Teneriffa ist ein Paradies für alle Wanderfreunde und Naturliebhaber. Der absolute Höhepunkt eines jeden Teneriffa Urlaubers ist der Besuch des Pico del Teide, welcher der höchste Berg Spaniens und ein wahrlich imposanter Vulkan ist.

Rund um den Gipfel und den Krater des Vulkans befindet sich der Nationalpark el Teide, welcher zahlreiche Aussichtspunkte und Wanderwege zu bieten hat. Wir verraten dir, wie du bis auf den Gipfel des Teide auf Teneriffa kommst, was du dabei beachten musst und welche Highlights der Nationalpark sonst noch zu bieten hat.

Es wird mit Sicherheit ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis in deinem Teneriffa Urlaub.

Nationalpark el Teide

Nationalpark el Teide

Der Teide Nationalpark im Zentrum der kanarischen Insel Teneriffa ist der absolute Höhepunkt und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Jährlich kommen circa 3 Millionen Besucher in den knapp 19.000 Hektar großen Park, um vor allem den Vulkan Teide  auf Teneriffa, auch Pico del Teide genannt, zu bewundern.

Seit 1954 ist der Park, welcher der älteste der Kanaren ist, ein anerkannter Nationalpark und gehört seit 2007 sogar zum UNESCO Weltnaturerbe. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten im Nationalpark gehören neben dem Teide Teneriffa auch der Aschekegel Chinyero, welcher zuletzt im Jahr 1798 für eine Eruption auf der Insel sorgte, der Los Roques und der Gipfel Montana Guajara.

Um den Park zu erkunden, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kannst du mit dem Auto entlang der Straßen zu verschiedenen Aussichtspunkten fahren, zum anderen kannst du die Natur durch verschiedene Wanderungen erkunden.

Teide Wanderweg
Du kannst den Nationalpark mit seinen zahlreichen Wanderwegen und Aussichtspunkten kostenfrei erkunden. Einzig, wenn du mit der Seilbahn hochfährst oder eine geführte Tour buchst, musst du eine Gebühr zahlen. Insgesamt gibt es 38 Wanderstrecken für leichte, mittelschwere und anspruchsvolle Wanderungen.

Es gibt zwei Besucherzentren im Nationalpark, eins in Portillo und eins im Parador Nacional. Hier bekommst du Infos zum Nationalpark, die verschiedenen Aussichtspunkte und Wanderwege. Planst du einen Besuch im Nationalpark oder gar eine Tour auf den Gipfel des Pico del Teide, solltest du in jedem Fall einen ganzen Tag einplanen.

Übrigens: Der zweithöchste Berg nach dem Teide Teneriffa  ist der Pico Viejo mit 3.135 Metern Höhe. Er wird auch Montana Chahorra genannt.


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Die Flora und Fauna des Teide Nationalparks

Kanareneidechse

Der Nationalpark ist nicht nur wegen des Vulkans so einzigartig. Auch die Flora und Fauna, sowie die erkalteten Lavaströme, die Höhlen und die zahlreichen Vulkankegel machen ihn zu einem spannenden Ausflugsziel und zu einem absoluten Entdeckerparadies.

Besonders zwischen April und Juni steht die sonst so karge Vulkanlandschaft in voller Blütenpracht. Mehr als 150 Pflanzenarten lassen sich im Park finden, wovon einige sogar nur auf den kanarischen Inseln und knapp 30 nur auf Teneriffa zu finden sind.

Tajinaste
Besonders bekannt und einzigartig ist zum Beispiel der rote Tajinaste oder auch Wildprets Roter Natternkopf genannt, welcher bis zu 2 Meter hoch wachsen kann.

Und auch den Teide-Ginster und den gelb blühenden Drüsenginster wirst du häufig bei einer Wanderung durch den Nationalpark sehen.

Für die blühende Vegetation in der eigentlich so kargen Landschaft ist das besondere Klima in den Höhenlagen verantwortlich. Im Winter kann es übrigens auf dem Teide Teneriffa immer mal wieder schneien, denn der Nationalpark liegt durchschnittlich auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel.

Im Sommer können die Temperaturen hingegen auch schon mal die 40 Grad-Marke knacken.

Im Teide Nationalpark sind aber nicht nur verschiedene Pflanzen beheimatet, auch zahlreiche seltene Tierarten leben hier. Am häufigsten wirst du wahrscheinlich die Kanareneidechse sehen. Aber auch um die 1.000 verschiedene Arten an wirbellosen Tieren leben im Nationalpark Teide, darunter Schnecken, Spinnen und Insekten. Und auch knapp 20 verschiedene Vogelarten nennen den Park ihr Zuhause. Die einzigen heimischen Säugetiere sind die Fledermäuse.

Pico del Teide: Der höchste Berg Spaniens

Teide

Der 3.718 Meter hohe Vulkan Pico del Teide ist das absolute Highlight des Nationalparks auf Teneriffa und der höchste Berg Spaniens. Die Kegelspitze ist knapp 200 Meter hoch und der Krater hat einen Durchmesser von 80 Metern.

Viele Besucher wandern bis ganz nach oben, um den einmaligen Ausblick und das unvergessliche Gefühl auf einem Vulkan ganz nah am Krater zu stehen, zu genießen. Aber ganz so einfach ist es nicht mit dem Teide auf Teneriffa, denn es gibt einige Voraussetzungen, um den Gipfel besteigen zu dürfen.

Zu aller erst ist eine Genehmigung der Parkverwaltung erforderlich. Diese bekommst du zwar kostenlos, aber es gibt nur 200 Plätze pro Tag und sie sind meist schon weit im Voraus ausgebucht. Es ist also ratsam schon zwei bis drei Monate vorher eine Genehmigung zu beantragen. Diese Genehmigung ist immer nur für einen Tag und ein Zeitfenster von 2 Stunden gültig.

Pico el Teide Wanderweg
Von der obersten Seilbahnstation führt ein Wanderweg bis auf die Spitze des Vulkans. Der Aufstieg hat einen hohen Schwierigkeitsgrad, auch wenn der Weg nur knapp 40 Minuten dauert. Das liegt vor allem an dem Höhenunterschied und der dünnen Luft.

Am Beginn des Gipfelpfades, der dich bis nach ganz oben führt, musst du deine Genehmigung und deinen Ausweis vorzeigen.

Solltest du wegen schlechter Wetterbedingungen oder aus anderen Gründen nicht auf den Krater kommen, verfällt die Genehmigung leider und ist nicht automatisch für einen anderen Tag gültig.

Verboten: Entlang der Wanderwege liegen zahlreiche kuriose Lavasteine, die ein ideales Andenken wären. Allerdings würde das der Natur nur schaden, weshalb es strikt verboten ist Steine oder andere Gegenstände mitzunehmen.

Was du hingegen unbedingt mitnehmen solltest, ist ausreichend Wasser und energiespendende Lebensmittel, denn eine Wanderung im Hochgebirge kann sehr anstrengend und energieraubend sein. Außerdem ist festes Schuhwerk ein Muss und es ist ratsam einen Regenschutz, ein wärmeres Kleidungsstück und Sonnenschutz mitzunehmen.

Die Genehmigung für die Gipfelbesteigung des Pico del Teide bekommst du hier:

Reservas Parques Nacionales

Gipfelbesteigung ohne Genehmigung? Das geht nur, wenn du eine Nacht in der Berghütte Alta Vista buchst. Und wie du dir denken kannst, sind die Zimmer immer recht schnell und weit im Voraus ausgebucht. Außerdem musst du bis 9 Uhr schon wieder runter vom Gipfel sein.

Teide Teneriffa Seilbahn

Teide Seilbahn

Zu den beliebtesten Aktivitäten im Nationalpark Teide gehört die Seilbahn, welche dich von der Talstation in 2.356 Metern Höhe zur Bergstation La Rambleta auf 3.555 Meter bringt. Die Fahrt dauert insgesamt zwischen 8 und 10 Minuten und bietet dir atemberaubende Ausblicke.

An der Talstation gibt es zahlreiche Parkplätze, die aber schnell belegt sind. Es empfiehlt sich also früh da zu sein oder du nimmst Wartezeit in Kauf. Kommst du von Costa Adeje, kannst du auch den Bus 342 bis zur Seilbahn nehmen, von Puerto de la Cruz ist es der Bus 348. So umgehst du die lästige Parkplatzsuche.

Oben angekommen, führen von der Bergstation zwei Wege zu Aussichtspunkten und ein Weg zum Gipfelpfad, den du aber nur mit einer Genehmigung betreten darfst. Auf Höhe der Bergstation darfst du dich maximal eine Stunde aufhalten. Hast du eine Genehmigung zur Besteigung des Kraters sind es maximal 3 Stunden insgesamt.

Teide Seilbahn klein
Für die Fahrt mit der Seilbahn benötigst du ein Ticket, welches du direkt vor Ort oder aber schon im Voraus online kaufen kannst. Die Tickets sind allerdings auf den Tag und den Zeitpunkt genau getaktet.

Die Seilbahn fährt täglich im 10-Minuten-Takt von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr (letzter Einlass 16.00 Uhr). Außer in den Sommermonaten Juli, August und September bis 19.00 Uhr und ab Oktober bis zur Zeitumstellung bis 17.30 Uhr.

Nicht vergessen: Hast du nur ein Ticket nur für die Abfahrt gebucht, musst du dieses vorher an der Talstation abholen.

Wichtig: Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen werden der Aufstieg und die Fahrt mit der Seilbahn zur Bergstation wegen der Höhe nicht empfohlen. Das Gleiche gilt für Schwangere und Kleinkinder. Außerdem musst du dir bewusst sein, dass du, wenn die Seilbahn wegen Wetterbedingungen schließen muss und du dich an der Bergstation befindest, den recht steilen Wanderweg zu Fuß hinabsteigen musst.

 

Teide Teneriffa Seilbahn Eintritt

Auf- und Abfahrt: Erwachsene 27,00€ / Kinder 13,50€

*Wenn du nur eine Fahrt in Anspruch nimmst, kostet die Fahrt die Hälfte.

Teide Teneriffa: Wanderungen im Nationalpark

Teide Nationalpark Wandern

Um den Nationalpark El Teide auf Teneriffa  zu erkunden, eignet sich eine Wanderung ideal. Insgesamt gibt es 38 Wanderwege, die durch die einzigartige Vulkanlandschaft führen. Jedoch gibt es einiges zu beachten, wenn du dich auf den Weg machst.

Am wichtigsten ist, dass die vorgegebenen Wege zum Schutz der Natur, der Lebewesen und natürlich aus Sicherheitsgründen nicht verlassen werden dürfen. Außerdem ist es verboten Steine zu sammeln oder Pflanzen zu pflücken.

Zudem ist im Nationalpark zu bestimmten Zeiten Jagdsaison. Vom ersten Sonntag im August bis zum zweiten Sonntag im Dezember wird also immer donnerstags, freitags und an Feiertagen nach Hasen gejagt, teilweise auch mit Feuerwaffen. Also nicht erschrecken und immer auf den freigegebenen Wegen bleiben. Meist sind die Jäger mit einem Rudel Hunde (Podencos Canarios) unterwegs, von denen aber generell keine Gefahr ausgeht. Solltest du jedoch Angst vor Hunden haben, ist es ratsam eine Wanderung an einem der anderen Tage zu planen.

Auch Mufflons werden im Nationalpark gejagt. Diese finden immer im Mai, Oktober und teilweise im November statt und dafür werden die Hauptwege gesperrt. Hier solltest du dich bei der Parkverwaltung vorher informieren, welche Wege in diesen Zeiten geöffnet und somit begehbar sind.

Die beliebtesten Wanderungen im Teide Nationalpark

Im Teide Nationalpark findest du zahlreiche Wanderwege. Die meisten sind allerdings Streckenwanderungen. Kombinierst du diese jedoch, ergeben sie teilweise auch Rundwanderwege.

1. La Fortaleza (Sendero 1)

La Fortaleza

Start: Besucherzentrum El Portillo

Ziel: Cuesta de La Fortaleza

Eine leichte Wanderung, für die du circa 3-4 Stunden hin und zurück einrechnen musst. Insgesamt sind es 11 Kilometer Wanderweg, welcher von Teide-Ginster gesäumt ist. Ziel ist die Felsformation La Fortaleza, welche durch unterirdische Lava entstand. Du kannst auch die Felsformation selber umwandern, diese ist jedoch sehr anstrengend und steil. Den Fels selber darfst du nicht besteigen.

2. Roques de García (Sendero 3)

Roques de Garcia

Start: Mirador de La Ruleta

Ziel: Mirador de La Ruleta

Hierbei handelt es sich um einen Rundwanderweg des Schwierigkeitsgrades leicht. Start- und Endpunkt ist der Aussichtspunkt Mirador de La Ruleta. Für die 3,5 Kilometer benötigst du circa 2 Stunden. Teilweise sind etwas schwerere Etappen mit dabei, wie zum Beispiel der Abstieg zur Llano de Ucana oder der Weg zurück zum Parkplatz, welcher recht steil ist.

3. Siete Canadas (Sendero 4)

Siete Canadas

Start: Besucherzentrum El Portillo

Ziel: Besucherzentrum Canada Blanca

Einer der längsten Wanderwege ist die Streckenwanderung vom Besucherzentrum El Portillo bis zum Besucherzentrum Canada Blanca. Ganze 16,6 Kilometer ist er lang und hat die Schwierigkeitsstufe mittel. Er führt vorbei an der Felsformation Piedras Amarillas und entlang des südlichen Caldera-Randes. Du kannst den Weg aber auch kürzen, denn er kreuzt die Wege 16 und 17.

4. Montana Blanca–Pico del Teide (Sendro 7)

Montana Blanca

Start: Montana Blanca

Ziel: Mirador de La Fortaleza

Einer der schwersten Wanderwege ist der Sendro 7 mit 8,3 Kilometern, welcher vom Parkplatz TF-21 bis hoch zum Teide führt. Es geht durch helles Bimsgestein bis zum Fuße des Teides. Von hier aus geht es dann weiter zur Berghütte Alta Vista. Der Weg ist steil und kurvenreich. Weiter geht es durch Lavafelder bis zum Aussichtspunkt La Fortaleza, kurz vor dem Gipfel des Teide.

Wanderung zum Teide
Wanderung zum Teide: Als Verlängerung des Sendro 7 ist auch eine Wanderung zum Krater des Teide möglich. Dafür geht es dann ab der Bergstation der Seilbahn auf dem Sendro 11 weiter. Hierfür brauchst du allerdings die Genehmigung der Parkverwaltung. Da der Schwierigkeitsgrad schwer ist, ist die Wanderung eher nichts für ungeübte Wanderer.

Je nach Wetterlage und Gemüt des Vulkans kann es mal mehr, mal weniger nach Schwefel riechen und teilweise siehst du, wie es aus dem Boden dampft.

Tipps für eine Wanderung im Teide Nationalpark auf Teneriffa:

Teide Teneriffa Wanderschuhe

  • Festes Schuhwerk: Die Wege sind zwar vorgegeben, dennoch sind viele Wege sehr steinig oder gar lose.
  • Sonnen- und Regenschutz: Die Sonneneinstrahlung ist in den Höhenlagen extremer als im Tal. Gleichzeitig kann das Wetter hier aber auch schnell wechseln, sodass ein Regenschutz von Vorteil ist.
  • Ausreichend Wasser: In den Höhenlagen ist es immer anstrengender zu Wandern. Deswegen ist ausreichend Wasser und energiereiche Snacks fast schon Pflicht.
  • Handy: Auch wenn du nicht überall Netz haben wirst, ist es immer gut ein Handy mit dabei zu haben, falls doch mal was passieren sollte. Ratsam ist auch, nicht alleine zu wandern.

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Tipps für den Pico del Teide auf Teneriffa

Damit dein Ausflug zum Teide Teneriffa ein unvergessliches Erlebnis wird, haben wir noch den einen oder anderen Tipp für dich.

Teide mit Auto
  1. Bist du mit einem Auto unterwegs und erkundest auch auf diesem Wege den Teide Teneriffa, solltest du vorher auf jeden Fall voll tanken, denn im Nationalpark wirst du keine Tankstelle finden.
  2. Hast du kein eigenes Auto muss das nicht heißen, dass du den Teide auf Teneriffa nicht besuchen kannst. Es gibt öffentliche Busse, die dich zu verschiedenen Stationen fahren.
  3. Am besten du gehst schon früh am Morgen zum Teide Teneriffa, denn dann hast du die besten Chancen für gutes Wetter und eine gute Sicht. Außerdem sind dann noch keine Buskaravanen mit zahlreichen Touristen angerollt und du kannst die Aussicht in Ruhe genießen.

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