Zweifelsohne besitzen die USA, Neuseeland und Kanada ihre Reize – doch wer will in die Ferne schweifen, wenn der Kontinent vor unserer Haustür eine Vielzahl toller Ziele für Camper bietet? Eine Tour mit dem Wohnmobil eignet sich perfekt dafür, Kultur und Natur des alten Europas auf einer längeren Strecke neu zu entdecken und zu genießen.

Je autarker du dich dabei bewegen willst, desto wichtiger ist eine detaillierte Vorbereitung der Reise. Auf welche Aspekte du dabei besonders achten solltest, verraten wir dir in unseren Europa Reise Tipps.

 


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Die Routenplanung – das A und O

Sowohl die voraussichtlichen Kosten als auch die landschaftlichen und kulturellen Highlights hast du bei deiner Europa Reise besser im Blick, wenn du deine Fahrt vorab detailliert planst. Darüber hinaus lohnt es sich natürlich, Extra-Zeit für spontane Abstecher mit einzuplanen. Ein paar spannende Reiserouten stellen wir dir am Ende des Artikels vor.

Europa Trip

Die finanzielle Planung

Spontan losfahren funktioniert allenfalls für einen Wochenendtrip – bei einer größeren Reise musst du naturgemäß deine finanziellen Möglichkeiten und dein Urlaubskontingent vorab überprüfen. Während Touren von wenigen Wochen mit dem regulären Jahresurlaub kompatibel sind, gelingt eine Auszeit von mehreren Monaten, ohne den Job zu verlieren,  nur unter den Sonderregelungen eines sogenannten Sabbatical.

Insbesondere für Beamte existieren in diesem Rahmen Möglichkeiten, zwei bis 6 Jahre lang für zwei Drittel bis sechs Siebtel des Gehalts zu arbeiten, um anschließend eine bezahlte Auszeit zu nehmen. Angestellte müssen diese Modalitäten mit der Firmenleitung absprechen und vertraglich festsetzen. Da ein ausgedehnter Europatrip allerdings mehr als das Haushaltsgeld beansprucht, bleibt die Frage nach der grundlegenden Finanzierung.

Mögliche Finanzierungsquellen

  • Die eigenen Ersparnisse

Psychologisch gesehen ist diese Finanzierung natürlich die schönste – zuerst übst du dich einige Zeit lang in freiwilligem Verzicht, anschließend genießt du deine Reise in vollen Zügen. Damit das Sparschwein rascher im Umfang wächst, könntest du Eltern, Geschwister und Freunde in der Zeit vor der Reise bitten, deinen Plan mit einer kleinen Geldspende zu unterstützen, anstatt die obligatorischen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke für dich zu kaufen.

  • Kreditaufnahme

Statistiken verraten, dass sechs Prozent der Urlaube in Deutschland zumindest teilweise finanziert sind. Diese Variante lohnt sich wohl vor allem, wenn sich dir akut eine Reisegelegenheit bietet, es allerdings aktuell an eigenen Ersparnissen mangelt. Insbesondere bei Reisekrediten, die technisch gesehen reine Privatkredite zu Konsumzwecken sind, sollte die Summe dabei im Verhältnis zu deinen Möglichkeiten nicht zu hoch ausfallen. Als Rückzahlungsfrist bieten sich zwölf Monate an, damit du nicht im nächsten Urlaub noch für den vorangehenden zahlen musst.

Gerade wer große Reisen über mehrere Monate plant, sollte sich bewusst machen, dass deutsche Kreditnehmer für die Tilgung einer Summe von 10.000 Euro im Schnitt fünf bis sieben Jahre benötigen. Zusätzlich musst du der Bank natürlich die Sicherheit eines unbefristeten Arbeitsvertrages bieten. Dies ist besonders wichtig, da beim Reisekredit im Gegensatz zum Immobilien- oder Autokaufdarlehen kein materieller Gegenwert für die Kreditsumme existiert.

Solltest du für den Europa Trip gar deine Anstellung kündigen, kann eine Finanzierung nur gelingen, wenn du einen zweiten Kreditnehmer mit ins Boot holst, der eine Festanstellung nachweisen kann. Zusätzlich ist es wichtig, dass du dir Gedanken darum machst, ob du von der Bank überhaupt einen Kredit in ausreichender erhältst. Die Kreditsumme hängt dabei von der individuellen finanziellen Situation ab. Spezielle Haushalts- und Budgetrechner können dir dabei helfen, deine finanziellen Verpflichtungen zusammenzutragen und so herauszufinden, wieviel Geld du für deinen Traumurlaub über einen Kredit finanzieren kannst.

Camper

Die Kosten kalkulieren

  • Verpflegung und Drogerieartikel

Je nach Anspruch und Logistik, kann dieser Posten unterschiedlich hoch ausfallen: Versierte Langzeit-Camper-Paare leben von einem Budget von 500 Euro in vier Wochen, während du mit häufigen Restaurantbesuchen und Snacks zu Touristenpreisen diesen Betrag leicht auf das Doppelte anheben kannst. Zum Sparen empfiehlt es sich, möglichst viele haltbare Vorräte preisgünstig zu Hause zu kaufen und mitzunehmen. Gerade im südeuropäischen Raum lassen sich frisches Obst und Gemüse günstig auf lokalen Märkten kaufen, während Kaffee, Milchprodukte und verschiedene Drogerieartikel vergleichsweise teuer sind.

  • Wohnmobil

Wer keinen Camper sein eigen nennt, muss sich einen mieten. Das kostet, je nach Ausstattung und Wagentypus, ab etwa 500 Euro pro Woche. Falls du planst, große Strecken zurückzulegen, solltest du überprüfen, ob das Angebot nur eine begrenzte durchschnittliche Kilometerleistung abdeckt. Für jeden zusätzlich gefahrenen Kilometer werden dann nämlich bei der Rückgabe in der Regel um die 40 Cent fällig.

  • Sprit und Reparaturen

Natürlich ist der Spritverbrauch abhängig von Fahrstil und geografischen Gegebenheiten. Grob lässt sich jedoch der Verbrauch eines Alkoven-Wohnmobils zwischen 11 und 14 Litern pro 100 Kilometer angeben. Für 1.000 zurückgelegte Kilometer musst du demnach bei einem aktuellen europäischen Durchschnitts-Dieselpreis von 1,23 Euro (Stand: 10.KW 2018) mit etwa 135 bis 180 Euro an Kosten rechnen. Apps wie „Clever Tanken“ helfen dir beim Sparen – häufig lohnt es sich gerade vor Grenzübergängen noch einmal vollzutanken. Übrigens gibt es noch weitere sinvolle Apps, die ein paar Herausforderungen beim Campen einfacher machen können.

Für Reparaturen solltest du in jedem Fall einen finanziellen Puffer von mindestens 300 bis 500 Euro einrechnen, selbst wenn dein Wohnmobil über den Vermieter versichert ist. Im Ausland musst du für Kleinigkeiten in der Regel in Vorleistung gehen.

  • Versicherungen

Für das eigene Wohnmobil ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben – wenn du einen Trip durch die Wildnis planst, solltest du zusätzlich zumindest eine Teilkaskoversicherung abschließen, die naturbedingte Schäden aber auch Brände und Diebstahl abdeckt. Im Sinne des eigenen Wohlergehens ist für jeden Reisenden eine Auslands-Reisekrankenversicherung unerlässlich. Falls deine Tour nicht länger als 42 Tage dauert, ist der Versicherungsschutz bereits ab unter 10 Euro im Jahr erhältlich. Bei Langzeit-Trips entstehen dafür Kosten zwischen 40 bis 80 Euro im Monat.

  • Mautkosten

Hier summieren sich auf einer Europareise einige Posten: Während in Österreich und vielen Balkanländern Vignettenpflicht herrscht, zahlst du in Italien, Frankreich und Spanien beim Auf- oder Abfahren auf Autobahnen oder Schnellstraßen für die individuell zurückgelegte Strecke. Besonders im Süden und Westen Europas können sich dabei Beträge aufsummieren, die beinahe mit den Spritkosten gleichziehen. Nur Nichtzahlen kann dann noch teurer werden – hier musst du mit Strafen von mehreren Hundert Euro rechnen.

  • Internetkosten

Beim Roadtrip vom Weltgeschehen abgenabelt zu sein, braucht heutzutage niemand mehr zu befürchten. Mobiles Internet in ganz Europa kostet je nach Anbieter und benötigtem Datenvolumen zwischen 15 und 35 Euro für 30 Tage.

  • Campingplatzkosten

Wie tief du für eine Übernachtung auf dem Campingplatz in die Tasche greifen musst, ist abhängig vom Urlaubsland. Der ADAC hat die europäischen Preise verglichen und stellte dabei große Unterschiede fest. Während die Übernachtung für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind inklusive Stellplatz, 5 kW Stromverbrauch und drei warmen Duschen in Polen 20,16 Euro kostet, ist sie in der Schweiz erst für durchschnittlich 48,29 Euro zu bekommen. In Schweden zahlst du im Mittel 27,04 Euro, in Dänemark 39,42 Euro und in Italien 41,54 Euro für dasselbe Programm.

Campingplatz

Ich packe meinen Koffer…

Egal, ob dein Trip drei Wochen oder mehrere Monate dauern soll – der Gepäckbedarf unterscheidet sich in beiden Varianten kaum. Folgende Dinge sollten in Koffer und Wohnmobil keinesfalls fehlen:

Persönliche Sachen: Vier T-Shirts oder Tops, zwei lange und zwei kurze Hosen oder auch Röcke oder Kleider sowie zehn Sets Unterwäsche und Socken – mehr Basiskleidung braucht es im Sommer auch bei einem langen Trip kaum. Schließlich sind die meisten Campingplätze mit Münzwaschmaschinen ausgestattet, sodass eine Reinigung regelmäßig möglich ist. Sinnvoll ist ebenfalls ein bis zwei Tuben Reisewaschmittel und einen Klappwäscheständer mitzunehmen sowie Nadel und Faden, um bei Bedarf einen Knopf anzunähen oder einen Saum flicken zu können.

Ob du Badesachen und Ausgehkleidung benötigst, hängt von deiner individuellen Programmplanung ab. Eine Garnitur Regenkleidung solltest du in jedem Fall einpacken, falls es nicht im Hochsommer an die Südspitze Europas gehen soll. Für alle Kleidungsstücke gilt: Schnell trocknende und leichte Funktionsgewebe bieten viele Vorteile auf Reisen und müssen nicht teuer in der Anschaffung sein. Auch Mikrofaserhandtücher trocknen wesentlich schneller als Frotteeware.

Ein Paar feste Schuhe, ein Paar Turnschuhe und ein Paar Badelatschen komplettieren die Ausstattung. Je nachdem, ob es in den sommerlichen Süden oder in den kalten Norden geht, musst du dein Gepäck um Sonnenbrille, Handschuhe, Schals und andere wetterabhängige Accessoires ergänzen.

  • Für die Hygieneartikel gilt: Ein Satz Shampoo, Zahnpasta und Duschgel genügen – den Mehrbedarf kannst du während der Reise decken. Wichtig für Paare: Selbst wenn man Platz sparen möchte, sollten zwei vollständig ausgerüstete Kulturtaschen mitgenommen werden, da die Waschräume auf Campingplätzen in der Regel nach Geschlechtern getrennt sind.
  • Für die Küche: Hier lohnt sich die Anschaffung von unzerbrechlichem Geschirr aus Melamin sowie faltbaren Sieben und Schüsseln. Töpfe sollten stapelbar sein und Pfannen am besten einen Klappgriff besitzen. Als Basisausstattung nimmst du Essig und Öl in unzerbrechlichen Behältern, Gewürze in Mehrfachspendern, Instantbrühe und -kaffee, haltbare Milch, Nudeln, Reis, Instantsaucen und Brotaufstrich mit.

Für die ersten Reiseetappen, die keinen Einkaufsstopp erlauben, lohnt sich auch eine Grundausstattung in Kühlbox und Dosen (plus Dosenöffner!). Wer einen Outdoor-Trip unternimmt und gern draußen speisen möchte, sollte zusätzlich Klappstühle und einen Klapptisch einpacken.

  • Für den Camper: Dank der europaweiten Norm erhältst du mit dem passenden CEE‑Stecker Strom auf jedem Campingplatz. Als praktisch erweist sich eine Kabeltrommel mit einem CEE-Eingang und 1xCEE sowie 2×230 V als Ausgängen.

Die Wasserversorgung sicherst du mit 2 x 5 Meter hochwertigem Gartenschlauch und den passenden Adaptern: Ein Kupplugsstück zum Verbinden, Hahnanschlüsse (3/4 und ½ Zoll), ein Universaladapter und mehrere Gardena-Anschlüsse zum Verbinden des Schlauches mit den Hahnanschlüssen beziehungsweise dem Universal-Adapter.

Schließlich genügt ein großer Faltkanister zum Auffüllen des Wasservorrats, während für das Nutzen von fremden Anschlüssen Desinfektionsspray sinnvoll ist.

Je nachdem, wo deine Reise hingehen soll, ist es sinnvoll die Ausrüstung noch zu erweitern. Vor allem in winterlichen Regionen gibt es einiges zu beachten und eine schneetaubliche Ausstattung ist dann Pflicht.

  • Ansonsten gehören zur Grundausstattung des Wohnmobils: Gasflasche zum Kochen, Werkzeugkoffer, Warndreieck, Warnweste, Feuerlöscher, Verbandskasten, Starthilfekabel, Wagenheber, Radkreuz, und Auffahrkeile zum Ausgleichen unebener Untergründe.

Gerade für große Wohnmobile empfiehlt sich eine spezielle Navigationssoftware für Wohnmobile oder LKW – ansonsten kann es die passieren, plötzlich vor einer zu niedrigen Brücke stecken zu bleiben.

Eine umfangreiche und detaillierte Liste zur Abhaken findest du hier. Dann wird beim Packen garantiert nichts vergessen.

Wie packe ich richtig?

Damit der Camper sicher auf der Straße liegt, solltest du schwere Gepäckstücke wie gefüllte Kanister, Gasflaschen oder Konserven stets möglichst weit unten und am besten in Achsnähe verstauen. Viele Wohnmobile bieten dafür eine Heckgarage über der Hinterachse an. Ansonsten bist du auf den verfügbaren Stauraum im Wohnmobil angewiesen, der zumeist keine sperrigen Koffer oder Reisetaschen erlaubt.

Falls du den Camper mietest, miss die zu Verfügung stehenden Stauräume vorab aus, um zu Hause exakt planen zu können. Für geplante Wanderungen oder Strandtage dürfen Extra-Rucksäcke und Taschen natürlich nicht fehlen. Ein guter Trick sind Saughaken für glatte Wände – an ihnen hältst du Tüten mit Hygieneartikeln, Elektronik-Gadgets oder Besteck stets griffbereit.

Unsere Vorschläge zum ultimativen Europa-Trip

Hoch im Norden – von Oslo bis zum Nordkap

Nicht nur die raue und unberührte Natur Skandinaviens eignet sich perfekt zum Entdecken während eines Roadtrips, sondern auch die Tatsache, dass sich das Wohnmobil beinahe überall unbürokratisch abstellen lässt. Startpunkt unserer Tour ist das norwegische Oslo, das mit Wikingerschiffmuseum und der Festung Akershus selbst mit einigen Sehenswürdigkeiten punkten kann. Plane also ein bis zwei Extra-Tage ein, um die Stadt und das Essen im Szeneviertel Grünerløkka zu genießen.

Danach führt die Strecke über Trondheim weiter nach Tosbotn, wo der Lomsdal-Visten-Nationalpark mit der charakteristischen Fjord- und Gebirgslandschaft lockt. Dieses Panorama erkundest du am besten zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Von der norwegischen Küste nach Schweden gelangend, folgst du der Straße E12, entlang derer zahlreiche kleine Seen zu kurzen Wanderetappen einladen.

Im schwedischen Umeå angekommen, passierst du per Fähre den Bottnischen Meerbusen und gelangst nach Finnland. Auf dem Weg nach Norden erreichst du Saariselkä, der das Tor zu vielen Nationalparks und Naturschutzgebieten darstellt. Vor allem im Wildnisgebiet Vätsärin erämaa am Inari See lässt es sich tagelang in abgeschiedener Idylle verbringen, wandern und fischen.

Von Olderfjord schließlich gelangst du schlussendlich zum Nordkap, das den nördlichsten Zipfel des europäischen Kontinents darstellt. Nachdem du den urgewaltigen Ausblick ins scheinbar endlose Eismeer genossen hast, führt dich der Weg an der norwegischen Küste wieder Richtung Süden. Hier lohnt der Abstecher zum Geirangerfjord, der als UNESCO-Weltnaturerbe eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes darstellt.

Skurril und erlebnisreich – von Berlin ans Schwarze Meer

Die Reise, die dem Verlauf der Donau bis ans Schwarze Meer folgt, passiert Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Von Berlin aus führ der Weg zunächst nach Budapest, dem „Paris“ an der Donau. Jugendstilbauten, Thermalquellen und Kaffeehauskultur prägen hier die Atmosphäre. Viele Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel der felsige Gellértberg mit der Freiheitsstatue und der Burgberg mit dem Königlichen Schloss und der Zitadelle, liegen direkt am Ufer der blauen Donau.

Von der ungarischen Hauptstadt gelangst du nach Belgrad und die östliche Landschaft Serbiens. Die hügelige Landschaft mit winzigen Dörfern vermittelt den Eindruck, am Ende Europas angelangt zu sein. Das landschaftlich spektakuläre Highlight dieses Trips bietet das Eiserne Tor an der Grenze von Serbien zu Rumänien. Das Durchbruchstal der Donau in den Karpaten bietet nicht nur den gefährlichsten Teil für die Donau-Schiffspassage, sondern auch einen imposanten Anblick mit den an den Ufern gelegenen Naturschutzparks und der Taubenburg.

Die bulgarische Schwarzmeerküste bildet schließlich den Endpunkt der Reise. Hier solltest du, falls du kein Interesse an Ballermann und Partytourismus hat, die bekannten Orte wie Burgas oder Varna am sogenannten Sonnenstrand meiden. Interessanter und ruhiger ist beispielsweise das älteste Seebad am Schwarzen Meer, das den Namen Konstantin und Elena trägt. Es besticht durch seine geografisch reizvolle Lage zwischen dem Meer und den Ausläufern des Balkangebirges. Zu entdecken gibt es die idyllische Waldlandschaft und sieben natürliche Mineralquellen.

Rund um Europa plus Marokko – ein Jahresprojekt

Diese Route eignet sich für Mutige, die sich unter Umständen sogar ein volles Jahr lang Zeit nehmen. Sie schließt Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Italien, Griechenland, die Balkanländer, die baltischen Staaten und die skandinavischen Länder mit ein. Vom Schwarzwald aus führt der Weg zunächst ins Elsass und von dort aus die Bretagne und die Normandie. Highlights bieten die raue Naturschönheit der felsigen Atlantikküste sowie das lebendige Biarritz.

An Spaniens Nordküste entlang erreichst du den berühmten Pilgerort Santiago de Compostela. Kunst, Architektur und Kulinarisches lassen sich 550 Kilometer weiter südlich in Portugals Hauptstadt Lissabon entdecken. Der portugiesischen Westküste folgend, mit Abstechern nach Sevilla und Cadiz, erreichst du das spanische Algericas, wo die Überfahrt nach Tanger möglich ist. Gerade in den kühlen Monaten verbringen viele Franzosen ihren Campingurlaub in Marokko, sodass sich hier ein umfangreiches Netz aus sicheren Campingplätzen an malerischen Orten entwickelt hat.

Die Abkürzung in den Osten Europas bietet die Fähre von Marokko ins italienische Genua, und dann, wenn du den Stiefel von West nach Ost durchquert hast, die Fährverbindung von Ancona ins griechische Patras.

Nordwärts durchquerst du Albanien, Montenegro und Kroatien, wo sich Abstecher zur mystischen Landschaft der Plivitzer Seenplatte und zu den malerischen Krka Wasserfällen unbedingt lohnen.

Über Österreich und Tschechien, deren Hauptstädte Wien und Prag als Höhepunkte locken, gelangst du nach Polen, wo das Gebiet der Hohen Tatra Fans von Bergwanderungen erfreut. Von Kaliningrad reisen Wohnmobilisten besonders malerisch am schmalen Sand- und Dünenstreifen der Kurischen Nehrung entlang nach Litauen und dann weiter nach Lettland und Estland. Dessen Hauptstadt Tallinn bildet eine kontrastreiche Mischung zwischen verträumten Gassen und Hipster-Lokalen.

Von Tallinn aus setzt du schließlich zur letzten Etappe über, um die skandinavische Halbinsel zu erkunden: Finnland, Norwegen, Schweden und schließlich Dänemark.


Fazit

Eine gute Planung, sowohl bezüglich der Route als auch in puncto Gepäck und Finanzen, ist die halbe Miete für eine gelungene Einmal-im-Leben-Europatour. Je detailorientierter du die Reise im Vorfeld kalkulierst, desto mehr Freiheiten und spontane Abweichungen kannst du dir „on the Road“ erlauben.

 

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