder die Fähre nehmen musst. Von Nürnberg aus benötigst Du beispielsweise lediglich gute drei Stunden mit dem Auto bis nach Prag.

Von Berlin solltest Du etwa dreieinhalb bis vier Stunden einplanen.

Besonders schnell geht es ab Dresden:

Bereits nach rund eineinhalb Stunden Fahrtzeit bist Du vor Ort und kannst Dich auf Entdeckungstour begeben. Welche Prag Sehenswürdigkeiten Du auf keinen Fall verpassen solltest, erfährst Du in diesem Beitrag.

1. Karlsbrücke

Karlsbrücke

Die Prager Karlsbrücke ist eine der ältesten Steinbrücken Europas und verbindet die Prager Stadtteile Malá Strana und Staré Mesto. Rund um die Uhr tummeln sich Fußgänger auf der von zwei Türmen begrenzten Karlsbrücke, die über die Moldau führt und für jeden Prag-Besucher ein absolutes must see darstellt. Zwar ist die Karlsbrücke heute lediglich für Fußgänger geöffnet, doch dem war nicht immer so:

Seit Ende des 19. Jahrhunderts war die Brücke für die Pferdebahn und später auch für die elektrische Straßenbahn geöffnet.

Zu den Highlights der Brücke selbst gehören die zahlreichen Heiligenfiguren, die beide Ränder der Brücke säumen. Dazu gehören der Heilige Christopherus, der Heilige Josef, Johannes der Täufer und andere Heilige. Die bekannteste Statue ist jedoch die Figur des Heiligen Jan Nepomuk. Eine Legende besagt, dass dieser an genau der Stelle, an der heute seine Statue steht, in die Moldau geworfen wurde. Auch wenn zahlreiche Figuren nicht mehr im Originalzustand sind, ist die ursprünglich Prager Brücke genannte Karlsbrücke eine Art Freilichtmuseum, über das Du bei einem Urlaub in Prag unbedingt hinweg spazieren solltest.

Interessanter Fakt: Der Grundstein der Karlsbrücke wurde an einem von Astrologen als optimal errechnetem Datum gelegt: dem 9. Juli 1357 um exakt 5:31 Uhr. Als Vorbild der Brücke fungierte die Steinerne Brücke von Regensburg.

Adresse: Karlův most, 110 00 Praha 1, Tschechien

Gesamtlänge: 516 m

Architektonische Höhe: 13 m

Spannweite: 13 m

 


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2. Hradschin

Hradschin

Der Hradschin bezeichnet das historische Viertel auf dem Prager Burgberg. Dominiert wird es von der Prager Burg und dem Veitsdom in seinem Zentrum. Um die verschiedenen Sehenswürdigkeiten in dem Burgberg-Viertel zu erkunden, empfiehlt sich der frühe Morgen, wenn das Schloss gerade erst öffnet.

Auch der späte Nachmittag ist ideal – ganz nebenbei kann man dann von hier aus den Sonnenuntergang genießen. Gegen Mittag ist der Hradschin, der zu den absoluten Highlights von Prag zählt, leider häufig sehr überlaufen. Meist kommt es dann zu langen Wartezeiten.

3. Prager Burg


Das must see auf dem Berg Hradschin ist die Prager Burg, das politische und kulturelle Zentrum der Stadt sowie der gesamten tschechischen Nation. Mit ihren drei Schlosshöfen gilt die Prager Burg als das größte geschlossene Burgareal weltweit. Erbaut wurde die Burg zwar bereits im 9. Jahrhundert, ihre gigantischen Ausmaße erhielt sie jedoch erst im Laufe der Zeit.

Mitte des 14. Jahrhunderts wurde beispielsweise der Veitsdom ergänzt; seine Türme überragen die Burganlage bei Weitem. Trotz zahlreicher Umbauten und Erweiterungen, erhielt die Prager Burg über all die Jahre ihre Funktion: Bis heute ist sie der Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

Zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Prager Burgkomplexes auf dem Hradschin gehören:

  • das Goldene Gässchen
  • der Veitsdom
  • der Ehrenhof
  • die Heilig-Kreutz-Kapelle
  • verschiedene Gartenanlagen
  • die Nationalgalerie im Sternberg Palais am Hradschin Platz und
  • der Gedenkobelisk für die Opfer des 1. Weltkriegs

Historisches Ereignis: Die Szene, die ganz Europa veränderte, ereignete sich hier im Mai 1618, als der damalige Statthalter des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Ferdinand II. aus einem Fenster der Burg geworfen wurde. Der “Zweite Prager Fenstersturz” gilt als Auslöser des Dreißigjährigen Krieges, der Mitteleuropa nachhaltig formte.

4. Veitsdom

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Der Veitsdom (auch St.-Veits-Dom, tschechisch Katedrála sv. Víta oder Chrám sv. Víta, voller Name Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha) ist eines der Highlights der Prager Burg. Er ist die Kathedrale des Erzbistums Prag und darüber hinaus das größte Kirchengebäude der gesamten Nation. Erbaut wurde der Dom unter Karl IV., Vorbild waren die damaligen Kathedralen französischer Könige.

Zu den Höhepunkten im Veitsdom zählen die Grablegen der Böhmischen Herrscher sowie die Krönungsinsignien, die in der Kronkammer des Doms aufbewahrt werden. Was Du bei einem Besuch des Veitsdoms nicht auslassen solltest, ist der Aufstieg auf den 99 Meter hohen Hauptturm des Doms.

Eine bessere Aussicht über Prag kann man nicht haben.

5. Goldenes Gässchen


Das Goldene Gässchen ist die wohl berühmteste Straße der Stadt. Die Häuser der Gasse auf dem Hradschin sind so klein, dass man das Gefühl hat, sich in einer Art Paralleluniversum zu befinden. Erbaut wurden die Häuser im 16. Jahrhundert auf Befehl von Kaiser Rudolph II. Weil der Kaiser insgesamt 24 Wachleute hatte, der Platz jedoch knapp war, mussten die Häuser sehr klein gebaut werden.

Nachdem die Wachen irgendwann weniger wurden, zogen auch andere Menschen in die Häuser ein. So zum Beispiel Goldschmiede und Händler, die der Gasse ihren Namen gaben. Berühmt wurde die Goldene Gasse bei Touristen jedoch aufgrund der Tatsache, dass der große Schriftsteller Franz Kafka (Der Prozess, Das Urteil, etc.) einst in der Hausnummer 22 wohnte und arbeitete (1916 bis 1917).

6. Wenzelsplatz


Der Wenzelsplatz ist über 700 Meter lang und gehört damit zu den größten Plätzen Europas. Die gesamte Platzfläche beträgt rund 45.000 m². Im Vergleich: Der Altstädter Ring bringt es gerade mal auf 9.000 m². Die langgezogene Form lässt den Platz eher als eine Art Boulevard erscheinen. Auch die zahlreichen Pflanzen und Bäume (Linden) sind an diesem Eindruck nicht ganz unbeteiligt.

Benannt wurde der Platz nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen, einem ehemaligen Herrscher einer kleinen Region um Prag. Bestattet ist der Heilige übrigens im Veitsdom. Auch die vier anderen Schutzheiligen der Stadt: Ludmilla, Prokop, Agnes und Adalbert, wurden hier als Statue modelliert.

Zur Zeit des Mittelalters, aber auch in der Neuzeit, fanden auf dem Wenzelsplatz Pferdemärkte statt. Auch Demonstrationen wurden hier abgehalten. Heute ist der Platz ein beliebter Treffpunkt für Besucher der Stadt und Einheimische. Hier kann man einfach nur spazierengehen, in einem der zahlreichen Restaurants einkehren, sich einen Kaffee in einem der Straßencafes gönnen, Shoppen was das Zeug hält und am Abend in den Bars und Clubs tanzen. Auch viele Hotels haben sich hier angesiedelt.

Besonders beliebt ist der Wenzelsplatz an Silvester. Hier tummeln sich die Touristen und Einheimischen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und das Feuerwerk zu bestaunen.

Adresse: Prager Neustadt, 110 00 Prag 1, Tschechien

Wusstest Du, dass…
die engste Gasse Prags gerade mal 50 Zentimeter breit ist und eine eigene Ampel besitzt? Die Gasse dient als Zugang zur Bar Vicolo Stretto. Adresse: U Lužického Semináře 24, Prag 1

7. Vyšehrad


Der Vyšehrad gilt als einer der berühmtesten frühmittelalterlichen Burgwälle Böhmens. Auf einem kleinen Hügel, südlich der Prager Neustadt gelegen, kannst Du ihn bei einem Besuch der Goldenen Stadt kaum übersehen. Gegründet und errichtet wurde der Vyšehrad im 10. Jahrhundert als 2. Prager Burg.

Ausgebaut wurde der Burgwall zur Zeit der Romanik und Gotik. Seine heutige Form erhielt der Vyšehrad jedoch größtenteils durch den Umbau zu einer barocken Festung. Zu den Besucher-Highlights zählen die St.-Peter-und-Paul-Kirche im Inneren der Burg sowie der Vyšehrader Friedhof; hier liegen zahlreiche Politiker, Wissenschaftler und Künstler begraben.

Adresse: Vyšehrad, V Pevnosti 159/5b, Praha 2 – Vyšehrad, 128 00

Infos: http://www.praha-vysehrad.cz

8. Zoo Prag

Der Zoo Prag ist der größte Zoologische Garten Tschechiens und gehört zu den schönsten Tierparks weltweit. 2015 wurde er von TripAdvisor als viertbester Zoo der Welt ausgezeichnet. Für Tierfreunde lohnt sich eine Kurzreise nach Prag demnach bereits “nur” aufgrund des Zoos. Der gigantische Tierpark liegt im Prager Stadtteil Troja, der zum Verwaltungsbezirk Prag 7 gehört.

(Info: Insgesamt besteht Prag aus 10 Stadtbezirken, 57 Stadtteilen sowie 146 Ortsteilen.)

Durch die Gliederung des 58 Hektar großen Gebiets kann man hier bis zu 10 km am Stück spazieren und dabei verschiedenste Tierarten entdecken. Besonders interessant: das Afrika-Haus, der indonesische Dschungel und das Tal der Elefanten. Im Kinderzoo Bereich können die kleinen Besucher des Parks Haustiere streicheln und füttern.

Öffnungszeiten: tägl. 09:00 bis 16:00 Uhr

Info: https://www.zoopraha.cz

Verschiedene Tierarten: 681

Einzelne Tiere (Individuen): 4716

9. Tanzendes Haus

Das Tanzende Haus gehört zu den modernen Wahrzeichen Prags. Verwirklicht wurde der kuriose Bau im Jahre 1996. Direkt am Ufer der Moldau gelegen, dient das Tanzende Haus hauptsächlich als Bürogebäude multinationaler Firmen. Ursprünglich war das Gebäude als kulturelles Zentrum gedacht. Der damalige Präsident Václav Havel, der selbst über Jahre in der Nähe des damals brach liegenden Grundstücks wohnte, erhoffte sich von dem Bau neue kulturelle Aktivitäten. Seinen Spitznamen erhielt der Bau durch die besondere Form.

Den Vorstellungen der Architekten Vlado Milunić und Frank Gehry nach, soll die Form des Tanzenden Hauses einen Dialog zwischen einem totalitären Konzept, dargestellt durch den statisch vertikalen Bau (besteht bereits seit 1900), und einem dynamischen, sich im gesellschaftlichen Umbruch befindlichen Konzept, dargestellt durch die gewundene Form, symbolisieren. Ein wenig erinnert das Bauwerk deshalb an eine junge Tänzerin im Faltenkleid, die sich an einen älteren Herrn mit Hut zu schmiegen scheint. Kein Wunder also, dass man dem Tanzenden Haus einen zweiten Spitznamen verliehen hat: Ginger und Fred (nach Ginger Rogers und Fred Astaire, die als Leinwandpaar in vielen US-amerikanischen Tanzfilmen auftraten).

Tipp: Das Tanzende Haus beherbergt im siebten Stock ein einzigartiges Restaurant mit dem Namen “Ginger & Fred”.  Hier genießt Du einen faszinierenden Blick auf die Prager Burg und die Kleinseite.Von der Aussichtsterrasse kannst Du Prag mit einem 360 Grad-Ausblick bewundern. Ganz billig sind die Menüs des Edelrestaurants jedoch nicht.

Adresse: Jiráskovo nám. 1981/6, 120 00 Nové Město, Tschechien

Warum bezeichnet man Prag als die “Goldene Stadt”?
Zum einen ließ Kaiser Karl IV. die Türme der Prager Burg auf dem Hradschin vergolden. Zum anderen wurden Alchemisten bei ihrer Suche nach Gold von Rudolf II., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, König von Böhmen sowie König von Ungarn und Erzherzog von Österreich, unterstützt.

10. Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus

Astronomische Uhr

Das Altstädter Rathaus von Prag an der südöstlichen Ecke des Altstädter Rings, dem zentralen Marktplatz der Prager Altstadt, ist eines der Hauptattraktionen der Stadt. Errichtet wurde das Rathaus im Baustil der Gotik mit besonders markanten Rund- und Spitzbogenfenstern. Besucher Prags können das Rathaus besichtigen und einen Blick hinein werfen. Tipp: Die Aussicht vom Rathausturm auf die Prager Altstadt ist gigantisch.

Von Außen nicht zu übersehen ist die berühmte Astronomische Uhr an der Südmauer des Rathauses. Die Uhr ist mit verschiedenen Figuren wie beispielsweise dem Sensenmann verziert. Später (im 17. Jahrhundert) wurde die Uhr mit den zwölf Aposteln, die sich bis heute zu jeder vollen Stunde in Bewegungs setzen, durch bewegliche Figuren ergänzt. Eine astronomische Uhr ist die Rathausuhr deshalb, weil sie einen Sonnenzeiger, der sich mit dem Lauf der Sonne verschiebt, und einen Mondzeiger, der die Mondphasen anzeigt, besitzt. Außerdem kann man an der Astronomischen Uhr ablesen, in welchem Sternzeichen die Sonne gerade steht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Uhr stark beschädigt. Ob das komplexe Uhrwerk überhaupt wiederhergestellt werden konnte, war damals fraglich. 1948, also nur drei Jahre nach Ende des Kriegs, konnte die Rathausuhr aber nach aufwändiger Restaurierung wieder in Betrieb genommen werden. Seitdem ist sie wieder ein beliebtes Fotomotiv für Touristen und nahezu magischer Anziehungs- und Treffpunkt in Prag.

Adresse: Staroměstské nám. 1/3,110 00 Staré Město, Tschechien

Öffnungszeiten für Besucher: Mo von 11:00 bis 22:00 Uhr, Di-So von 09:00 bis 22:00 Uhr

 

Prag Sehenswürdigkeiten Karte


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