Du liebäugelst mit einem Urlaub auf La Palma, der Isla Bonita der Kanaren und weißt noch nicht so recht, was du auf der Insel im Atlantik alles unternehmen kannst?

Wir helfen dir bei deiner Reiseplanung und geben dir ausführliche Reisetipps für La Palma.

Eines vorweg:

Auf La Palma zu wandern ist die beliebteste Freizeitaktivität auf der Kanarischen Insel. Entdecke die Schlucht der Ängste oder einen Vulkan, der noch immer nach Schwefel riecht.

Bade an den menschenleeren schwarzen Stränden und besuche das Observatorium, um die Sterne über dem UNESCO-Lichtschutz-Reservat zu beobachten.

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1. Caldera de Taburiente

Caldera de Taburiente

Schon beim Anflug auf La Palma wirkt der riesige Vulkankrater mit einem Durchmesser von ganzen neun Kilometern wie ein kolossales Loch in der Mitte der Insel.

Bist du gelandet, musst du deinen Kopf aber wieder in den Himmel strecken, um den dicht bewachsenen Vulkangipfel zu sehen.

Der Nationalpark verdankt seinen Namen dem riesigen Einbruchkessel (span. caldera) des Vulkans in der Mitte von La Palma.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente ist die wohl bekannteste Attraktion auf der kanarischen Insel.

Gleich mehrere Sehenswürdigkeiten von La Palma befinden sich in dem 4.690 Hektar großen Areal des Nationalparks.

2. Barranco de las Angustias

Barranco de las Angustias

Die hellen Felsklippen der Barranco de las Angustias wirken flach, warm und eigentümlich scharfkantig. Die Schlucht verbindet die Caldera mit dem Atlantik. Dabei überwindet sie nicht nur eine Strecke von 10 Kilometern, sondern auch einen Höhenunterschied von 1.000 Metern.

Bist du ein erfahrener und vorsichtiger Wanderer, kannst du ungeahnte Naturschönheiten bei deinem Aufstieg zur Caldera entdecken. Für Hobby-Spaziergänger ist das Erkunden der unberechenbarsten Sehenswürdigkeit von La Palma einfach nur beschwerlich.

Dämmerung in der Caldera de Taburiente

Der Rio de Taburiente vereint die kleinen Bachläufe der Bergquellen und plätschert in den Sommermonaten friedlich an den groben Kieselsteinen im Tal vorbei. Im Winter verwandelt sich der kleine Fluss aber in einen reißenden Strom.

Die Barranco de las Angustias, die Schlucht der Ängste, wie es im Deutschen heißt, würde dich dann nicht mehr loslassen und ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Wandere dann lieber durch die Bananen- und Avocado-Plantagen an der Küste um Tazacorte.

3. Cascada de Colores

Cascada de Colores

Das orange-rote Leuchten der Felsklippen sieht man schon von weitem, wenn man sich dem Wasserfall in La Palmas Nationalpark nähert.

Das kontinuierliche Rauschen des beeindruckenden Sturzbaches und der enorm hohe Eisenanteil im mineralischen Wasser haben an den Felswänden wortwörtlich ihre Spuren hinterlassen.

Das Eisen hat die Felswand aus kargem Vulkangestein eindrucksvoll eingefärbt. Die üppigen Moosflechten an der Wand bilden einen auffälligen Kontrast in dem Ambiente der farbenfrohen Sehenswürdigkeit von La Palma.

Der Wasserfall der Farben zählt zu den eindrucksvollsten Reiszielen auf La Palma.

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4. Roque de los Muchachos

Mirador del Roque de los Muchachos

Ein riesiges Loch.

Die unvorstellbaren Dimensionen des einstigen Lavakessels der Caldera de Taburiente erahnst du erst, wenn du den Roque de los Muchachos erklimmst.

Der höchste Berg von La Palma hat eine beeindruckende Höhe von 2.426 Metern und bietet dir vom Aussichtspunkt Mirador del Roque de los Muchachos einen Ausblick über den riesigen Nationalpark und die Nachbarinseln La Gomera, El Hierro und Teneriffa.

Noch weiter kannst du nur gucken, wenn du dich dazu entschließt, die Sternwarte auf dem Vulkangipfel zu besichtigen.

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5. Roque-de-los-Muchachos-Observatorium

Observatorium Roque de los Muchachos

Die Regierung von La Palma hat trotz des touristischen Potenzials des idyllischen Eilands einen stetigen Fokus darauf gelegt, die Kanareninsel nicht zu überfrachten.

Lichtglocken, die sich in der Nacht über Ortschaften stülpen und eine Haube bilden, die in der Nacht schon aus weiter Ferne gesehen werden können, gibt es auf der Insel La Palma nicht.

Die UNESCO honorierte die störungsfreie Sicht auf den Himmel, indem sie La Palma zum Lichtschutz-Reservat ernannte.

Die Milchstraße über La Palma

Selbst mit bloßem Auge lassen sich von Aussichtpunkten wie dem Berg San Borondón die Milchstraße und ihre Sternbilder erkennen. Am besten kannst du allerdings vom Observatorium auf dem Roque de los Muchachos ins All blicken.

Besichtigungen finden in der Regel morgens zwischen 9:00 und 13:00 Uhr statt. Der Eintritt ist mit circa 9,00 € gerechtfertigt.

Während einer geführten Tour vermitteln dir professionelle Astrophysiker leicht verständlich Wissenswertes über das Firmament und lassen dich im Anschluss selbst einen Blick durch die Hightech-Teleskope werfen.

Auch wenn der Aufstieg zur Sternwarte etwas beschwerlich ist, zählt ein Besuch des Observatoriums zu den besten Urlaubstipps für deine Reise nach La Palma.

6. Playa Tazacorte

Tazacorte

Sterne beobachten oder wandern auf La Palma: Als absoluter Hotspot für passionierte Strandurlauber wird die schöne Kanarische Insel nicht in den Reiseprospekten geführt.

Dennoch gibt es nachhaltig beeindruckende Strände auf La Palma, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Im Westen der Insel findest du einen der wenigen Touristenorte auf La Palma, der dir einige Annehmlichkeiten auf der sonst sehr ursprünglichen und ruhigen Insel beschert. Tazacorte liegt am Fuße der Caldera de Taburiente und ist von Bananenplantagen umringt.

Playa Puerto de Tazacorte

Den schwarzen Sandstrand am Puerto de Tazacorte teilst du dir, wie es für La Palma üblich ist, nur selten mit Massen von anderen Urlaubern. Dennoch herrscht in den kleinen Cafés und Strandbars an der Küste von Tazacorte eine angenehme Lebendigkeit.

10 Kilometer südlich von Puerto de Tazacorte findest du den Strand von Puerto de Naos. Die Strände ähneln einander sehr, obwohl Puerto Naos ein wenig belebter ist.

Die Wellen des Atlantiks siehst du nur von weitem, da ein Wellenbrecher allzu hohe Wellen schwächt und dich und deine Familie vor unberechenbarer Strömung schützt.

Der Strand von Tazacorte ist La Palmas familienfreundliche Antwort auf das Image der schroffen Küsteninsel, auf der du nur wandern kannst.

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7. Charco Azul

Charco Azul: Die Meerwasserpools auf La Palma

Möchtest du auf La Palma baden, stehen dir traumhafte Buchten zur Verfügung, die aber durch ihre mitunter starke Strömung nur bedingt zum Schwimmen geeignet sind.

Eine gute Alternative zum offenen Meer findest du im Nordosten der Insel in der Gemeinde San Andres y Los Sauces.

Charco Azul, die blaue Pfütze, ist ein Meerwasserpool, der in das schwarze Vulkangestein von La Palma eingelassen wurde und dich durch eine Mauer vor den Wellen des Atlantiks schützt.

Zwischen einigen Kakteen und Strohschirmen kannst du so herrlich auf die Brandung gucken, ohne von ihr weggespült zu werden.

Seine eigenwillige Lage und der großartige Ausblick auf den Atlantik lassen Charco Azul selbst zu einer Sehenswürdigkeit auf La Palma avancieren.

Du findest doch mehr Gefallen an Sandstränden?

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8. Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma

Mit circa 16.000 Einwohnern ist Santa Cruz de La Palma an der Ostküste keine wirklich große Stadt, aber die größte Stadt auf der Kanarischen Insel.

Santa Cruz de La Palma ist von der einen Seite von den Hügeln von Cumbre Nueve und Cumbre Vieja begrenzt und von der anderen Seite vom Atlantik.

Ein Besuch in Santa Cruz bringt dir allerdings mehr als einen großartigen Ausblick auf die natürliche Schönheit der Isla Bonita.

Balcones de la avenida Maritima in Santa Cruz de La Palma

Man mag es der einen Kilometer langen Calle O’Daly nicht zutrauen, aber die einzige Einkaufsstraße von La Palma erwacht vor allen Dingen in den Abendstunden zum Leben.

Während du hier tagsüber prima schlendern kannst und in unscheinbaren Geschäften und Boutiquen stöberst, tönt es mit zunehmendem Tagesverlauf immer lauter und fröhlicher aus den Bars der Calle O’Daly.

Parallel zur kleinen aber beliebten Shoppingmeile verläuft die Avenida Maritima an der Küste entlang. Die typischen Holzbalkone der Kanaren, die Balcones de la avenida Maritima, präsentieren sich dir ausstaffiert, urig und blumenbehangen.

Santa Cruz ist der Ausflugstipp für La Palma, wenn du dich nach urbanem Kleinstadtflair sehnst.

Du möchtest es doch etwas belebter?

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9. Los Cancajos

Los Cancajos

La Palma lockt vor allen Dingen Aktivurlauber an, die durch die beeindruckenden Naturlandschaften wandern wollen und sich für ihren Urlaub auf La Palma eine individuelle Note wünschen.

Pauschaltouristen, die sich wohlverdient einfach nur am Strand entspannen wollen, verirren sich selten auf die Kanarische Insel.

Weicher Tourismus und ökologische Nachhaltigkeit prägen das Bild der wenigen ausgewiesenen Urlaubsorte auf La Palma. Umso eigentümlicher wirken die Hotelanlagen von Los Cancajos an der Ostküste von Santa Cruz.

Suchst du nach dem Ortskern der erst seit den 80er Jahren gewachsenen Gemeinde, landest du wahrscheinlich im Einkaufszentrum oder in einem Hotel.

Gibt es also doch Hotelbunker auf La Palma?

Nein, wir können dich beruhigen. Auch wenn die mehrgeschossigen Hotelanlagen im Kontrast zu den kleinen Ferienhäusern stehen, die sonst auf La Palma stehen, wirken sie nicht so massiv wie Bettenburgen auf Mallorca und anderen spanischen Inseln.

Los Cancajos Strand

Dennoch lebt die kleine Ortschaft im Süden von Santa Cruz vom Tourismus und den Dienstleistungen um ihn herum.

Die schwarzen Badebuchten wurden durch Wellenbrecher vom schroffen Atlantik abgeschirmt und locken auch Familien mit kleinen Kindern an die feinsandigen Strände von La Palma.

Die ruhigen Wasserbedingungen an der Küste von Los Cancajos ziehen aber vor allen Dingen Schnorchler und Tauchschulen an, die sich in ruhiger Umgebung an das Hobby herantasten wollen – auch, wenn es vielleicht nur während eines Urlaubs auf La Palma besteht.

Doch möchtest Mallorcas doch eine Chance geben und die ruhige Seite der Insel entdecken?

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10. Die Vulkane Teneguía und San Antonio

Teneguia La Palma

Caldera de Taburiente sicherlich der bekannteste und prägendste Vulkan von La Palma, der aber hauptsächlich von geübten Aktivurlaubern besichtigt wird.

Bist du nicht der engagierteste Wanderer, möchtest aber trotzdem während deines Urlaubs auf La Palma beeindruckende Vulkankegel besichtigen, kannst du alternativ die Vulkane Teneguía und San Antonio besichtigen.

Näherst du dich dem hügeligen Vulkanareal, drängen sich nicht nur die immer höher werdenden schwarzen Ascheschichten in dein Sichtfeld, sondern auch der noch immer bohrende Schwefelgeruch in deine Nase.

Dich faszinieren Vulkane? Die Kanareninsel Lanzarote ist zu einem Viertel von den Feuerbergen bedeckt.

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Salzsalinen La Palma

Ein etwas mulmiges Gefühl beschleicht schon manchen Besucher, wenn er erfährt, dass der Teneguía erst im Jahr 1971 ausgebrochen ist. Auch wenn keine kochende Lava mehr im Krater rumort, ist der Ausblick in den Schlot beeindruckend.

Der Krater vom Nachbarvulkan San Antonio ist sogar grün bewachsen. Wahrscheinlich haben Meeresvögel kleine Pflanzenreste in den Schlot geschleppt, die dann Wurzeln schlugen.

Unser Ausflugstipp: Mit einer Höhe von 438 Metern ist der Teneguía recht leicht zu erklimmen. Es lohnt sich, nach der Besichtigung gen Süden zu ziehen und den Leuchtturm Faro de Fuencaliente und die Salzsalinen an der Südküste von La Palma zu besuchen.

11. Faro de Fuencaliente

Faro de Fuencaliente

An der Südspitze von La Palma befindet sich der bekannteste Leuchtturm der Kanarischen Insel, der heutzutage mehrere Freizeitmöglichkeiten von La Palma in sich vereint.

Historisch Interessierte werden sich über die Geschichte um den ehemaligen Leuchtturm freuen, der aus Steinen der Insel Gran Canaria errichtet und während der Erdbeben 1949 und 1971 stark beschädigt wurde.

Mittlerweile befindet sich das Meeresmuseum auf dem Areal des Faro de Fuencaliente. Direkt daneben wurde 1985 ein 24 Meter hoher Betonleuchtturm errichtet, der bis heute Schiffen den Weg leuchtet.

Der Piratenführer Jacques de Sores hielt im 16. Jahrhundert wenig von Erleuchtung und ließ das Schiff von Missionaren kentern, die sich auf dem Weg nach Brasilien befanden und die Jesuiten umbringen.

Als Erinnerung an das Massaker an den 40 Märtyrern, die 1854 selig gesprochen wurden, ließ die Regierung von La Palma 40 Betonkreuze auf dem Meeresboden versenken. Die Gedenkkreuze sind in 20 Meter Tiefe vor dem Faro de Fuencaliente und bei Tauchern beliebte Reiseziele auf La Palma.

12. Prois de Candelaria

Prois de Candelaria

Schnaubend und schwitzend schleppen sich die anfangs noch vollkommen fitten Wanderer im Westen von La Palma zur Prois de Candelaria.

Am Wetter auf La Palma liegt es allerdings nicht.

Durchschnittstemperaturen von 24 °C sind in Kombination mit der stets wehenden Brise vom Atlantik eher angenehm als transpirationsfördernd.

Die Prois de Candelaria, die Schmugglerbucht bei Tijarafe, ist eines der schönsten, aber auch forderndsten Ausflugsziele für eine Wanderung auf La Palma.

Du jubilierst bei anstrengenden Wanderungen nicht vor Freude? Oberhalb der Schmugglerbucht gibt es Parkplätze für deinen Mietwagen.

Startest und endest du in Tirajafe, solltest du 4 Stunden einplanen, um die Tour zur Bucht zu unternehmen.

Insgesamt wirst du 8,5 Kilometer zurücklegen, an schwarzen 200 Meter hohen Steilhängen entlangwandern und schlussendlich die Schmugglerbucht erreichen.

Ein paar funktionale, weiß getünchte Häuschen stehen am schwarzen Geröllhang des Felsmassivs und deuten nur noch schemenhaft daraufhin, dass hier im 16. Jahrhundert Schmuggler und Piraten gehaust haben sollen.

Neben Luxuswaren wie Salz, sollen sie auch an der Verbreitung verbotener Bücher beteiligt gewesen sein.

Klima und Wetter auf La Palma

Die Kanarische Insel La Palma ist ein Paradies für Aktivurlauber. Um zu wandern, Fahrradtouren zu unternehmen oder auch mal an einem der Strände von La Palma die Seele baumeln zu lassen, brauchst du allerdings dementsprechend gutes Wetter.

La Palma gilt wie die Kanaren insgesamt als Insel des ganzjährigen Frühlings.

Das Klima von La Palma ist subtropisch, durch den angenehmen Atlantikwind aber mehr als erträglich. Bei durchschnittlichen Temperaturen von 24 °C ist es weder zu heiß, noch zu kalt.

Das ausgesprochen freundliche Wetter La Palma lässt deine Ausflüge auf der Kanarischen Insel nur selten ins Wasser fallen.

Von April bis September regnet es so gut wie nie.

Lediglich von Oktober bis März können Tropfen fallen. Mit einer Sonnenscheindauer von 6 Stunden pro Tag sind die Regenfälle in den Wintermonaten aber höchsten kleine Schauer.

Möchtest du deinen Urlaub auf La Palma aber mit anstrengenden körperlichen Tätigkeiten verbringen, empfehlen sich der April, Mai und Juni. Im Hochsommer steigt das Thermometer ohne Probleme auf 27 °C und lässt dich ziemlich schnell ins Schwitzen kommen.

Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?

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Reisetipps La Palma (Karte)

 

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