Einmal Polarlichter im Urlaub sehen:

Die Bilder von Nordlichtern in der Arktis sind faszinierenden.

Das Gute:

Eine Reise zu den Polarlichtern kann auch komfortabel sein.

Wir sagen dir, welche Reiseziele am besten sind, um Polarlichter zu sehen.

Außerdem erklären wir in einem kurzen FAQ, wie Nordlichter und Südlichter entstehen und wann sie am sichtbarsten sind.


ÜBERSICHT: DIE BESTEN ORTE FÜR POLARLICHTER



Die besten Orte, um Nordlichter zu sehen


1. Norwegen

Polarlichter über den Lofoten, Norwegen
Polarlichter über den Lofoten, Norwegen

Norwegen zählt zu den besten Orten in Europa, um Nordlichter zu beobachten.

Besonders beliebt ist hierbei ein Trip zur Hafenstadt Tromsø im Nordwesten von Norwegen. Die Stadt hat knapp 72.000 Einwohnende und wird oftmals auch als Hauptstadt der Arktis bezeichnet.

Rund um die Stadt am Eismeer gibt es mehrere Nordlichtbasen. Im Januar und Februar findet zusätzlich das Nordlicht-Festival statt.

Alternativ kannst du auch mit der Seilbahn auf den Hausberg Storsteinen fahren. Mit etwas Glück siehst du auch ganz gemütlich von dem dortigen Panorama-Restaurant die Polarlichter.

Hinweis zur Anreise: Tromsø hat einen eigenen Flughafen. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge zum Flughafen Tromsø. In Oslo steigst du einmal um. Flüge gibt es ab 60 €.


Gute Orte, um in Norwegen Polarlichter zu sehen:

  • Küstenregion bis zum Nordkap
  • Tromsø
  • Spitzbergen
  • Lofoten
  • Hurtigruten
  • Bodø

2. Schweden

Polarlichter Abisko Nationalpark Schweden
Polarlichter über dem Abisko Nationalpark, Schweden

Kiruna in Schwedisch Lappland ist die nördlichste Stadt Schwedens und ein beliebter Startpunkt, um Nordlichttouren zu unternehmen.

Circa 100 km westlich von Kiruna befindet sich das Dorf Abisko.

Gut:

Zwischen beiden Orten gibt es einen Shuttle.

Wusstest du?

Auf Schwedisch heißen die Nordlichter übrigens Norrsken. Ikea hat ein Ufo-Lampensystem danach benannt.

Im umliegenden Abisko Nationalpark kannst du auf einer Fläche von 77 km² Eisfischen, Ski-Langlaufen oder Hundeschlitten fahren.

Von der Aurora Sky Station aus hast du ideale Bedingungen, um die Nordlichter über Schweden zu beobachten.

Die STF Abisko Touriststation verfügt sogar über Gästezimmer.

Übrigens: Im Nationalpark befindet sich auch der 70 km lange Torneträsk-See. Selbst bei getrübter Sicht bleibt der Himmel über dem See wolkenfrei. In der Nacht ist es im Nationalpark tatsächlich pechschwarz.


Gute Orte, um in Schweden Polarlichter zu sehen:

  • Schwedisch Lappland
  • Abisko
  • Kiruna
  • Luleå

3. Finnland

Polarlichter über Finnland
Nordlichter über Finnisch Lappland

Im finnischen Teil von Lappland hast du zwischen den Monaten September und März mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Glück, Polarlichter zu sehen. In jeder zweiten klaren Nacht werden in Lappland Nordlichter gesichtet.

Absolute Besonderheit:

In Finnland gibt es viele Glas-Iglus, von denen du aus Polarlichter beobachten kannst. Einige der Iglus sind sogar als Hotelzimmer buchbar und gemütlich eingerichtet.

Alternativ kannst du auch in Lapplands Hauptstadt Rovaniemi übernachten. Im dortigen Santa Claus Village wohnt der Weihnachtsmann. Tatsächlich.


Gute Orte, um in Finnland Polarlichter zu sehen:

  • Finnisch-Lappland (komplett)
  • Rovaniemi mit Santa Claus Village
  • Ranua
  • Ivalo
  • Levi (Wintersportzentrum)
Hotelempfehlung: Luxus-Iglus und Polarlicht-Alarm

Santas Hotel Aurora
Santa’s Hotel Aurora & Igloos in Luosto, Finnland

In Santa’s Hotel Aurora wirst du sogar per App benachrichtigt, wenn Polarlichter zu sehen sind.

Das Areal des Hotels bietet dir verschiedene Unterkünfte – von stilvoller Blockhütten-Atmosphäre mit Kamin und Privat-Sauna bis zum privaten Iglu mit Luxus-Einrichtung ist alles dabei.

Das Hotel verfügt zudem über einen Flughafenshuttle und liegt direkt an einem Ski-Gebiet.

Zum Angebot

4. Kanada

Polarlichter im Yellowknife Nationalpark Kanada
Holz-Tipis im Yellowknife Nationalpark in den Northern Territories, Kanada

In Kanada gibt es ein breit gefächertes Angebot für komfortable Touren zu Nordlichtern.

Im Yellowknife-Nationalpark in den Nordwest-Territorien werden an circa 240 Nächten im Jahr Polarlichter gesichtet.

Im dortigen Aurora Village kannst du sogar in beheizten Holz-Tipi-Zelten auf das Naturspektakel warten.

Der kleine Ort Churchill in Manitoba bezeichnet sich hingegen als eine der drei besten Orte auf der Welt, um Polarlichter zu beobachten. Eisbären leben hier auch.

Die Millionenstadt Edmonton mit dem nahen Jasper Nationalpark ist für alle, die ihre Polarlichter-Reise mit Sightseeing verbinden möchten.

Im Torngat Mountains National Park auf der Labrador-Halbinsel kannst du sogar im Sommer Polarlichter sehen.


Gute Orte, um in Kanada Polarlichter zu sehen:

  • Northwest Territories
  • Yellowknife-Nationalpark
  • Edmonton
  • Jasper-Nationalpark
  • Banff-Nationalpark
  • Neufundland und Labrador

5. Island

Der Berg Kirkjufell in Island
Der Berg Kirkjufell in Island

Auf der Liste mit den meisten Natur-Spektakeln auf engstem Raum dürfte Island auf dem Siegerpodest stehen.

Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen und auch Polarlichter sind in Island zu entdecken. Zwischen September und März werden überall in Island Nordlichter gesichtet.

Am deutlichsten war die Aurora Borealis dabei im Osten und Süden sichtbar.

Ein guter Anlaufpunkt für Urlauber ist der Thingvellir-Nationalpark unweit der Hauptstadt Reykjavik.

Denn obwohl es in Island nicht wirklich Lichtverschmutzung wie hierzulande gibt, ist absolute Dunkelheit wie im Nationalpark ideal, um die Nordlichter deutlich sichten zu können.

In Reykjavik sind die Polarlichter schwach zu erkennen.


Gute Orte, um in Island Polarlichter zu sehen:

  • Akureyri
  • Thingvellir-Nationalpark
  • Buchten von Eyjafjörður und Faxafloí
  • Dorf Kálfafell

Mehr entdecken: 20 unvergessliche Sehenswürdigkeiten von Island

6. Grönland

Polarlichter in Grönland
Polarlichter über Gletschern in Grönland

Zugegeben, es gibt näherliegende Reiseziele als Grönland, um Polarlichter zu sichten. Die schroffe Insel zwischen Island und Alaska bietet dafür ideale Bedingungen, um Nordlichter zu sichten.

Grönland ist so dünn besiedelt, dass du sogar von den Städten Kangerlussuaq und der Hauptstadt Nuuk Nordlichter sehen kannst – die wenigen Lichter der kleinen Städte stören tatsächlich nicht.

Unternimmst du im Winter eine Reise nach Grönland, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass du die Aurora Borealis siehst.

Plane für deinen Trip mindestens eine Woche ein, um die Fjorde, kleinen Städte an der Westküste und Gletscher zu entdecken. Der Ilussat-Gletscher ist sogar der größte Gletscher der Welt


Gute Orte, um in Grönland Polarlichter zu sehen:

  • Nuuk
  • Kangerlussuaq
  • Ilulissat
  • Sisimut
  • Baffin Bay/Diskobucht

7. USA

Nordlichter über Fairbanks Alaska
Nordlichter über Fairbanks, Alaska

Gletscher, Eisfelder, unberührte Natur:

Die Arktis in Alaska ist definitiv einer der weltweiten Hotspots, wenn du nach Nordlichtern suchst. Besonders die Stadt Fairbanks im Hinterland von Alaska ist dabei ein empfehlenswertes Reiseziel mit

Doch eine Reise nach Alaska ist eher robusten Urlaubern zu empfehlen. Die USA haben aber auch einige interessante Alternativen zu bieten.

Polarlicht-Begeisterte finden können dem Idaho Panhandle Nationalpark und dem dortigen Priest Lake einen Besuch abstatten.

Im US-Bundestaat Minnesota ist ein Ausflug zum Cook County am Lake Superior zu empfehlen. Im nördlichen Teil von Michigan und Wisconsin um den Lake Michigan hast du auch gut Chancen.

Besonders interessant ist bei diesen Zielen die Nähe zu Metropolen wie Chicago oder Detroit. Die Großstädte um das Areal der Great Lakes können die Sicht auf die Polarlichter aber auch stark beeinträchtigen.


Gute Orte, um in den USA Polarlichter zu beobachten:

  • Denial National Park and Preserve, Alaska
  • Fairbanks und Anchorage, Alaska
  • Priest Lake im Idaho Panhandle Nationalpark
  • Cook County, Minnesota
  • Headlands International Dark Sky Park Michigan

8. Färöer Inseln

Nordlichter über Hvannasund Färöer Inseln
Nordlichter über Hvannasund, Färöer Inseln

Die Färörer Inseln zwischen Norwegen und Island sind zerklüftet, eigenwillig, ursprünglich und trotzdem gut erschlossen.

Mir ihrer geografischen Lage und der nicht vorhandenen Lichtverschmutzung haben die Färöer Inseln gute Bedingungen, um Nordlichter sehen zu können.

Wir müssen allerdings auch festhalten, dass sich Wolken durchaus in den Bergen der Inselgruppe im Atlantik verfangen und abregnen – was wiederum sehr schlecht für die Sichtbarkeit von Polarlichtern ist.

Fazit: Wenn du eine Woche Urlaub auf den Färöer Inseln verbringst und klare Sicht auf den Nachthimmel hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du Polarlichter sehen wirst.


Gute Orte, um auf den Färöer Inseln Polarlichter zu sehen:

  • Gesamte Inselgruppe bei unbewölktem Himmel
  • Hvannasund
  • Klaksvík

Färöer Inseln entdecken:  Guide für die Färöer Inseln

9. Russland

Nordlichter über der Kola-Halbinsel, Russland
Nordlichter über der Kola-Halbinsel, Russland

Achtung, es wird wild. Eine Polarlichter-Reise durch die arktischen Regionen Russlands ist ein echtes Erlebnis und definitiv nichts für Frostbeulen.

Besonders die Kola-Halbinsel zwischen Barentssee und Weißem Meer ist dabei ein Hotspot für Nordlichter in Russland.

Die Stadt Murmansk liegt im Osten von Finnisch-Lappland. Dabei ist Murmansk mit 300.000 Einwohnenden sogar die größte Stadt nördlich des Polarkreises – weltweit.

Hier befindet sich ebenfalls ein beliebtes Ski-Gebiet.

Von Murmansk aus gibt es auch begleitetet Touren nach Teriberka.

Hier sind die Nächte dunkler als in Murmansk.


Gute Orte, um in Russland Polarlichter zu sehen:

  • Kola-Halbinsel (komplett)
  • Murmansk
  • Teriberka
  • Gebiet um Archangelsk

10. Schottland

Nordlichter über dem Steinkreis von Callanish Schottland
Nordlichter über dem Steinkreis von Callanish (auch Calanais), Schottland

Dass man im Norden von Schottland Polarlichter sehen kann, hat man oftmals gar nicht vor Augen. Beim Blick auf den Globus fällt dann doch auf, wie nördlich Schottland tatsächlich liegt.

Die beste Anlaufstelle, um in Schottland Nordlichter sehen zu können, ist die Isle of Skye im Nordwesten. Hier gibt es mehrere Dark Sky Discovery Sites. Das sind ausgewiesene Sternenparks.

Bei einem Ausflug in die schottischen Highlands bekommst du auch Polarlichter zu sehen.

Wusstes du?

In Schottland nennt man Polarlichter Mirrie Dancers.

Doch auch in Süd-Schottland ist es möglich, die Aurora Borealis zu sichten. Die offizielle Dark Sky Town Moffat hat ihre Straßenlaternen so sehr gedimmt, dass man selbst vom Ort aus Nordlichter sehen kann.

Auch in Edinburgh ist es möglich, die Aurora sehen zu können. Dafür muss das Leuchten allerdings ziemlich stark sein, da die Großstadt Edinburgh in der Nacht einen ziemlichen Lichtkegel über sich ausbreite.


Gute Orte, um in Schottland Polarlichter zu beobachten:

  • Isle of Skye
  • Hebriden (Inselgruppe)
  • Galloway Forest Park (Lichtschutzgebiet)
  • Shetlandinseln
  • Highlands

Sightseeing: Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Edinburgh

11. Irland

Donegal Irland
Um Polarlichter über Irland zu sehen, benötigst du eine Portion Glück und einen geeigneten Standort – zum Beispiel die Provinz Donegal im Norden.

Irland liegt nicht innerhalb des sogenannten Polarlicht-Gürtels. Dennoch sind die Gegebenheiten besonders an der Nordküste gut, um Nordlichter zu beobachten.

Auch hier gibt es ausgewiesene Sternenparks mit geeigneten Bedingungen.

Entlang der Causeway Coastal Road und im County Donegal hast du die besten Chancen darauf, in Irland Nordlichter zu sehen.

Besonders beeindruckend ist hierbei ein Ausflug zu den Klippen von Slieve League. Mit ihrer Höhe von bis zu 601 m sind es die höchsten Klippen in Europa.

Ein Ausflug an die Westküste lohnt sich also auch, wenn du keine Aurora zu Gesicht bekommst.

Lohnt sich eine Polarlicht-Reise nach Irland?

Eine extra Reise zu den Polarlichtern in Irland ist etwas riskant.

Viel mehr kannst du allerdings das Glück haben, Nordlichter zu entdecken, wenn du ohnehin in der kalten Jahreszeit in Irland unterwegs bist.


Geeignete Orte, um in Irland Polarlichter zu sehen:

  • Inishowen-Halbinsel
  • Causeway Coastal Route
  • Donegal
  • Wild Atlantic Way

Dazu passend: Sehenswürdigkeiten in Dublin

12. Dänemark

Polarlichter Dänemark
Am ehesten sieht man die Aurora Borealis über Dänemark an der Nordseeküste

Beim Begriff Skandinavien denkt man auch schnell das beliebte Nachbarland Dänemark.

Aber gibt es in Dänemark Polarlichter?

An der dänischen Ostseeküste kann man in klaren Winternächten ohne Sturm und Wolken durchaus Nordlichter sichten. Meistens treten diese Bedingungen in Dänemark aber nicht zusammen ein.

Wenn man über Dänemark und Polarlichter liest, sind damit meist die zu Dänemark gehörenden, autonomen Gebiete der Färöer Inseln oder auch Grönland gemeint.


Geeignete Orte, um in Dänemark Nordlichter zu sehen:

  • Nordseeküste
  • Norden des Festlands
  • Hirtshals
  • Insel Samso

Mehr entdecken: 17 schöne Sehenswürdigkeiten in Dänemark


Die besten Orte, um Südlichter zu sehen


13. Australien

Aurora Australis in Australien
Aurora Australis im Süden von Australien

Kängurus, Koalabären, Weihnachtsbäume im Hochsommer  –  all das sind bekannte Besonderheiten von Australien. Aber wusstest du auch, dass du Polarlichter in Australien entdecken kannst?

Der Kontinent liegt geografisch so nahe am Südpol, dass Polarlichter sichtbar werden.

Hier gilt die Faustregel:

Je südlicher du dich befindest, desto besser.

Besonders häufig wird die Aurora Australis zwischen Juni und August in Tasmanien gesichtet. Besonders beliebt ist bei Polarlicht-Jägern ein Aufenthalt auf Bruny Island.

Neben der guten Erreichbarkeit (30 min von Hobart), punktet die Insel auch mit weißen Sandstränden und Wallabys.


Gute Orte, um in Australien Polarlichter zu sehen:

  • Insel Tasmanien (komplett)
  • Bruny Island
  • Cradle Mountain-Lake St Clair National Park

14. Neuseeland

Lake Wakatipu Neuseeland
Südlichter über dem Lake Wakatipu, Neuseeland

Das Gebiet von Neuseeland ist über zwei große Hauptinseln und einige kleinere Inseln verteilt. Die Aurora Australis wird in Neuseeland dabei hauptsächlich im südlichen Teil der Südinsel gesichtet.

Ideal ist hierbei ein Ausflug nach Stewart Island. Hier befindet sich auch der Rakiura-Nationalpark. In dem dichten Regenwald leben sogar tagaktive Kiwis (die Vögel).

Der Name geht auf die Maorische Sprache zurück. Rakiura bedeutet „Land der glühenden Himmel“.

Wenn du Südlichter sehen möchtest, besuche den Park am besten in den neuseeländischen Wintermonaten Juli und August.

In den Sommermonaten hängen sehr oft Wolken an den 1.000 m hohen Gipfeln der Gebirgskette.


Gute Orte, im in Neuseeland Polarlichter zu sehen:

  • Stewart Island
  • Rakiura
  • Queenstown
  • Lake Tekapo
  • Southland

15. Patagonien

Torres del Paine Patagonien
Die Südspitze von Südamerika ist für seine Natur-Spektakel berühmt

Der südliche Zipfel des südamerikanischen Kontinents ist auch ohne Südlichter ein außergewöhnliches Reiseziel.

Abenteurer finden Gletscher und Regenwälder auf der chilenischen Seite, Wüste und Steppen im argentinischen Gebiet.

Die Stadt Ushuaia in der Provinz Feuerland ist Argentiniens südlichste Stadt und ein beliebter Ausgangpunkt, um Patagonien zu erkunden. Von hier aus starten auch Expeditionen in die Antarktis.

Bei einer Reise nach Südamerika zählen Polarlichter zu einer besonders stimmungsvollen Nebenerscheinung – man sollte sich allerdings nicht darauf versteifen, dass man Südlichter zu Gesicht bekommt.


Gute Ausgangpunkte für deine Polarlichter-Reise nach Patagonien:

  • Punta Arenas (Chile)
  • Ushuaia (Argentinien)

FAQ: Wissenswertes zu Polarlichtern


 

Was sind Polarlichter – einfache Erklärung

Polarlichter entstehen, wenn positiv und negativ geladene Teilchen der Sonne auf Teilchen treffen, die sich im Magnetfeld der Erde befinden. Bei der Reaktion der Teilchen werden Farben sichtbar, die wir als Polarlichter wahrnehmen.


Beginnen wir bei der Sonne

  • Die Oberfläche der Sonne ist von heißen Lavaströmen bedeckt. Die Sonne sendet nicht nur Wärme und Licht ins Universum, sondern auch eine große Menge an Atomen.
  • Diese Ansammlung aus elektrisch geladenen Teilchen nennt man Sonnenwind. Kommt es wie bei einem Vulkanausbruch auf der Sonne zu Eruptionen, wird dieser Effekt sogar verstärkt. Dann entstehen sogenannte Sonnenstürme.

Und nun zum Magnetfeld der Erde

  • Die Elektronen und Protonen, die die Sonne auf die Erde schleudert, werden vom Magnetfeld der Erde abgeschirmt.
  • Magnetfelder entstehen zwischen positiven und negativen Polen. Bei der Erde sind das der magnetische Nordpol in der Arktis und der magnetische Südpol in der Antarktis. Die positiven und negativen Teilchen des Sonnenwinds werden beim Aufprall auf das Magnetfeld der Erde voneinander getrennt.
  • Die Teilchen bewegen sich durch die Anziehungskräfte. Aus der Bewegungsenergie wird elektrische Spannung.
  • Unter dieser Spannung sind die ohnehin schon elektrisch geladenen Teilchen extrem reaktionsfreudig und reagieren deswegen mit den Bestandteilchen der Luft. Bei diesen Reaktionen entsteht oftmals ein sichtbares Leuchten – die Polarlichter.

Die Farben der Polarlichter

Die Farbe der Polarlichter hängt davon ab, mit welchen Bestandteilen der Luft die Teilchen des Sonnenlichts reagieren.

  • Grün: Reaktion mit Sauerstoff ca. 100 km über der Erde.
  • Rot: Reaktion mit Sauerstoff ca. 200 km über der Erde. Rote Polarlichter sieht man in seltenen Fällen auch über Deutschland.
  • Blau: Reaktion mit Stickstoff. Stickstoff ist allerdings nicht so reaktionsfreudig. Deswegen sind blaue Polarlichter selten zu sehen.
Nordlichter vom Weltall aus gesehen
Polarlichter von der Internationalen Raumstation ISS aus gesehen

Wann ist die beste Zeit, um Polarlichter zu sehen?

Nordlichter auf der Nordhalbkugel: September bis März, wobei die Nächte in den Monaten November bis Januar am dunkelsten sind, was die Wahrscheinlichkeit von Polarlicht-Sichtungen steigert.

Dafür sind in den Monaten September, Oktober, Februar und März oftmals hellere Polarlichter zu sehen.

Südlichter auf der Südhalbkugel: Die Aurora Australis ist am besten in den Monaten Juli und August sichtbar. In der Zeit herrscht auf der Südhalbkugel der Welt Winterzeit.

 

Was sind die besten Reiseziele für eine Polarlicht-Reise?

Wir empfehlen die Reiseziele Norwegen, Schwedisch und Finnisch Lappland, um Polarlichter in Europa zu erleben.

Die hohe Rate an Polarlicht-Sichtungen (in Tromsø beispielsweise in 9 von 10 Winternächten), die gute Erreichbarkeit der Reiseziele sowie die touristische Infrastruktur sind die besten Voraussetzungen für eine Polarlicht-Reise.

Kannst du dir eine Fernreise vorstellen, sind die Nordwest-Territorien in Kanada das perfekte Reiseziel für dich.

Um die Aurora Australis zu Gesicht zu bekommen, eignet sich eine Reise nach Tasmanien am besten. Die australische Insel punktet ebenfalls mit den guten Anreise-Möglichkeiten. Der beste Ort, um Südlichter zu sehen, ist übrigens die Antarktis.

Tipp: Polarlicht-Vorhersagen geben dir einen Hinweis darauf, wie hoch die Chancen sind, Polarlichter zu sehen. Das Prinzip kennst du schon vom Wetterbericht.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aurora Borealis und Aurora Australis?

Man unterscheidet Polarlichter zwischen Nordlichtern und Südlichtern.

Die Aurora Borealis ist im Norden, Aurora Australis im Süden.

Polarlichter sind am häufigsten im sogenannten Polarlichtoval zu sehen. Dieses umfasst Gebiete, die sich in einem bestimmten Radius um circa 2.500 km um den magnetischen den Nord- und Südpol befinden.

 

Sind Polarlichter gefährlich?

Nein. Das Magnetfeld der Erde lenkt den geladenen Sonnenwind ab. Polarlichter entstehen so weit weg  in der Atmosphäre, dass sie keinen Einfluss auf die Lebewesen auf der Erde hat.

Die elektrische Ladung kann aber unter Umständen die Funktion von Technik stören. So können bspw. GPS-Systeme oder Computer beeinträchtigt werden.

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