Berlin bietet eine große Vielfalt an herausragenden Museen. Welche kulturellen Ausstellungen du bei deiner nächsten Städtereise nach Berlin nicht verpassen solltest, erfährst du in unserem großen Museumsführer.

Wir haben die wichtigsten Museen in Berlin aufgelistet, damit du bei deinem nächsten Besuch der Hauptstadt schon im Vorhinein weißt, welche Museen du auf jeden Fall gesehen haben musst.

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1. Madame Tussauds Berlin

Das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds hat seinen Ursprung in der britischen Hauptstadt London. In Berlin befindet sich die mittlerweile siebte Niederlassung des weltberühmten Museums.

Madame-Tussauds-Berlin

Ausgestellt werden historische Personen wie Sportler, Schauspieler, Politiker, Models und Musiker.

In der deutschen Hauptstadt liegt der Fokus selbstverständlich auch auf deutschen Prominenten aus verschiedenen Bereichen des Lebens. Bekannt wurde das Berliner Wachsfigurenkabinett, als nach der Eröffnung der Niederlassung in Berlin einer etwa 200.000 Euro teuren Hitler-Wachsfigur der Kopf abgeschlagen wurde.

Vor Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett existierten in Berlin bereits andere Wachsfigurenausstellungen. Die von Madame Tussauds ist jedoch die mit Abstand größte und berühmteste ihrer Art.

Adresse: Unter den Linden 74, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 19 Uhr


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2. Gedenkstätte Berliner Mauer

Ein weiteres Highlight der Hauptstadt ist die Gedenkstätte Berliner Mauer. Das Museum erinnert an die Spaltung Berlins und die Todesopfer, die diese an der berühmten Berliner Mauer forderte.

Museum Berlin Gedenkstätte Berliner Mauer

Im Jahre 1998 wurde das Denkmal an der Bernauer Straße als 70 Meter langes Original-Teilstück der Grenze errichtet.

Im Laufe der Zeit wuchs die Gedenkstätte auf mittlerweile 1,4 Kilometer, die sich über den ehemaligen Grenzstreifen ziehen. Zum Museum gehören eine Außenausstellung, die Kapelle der Versöhnung, das Dokumentationszentrum Berliner Mauer sowie das Fenster des Gedenkens.

Im benachbarten S-Bahnhof Nordbahnhof kannst du dir eine weitere Ausstellung ansehen, die mit dem Thema und der Gedenkstätte verknüpft ist.

Adresse: Bernauer Str. 111, 13355 Berlin
Öffnungszeiten Gedenkstättenareal: Mo. – So. von 8 – 22 Uhr
Öffnungszeiten Besucherzentrum: Di. – So. von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen

3. Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum ist eines der Museen auf der Berliner Museumsinsel und beherbergt das beeindruckende Ischtar-Tor und das Markttor von Milet.

pergamonmuseum berlin

Streng genommen besteht das Pergamonmuseum Berlin aus drei einzelnen Ausstellungen: der Antikensammlung, dem Vorderasiatischen Museum sowie dem Museum für Islamische Kunst.

Als Besucher kannst Du vor allem zahlreiche Kunstwerke des griechischen und römischen Altertums bestaunen. Weltweite Berühmtheit erlangte das Berliner Pergamonmuseum durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensemble.

Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 18 Uhr, am Donnerstag bis 20 Uhr


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4. Berlin Dungeon

Wenn dir die überraschten, kichernden und manchmal sogar blassen Besucher entgegenkommen, fragst du dich im ersten Moment, ob du wirklich ein Museum in Berlin besuchst. Es erscheint eigentümlich, aber die Antwort lautet Ja.

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© Berlin Dungeon / Merlin Entertainments Group Ltd

Im Berlin Dungeon begibst du dich auf eine atemberaubende Reise durch mehr als 800 Jahre Berliner Geschichte, die du innerhalb von 70 Minuten auf ganz besondere Weise näher gebracht bekommst.

Professionelle Schauspieler, tolle Special Effects, eine aufregende Floßfahrt und ein 12 Meter hoher Freifallturm lassen dich die unterschiedlichsten Gefühle spüren. Doch Vorsicht: Solltest Du unter einer Herzerkrankung leiden, schwache Nerven haben oder einfach nur ein Angsthase sein, ist die Show nichts für dich.

Adresse: Spandauer Str. 2, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 18 Uhr


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5. DDR Museum

Bei deiner Sightseeingtour durch die Hauptstadt findest du das DDR Museum in Berlin-Mitte. In der Dauerausstellung erfährst du mehr über die Alltagskultur und das Leben der Bürger der ehemaligen DDR.

DDR Museum Berlin Fahrsimulation
© DDR Museum, Berlin 2019

Das Berliner DDR Museum behandelt die Themen Verkehr, Mauer, Bauen, Wohnen, Freizeit und Konsumverhalten, und bietet damit eine Art Rundumblick, der dir die Welt der Deutschen Demokratischen Republik während der Deutschen Teilung verdeutlicht.

Das DDR Museum ist so gestaltet, dass du fast alle Exponate auch berühren darfst. Setze dich beispielsweise in einen Trabant („Trabbi“) oder stöbere in den Schränken einer Plattenbauwohnung und probiere die darin befindlichen Kleidungsstücke selber an. Mit über einer halben Millionen Besucher jährlich, gehört die Einrichtung zu einem der meistbesuchten Museen Berlins.

Adresse: Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. von 10 – 20 Uhr, Sa. von 10 – 22 Uhr

6. Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart

Das Museum “Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart” zeigt zeitgenössische Kunst und befindet sich im einstigen Empfangsgebäude des Hamburger Bahnhofs in Berlin.

Museum Berlin Hamburger Bahnhof

Die Ausstellung ist Teil der Nationalgalerie Berlin. Wenn du an Kunst interessiert bist, ist ein Besuch des Hamburger Bahnhofs fast Pflicht. Ausgestellt sind Werke von Joseph Beuys, Roy Lichtenstein, Richard Long und Andy Warhol.

Auch Kunstwerke von Anselm Kiefer und Donald Judd sind hier zu sehen. Die Exponate bestehen aus Beständen der Nationalgalerie und der Sammlung Marx. Letztere beinhaltet 150 Bilder und 500 Zeichnungen von Joseph Beuys und Andy Warhol.

Adresse: Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr. von 10 – 18 Uhr, Do. von 10 – 20 Uhr, Sa./So. von 11 – 18 Uhr

7. Martin-Gropius-Bau

Im Berliner Ortsteil Kreuzberg kannst du den Martin-Gropius-Bau, das einstige Kunstgewerbemuseum Berlin, besichtigen. Bis zum Mauerfall im Jahre 1990 befand es sich direkt an der Berliner Mauer auf der Westberliner Seite.

Museum Berlin Hamburger Bahnhof

Der Martin-Gropius-Bau grenzt unmittelbar an den Ortsteil Mitte. Den Namen verdankt das Museum seinem Architekten Martin Gropius, einem Großonkel von Walter Gropius, dem Begründer des Bauhausstils.

Gemeinsam mit Heino Schmieden, einem bedeutenden deutschen Architekten des 19. Jahrhunderts, wurde der Bau zwischen 1877 und 1881 im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Nicht nur das Gebäude selbst, auch die stetig wechselnden Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau sind absolut sehenswert.

Der Martin-Gropius-Bau ist durch seine Vielfalt an Performances, Installationen und dem klassischen Ausstellen von Exponaten vielmehr ein interdisziplinärer Ausstellungsort als Museum in Berlin.

Adresse: Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. und Mi. – So. von 10 – 19 Uhr, Dienstag geschlossen

8. Berlinische Galerie

Die Berlinische Galerie ist der Name für das Berliner Landesmuseum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur in Berlin.

berlinische galerieDie Ausstellung zeigt verschiedene Werke aus dem Bereich bildende Kunst, umfasst aber auch zeitgenössische Installationen und diverse Gemälde.

Das Museum befindet sich im Ortsteil Kreuzberg und sammelt seit 1870 in Berlin entstandene Kunst. Die ältesten Werke der Ausstellung stammen aus eben diesem Jahr. Neben der Dauerausstellung, die auch Kunst des geteilten und wiedervereinten Berlins zeigt, finden in der Berlinischen Galerie regelmäßige Sonderausstellungen statt.

Im Vortragssaal des Museums werden gelegentlich Vorträge gehalten. Zudem gehören eine eigene Bibliothek sowie ein Studiensaal zum Museum Berlinische Galerie.

Adresse: Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. und Mi. – So. von 10 – 18 Uhr, Dienstag geschlossen

9. Jüdisches Museum Berlin

Mit dem Jüdischen Museum Berlin in der Lindenstraße 9-14 beherbergt die deutsche Hauptstadt das größte Jüdische Museum Europas.

Jüdisches Museum Berlin

Als Besucher erfährst du mehr über die 1.700 Jahre alte deutsch-jüdische Geschichte.

Die Ausstellung behandelt sowohl die Höhe-, als auch die Tiefpunkte der Geschichte. Das beklemmende Gefühl im Holocaust-Turm wirkt auch nach Verlassen des Jüdischen Museums Berlin nach. Über das Jahr verteilt finden mehrere Wechselausstellungen statt. Darüber hinaus besitzt das Museum verschiedene Archive, eine Bibliothek sowie diverse Forschungseinrichtungen.

Seit der Eröffnung des Neubaus im Jahre 2001 bis ins Jahr 2012, konnte das Museum über acht Millionen Besucher verzeichnen. Bis heute gehört das Jüdische Museum Berlin zu den meistbesuchten Museen der Hauptstadt.

Adresse: Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 20 Uhr

10. Museumsinsel Berlin

Die Museumsinsel Berlin ist sozusagen der Museums-Hotspot der Hauptstadt. Sie befindet sich an der nördlichen Spitze der Spreeinsel in Berlins historischer Mitte.

museumsinsel

Die Museumsinsel ist nicht nur einer der wichtigsten touristischen Anlaufpunkte, sondern zudem einer der bedeutendsten Museumskomplexe weltweit.

Seit 1999 wird die Museumsinsel Berlin als UNESCO-Welterbe geführt. Zu dem Ensemble aus Museen gehört beispielsweise das Alte Museum. Im Hauptgeschoss zeigt es einen Teil der Antikensammlung mit Waffen, Silberschätzen, Goldschmuck sowie Skulpturen der griechischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Im Obergeschoss des Gebäudes wird dir die Kunst und Kultur der Etrusker und Römer näher gebracht. Das Neue Museum auf der Museumsinsel beherbergt das Ägyptische Museum mit einer großen Papyrussammlung, der berühmten Büste der Nofretete sowie Kunstwerken aus der Zeit von König Echnaton.

Hinzu kommen das Pergamonmuseum mit griechischen und römischen Skulpturen, sowie das Museum für islamische Kunst, die Alte Nationalgalerie und das 2006 wiedereröffnete Bode-Museum, das sowohl byzantinische Kunstwerke, als auch eine italienische und deutsche Skulpturensammlung mit Werken des frühen Mittelalters bis zum 18. Jahrhundert beherbergt.

Adresse: Bodestr. 3, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: siehe einzelne Museen


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11. Bode-Museum

Das Bode-Museum wurde 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet und ist heute Teil der Museumsinsel in Berlin. Damit gehört auch das Bode-Museum, ebenso wie die anderen Galerien der Museumsinsel, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Bodemuseum Berlin

Im Bode-Museum befindet sich sowohl das Münzkabinett, als auch die Ausstellung Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Hier besichtigst du verschiedenste Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert vor Christus bis hin zu Münzen des 21. Jahrhunderts.

Neben Münzen zeigt die Ausstellung ausgewählte Bestände der Sammlung alter Meister der Gemäldegalerie Berlin. Die Skulpturensammlung beherbergt italienische sowie deutsche Skulpturen und Plastiken aus der Zeit des Mittelalters bis ins 18. Jahrhundert.

Der Diebstahl einer 100-Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Museum sorgte im Jahr 2017 bundesweit für Wirbel.

Adresse: Am Kupfergraben, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di., Mi. und Fr. – So. von 10 – 18 Uhr, Do. von 10 – 20 Uhr, Montag geschlossen


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12. Deutsches Historisches Museum

Das Deutsche Historische Museum versteht sich als Ort der Aufklärung und Verständigung über die Geschichte Deutschlands im europäische Kontext. Als beliebter touristischer Anlaufpunkt zählt der imposante Bau zu einem der meistbesuchtesten Museen in Berlin.

Deutsches Historisches Museum

Untergebracht ist das Deutsche Historische Museum im Zeughaus Unter den Linden im Stadtteil Mitte sowie im angrenzenden Ausstellungsbau, der vom chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei entworfen wurde.

Im Zeughaus befindet sich auf 8.000 Quadratmetern die Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“. Hier kannst du 7.000 historische Exponate begutachten, die viel über die bewegte Geschichte Deutschlands vom Mittelalter bis Ende des 20. Jahrhunderts verraten.

Somit ist das Deutsche Historische Museum das ideale Museum in Berlin für dich, wenn du einen Crashkurs durch die Geschichte Deutschlands erhalten möchtest. Die vier Etagen des Ausstellungsbaus von Ieoh Ming Pei werden zusätzlich für regelmäßige Sonderausstellungen genutzt.

Adresse: Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 18 Uhr, am 24. Dezember geschlossen

13. Deutsches Spionagemuseum

Damen-Dessous mit integrierter Videokamera, Regenschirme mit giftigen Geschossen und Handschuhe mit integrierter Pistole: Was klingt, wie die Requisitenkammer eines angestaubten Agenten-Films, ist in Wahrheit nur ein Bruchteil der über 1.200 Exponate, die im Deutschen Spionagemuseum in Berlin zu finden sind.

Deutsches Spionagemuseum Laserparcours
© Deutsches Spionagemuseum

Das Deutsche Spionagemuseum ist wie eine riesige Spielwiese für alle, die sich Verschwörungstheorien aus Vergnügen zum Einschlafen ansehen, gleichermaßen fasziniert und gegruselt von den Überwachungsmöglichkeiten von Geheimdiensten wie NSA oder Stasi sind und tief in die Jahrhunderte alte Geschichte der Spionage eintauchen möchten.

Das im Jahr 2015 als Spy Museum Berlin gegründete Museum arbeitet in leicht verständlicher und vor allem spielerischer Manier das Leben und Wirken von Agenten und Geheimdiensten unter anderem im Ersten und Zweiten Weltkrieg, sowie dem Kalten Krieg auf.

Requisiten aus James Bond Filmen, ein Laserparcours sowie Spiele wie Wanzen in einem Zimmer suchen sorgen bei jeder Altersklasse für Unterhaltung. Das ist manchmal auch notwendig, denn wenn man an Stationen unter anderem sieht, wie leicht es ist, eine Website zu hacken oder wie verzweigt man überwacht wird, wird einem schon mulmig.

Adresse: Leipziger Platz 9, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10 – 20 Uhr


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14. Domäne Dahlem

Wer hätte gedacht, dass eines der beliebtesten Museen in Berlin auch der Ausrichtungsort einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Hauptstadt ist? Die Domäne Dahlem beschreibt das historische Rittergut des ehemaligen Dorfes und heutigen Berliner Ortsteils Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Museum Berlin Domäne Dahlem

Es dient als Freilandmuseum für Agrar- und Ernährungskultur mit deutlich ökologischem Schwerpunkt. Landwirtschaft wird dort bereits seit über 800 Jahren betrieben.

Als Museum etablierte sich die Domäne Dahlem durch Erntefeste und Adventsmärkte, die in ganz Berlin gut ankamen. Heute zeigt das Freilichtmuseum unterschiedliche Ausstellungen zu landwirtschaftlichen Themen, bei denen auch die Ernährung als solche aufgegriffen wird.

Im Jahre 2015 wurde die Domäne Dahlem durch das Culinarium ergänzt. Dieser Teil des Museums beleuchtet mit unterschiedlichsten Exponate verschiedene Aspekte der Essgewohnheiten des Menschen seit 1850 bis in die Gegenwart.

Adresse: Königin-Luise-Straße 49, 14195 Berlin
Öffnungszeiten: Ausstellungen: siehe Website, Außengelände: ganzjährig von 7 – 22 Uhr (bitte aktuelle Änderungen auf der Website beachten)

15. Neues Museum Berlin

Das Neue Museum Berlin ist Teil des Ensembles der Berliner Museumsinsel. Zwischen 1843 und 1855 erbaut, gilt das Gebäude als Hauptwerk des Architekten Friedrich August Stüler, einem der wichtigsten Berliner Architekten seiner Zeit.

Neues Museum Berlin

Nachdem es 70 Jahre lang geschlossen war, wurde das Neue Museum im Oktober 2009 neu eröffnet und beherbergt nun das Ägyptische Museum und Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie Teile der Antikensammlung.

Das Neue Museum Berlin gehört zu den beliebtesten der Hauptstadt und sollte auf Deiner Liste der interessantesten Sehenswürdigkeiten in jedem Fall auftauchen .

Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – Mi. und Fr. – So. von 10 – 18 Uhr, Do. von 10 – 20 Uhr


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16. Alte Nationalgalerie

Auch die Alte Nationalgalerie gehört als Kunstmuseum zum Ensemble der Berliner Museumsinsel. Wie auch das Neue Museum Berlin, wurde die Alte Nationalgalerie vom Berliner Architekten Friedrich August Stüler geplant.

Museen Berlin Alte Nationalgalerie

Sein Kollege, der Architekt Johann Heinrich Strack, vollendete das Gebäude, das stilistisch dem Berliner Spätklassizismus und der beginnenden Neo-Renaissance zuzuordnen ist. Bis heute ist das Äußere des Museums im Originalzustand erhalten; die Innenräume wurden hingegen mehrfach umgebaut und renoviert, um den modernen Anforderungen an die Ausstellung zu entsprechen.

Hier kannst du diverse Werke des Klassizismus, des Biedermeier, des Impressionismus und der Romantik entdecken. Zudem umfasst die Ausstellung eine Reihe von Exponaten der beginnenden Moderne.

Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Di./Mi. und Fr. – So. von 10 – 18 Uhr, Do. von 10 – 20 Uhr, Montag geschlossen


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17. Topographie des Terrors

Die “Topographie des Terrors” ist kein sehr schöner Name, doch warum sollte man die grausame Phase der Deutschen Geschichte auch sanfter bezeichnen? Das Projekt “Topographie des Terrors” beschäftigt sich seit 1987 mit der Zeit des Nationalsozialismus.

Museum Berlin Topographie des Terrors

Zum Berliner Museum gehört eine Dauerausstellung im Neubau, sowie eine Freiluftausstellung, die sich auf dem Gelände der einstigen Prinz-Albrecht-Straße in Kreuzberg befindet. Dort befand sich früher das Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).

Unweit lag das Prinz-Albrecht-Palais, welches als Zentrale des Sicherheitsdienstes der SS diente. Zum Museum gehört auch eine Bibliothek, in welcher der Fokus auf den Themenbereichen Polizei, SS, Gestapo und dem Nationalsozialismus im Allgemeinen liegt.

Adresse: Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 20 Uhr, Außenbereiche bis Einbruch der Dunkelheit (spätestens 20 Uhr), Schließtage 24., 31. Dezember und 1. Januar

18. Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie Berlin wurde von Architekt Ludwig Mies van der Rohe entworfen und ist aus der Kulturlandschaft der Hauptstadt nicht mehr wegzudenken.

Museen Berlin Neue Nationalgalerie

Gemeinsam mit der Gemäldegalerie und dem Kunstgewerbemuseum ist die Neue Nationalgalerie eines der bedeutendsten und wichtigsten Museen am Kulturforum Berlin. Fokus der Ausstellung ist die Kunst des 20. Jahrhunderts.

Eröffnet wurde das Museum im Jahre 1968, dessen Bau als Ikone der klassischen Moderne gilt. Weil verschiedene Sanierungsmaßnahmen anstehen, ist der unter Denkmalschutz stehende Bau der Neuen Nationalgalerie seit 2014 geschlossen. Die Wiedereröffnung des Berliner Museums ist für 2020 geplant.

Adresse: Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
Öffnungszeiten: derzeit bis 2020 geschlossen

19. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Möchtest du bei deiner Stadterkundung den Weg zu Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche erklärt bekommen, fragst du die älteren Einheimischen am besten einfach, wo du den “hohlen Zahn” findest.

Gedächtniskirche Berlin

Das weltberühmte Wahrzeichen des Berliner Westens war einst eine romanische Kirche. Heute stehen die Überreste der imposanten Kirche als Mahnmal gegen Krieg am Ku’damm.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb nur eine Turmruine übrig, was der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche diesen Spitznamen verlieh. Das Wahrzeichen steht auf dem Breitscheidplatz im Berliner Ortsteil Charlottenburg und dient heute als Museum und Mahnmal für den Frieden.

Ein Teil der Ruine wurde in den 50er Jahren abgerissen, um sie durch Neubauten sowie eine neue Kirche zu ergänzen. Noch immer werden Gottesdienste in der Kirche abgehalten. Auch wenn die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche nicht wirklich zu den klassischen Museen in Berlin gehört, ist sie ein eindringliches Zeugnis der Stadtgeschichte.

Adresse: Breitscheidplatz, 10789 Berlin
Öffnungszeiten: Kirche täglich von 9 – 19 Uhr (während Gottesdiensten und Andachten sind keine Besichtigungen möglich), Gedenkhalle in der alten Kirche Mo. – Fr. von 10 – 18 Uhr, Sa. von 10 – 17:30 Uhr, So. 12 – 17:30 Uhr

20. Gemäldegalerie

In der Gemäldegalerie am Berliner Kulturforum kannst du alte europäische Malerei besichtigen. Die Werke stammen aus der Zeit vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

Museen Berlin Gemäldegalerie

Die unglaubliche Sammlung der Gemäldegalerie umfasst über 3.500 Gemälde und 3.000 weitere historische Rahmen.

Für eine gute Übersicht hat man die Berliner Gemäldegalerie in zehn Abteilungen gegliedert. Diese beherbergen sowohl deutsche, niederländische, flämische und holländische, italienische, sowie spanische, französische und englische Malerei aus verschiedenen Epochen.

Du wirst dich wundern, wie viele der Gemälde von Rubens, Raffael oder Dürer du schon einmal irgendwo gesehen hast.

Adresse: Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
Öffnungszeiten: Di., Mi. und Fr. von 10 – 18 Uhr, Do. von 10 – 20 Uhr, Sa./So. von 11 – 18 Uhr, Montag geschlossen


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21. Museum für Kommunikation

Wo könnte das Berliner Museum für Kommunikation schon besser untergebracht sein als im früheren Reichspostmuseums an der Leipziger Straße? Seit den 70er Jahren steht dieses Gebäude unter Denkmalschutz.

Museum für Kommunikation Berlin

Im Museum für Kommunikation siehst du historische Exponate wie Postkutschen, Bahnpostwagen, historische Briefkästen, alte Schreibwerkzeuge. Aber, und hier kommt der besonders interessante Kniff des Museums, da sich die Kommunikationswege immer mehr ins Digitale verschoben haben und auch stetig weiterentwickelt, ist das Museum gleichzeitig eine Art Laboratorium und Galerie für zeitgenössische Kommunikation.

Die Sonderausstellungen beschäftigen sich im besonderen Maße mit der Kommunikation der Gegenwart. Wo sonst sieht man beispielsweise Holztafeln, die durch digitale Hilfe deine Gesten spiegeln?

Adresse: Leipziger Str. 16, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di. von 9 – 20 Uhr, Mi. – Fr. von 9 – 17 Uhr, Sa., So. und an Feiertagen von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen, Schließtage am 24., 25. und 31. Dezember

22. Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)

Ebenso wie die Topographie des Terrors thematisiert das Holocaust-Mahnmal Berlin die Gräueltaten an den rund sechs Millionen Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.

Holocaust-Mahnmal Berlin

Das Holocaust-Mahnmal befindet sich in der historischen Mitte der Hauptstadt und besteht aus 2.711 Betonstelen, welche die unzähligen ermordeten Juden während des Regimes des Dritten Reichs symbolisieren sollen.

Entworfen wurde das Holocaust Denkmal vom international renommierten US-amerikanischen Architekten Peter Eisenman, der auch das Haus am Checkpoint Charlie entworfen hat. Die kargen Betonklötze haben unterschiedliche Höhen. Der Boden ist mal gewölbt, mal irgendwie eigentümlich schief. Manche Besucher berichten davon, dass ihnen beim Durchschreiten schwindelig wurde.

Die Irritation der Wahrnehmung und die Störung des Gleichgewichtssinns sind absolut beabsichtigt.

Adresse: Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Das Stelenfeld ist jederzeit zugänglich, Ort der Information unter dem Mahnmal: von April bis September Di. – So. von 10 – 20 Uhr, Montag geschlossen, Oktober bis März Di. – So. von 10 – 19 Uhr

23. Gedenkstätte Hohenschönhausen

Die einstigen Räumlichkeiten der damaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi, bilden heute die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Gedenkstätte Hohenschönhausen Kellergefaengnis-Zellengang
© Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

Diese soll an die politischen Gefangenen der DDR erinnern, die sowohl physisch als auch psychisch gefoltert wurden.

Seit 1992 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wenn es darum geht, sich über staatlich forcierte Repressionen während des DDR-Regimes zu informieren.

Adresse: Genslerstraße 66, 13055 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 9 – 18 Uhr

24. Classic Remise Berlin

Als Liebhaber von Oldtimern solltest du während einer Städtereise in die Hauptstadt in jedem Fall die Classic Remise Berlin besuchen.

classic remise

In den historischen Mauern eines liebevoll restaurierten wilhelminischen Straßenbahndepots, befindet sich eine einzigartige Veranstaltungsfläche sowie eine Dauerausstellung klassischer, sehr kostbarer Fahrzeuge.

Der alte Industriecharakter, der hier mit der Präsentation der Oldtimer, die sich in gläsernen Einstellboxen befinden, verbunden wird, ist einzigartig und nicht nur für Autofans ein tolles Erlebnis.

Adresse: Wiebestraße 36-37, 10553 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – Sa. von 8 – 20 Uhr, So. von 10 – 20 Uhr

25. Computerspielemuseum

In einem der Berliner Museen kann man tatsächlich Videospiele zocken? Hallo, liebe Museumswelt, mag sich da mancher Besucher denken. Mit dem Computerspielemuseum erweiterte Berlin im Jahre 1997 sein Museumsangebot.

© Computerspielemuseum Berlin

Nach dem Jahr 2003 trat das Computerspielmuseum jedoch nur noch online auf. Seit 2011 ist das Computerspielemuseum Berlin mit einer Dauerausstellung im ehemaligen Café Warschau in der Berliner Karl-Marx-Allee auch wieder in der Offline-Welt präsent.

Hier wird nicht nur die Geschichte der Computerspiele thematisiert: Du erfährst auch einiges zur Entwicklung des Computers von damals bis heute. Aber Achtung, eine Besichtigung des Computerspielmuseums ist nicht nur etwas für Nerds und Technologie-Fans.

Auch Besucher, die sonst wenig Lust auf Videospiele haben, werden richtig aktiv, wenn sie sich Punkte zu 80er-Jahre-Musik ertanzen, mit einer Computer-Psychologin des vergangenen Jahrtausends chatten oder an klassischen Spielautomaten ordentlich aufdrehen.

Wer mutig ist, drillt sich und seine Freunde und lässt sich von „The artwork formerly known as PainStation“ beim Verlieren mit Elektroschocks und Peitschenhieben bestrafen. Wirklich.

Adresse: Karl-Marx-Allee 93A, 10243 Berlin
Öffnungszeiten: So. – Mo. von 10 – 20 Uhr, Fr./Sa. bis 21 Uhr


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26. Museum Berggruen

Das Museum Berggruen ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der klassischen Moderne weltweit.

museum berggruen

Der Name geht auf den 1914 in Berlin-Wilmersdorf geborenen, jüdisch-stämmigen Sammler und Kunsthändler Heinz Berggruen zurück, welcher der Stadt Berlin seine Sammlung weit unter dem eigentlichen Wert verkaufte.

Er bezeichnete dies als “Geste der Versöhnung”. Die Stadt bezahlte für die 200 Kunstwerke von Künstlern wie Picasso, Matisse, Klee und Alberto Giacometti damals “nur” 253 Millionen Deutsche Mark.

Adresse: Schloßstraße 1, 14059 Berlin
Öffnungszeiten: Di. – Fr. 10 – 18 Uhr, Sa./So. 11 – 18 Uhr, Montag geschlossen

27. Tränenpalast

Als Tränenpalast bezeichnen die Berliner umgangssprachlich die frühere Ausreisehalle der DDR-Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße, die heute als Museum dient. Du findest es in der ehemaligen Osthälfte Berlins am Reichstagufer 17 im Stadtteil Mitte.

Tränenpalast Berlin

Die Bezeichnung Tränenpalast ist dabei keine verklärte Übertreibung. Besuche zwischen Familienmitgliedern und Freunden, die einerseits in der BRD und andererseits in der DDR lebten, standen keinesfalls an der Tagesordnung. Beim Verabschieden flossen bittere Tränen. Auch unter der Berücksichtigung, dass es für die DDR-Bürger kaum eine Möglichkeit gab, in die BRD zu fahren.

Anders als die Ausreise, erfolgte die Einreise nach Ost-Berlin nicht über den Tränenpalast, sondern über die Bahnhofsanlage in der Friedrichstraße. Für Ausländer gab es noch den Checkpoint Charlie als alternativen Grenzübergang in der Friedrichstraße.

Adresse: Reichstagufer 17, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di. – Fr. von 9 – 19 Uhr, Sa., So. und an Feiertagen von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen

28. Deutsches Technikmuseum

Als Mathias Rust mit seiner Cessna im Jahr 1987 in unmittelbarer Nähe des Roten Plates landete, schlug im eine Welle aus Verwunderung und Unfassbarkeit entgegen. Der Pilot ist anschließend für ein paar Jahre im Gefängnis gelandet. Sein Flugzeug steht mittlerweile im Technikmuseum Berlin und kann besichtigt werden.

Bis 1996 trug das 1983 eröffnete Deutsche Technikmuseum Berlin (DTMB) den Namen “Museum für Verkehr und Technik”. Das Museum beherbergt und verbindet über 100 technische Sammlungen Berlins.

Auf 26.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche besuchen jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Menschen das Deutsche Technikmuseum. Hier erfährst du mehr zur Bier- und Schmuckproduktion, der Energiegewinnung, und bekommst den Wasserstraßen- und Schienenverkehr näher gebracht.

Adresse: Trebbiner Str. 9, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Di. – Fr. von 9 – 17:30 Uhr, Sa./So. von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen

29. Mauermuseum (Museum Haus am Checkpoint Charlie)

Anders als die städtischen Museen in Berlin, steht das “Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie” unter privater Trägerschaft.

checkpoint charlie

Gegründet wurde es im Jahre 1961 vom deutschen Historiker und Publizisten Rainer Hildebrandt.

Damals befand sich das Mauermuseum noch in einer Privatwohnung an der Bernauer Straße in Berlin. Nachdem 1963 die Arbeitsgemeinschaft 13. August das Museum übernahm, zog es an den Checkpoint Charlie um.

Die Ausstellung zeigt Fotos und Dokumentationen geglückter Fluchtversuche, sowie die dabei verwendeten Fluchtmittel wie Heißluftballons, Autos, Sessellifte und ganz kurios: ein Mini-U-Boot.

Adresse: Friedrichstraße 43-45, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 9 – 22 Uhr


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30. Museum für Naturkunde

Von angsteinflößenden echten Dinosaurierskeletten über Blutsauger hin zu einheimischen Tieren: Das Berliner Museum für Naturkunde lässt dich erstaunen oder auch angewidert gucken.

Naturkunde Museum Berlin
© Thomas Rosenthal

Im Museum für Naturkunde in Berlin kannst du mehr als 30 Millionen einzelne Objekte entdecken. Damit ist es neben dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn und den Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main das größte seiner Art in ganz Deutschland.

Ursprünglich war das Museum ein Teil der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor es 2009 zu einer Stiftung des öffentlichen Rechts wurde. Du findest das Naturkundemuseum im Berliner Ortsteil Mitte in der Oranienburger Vorstadt.

Adresse: Invalidenstraße 43, 10115 Berlin
Öffnungszeiten: Di. – Fr. von 9:30 – 18 Uhr, Sa./So. von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen


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31. The Wall Museum

Steht man vor den bunt bemalten Betonwänden an der Spree, kann man sich kaum vorstellen, dass die längste Open-Air Galerie der Welt, die East Side Gallery, einst das schmerzlichste Unterdrückungsinstrument in der Stadt war: Die Berliner Mauer.

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© Museums- und Ausstellungs GmbH für Deutsche und Europäische Geschichte 2018

Die East Side Gallery ist das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer. An dem früheren Mauerstreifen befindet sich der ehemalige Mühlenspeicher. Ein wuchtiges Haus, das als ehemaliger DDR-Grenzposten fungierte. Mittlerweile befindet sich in dem Gebäude das The Wall Museum Berlin. In 13 Themenräumen wird ungestellt und unbeschönigt die Entwicklung der Berliner Mauer zwischen den Jahren 1945 und 1990 nachgezeichnet.

Durch unzählige ergreifende und berührende Originalaufnahmen und Interviews wird der Todesopfer der Berliner Mauer gedacht, die aufgeladene Stimmung beim Mauerfall eingefangen und sogar das Wiedervereinigungskonzert u.a. mit Pink Floyd erlebbar gemacht.

In einem authentischen DDR-Wohnzimmer lehnt man sich im Sessel zurück und guckt echte Aufnahmen des damaligen Ost-Programms. Mag man hier noch schmunzeln, wird man beim Gang auf die Terrasse und den Blick auf den ehemaligen Todesstreifen viel mehr ein mulmiges Gefühl bekommen.

Ein Besuch dieses besonderen Berliner Museums lohnt sich für Besucher jeden Alters.

Adresse: Mühlenstr. 78-80, 10243 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 18 Uhr

32. Alliierten Museum

Das Alliierten Museum in Berlin wurde 1998 unter Beisein Helmut Kohls eröffnet und dokumentiert das Engagement und die Aufgabe der Westalliierten in der Bundesrepublik Deutschland, konkret in West-Berlin, zwischen 1945 und 1994.

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© AlliiertenMuseum/Chodan

Die westlichen Alliierten sind die damaligen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs: USA, Großbritannien und Frankreich. Diese standen im Ost-West-Konflikt der damaligen Sowjetunion gegenüber. Ein Highlight der Ausstellung ist das britische Transportflugzeug Hastings TG 503 aus der Zeit der Luftbrücke.

Nicht verpassen solltest du auch einen Besuch des Berliner Spionagetunnels, der als Zusammenarbeit des amerikanischen und britischen Geheimdienstes entstand. Ziel des Tunnels war es, die sowjetischen Fernmeldeleitungen in Ost-Berlin anzuzapfen. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum auch regelmäßige Sonderausstellungen.

Adresse: Clayallee 135, 14195 Berlin
Öffnungszeiten: Di. – So. von 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen

33. Haus der Wannsee-Konferenz

Die einstige Industrievilla aus dem Jahre 1915 wurde zwischen 1941 und 1945 von der SS als Gästehaus genutzt.

Museum Berlin Haus der Wannseekonferenz

Die einstige Industrievilla aus dem Jahre 1915 wurde zwischen 1941 und 1945 von der SS als Gästehaus genutzt. An diesem historischen Ort besprachen am 20. Januar 1942 eine Reihe hochrangiger SS-Vertreter sowie Persönlichkeiten aus der NSDAP und unterschiedlicher Ministerien die konkreten Kooperationspläne zur Deportation und Ermordung der europäischen Juden.

Heute informiert hier die Dauerausstellung als Museum über die Vertreibung, die Ghettoisierung und die Ermordung der Juden zwischen 1933 und 1939. Zudem bietet die Gedenkstätte verschiedenste pädagogische Möglichkeiten wie Seminare und Studientage, bei denen sich die Teilnehmer näher mit der Geschichte des Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen auseinandersetzen können.

Adresse: Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. – So. von 10 – 18 Uhr

34. Berliner Unterwelten e. V.

Fluchttunnel unter der Berliner Mauer, ein Operationsbunker aus NS-Zeiten oder auch versteckte Atomschutzbunker: Der Berliner Untergrund hat einige Überraschungen für dich zu bieten.

berlin bunker

Der Berliner Unterwelten e.V. existiert seit 1999 und macht genau in diese versteckten Orte der Vergangenheit in Führungen erlebbar.

Mit einem normalen Museum in Berlin haben die Touren wenig zu tun. Erfahre genau am Ort des Geschehens mehr über die wechselhafte und spannungsgeladene Geschichte von Berlin. Die Führungen durch Bunker und andere größtenteils unterirdische Bauwerke sind schnell ausverkauft. Tickets gibt es online auf der Website des Vereins oder direkt oder am Ticket- und Buchshop am S-Bahnhof Gesundbrunnen.

Dort kannst du auch die Dauerausstellung zum Berliner Untergrund besuchen und dich beispielsweise über die Baupläne zur geplanten NS-Reichshauptstadt Germania informieren.

Adresse: Brunnenstraße 105, 13355 Berlin

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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