Am 9. Februar im Jahre 1468 wurde von Herzog Sigismund und Bischof Tulbeck der Grundstein der imposanten Frauenkirche in München gelegt. Zwanzig Jahre später konnte das reizvolle Bauwerk fertiggestellt werden. Bis heute zählt der „Dom zu Unserer Lieben Frau“ zu den Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt. Im Inneren des Bauwerks finden bis zu 20.000 Personen Platz. Der spätgotische Bau ist mit seinen drei Schiffen etwa 109 Meter lang, 40 Meter breit und weist eine Höhe von circa 37 Metern auf. Da die Stadtverwaltung innerhalb des Mittleren Ringes keine Gebäude erlaubt, sind die knapp einhundert Meter hohen Türme der Frauenkirche bereits aus weiter Entfernung zu erkennen. Was dich bei einem Besuch dieses beeindruckenden Bauwerks alles erwartet, erfährst du hier!

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Die faszinierende Architektur der Frauenkirche

Geprägt von glatten Ziegeln und vorgefertigten Bauornamenten aus Ziegeln und Haustein wirkt der Außenbau mit seinen ebenso großflächigen Fenstern besonders eindrucksvoll. Das große Ziegeldach mit seinen Gaubenfenstern wird von einem umlaufenden Hausteinband in Bedeckung des Kapellenkranzes und Hauptdaches gegliedert. Damit fügt es sich nahtlos in den Rest des Bauwerks ein. Die fünf Turmgeschosse weisen zudem ungleiche Höhen und einen quadratischen Grundriss auf. Darüber hinaus werden die kupfergrünen Turmkuppeln von einem achtseitigen Tambourgeschoss getragen.

Beim imposanten Innenraum lässt sich erkennen, dass dieser von zwei sich folgenden Kugelformen bestimmt wird und damit wohl aus der Kreisfigur heraus konstruiert wurde. Beim Eintritt in den fabelhaften Innenraum fallen sofort die weiß gefassten Flächen achteckiger mächtiger Pfeiler auf. Einfallendes Licht lässt auf zahlreiche Fenster an der Seite der Kirche schließen. Der Anblick selbst bleibt dem Betrachter erst einmal verborgen.

Frauenkirche vor Alpenpanorama

Der gesamte Raum wird von einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre umgeben. Zwar wirkt er ziemlich überschaubar, doch seine Komposition ist ohne Zweifel ausgeklügelt. Die eigentliche Außenwand wurde bis auf einzelne Teile der Mauer durch Kapellen aufgezehrt, die fast ebenso hoch sind, wie der Raum. Dank der reich gegliederten und hoch angesetzten Gewölbesterne erfährt man die verschiedenen Schiffe als durchgängige Räume. Ihr Verhältnis zueinander erschließt sich dem Besucher erst auf dem Weg zum Altar. Darüber hinaus wieder der Raum von der Kunstwissenschaft auch als „Staffelhalle“ bezeichnet. Dieser Ausdruckt besagt, dass das Mittelschiff nicht überhöht ist und eigene Fenster aufweist. Zudem stellen sich die Seitenschiffe sich ihm gegenüber als etwas niedriger dar.

Die Frauenkirche als ein Ort der Memorialkultur

Neben seinem unvergleichlichen und erstaunlichen Bau präsentiert sich der reizvolle „Dom zu Unserer Lieben Frau“ auch als ein historischer Memorialort. Seit dem Jahre 1273 war die Anlage mit der Verleihung des Pfarr-Rechts mit einem Friedhof verbunden. Zwar wurde durch den Bau der Salvatorkirche in den Jahren 1493 und 1494 ein neuer Pfarrfriedhof am Rand der Stadt angelegt, doch der Friedhof der Frauenkirche wurde noch bis zur Schließung aller innerstädtischen Friedhöfe im Jahre 1789 weiterbenutzt. Die Kanoniker und die Inhaber der Kapellen haben zu dieser Zeit im Inneren der Kirche Begräbnisrechte, die ebenfalls noch viele Jahre später in Geltung blieben.

Um das Jahr wurde ursprünglich in der Mitte des Chores in Verbindung mit einem Altar das Grab der Wittelsbacher angelegt. Unter den aufgenommenen Münchener Wittelsbachern des 14. und 15. Jahrhunderts befand sich auch Kaiser Ludwig der Bayer. In den folgenden Jahrhunderten wurden jedoch andere Kirchen in München von den regierenden Wittelsbachern als Begräbnisorte ausgewählt. Im Jahre 1921 wurde jedoch der letzte König von Bayer, Ludwig III. wieder in der Frauenkirche beigesetzt. Des Weiteren erinnern bis heute im Inneren der Kirche Gedenkreliefs an die Besuche von Papst Benedikt XVI., der damalige Erzbischof von München und Freising, Papst Pius VI., Papst Johannes Paul II. und schließlich von Papst Benedikt XVI., der das Bauwerk am 10. September 2006 aufsuchte.


In der imposanten Frauenkirche wandelt man auf den Spuren bedeutender historischer Persönlichkeiten aus München. Dabei erblickt das Auge sowohl im Inneren als auch von außen eine prachtvolle spätgotische Architektur. Als Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt darf die fantastische Kirche natürlich nicht bei einer umfangreichen Sightseeingtour verpasst werden!

Adresse: Frauenplatz 12, 80331 München
Website: www.muenchner-dom.de

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Josefine Baumann

Seit August 2016 schreibe ich für das Reisemagazin von voucherwonderland. In meinen Beiträgen nehme ich euch gerne mit an die schönsten Orte Europas – von manchen hast du vorher vielleicht noch gar nichts gehört ;)

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