Okay, Surfin‘ USA klingt einfach viel schmissiger als Surfen auf Fuerteventura – aber es sei den Beach Boys vergönnt, die goldene West Coast der Staaten zu besingen.

Für deinen ersten Surfurlaub muss es aber keine Fernreise sein. Die Kanareninsel Furteventura ist zum Surfen ideal und wird auch als Hawaii Europas bezeichnet.

Ganzjährig hohe Temperaturen und eine enorme Wellensicherheit, erstklassige Surfcamps mit Studenten-WG-Feeling und vergleichsweise günstige Preise sind ideale Bedingungen für deinen ersten Surfurlaub auf Fuerteventura.

Damit du weißt, was auf dich zukommt, geben wir dir einen Überblick über die besten Surfspots auf Fuerteventura und beantworten in einem FAQ deine Fragen.

Für wen lohnt sich ein Surfurlaub auf Fuerteventura?

Während sich einige Strände in Spanien den Beinamen Karibik von Europa verdient haben, kann sich Fuerteventura durch die optimalen Surfbedingungen über den Namenszusatz Hawaii von Europa freuen.

Surfunterricht Fuerteventura

Der ganzjährig pustende Nord-Ost-Passat lässt die Sandstrände an der Ostküste von Fuerteventura zu perfekten Reisezielen für Wind- und Kitesurfer werden. Besonders in den Sommermonaten sind die Bedingungen optimal für einen Anfänger-Surfkurs auf Fuerteventura.

Die Nordküste von Fuerteventura zwischen Corralejo im Nordosten und El Cotillo im Nordwesten gilt als El Dorado für Wellenreiter.

In den Wintermonaten stehen hier die Chancen besonders gut, dass die aufgetürmten Wellen nicht vom Passat plattgepustet werden.

Fuerteventura bietet Surfern jeder Trainings-Stufe passende Spots. Flache Sandstrände zum Surfen Lernen und Riffs für Fortgeschrittene.

Die perfekten Surfbedingungen auf Fuerteventura auf einen Blick

  • Hohe Wahrscheinlichkeit surfbarer Brandungswellen
  • Ganzjährig spürbarer Passatwind
  • Kristallklares Wasser
  • Auch in den Wintermonaten selten Wassertemperaturen unter 20 °C
  • Surfurlaub auf Fuerteventura vergleichsweise kostengünstig

Welche Surfart passt zu dir?

Surfstile Fuerteventura
Von links: Windsurfen, Wellenreiten, Kitesurfen.

Wenn du nach einem Actionkick im Urlaub suchst und schnell auf dem Brett stehen möchtest, eignen sich Windsurfen und Kitesurfen gleichermaßen für dich.

Körperliche Gesundheit, ein durchschnittliches Fitnesslevel und Freude an Geschwindigkeit sind gute Begleiter, um auf Fuerteventura Windsurfen oder Kitesurfen zu erlernen. Die meisten Beginner können nach einem dreitägigen Kurs schon starke Fortschritte erzielen.

Suchst du nach einem ganzheitlichen Training, das sowohl Kraft, Ausdauer als auch Balance verlangt und bringst etwas Geduld mit, kannst du dich im Wellenreiten auf Fuerteventura ausprobieren.

Denn bei deinem ersten Surfurlaub auf der Kanareninsel wirst du heftigen Muskelkater verspüren und froh sein, wenn du auf dem Brett stehen kannst.

Am besten trainierst du im Vorfeld Liegestütze und Schwimmen. Das Glücks- und Gemeinschaftsgefühl in einem der Surfcamps auf Fuerteventura ist dafür überragend.

Surf-ABC: Die wichtigsten Begriffe

Wind- und Kitesurfen am Playa de Sotavento mit René Egli

Der beste Spot für Kite- und Windsurfer liegt an der Ostküste von Fuerteventura am Playa de Sotavento auf der Halbinsel Jandía.

Kitesurfen am Playa de Sotavento

Das besondere Highlight:

Der Strand ist von den Gezeiten abhängig und ändert seine Form. Phasenweise bildet sich deshalb eine bis zu 1 m tiefe Lagune am Playa de Sotavento, die bis zu 200 m breit und 4 km lang ist. Ideal, um auf Fuerteventura das Windsurfen im Flachwasser zu lernen.

Die Lagune wird von einer sanften Sandbank vom offenen Meer abgegrenzt. Der Passat weht am Sotavento ablandig und zerrt teilweise ordentlich am Segel.

Windsurfen am Playa de Sotavento
Die Bedingungen sind an diesem Surfspot auf Fuerteventura ganzjährig so außergewöhnlich gut, dass der Worldcup im Windsurfing und Kitesurfing am Playa de Sotavento ausgetragen wird. Die Organisation übernimmt dabei das Windsurfcenter von René Egli.

Die Sportanlage vom passionierten Windsurfer wuchs seit 1984 von einer kleinen Surfschule zur größten Kite- und Windsurfschule der Welt. Seit 2012 hat René Egli die alleinige Lehrlizenz für die Lagune von Sotavento.

Bis zu 25.000 Interessierte pro Jahr buchen Surfunterricht in der Schule oder verbringen einen kompletten Surfurlaub im 200 m entfernten Hotel  Sol Gorriones/INNSiDE by Meliá.

Wenn du bereits Wind- oder Kitesurfen kannst, leihe dir einfach das Equipment an der Station aus und teste den wohl bekanntesten Spot für Kite- und Windsurfing auf Fuerteventura aus.

Playa de Sotavento erreichst du von den Urlaubsorten Costa Calma oder Jandía Playa nach einer 15- bis 20-minütigen Autofahrt.

Surfen im Norden von Fuerteventura

Konstante Swells, Beachbreaks für Beginner oder Reefbreaks für Fortgeschrittene: An der Nordküste von Fuerteventura zu surfen gehört zum Pflichtprogramm für jeden Wellenreiter auf der Kanareninsel.

Surfen Fuerteventura Norden

Auf einer Küstenlänge von 15 km im windanfälligen Norden von Fuerteventura reihen sich die Surfspots aneinander. Direkt am Urlaubsort Corralejo mit seinen beeindruckenden Dünen im Naturpark erstreckt sich mit den Grandes Playas de Corralejo einer der beliebtesten Strandabschnitte von Fuerteventura.

Badeurlauber und Wind- bzw. Kitesurfer fühlen sich besonders am Flag Beach wohl. Doch auch Wellenreiter-Beginner finden im Süden dieses Strandabschnittes gute Bedingungen für die ersten Versuche auf dem Surfboard.

Wellen El Cotillo
Möchtest du es etwas knackiger und anspruchsvoller, solltest du an der Northshore von Fuerteventura nach Surfspots suchen. Die Bucht Majanicho liegt circa 20 km nordwestlich von Corralejo und überzeugt durch Reefbreaks für Einsteiger.

Im Nordwesten von Fuerteventura lockt das noch recht ursprüngliche Dorf El Cotillo Surfer und Individualreisende an.

Der Hausstrand von El Cotillo hat schöne Beachbreaks, etwas weiter südlich warten 2 m bis 3 m hohe Wellen am Playa de Esquinzo auf dich.

Hast du schon ein wenig Erfahrung, solltest du in den Wintermonaten im Norden von Fuerteventura surfen.

Die beliebtesten Surfspots im Norden von Fuerteventura

  • El Cotillo: Beachbreaks: Wellen brechen meist auf ganzer Länger und sind deshalb eher für Anfänger geeignet
  • Playa de Esquinzo: Südlich von El Cotillo, Beachbreak vor Steilküste, eher für Fortgeschrittene Surfer, selbst bei ordentlichem Passat werden die Wellen durch Steilküste vor Wind geschützt
  • Majanicho: Kleine Bucht direkt im Norden ca. 20 min Autofahrt von Corralejo, Riffs für Anfänger, aber Achtung, unbedingt Surfschuhe tragen
  • The Bubble: Pointbreak über Riff, besonders im Winter guter Swell, Mischung aus Brandungs- und Windwellen, Liegt nördlich von Majanicho.
  • Isla de Lobos: Kleine Insel bei Corralejo. Pointbreak und Reefbreak, Überfahrt einfach mit der Fähre oder dem Wassertaxi
  • Punta Blanca: Reefbreak, westlich von Majanicho, für Anfänger geeignet

Surfen im Süden und Westen von Fuerteventura

Wenn du im Süden von Fuerteventura surfen möchtest, hast du am meisten Spaß, wenn du schon etwas fortgeschrittener bist. Ausgerechnet neben dem Pauschaltouristen-Hotspot Playa Jandía liegt ein außerordentlich beliebter Pointbreak: Cruz Roja in Morro Jable.

Surfschulen La Pared

Direkt vor dem markanten Leuchtturm von Morro Jable brechen die Wellen sogar hohl – ein absoluter Traum für jeden Wellenreiter. An der Südwestküste von Fuerteventura sind die Strände von La Pared und Cofete echte Tipps, wenn du nach Beachbreaks auf Fuerteventura suchst.

Playa del Viejo Rey Jandia
Während es am Traumstrand von La Pared vor guten Wellen und etlichen Surfschulern der dortigen Surfschulen wimmelt, ist Playa de Cofete überraschend leer.

Die Unterströmung an beiden Stränden verhindert zusätzlich, dass du auf Badegäste achten musst.

Fehlt dir noch etwas Sicherheit, um die Surfspots im Süden von Fuerteventura sicher zu erkunden, kannst du am Matas Blanca bei Costa Calma erste Erfahrungen auf dem Surfbrett sammeln.

Die beliebtesten Surfspots im Süden von Fuerteventura

  • Cruz Roja: Beim Leuchtturm von Morro Jable, Pointbreak auf Sand, Swell trifft von der Seite auf Landzunge
  • Salinas, Aguitas, Tubia: Abgelegene Surfspots im Südwesten der Insel, Wind oft Offshore, hohle Wellen, Reefbreaks
  • Cofete: Beachbreak, meist leere Line-ups
  • Matas Blanca: Bei Costa Calma, ideal für erste Erfahrungen auf dem Surfbrett
  • La Pared: Konstant gute Wellen, Beachbreak, viele Surfschulen, Swell-Magnet, auch kleine Wellen bäumen sich auf, Vorsicht vor der Unterströmung
  • Playa de Garcey: Früher war hier mal Wrack der American Star, mittlerweile weite Teile abgetragen, kaum noch Touristen, aber konstante Wellen, starke Strömung, nur für erfahrene Surfer

Surferkodex: Regeln beim Surfen

 

FAQ: Wellenreiten auf Fuerteventura

Bitte einmal den roten Teppich ausrollen: Wir präsentieren die Grande Dame unter den ganzjährigen Surf-Hotspots in Europa: Fuerteventura.

Was macht Fuerteventura zu so einem beliebten Reiseziel fürs Wellenreiten?

Der Atlantik gilt als ruppiger Ozean mit hoher Wellenwahrscheinlichkeit. Die Kanaren sind ganzjährig warme Reiseziele. Die Wassertemperatur beträgt selbst im Winter knapp 20 °C.

Surfen auf Fuerteventura

Zu den klimatischen Bedingungen kommen noch die geologischen Eigenheiten der Kanarischen Inseln hinzu:

Das Archipel mit vulkanischem Ursprung hat teilweise extrem steil abfallende Riffküsten – Brandungswellen klatschen ungebremst gegen die Insel und türmen sich dabei stabil auf eine Höhe von 2 m bis 3 m.

In den Wintermonaten werden sogar Wellen mit bis zu 7 m Höhe an der Nord- und Westküste gesichtet.

Was für Wellentypen gibt es auf Fuerteventura?

Auf Fuerteventura gibt es Brandungswellen und Windwellen. Für das Surfen auf Fuerteventura sind vor allen Dingen die Brandungswellen (engl. Swell) von Interesse.

Im Gegensatz zu Wellen, die lediglich vom Wind angetrieben werden, sind Brandungswellen ein Resultat der Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Wasserbewegung und dem Meeresboden.

Hohle Welle
Hohle Wellen mit Tunnel: Auf Fuerteventura herrscht nicht nur eine hohe Wellensicherheit, sondern auch eine große Wahrscheinlichkeit für traumhafte Wellen.

Wie bitte?

Stelle dir vor, du hast eine Schüssel Wasser vor dir. Wenn du pustest und kleine Wellen auf der Oberfläche erzeugst, entstehen Windwellen.

Wenn du einen Stein in die Schüssel wirfst, entstehen Brandungswellen. Brandungswellen entstehen sozusagen unterhalb der Wasseroberfläche. Aus dem gleichen Grund steigt die Gefahr von riesigen Wellen nach einem Seebeben.

Spannend, aber was bringt dir diese Info für deinen Surfurlaub auf Fuerteventura?

Brandungswellen brechen viel stabiler als Windwellen und tragen mehr Wassermasse in sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Brandungswelle in einer Walze bricht und einen Tunnel bildet (und das ist schließlich der Traum beim Surfen), ist hoch.

Das Wellenreiten auf Fuerteventura ist auch als Flachwasser-Surfen bekannt. Es mag irritierend klingen, aber Brandungswellen sind Flachwasserwellen, deren Ursprung bis zum Meeresboden reicht.

Das schöne Brechen in Röhren resultiert daraus, dass der untere Teil der Welle bereits auf Land trifft und gebremst wird, der obere Teil der Welle aber noch ungebremst weiter rotiert.

Windwellen entstehen an der Wasseroberfläche und dienen vor allen Dingen Kite- und Windsurfern als Sprungbrett.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen auf Fuerteventura?

Fortgeschrittene Surfer werden die Wintermonate auf Fuerteventura lieben. Besonders an der Northshore herrschen anspruchsvolle Bedingungen.

Die Wellenkämme sind im Winter stabiler, weil sie nicht vom Passat zerblasen werden. Die Strömung und der Swell sind allerdings nicht zu unterschätzen.

Surfurlaub Fuerteventura

Wenn du beim Surfurlaub auf Fuerteventura zum ersten Mal auf dem Brett stehst, wirst du ohnehin erst einmal deine Balance auf dem Board trainieren. Dabei ist es relativ egal, ob die Wellen stabil sind oder nicht.

Wenn du Surf-Anfänger bist, empfehlen wir dir den Sommer als Reisezeit für deinen Surfurlaub auf Fuerteventura. Gleiches gilt übrigens auch für Wind- und Kitesurfer, die mit ordentlichen Passatwinden im Sommer außerordentlich zufrieden sein werden.

Wie hoch sind die Kosten für einen Surfurlaub Fuerteventura?

Für einen 1-wöchigen Surfurlaub auf Fuerteventura in einem Surfcamp wirst du zwischen 300 € und 550 € bezahlen –  je nachdem, wie oft du Surfunterrichst buchst. Die Kosten für die Unterkunft und das Frühstück sind bereits inkludiert.

Wellenreiten Fuerteventura

Hast du schon Erfahrung und möchtest auf eigene Faust die Surfspots auf Fuerteventura abklappern, kannst du dich über die geringen Benzinkosten auf der Kanareninsel freuen.

Die Kanaren haben als autonome Region von Spanien einen Sonderregelsatz von 7 % Mehrwertsteuer. Auf dem Festland berappst du stolze 21 %.

Wenn du in Europa surfen möchtest, ist Fuerteventura demnach definitiv unter den Preis-Leistungs-Siegern.

Benötige ich eigenes Equipment für einen Surfurlaub auf Fuerteventura?

Nein. Du kannst dir in jeder Surfschule auf Fuerteventura Equipment ausleihen. Wir wollen aber auch nicht um den heißen Brei herumreden.

Viele Surfer erleichtern sich im Atlantik und dadurch auch im Neoprenanzug. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest und dir Hygiene wichtig ist, nimm dir einen Wetsuit-Reiniger mit.

Surfcamps auf Fuerteventura: Mixtur aus Feriendorf und Surfunterricht

Der perfekte Einstieg in die Welt des Wellenreitens ist ein Surfurlaub in einem der Surfcamps auf Fuerteventura. Die Camps kannst du dir wie ein Ferienlager für Surfer vorstellen.

Surfcamps Fuerteventura

Du wohnst in einem Einzelappartement oder einer Art WG mit anderen Surfern, hast tagsüber deinen Surfunterricht und abends die Möglichkeit, mit den anderen Kursteilnehmern ein Feierbandbier am Strand zu trinken.

Equipment, Verpflegung und andere Freizeitangebote wie Yoga oder Longboard-Fahren stehen dir vor Ort zur Verfügung.

Für Individualisten, die keine Lust auf das Gruppengefüge haben, ist ein Urlaub in einem Surfcamp auf Fuerteventura sicherlich weniger entspannt.

In dem Fall empfehlen wir einen Surfkurs in einer Surfschule ohne Unterkunft im Surfcamp zu buchen. Kurse gibt es ab 300 € pro Woche, Kurse + Aufenthalt ab 500 €.

Surf-Yoga auf Fuerteventura: Ideale Kombination für Kraft und Balance

Surf Yoga Fuerteventura

Die Kombination aus Yoga-Übungen und Surf-Unterricht auf Fuerteventura boomt wie nie zuvor. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass sich Yoga in den letzten Jahren aus dem Kämmerlein der Esoterik herausschleichen konnte und mittlerweile für das wahrgenommen wird, was es ist:

Eine Bewegungslehre, die je nach Übungen Meditation oder Sport sein kann. Elemente wie Kondition, Dehnung, Balance und Kraft kommen dir beim Surfen zugute und trainieren deine Muskeln sanft.

In den Surfcamps auf Fuerteventura werden Yogastunden im Tagesplan eingebaut, um deine Muskeln auf das Surfen vorzubereiten oder deine körperliche Regeneration nach dem Surfunterricht zu unterstützen. In diesem Sinne: Namasté.

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